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Konzentration auf der Faehrte
#71
sabess,index.php?page=Thread&postID=59062#post59062' schrieb:Ich finde die Diskussion sehr interessant, weil Fährte wirklich eine Fleißarbeit ist und ich mir mal gemerkt habe: DER WEG IST DAS ZIEL.
Und was ich zudem noch weiß, dass jeder Hund ganz anders ist und für jeden muss die Methode vielleicht geändert werden?.... Der eine Hund verträgt Druck auf der Fährte, ein anderer
wieder weniger.
VG Sabine
@ Sabine
Ich habe immer gesagt, dass die Zwänge abhängig sind von der Härte des Hundes, hier kann man nicht verallgemeinern, hier muss man auf den Hund eingehen.
Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass ein Hund mit Futtertrieb so aufgebaut und ausgebaut werden kann. Ohne den entsprechenden Futtertrieb muss ich mir dann allerdings einen anderen weg einfallen lassen.
Ottomar
Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!
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#72
Mika,index.php?page=Thread&postID=59055#post59055' schrieb:
Ascan,index.php?page=Thread&postID=59053#post59053' schrieb:Fährtenkondition ist aber ganz anders und die geht nur über intensive Fährten. Ich kann mir ja auch keine geistige Kondition aufbauen indem ich Sport mache und ganuaso ist Fährten auch was anderes als Laufen.


Sorry,
aber ich mache diesen Sport nun auch schon recht lange und habe schon so einige Hunde geführt, jedoch mußte ich noch mit keinen meiner Hunde spezieles Fährtenkonditionstrainig abspulen. Normale Bewegung, Radfahren, Schwimmen etc. hat bisher für jede SchH3 Fährte zu jeder Jahreszeit gereicht.

Gruß
Mika





Mika, wie schon erwähnt ist es wohl eher weniger nötig, für eine normale 3er Fährte großartig Kondition aufzubauen. Wir reden hier von 2 Fährten an aufeinanderfolgenden Tagen über mindestens 1800 Schritt und mit etwas Pech nicht auf schönem, weichen Acker sondern auf Gelände, dass die absolute Konzentration erfordert!! Und da bin ich für meinen Teil überzeugt davon, dass es nur über lange und schwere Fährten zu entsprechender Kondition kommt, denn wie Ascan schon so passend erwähnt hat: du kanns deine geistige Kondition auch nicht mit Radfahren steogern. Das geht nur mit "Dr. Kawaschimas Gehirnjogging". Big Grin

Ich arbeite gerade mit einer Freundin, deren Hündin knappe 7 Jhre alt ist und die bisher ausschließlich im SchH geführt wurde - auch auf Landesebene. Nun trainieren wir für die FH2 (FH1 hat sie mit 94 und 98 gemacht) und diese Hündin ist ein gutes Beispiel: bei den ersten FH2-Fährten noch ab einer gewissen Länge und Schwierigkeit wurde sie unruhig, oberflächlich und die Konzentration ging flöten. Nach 3 Monaten Training wächst die Hündin an ihren Aufgaben; sie bleibt auch zum Ende hin deutlich ruhiger und löst Probleme weitaus sicherer. Sie lässt den Fang zu, weil sie gelernt hat, ihre Kondition einzuteilen. Das verstehe ich unter Fährtenkondition. So, ich muss mal wieder.

Tschüss und schönen Abend noch
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#73
Ascan,index.php?page=Thread&postID=59065#post59065' schrieb:2. Ich kann Dir gern mal eine SchH3 Fährte legen, keine Sichtfährte, 800 Schritt lang, und dann werden wir sehen.

