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Hund ignoriert teilweise das Zurückrufen
#21
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27047-Hund-ignoriert-teilweise-das-Zur%C3%BCckrufen/?postID=190265#post190265 schrieb:Wie war noch gleich das Thema?
Hund ignoriert teilweise das Zurückrufen


So lange ein Hund so ist, gehört er an die kurze Leine. Wer ist anderer Meinung?

Aber selbst wenn man ihn an der kurzen Leine hat, kann er noch an den Radfahrer ran, wenn der unerlaubt fährt und kaum 20cm Abstand hält. Und dann hat immer der HH das Nachsehen vor Gericht. Mich hat von hinten kommend auf dem Gehweg ein Radfahrer leicht am Ärmel gestreift. Ich: "Gehweg!" Er: "Halt die Fresse du Arschloch!"
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#22
@BergHund

Ich fahre Rad mit meinem rechtsseitig am Springer fixierten Hund. Mal volle Pulle, mal etwas langsamer... eigentlich immer im Rahmen der STVO.

Weißt Du, wieviele Autofahrer mich schon geschnitten haben, wieviele freilaufende Hunde sich schon meinen greifen wollten, die HH dann anteilslos hinterher laufend...

Ich regel das vor Ort und jammer nicht Off-Topic den anderen die Ohren voll.

Ich könnte davon ganze Bücher schreiben. Aber weißt Du was, mir ist meine Lebenszeit dafür zu schade, und das will hier auch keiner wissen.

Aber vielleicht bist Du schon zu lange im Home-Office?!

Wenn Du fachlich was beisteuern kannst, außer den Hund über eine Leine räumlich zu begrenzen (das kann jeder), dann tu es. Und vielleicht auch mal etwas prägnanter als mit irgendwelchen Metaphern.

Das andere gehört m.M nach in andere Rubriken oder Foren.

Schönes Wochenenden Dir und Deinen Teufelsradlern.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#23
Hallo Tinka,

ich kann allem gut folgen, was Du schreibst, nur in einem Punkt bleiben wir auseinander: Ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass es Hunden, die in der Verfolgung von etwas begriffen sind, leichter fällt, sich hinzulegen als zu wenden. Wenn eine Meute jagt, kann das plötzliche Ablegen ein taktisch abgestimmtes Jagdverhalten sein, eine 180 Grad Wendung eher nicht. Eben das macht die abgebrochene Flucht mit Rückruf im Ringsport zu einer anspruchsvollen, nämlich zu einer schwereren Übung, als es ein Abbruch durch Hinlegen wäre. Ich habe übrigens die "Notbremse" in meinem Leben zwar oft trainiert, aber nur ganz selten wirklich gebraucht. Tatsächlich war der Fall, den Du schilderst, dass der Hund meine Handlung erkennt und selbst zurückkommt, deutlich häufiger. Das schließt sich also mit dem Einüben der Notbremse überhaupt nicht aus und war von mir auch nicht als Gegensatz aufgefasst. Ich möchte nur niemandem empfehlen, sich auf diese Auffassungsgabe seines Hundes in Stressmomenten mit affektiven Tunnelbesetzungen verlassen zu müssen. Da braucht es etwas, was funktioniert wie ein Reflex und an dessen Reflexhaftigkeit der Hund erstens schnell und zweitens nachdrücklich erinnert werden kann. Und zugleich darf das Geforderte nicht zu schwer sein bzw. zu sehr gegen die Intention des Hundes gehen, denn davon, dass es ganz einfach klappt, können u. U. (z. B. im Verkehr) Leben abhängen. Mein Verhältnis zur unbedingt auszuführenden Platzübung ist nicht das zu einer Sportübung: Wenn das nicht klappt, habe ich eine gewisse Panik. Dann kann ein Hund eigentlich guten Gewissens nicht mehr von der Leine.

P. S.: Habe nicht durchschaut, warum in diesem Beitrag die Schriftgröße variiert.
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#24
Hallo Wolfgang,

das Platz ist eine reine operante Konditionierung, mit einer gewissen „Härte“ natürlich auch klassisch eher mit einem aversiven Reiz bestärkt. Leg Dich, damit entgehst Du Arschvoll oder Nervenchaos oder beidem...

Zum Hundeführer kommen ist eigentlich kein erlerntes Verhalten, sondern doch eher das Bedürfnis nicht alleine zu sein. Und das kann man sich doch im Welpenalter zu Nutze machen.

Scheiß auf das ganze Futtertreiben und rufen. Bindung ist angesagt.

Distanz zum Welpen machen, die der Welpe durch Eigeninitiative durchbrechen kann.

Das Fass wird aufgemacht, wenn er Dich erreicht hat. Dazu mal bisschen verstecken usw.

Wie sagt ein Freund immer: wenn der Hund das will, was er soll...

Und wenn man es beibehält dem Hund immer eine Rückmeldung zu geben, egal in welcher Form er sich Deiner im seinem Hintergrund vergewissert, dann ist man schon gut vor, so denke ich.

