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Dioxin im Futterfleisch - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Ernährung / Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=23) +--- Forum: Barfen (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=41) +--- Thema: Dioxin im Futterfleisch (/showthread.php?tid=9223) Seiten:
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Dioxin im Futterfleisch - GabyG - 07-01-2011 Hallo zusammen, aus aktuellem Anlass habe ich Post vom Tierhotel bekommen, darin wird dem von dort vertriebenen Hühnerfleisch vom LIeferanten einwandfreie - also dioxinfreie - Qualität bescheinigt. Würde mich mal interessieren, ob auch andere Futterfleischanbieter auf diese Weise reagieren oder wie Ihr mit dem Dioxin im Hühnerfleisch umgeht...? Gruß Gaby - Fanta - 07-01-2011 Und was kann man auf solche Bescheinigungen geben? Meiner Meinung nach nicht viel. Das hat solche Ausmaße angenommen... Ich denke hier kann Niemand mehr für irgendetwas garantieren. VG Anne - Tira - 07-01-2011 mich würde interessieren: ist das hundefutter (auch trofu) davon betroffen? - GabyG - 07-01-2011 Nachdem der Futtermittelhersteller nun schon seit März vergangenen Jahres diese verbotenen Fette reingemischt hat, kann es nicht schaden, mal beim Hersteller/Lieferanten nachzufragen... klar, auf solche Bescheinigungen kann man nicht immer gehen. HIer mal der Wortlaut aus der Mitteilung des Lieferanten: "Nach dem jetztigen Stand ist der Dioxinskandal ein rein deutsches Problem. Ware von unsern Lieferanten aus den Niederlanden, Frankreich, Spanien oder Italien ist nicht betroffen. Bei der deutschen Ware verhält es sich wie folgt: Im Bereich Hähnchen und Pute (xxxxx) kann man ausschließen, dass im Verkehr befindliche Ware mit Zusätzen der Firma Harles und Jentzsch gefüttert wurde. Auch Tiere, die noch in den Verkehr kommen werden (also noch zur Schlachtung und Verarbeitung ausstehen), sind nicht mit diesem Futtermittelzusätzen in Berührung gekommen. Die deutschen Kaninchenprodukte sind nicht betroffen. Nach jetzigem Kenntnisstand können wir für sämtliche im Umlauf befindlichen und durch die Firma (unser Lieferant) an Sie gelieferten Produkte ausschließen, dass eine Kontamination stattgefunden hat." Zumindest finde ich einigermaßen beruhigend, dass sich mein Fleischanbieter gemeldet hat und das dahingehend geklärt ist. Gruß Gaby - Antje - 07-01-2011 Tira,'index.php?page=Thread&postID=107595#post107595' schrieb:mich würde interessieren: ist das hundefutter (auch trofu) davon betroffen? Wenn Du ein FeFutter mit EU-Biosiegel verfütterst: Nein. Bei vielen anderen in Europa hergestellten Sorten kann es möglich sein. So wie bei der Wurst, dem Fleisch, den Eiern und der Milch, die Du verzehrst, auch sein kann. Wobei es in USA und Kanada in den vergangenen 3 bis 4 Jahren drei Heimtierfuttermittelskandale gegeben hat mit über tausend verendeten Heimtieren (Hunde/Katzen). Wirklich sicher ist also auch ein US-Futter nicht, sollten sich einzelne Hundehalter nun bezüglich des Europa-Dixoxinskandales darüber freuen daß sie ein Futter aus Übersee verfüttern. Im übrigen redet gerade jeder über versuchtes Futter für Nutztiere. Und das wird weitaus stärker kontrolliert als Futter für Heimtiere, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen. Nur mal so als Denkanstoß... Grüße Antje - Tira - 07-01-2011 deswegen füttere ich auch lieber frisches...was da alles beim trofu teilweise drin ist...hm...hat eukanuba so ein siegel? füttere ja beides. aber selbst bei den eiern, die ich direkt vom kleinen bio-bauern hole, bin ich mir nicht sicher, ob da was drin ist. lieber weg machen? - Wieland - 07-01-2011 Wenig tröstlich das Ganze. Wenn man bedenkt, das selbst bei menschlicher Nahrung immer wieder solche Dinge vorkommen. Ein Beispiel für die Unfähigkeit unserer Regierungen: Es fehlen in Deutschland tausende von Lebensmittelkontrolleuren, Steuer- und Zollfahndern, gleichzeitig sitzen seit Jahresbeginn 3800 Beamte in 72 Kreiswehr-Ersatzämtern untätig rum. Das zuständige Ministerium will bis zur Jahresmitte entscheiden, was passieren soll. Was für eine rasante Geschwindigkeit! Gruß Wieland - Antje - 07-01-2011 Bio-Eier dürften nicht betroffen sein. Selbst wenn es sich "nur" um EU-Bio handelt (Demeter z.B. hat strengere Richtlinien). Eukanuba ist nicht "bio", eher im Gegenteil... Generell muß man sich bewußt sein, daß Geflügelfleisch (und somit auch Hundefutter auf Geflügelbasis) stark z.B. mit Antibiotika belastet ist. Ausnahmen sind Erzeugnisse aus Bioproduktion. Massentierhaltung fordert halt ihren Tribut, bei empfindlichem Geflügel in nicht artgerechter und stark stresserzeugender Massenhaltung ganz besonders. Grüße Antje - GabyG - 07-01-2011 http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/lebensmittelgift-dioxinbelastete-bio-eier-entdeckt_aid_506010.html Zitat: Bio-Eier dürften nicht betroffen sein. Selbst wenn es sich "nur" um EU-Bio handelt (Demeter z.B. hat strengere Richtlinien).Leider ist man hier auch nicht unbedingt auf der sicheren Seite ![]() Gruß Gaby - Antje - 07-01-2011 Irgendwelche Kontaminationen kann es letztendlich immer geben. Es fällt auch niemand tot um, wenn er mal ein Ei ißt welches doppelt so hoch mit Dioxin belastet ist wie es normalerweise der Fall sein darf. Fleisch und Eier sollten wir eh etwas sparsamer einsetzen in unserer Ernährung. Und wenn man nur ein Ei ißt da, wo man sonst zwei gegessen hätte, liegt man in Bezug auf die Dioxinbelastung wieder genau da wo man vor dem Dioxinskandal war. Bio wird halt sehr viel häufiger und strenger kontrolliert. Zufällige Kontaminationen werden somit eher aufgedeckt als bei konventionell erzeugten Produkten. Auch dürfen Biolandwirte nur begrenzt zukaufen. Somit ist das Risiko noch mal niedriger. Problematisch sind auch bei Biorohstoffen der Transport und der Handel. Wenn Händler Schindluder treiben, wenn Spediteure Container und Lagerhallen nicht richtig reinigen, kann natürlich auch Biogetreide und -futter verunreinigt werden. Ein Restrisiko bleibt halt immer. Demeter und Biolandbetriebe verfüttern in erster Linie hofeigenes Getreide. Zugekauft werden darf vorrangig Getreide von anderen Demeter- oder Biolandbauern. Insofern ist das Risiko, auch wenn ein Restrisiko immer bleibt, hier doch bedeutend geringer als bei Produkten aus industrieller Landwirtschaft, die einzig und allein auf größtmöglichste Gewinnoptimierung abzielt. Grüße Antje |