Keine Sichtfährte und doch so lang, na das schafft natürlich meine nicht speziell mit Fährtenkonditionstraining vorbereitete Hündin nicht . :g:

Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#74
Mika,index.php?page=Thread&postID=59080#post59080' schrieb:
Ascan,index.php?page=Thread&postID=59065#post59065' schrieb:2. Ich kann Dir gern mal eine SchH3 Fährte legen, keine Sichtfährte, 800 Schritt lang, und dann werden wir sehen.
Keine Sichtfährte und doch so lang, na das schafft natürlich meine nicht speziell mit Fährtenkonditionstraining vorbereitete Hündin nicht . :g:
Gruß
Mika
Ist das die Art und Weise mit anderen umzugehen, wenn diese andere Argumente und Auffassungen haben? Vielleicht bist Du ja auch der Größte. :pf:
Ottomar
Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!
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#75
Ascan,index.php?page=Thread&postID=59082#post59082' schrieb:Ist das die Art und Weise mit anderen umzugehen, wenn diese andere Argumente und Auffassungen haben? Vielleicht bist Du ja auch der Größte. :pf:
Ottomar

Na jetzt werden wir aber ein wenig über Sensibel. Du hast doch provoziert mit deiner 800 Schritt langen Fährte die nur dein Hund absuchen kann. Aber ich möchte mich nicht streiten. Du hast recht und ich meine Ruh.

Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#76
Hallo,
erstmal herzlichen Dank an Iwan für die ausführliche und nachvollziehbare Erklärung des Aufbau eines Hundes. Wirklich toll beschrieben!
Ich denke aber auch das die Konzentration auf der Fährte kann nur durch Fährtenarbeit konditionell erreicht wird. Mit ihm kann ich mehrere Stunden am Fahrrad fahren oder schwimmen gehen und er fordert immer noch mehr. Ivo ist wie gesagt ein sehr triebhafter Hund und Nickel kennt ihn sehr gut und kann das bestätigen. Nach meiner letzten VPG - Prüfung habe ich mich entschlossen, weil er für mich nicht mehr führbar in B und C ist, ihn zum Fährtenhund auszubilden. Die Fh I hatte er mit 3 Jahren und 97P bestanden und die letzte VPG III Prüfung mit 100P. Die Vorraustzungen sind also da. Ich habe eine Woche später eine FH I lange Fährte gelegt und diese hat er ohne Probleme gelöst. 2 Tage später wollte ich mal sehen wann die Grenze des Hundes erreicht wird. Ich habe eine Fährte von ca. 3,5km gelegt ( Liegezeit 2Stunden ohne Verleitung )und ab ca. 2km die Fährtengegenstände immer mehr in kürzeren Abständen mit den Hintergedanken wenn er nicht mehr kann dann kann ich Schluss machen und ihn positiv Bestätigen. Der Hund weiß ja nicht wann Ende ist! Ich habe dabei festgestellt das nach genau 3,02km ( habe Schrittzähler! ) mein Hund konditionell am Ende war. Er wurde nervös und die Nase war zu. Das Gelände war Acker mit Saat aber feucht. Bis dahin hatte er keine Probleme. Aus diesen Grund bin ich mir sicher das die Kondition auf der Fährte nichts mit der allgemeinen Kondition zu tun hat.

Gruß
Holger
Die zehn Gebote sind deshalb so kurz und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission entstanden sind.
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#77
Wenn jemand schon mehrfach erfolgreich FH2 Meisterschaften mitgeführt hat, dann sollte man eigentlich keine Zweifel an seiner Arbeit haben.
Dann sollte man zumindest akzeptieren, dass dieser Weg auch einer von denen ist die nach Rom führen - und wahrscheinlich sogar ein Weg - der etwas länger dauern kann als 800 Schritt.

Gruß Dürken
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#78
Hallo Dürken,
Mika :g: provoziert doch immer alle und jeden. Was soll´s einfach drüber weg sehen. Als Orthopäde scheint er nicht ausgelastet zu sein. Der Beitrag gehört zwar nicht hier hin aber ist eben meine Meinung.


Gruß
Holger
Die zehn Gebote sind deshalb so kurz und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission entstanden sind.
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#79
Hallo Iwan,

vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen.