Problematisch wird es dann, wenn er diese Rückmeldung nicht mehr bekommt, weil man meint, alles ist safe, und der Hund sich dann anderweitig orientiert und dort Rückmeldung erfährt.

Aber vielleicht habe ich mit meinem Hund einfach nur Glück. Ich brauche ihn nicht mal sehen, weiß aber, dass er da ist.

Oder er ist einfach nur ne Lusche?!


Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#25
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27047-Hund-ignoriert-teilweise-das-Zur%C3%BCckrufen/?postID=190273#post190273 schrieb:Hallo Wolfgang,

Oder er ist einfach nur ne Lusche?!


Gruß Reinhard
Die Frage ist natürlich rein rethorisch.

Ich für mich kann mir keinen besseren Hund wünschen.

Schönes Wochenende
Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#26
Jetzt habe ich doch etwas gelernt: Platz ist das bessere Kommando. Ich wollte das nicht, weil dieses Anschleichen für mich so ekelhaft aussieht.
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27047-Hund-ignoriert-teilweise-das-Zur%C3%BCckrufen/?postID=190273#post190273 schrieb:Ich brauche ihn nicht mal sehen, weiß aber, dass er da ist.
Der Alte war später ein cooler Hund. Abruf hatten wir nie geübt. Manchmal habe ich ihn nachts freigelassen und im Gestrüpp aus den Augen verloren. Hier sind Hasen und eine Bundesstraße. Ich habe nach ihm gebrüllt. Er kam nicht. Und dann habe ich mich um die eigene Achse gedreht. Er saß rechts hinter mir: "Alter, was brüllst du so?" Nach dem dritten Mal hatte ICH es gelernt.

"weiß aber, dass er da ist": Ich war immer erschrocken, wenn keine 3kg Zug auf der Leine waren, dachte, das Ding ist kaputt.
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#27
So, da haben wir den Salat. Darauf habe ich die ganze Zeit gewartet:

--> Cocker zum zweiten Mal vom gleichen Schäferhund attackiert und schwer verletzt

Man muss nicht alles glauben...
Stellt Euch vor, Ihr geht alleine mit Eurem frei laufenden Hund und ein Ehepaar kommt mit einer frei laufenden Töle, die provoziert, auf Euren Hund los geht und ihre wohl verdiente Abreibung bekommt. Dann steht es 2 gegen 1 bei den Aussagen. Wie wollt Ihr etwas beweisen?!

Ich hatte nun wirklich gut erzogene, faire Hunde und einige Sachen mit denen erlebt. Aber so verdorben wie heute war die Menschheit noch nie.

Übrigens bringe ich meinen Hunden immer mit Geräuschen, Mimik und Theater Verachtung und Ekel vor bestimmten Sachen und Lebewesen bei.
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#28
Heute neu:
--> "Angeleinter Hund beißt Freilaufenden. Bin ich im Recht?" Es geht da um einen Schäferhund und zwei Französische Bulldoggen...
Diese Story liest man öfter. Egal, ob wahr oder Fake für Clicks.

Jedenfalls: Nur heran rufen bringt gar nichts!!!

Das habe ich erlebt: "Sperrgebiet" -> Leinenpflicht!, plötzlich 5 frei laufende, größere Hunde, die Besitzer nicht zu sehen, ich will die Hunde weg brüllen, die HH rufen, kein Hund folgt, die Hunde stehen um uns herum bis auf einen halben Meter, mein Hund steht mit Maulkorb an der Leine wie angewurzelt ohne einen Ton - und ich lehne mich an einen Pfosten, um nicht aus den Latschen zu kippen.

Und dann höre ich, wie ein dreißigjähriger Rotzlümmel mit einem Jagdhund sagt: "Das ist doch nicht unser Problem, wenn der mit seinem Hund nicht klar kommt." In solchen Momenten wird es sehr gefährlich...
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#29
Hallo Reinhard,

Dein Ansatz ist mir hochsympathisch. Ja, darum geht's, das ist der Trick: den Hund wollen lassen, was er soll.

Noch einmal: Ich habe nichts gegen den Rückruf und schon gar nichts gegen die Motivationen, die Du beim Hund aufbaust. Ich möchte nur noch eine Sicherung dahinter für den Fall, dass eine andere Motivation momentan noch stärker einwirkt. Und da scheue ich, das hast Du richtig gesehen, vor klassisch operanter Absicherung nicht zurück.

Es gibt manchmal übrigens Situationen, in denen man froh ist, wenn der Hund einfach jede Fortbewegung einstellt, weil (z. B. im Verkehr) auch der Rückweg gefährlich sein kann. Es geht hier ja meist um das Ausbremsen auf Distanz – und auf große Distanz kann eben ganz buchstäblich mal etwas dazwischen (zwischen mich und den Hund) kommen.
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#30
Sorry, sollte natürlich "... klassisch konditionierter Absicherung ..." heißen. Man soll eben nicht abglenkt tippen ...
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