Wenn ich mich mal so umschaue, sehe ich fast ausschließlich eine Ausbildung, wo Hunde über den Beutetrieb auf den Weg gebracht und geformt werden.
Es wird noch um die Beute gekämpft, der Hund gewinnt, der HF strahlt und sagt noch, "Heute zeigte er tolle Beuteaggression" (beim bellen)
Dann wiederum wird gesagt, wenn der Helfer im Versteck mit einem Ball (ist doch auch nur Beute)steht, der Hund kommt, bellt artig und bekommt sein Bällchen.
Solche Hunde sollen adaptive Hunde sein.
Sind dann nicht, so gut wie alle Hunde, adaptive Hunde? Hinzu kommt, dass die Hunde ihr Beuteobjekt anbellen und nicht den Helfer.
Ich habe zB. meine im Beutetrieb gearbeitet,weil in diesem Bereich, die Triebwechsel einfacher (ohne Meideverhalten) zu händeln sind.
Jetzt gehe ich aber dazu über, im reinen Aggressionstrieb (Wehrtrieb), Triebwechsel vorzunehmen. Den Weg zum Erfolg hat sie ja vorher
im Beutetrieb gelernt.
Was meint ihr dazu ???
Ich weiß, Hund und Hundeführer soll es Spaß machen !!
Ich finde aber auch, im Schutzdienst gibt es für den Hund KEIN Spiel, für ihn muß alles toternst sein und nicht noch anschließend mit dem
Helfer kuscheln.
:jedi:
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Canimus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24621-Warum-wird-eigentlich-im-Aggressionstrieb-so-wenig-gearbeitet/?postID=164983#post164983 schrieb:Ich finde aber auch, im Schutzdienst gibt es für den Hund KEIN Spiel, für ihn muß alles toternst sein und nicht noch anschließend mit dem Helfer kuscheln. ....ein Hund der ernsthaft Beute machen will muß ja nicht unbedingt nur spielen. In der Natur ist das Jagen und Beutemachen eine toternste Sache, ....und sehr sehr intensiv.
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Wir haben nunmal SPORTHUNDE !!!!
Die müssen nicht "töten" wollen.
Meiner verbellt auch den Helfer
ins Gesicht,für den arm!
Sieht todernst aus, ist es aber nicht!
Ist reine ausbildungssache! Einer meiner bekannten kauft Hunde für den BSG an. Dort hab ich zum ersten mal wirklich gefährliche Hunde gesehen. Einer davon hatte vor kurzem erst seinen HF auf die Intensivstation gebissen ,nur weil der neben dem hund gestolpert ist. Nein danke sowas brauche ich nicht und darf eigendlich auch nicht in Hände von zivilpersonen fallen.
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Detlef Berensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24621-Warum-wird-eigentlich-im-Aggressionstrieb-so-wenig-gearbeitet/?postID=164986#post164986 schrieb:....ein Hund der ernsthaft Beute machen will muß ja nicht unbedingt nur spielen. In der Natur ist das Jagen und Beutemachen eine toternste Sache, ....und sehr sehr intensiv.
...aber Aggressionslos
erst wenn die Beute sich wehrt, kommt Aggression ins Spiel. So zumindest die Literatur.
Bye Uwe
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24621-Warum-wird-eigentlich-im-Aggressionstrieb-so-wenig-gearbeitet/?postID=164990#post164990 schrieb:erst wenn die Beute sich wehrt, kommt Aggression ins Spiel. So zumindest die Literatur. ...genau, was ja einem fliehenden oder angreifenden Helfer sehr nahe kommt. Ich würde also den Beutebereich weder abwährten (der spielt ja nur) noch aufwährten. Letztendlich braucht man eine Balance von den verschiedenen Bereichen, Beute - Aggression - Meiden.
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Was lest ihr aus diesem verworrenen Eingangsthraed alles raus?
Da werden Begriffe,die ganz sicher nicht verstanden wurden,in einen Pott gesteckt und durchgeschüttelt,mit der Quintessenz,das man Ahnungslos eine Tür öffnen will,hinter der ganz ganz böse Dinge lauern können.
Anstatt sich Leute im realen Leben zu suchen,die wissen,was zu tun ist,wird hier auf Beiträge vertraut von Leuten,die noch nie im Leben mit solchen Hunden gearbeitet haben,die hier als Vorbild dienen sollen.
O Mann,warum schreibt denn mal niemand,das so was richtig gefährlich ist,wenn der Hund tatsächlich auf Aggression anspringt.
Ich kenn Hunde,die aus reiner beuteaggression dich aus dem Anzug holen,ohne mit der Wimper zu zucken.
Und Uwe,Beutemachen zum Zweck der Nahrungsbeschaffung,....ohne Aggression töten...........das soll gehen?
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
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Lieber Heinz,
ich würde mich niemals anmaßen, irgend welchen Leuten (ob Meister im OG-Bereich), oder anderen etwas vorleben zu wollen.