Mir bleibt - neben den in meinem letzten Post genannten Fragen - noch eine Frage:

Iwan1,index.php?page=Thread&postID=59042#post59042' schrieb:Nächster Schritt Platz am letzten Gegenstand, Futter aus der Tasche geben usw., Futter am Auto usw. mit dem Ziel, die Futtererwartung am Fährtenende abzubauen. Hier kann ein Beutespiel, Freudentanz und was auch immer eingesetzt werden.

Wie und wann baust Du nun dieses Highlight am Schluss ab?

Iwan1,index.php?page=Thread&postID=59042#post59042' schrieb:Und weißt Du, wie geil das ist, eine Fährte ohne Futter zu legen...Nur Gegenstände und fertig...Keine Raben die das Futter klauen, nicht mehr wissen wo das Futter liegt, ...

Yep - weiss ich - und ich empfinde das auch immer wieder als sehr positiv.

Herzliche Grüsse,

Claudia

P.S.
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#80
lusna,index.php?page=Thread&postID=59098#post59098' schrieb:Wie und wann baust Du nun dieses Highlight am Schluss ab?
Hallo Claudia,

…ich weiß natürlich worauf Du mit Deiner Frage raus willst… Wink

Aber vorher möchte ich zum recht kontrovers - für mich jedoch interessantem - diskutierten Thema noch Grundsätzliches sagen:
Es war zu keiner Zeit meine Absicht, hier irgendwelche Sportler zu diskreditieren und als Nichtkönner darzustellen!!!
Denn eines ist selbst mir klar: „Hundeführer die ihre Hunde mit Erfolg auf sehr hohem Niveau führen - egal in welcher Sparte – können nichts verkehrt machen!!!

Es gibt im naturgesetzlich festgelegtem Lernverhalten der Hunde „Parameter“ , wenn man die nicht bedient, kommt keine fundierte Verknüpfung (Lernverbindung/Ausbildung)
zustande.
Und diesbezüglich führen eben nicht viele Wege nach Rom…das sind eben u.A. die Gründe, warum einige weiter kommen und Andere nicht...

Wenn ich nun die Beiträge hier zum Thema lese, beruhen die meisten Missverständnisse nur auf falsche Definitionen und vermenschlichte Aussagen zur Arbeitsweise.
Es gibt im Grunde eigentlich nur 2 unterschiedliche Motivationsarten, die wir uns für unsere Hundeausbildung zu Nutze machen. Die primäre und die sekundäre Motivation.
Aus der 3., leider immer noch vereinzelt zu sehenden Meidemotivation stammen die Kreaturen, Rute unterm Bauch und so…

Die primere Motivation braucht im Endstadion der Ausbildung keine Bestätigung der abgeleisteten Übung (außer der Abarbeitung des richtig abgeleisteten Übungsteils und die Erwartung des Nächsten) durch Ball, Futter etc. Das heißt, ich brauche kein Futter in der Fährte und kein anderes MO-Objekt in und am Ende der Fährte, um meinen Hund für abgeleistete Arbeit zu bestätigen oder zu belohnen. Ich kann nätürlich hier und da mal gezielt ein Futterbrocken gezielt plazieren-bei abgebauter Futterfährte und Bedarf gar kein Problem...er wird die nächste Fährte nicht laufen, weil er jetzt das Futter sucht...aber er wird sich beispielsweise beim Erreichen des Gegenstandes daran "erinnern" und nicht losstürmen...alles weitere weiß ja jeder.
Wenn ich meine Seele streicheln will, kann ich das natürlich machen…aber es belohnt nichts und schadet auch nicht…und spornt nicht zu noch präziserer Arbeit an.
Und das geile an der ganzen Geschichte ist, dass der Hund trotz fehlender „Belohnung“ und „Bestätigung“ von außen, trieblich nicht zusammenfällt, sondern im Laufe der Zeit immer mehr Trieb aufbaut, was man aber durch konditionierte Hörzeichen problemlos steuern kann…so dass dem Hund auch im Funktionsbereich arbeiten kann und weiß wie sein Komfort zu erreichen ist. Auch ein älterer Hund verträgt ohne Weiteres in der Fährte unter dem Hörzeichen "Nein" eine Einwirkung, welche jedoch unbedingt und unmittelbar sofort nach positiver Korrektur des Hundes bei jedem Trittsiegel durch das konditionierte Hörzeichen gelobt wird...