Weißt Du, das hört sich vielleicht etwas blöde an, mein alter Rüde, er hatte Inzucht auf Eros v. Busecker Schloß, der wollte mir 2X
ernsthaft an die Wäsche, da mußte ich ihn zeigen, so nicht.
Ein Rüden hatte ich in Ausbildung, er hätte mich am liebsten sofort aufgefressen. Er war im Zwinger und ich sah nur Zähne, er bekam von mir kein Fressen und
jede Stunde bin ich zu ihm hin mit Wasser, er sollte mir das Wasser aus der Hand lecken. Ich sah jedesmal nur Zähne !!!
Am 3. Tag erst hat er mir Wasser aus der hingehaltenen Hand geleckt, ich hatte gewonnen.
Er hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen, nur Fremde durften keine Drohgebärden machen, mit einem Ärmel hatte der nichts zu tun,
der packte, was er kriegen konnte.
Die Beiden hatten mit Beutespielchen nicht viel zu tun.
Aber, ist doch toll, was ein Meister im OG-Bereich so von sich gibt.
Nur so nebenbei, tschuldige, aber in den 80zigern, bis Ende der 90ziger, habe ich so ca. 60 Hunde ausgebildet, bzw. teilausgebildet, sorry !!!
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moin heinz
sehe ich ähnlich.
nur, dass hier wieder der hund entscheidet, wo er in den situationen emotional steht, nicht der mensch, der meint mit ein bischen lappenwedeln automatisch den hund ins beutejagdverhalten zu bringen oder aber durch drohende gesten wehrverhalten, welches sicher stark aggressionsgebunden ist, auszulösen...
befindet sich der hund im passiven meidebereich, so hat er di-stress, stark aggressionsgebunden, und versucht den auslösenden reiz abzustellen, sollte er nicht fliehen können. er will also da raus. das kann z.b. auch ein lappen auslösen... erkennt man das nicht, dann kanns eben passieren, dass der hund dem wedler eine knackt... und das hat mit beuteaggression (was für ein wort überhaupt), sehr wenig zu tun.
ist der hund hoch motiviert und versucht an einen wert zu kommen, der ihm besonders viel freude bereitet, so hat er eu-stress. hier z.b. kann das ganze sehr schnell kippen, wenn der hund negativ oder positiv bestraft wird. dann kommt auch aggression, hier jedoch im offensiven bereich, zum tragen. auswirkungen gibs dann vielerlei art... direkte auseinandersetzung mit dem konkurrenten oder auch umgelenktes verhalten gegen den hundeführer.
fakt ist, dass aggression nur ein verstärker für handlungen ist, nicht ein eigenständiger motivationsbereich. fakt ist auch, dass der hund das nicht steuern kann, ein gefühl eben, was in ihm auflodert.
und das muß man wissen. man kann sich dessen in verschiedenen bereichen sehr gut bedienen, also klassisch konditionieren. man sollte aber eben auch wissen, das jeder hund auf dem selben reiz ganz unterschiedlich reagiert.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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hallo canimus,
ich denke, dass sich, unabhängig von 60 ausgebildeten hunden, einfach von der definition bestimmter begrifflichkeiten einiges getan hat.
erfahrungen kann kein buch ersetzen. aber sollte man sich mal mit verhaltensbiologen schwerpunkt lupus unterhalten, so werden die mit den augen rollen, was so ein hundesportlich für begrifflichkeiten im repertoire hat...
gruß reinhard
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Canimus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24621-Warum-wird-eigentlich-im-Aggressionstrieb-so-wenig-gearbeitet/?postID=164997#post164997 schrieb:Lieber Heinz Also bis hier hin kann ich Dir und deinem Post echt voll zustimmen!
Aber um auf Deine Frage zurück zu kommen:
Zitat:Warum wird eigentlich im Aggressionstrieb so wenig gearbeitet?
Weil es bei vielen Hunden für sehr guten Sport oft nicht nötig ist.
Weil sich unser Sport in der Öffentlichkeit eh nur schwer erklären lässt, aber mit Beute bezogener Arbeit noch am ehesten.
Weil es keine extra Punkte gibt.
Weil viele ja so schon Probleme haben den Hund zu händeln.
Weil es tatsächlich nur wenige Hunde gibt, die damit einen erfolgreichen und guten Sport machen können.
Interessant wäre, was Du überhaupt mit " reinen Aggressionstrieb (Wehrtrieb)" meinst, wie du den ansprichst und arbeitest?
Ein Video das folgendes veranschaulicht wäre mal interessant:
Zitat:Jetzt gehe ich aber dazu über, im reinen Aggressionstrieb (Wehrtrieb), Triebwechsel vorzunehmen. Den Weg zum Erfolg hat sie ja vorher
im Beutetrieb gelernt.
Aber ich denke da kommt nix...
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