Aaaaber… Claudia zu Deiner Frage: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich im Aufbau am Ende der Fährte immer mit dem Hörzeichen „Sitz“ und Futter schließe. Dieses
Hörzeichen „Sitz“ ist genau so positiv belegt wie „Fein/Brav“.

Heute löse ich in zeitlichem Abstand zur Fährte mit einem Ball auf, um das triebliche Gefüge der Belastung aus der Fährte wieder zu neutralisieren. Die Gesamtstimmung zu harmonisieren. Und diese Erwartungshaltung wird mit dem Hörzeichen „Sitz“ am letzten Gegenstand eingeleitet. Nicht vorher und nicht auf der Fährte…!
Nach der „Richterbesprechung“ am Hänger wird Wasser gegeben und gespielt…

Noch was, der Hund muss nicht Fährten, sondern der will, weil es ihm Spaß macht die einzelnen Trittsiegel zu suchen und zu finden…und wenn ich ihn an der Leine seitlich aus der Fährte ziehen will, legt er sich energisch dagegen und will weitersuchen…weil es ihm Spass macht...und nicht weil er eine Belohnung erwartet…
Dieser Auf- oder Umbau funktionierte natürlich auch bei 5-6 Jahre alten Hunden…problemlos.

Die sekundäre Motivation hingegen verlangt immer nach einem Triebziel außerhalb der eigentlichen Arbeit (hier Futter in/nach der Fährte). Die aus dieser motivierten Arbeit
resultierenden Probleme sind hinreichend bekannt. Mir kann auch kein Hundeführer der permanent überörtlich führt und Erfolge hat erzählen, er arbeitet nach dieser Motivationsart…
er mag zwar glauben er bestätigt und belohnt mit den "Gaben"...in Wirklichkeit funktioniert der Hund aus ganz anderen Gründen...

Zum Abschluss möchte ich an dieser für mich sehr aufschlussreichen Diskussion noch anfügen, dass einige Leute, die sich hier an der Diskussion beteiligt haben, auf sehr hohem Niveau arbeiten, aber in der Definition und Aussage zur Arbeit weit von ihrer praktischen professionellen Arbeit entfernt sind. Deshalb ist es hier auch eigentlich erst zu dieser kontroversen Diskussion gekommen…so wie nickel es schon formuliert hat, soooo weit sind wir mit den Arbeiten nicht auseinander…und hier ist auch schon ganz klar erkennbar, wo der Hase läuft...

Von Profis, die auch irgendwo Idole für Anfänger sind, erwarte ich eigentlich, dass sie ihre Arbeiten auch professionell kommentieren können…
…und sich auch das „Erlebnis-Zeitfenster“ in welchem unsere Hunde Zusammenhänge verknüpfen können, vor Augen halten…dann würden auch nicht bei ausgebildeten Hunden solche missverständlichen Begriffe wie "Belohnung" für 20 und mehr Minuten zurück liegendes Verhalten oder Triebziele für abzuleistende Arbeiten…fallen…

Noch mal, ich glaub schon an die Professionalität eurer Arbeit und die ist auch nur in der primeren Motivation möglich…aber definiert sie auch professionell und kommentiert sie
nicht so vermenschlicht wie Beginner oder aus Überlieferungen aus lang zurückliegenden Zeiten…


…so, dass war der letzte lange Beitrag. Meine Tastatur kühlt ja gar nicht mehr ab…
…und Sorry bei den nichtinteressierten für die langatmigen Ausführungen.

…nickel, bis jetzt hast Du Glück gehabt noch keinen Schnee…

freundliche Grüße
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... [Bild: smilie_happy_288.gif] (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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