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Panostitis
#11
Mein früherer Tierarzt stellte bei meiner Hündin (auch ohne Röntgen) Panostitis fest. Sie lahmte auch nicht extrem, auch nicht ständig, aber deutlich bei Belastung. Und beim Hauptröntgen der Supergau: schwere ED mit Knochenabsplitterung (hätte schon früher operiert werden können!).
Also im Zweifelsfall unbedingt röntgen! Wenn es dann "nur" Pano ist, umso besser.
LG Gabi
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#12
Warum sollten bei einer Wachstumsbedingten Panostitis Antibiotika gegeben werden? Huh Dabei handelt es sich doch nicht um eine bakterielle Entzündung.
LG Barbara
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#13
Panositis/ generalisierte Knochenhautentzündung ) beim Hund
Die Panositis ist eine Erkrankung der langen Röhrenknochen bei jungen großwüchsigen Hunden. Warum dies so ist, wurde noch nicht vollständig geklärt. Da der Deutsche Schäferhund am häufigsten betroffen ist, gilt eine genetische Disposition als gesichert. Es wird vermutet, dass ein chronisches Stauungsödem im Markraum des Knochens während der Wachstumsphase infolge Diaphysen(=Mittelstück der Röhrenknochen)krümmung und venöser Abflußstörung entsteht. Es kann aber auch eine Durchblutungsstörung des Knochenmarks sein. Durch vermehrte Eiweißfütterung kommt es im Knochenkompartiment zur Ablagerung von osmotisch (Osmose: Hindurchtreten einer Flüssigkeit durch eine sog. Feinporige Wand) aktivem Eiweiß und die Folge ist ein Ödem, das zur Erhöhung des intraossären Drucks und zur Kompression der Blutgefäße im Markraum führt. An weiteren Ursachen werden Stoffwechselstörungen, Allergien, Parasitosen, Autoimmunreaktionen nach Virusinfektionen sowie Hyperöstrogenismus diskutiert. Rüden sind davon häufiger betroffen als Hündinnen.
Die Panositis betrifft vor allem das Fettmark. Während der cyclischen Krankheitsperoden kommt es zur Degeneration der medullären (Medulla = Mark) Fettzellen, die mit Veränderungen des marknahen Trabekelknochens einhergeht. Histologisch ist eine vermehrte osteo- und fibroblastische Aktivität im Periost (Knochenhaut), im Endost (das die Knocheninnenwände auskleidende Bindegewebe) sowie im Markraum zu erkennen. Die periostalen Ossifikationsprozesse (Ossifikation = Knochenbildung- entwicklung –wachstum) sind eine Folge der Umstrukturierung und der Regeneration des Markraumes.
Die klinische Symptomatik kommt mit der akuten Lahmheit einer Gliedmaße, deren Ausmaß von gering- bis hochgradig variiert. Es können auch mehrere Gliedmaßen gleichzeitig betroffen sein. Das Durchschnittsalter der betroffenen Tiere liegt zwischen 5 und 12 Monaten, kann sich bei Hunden aber auch bis zum 2. und ausnahmsweise bis zum 5. Lebensjahr erstrecken. Es werden Entzündungszeichen wie Fieber, Anorexie (Appetitlosigkeit) und im ausgeprägten Fällen auch Apathie (Teilnahmslosigkeit gegenüber äußeren Einflüssen) beobachtet. Bei länger andauernder Krankheit entsteht eine Muskelatrophie (-schwund) an der betroffenen Gliedmaße. Das akute Stadium kann in eine chronische Verlaufsform mit schubweisen Lahmheitsepisoden in mehrwöchigen Abständen übergehen.
Diagnose: Die Tiere zeigen bei der Druckpalpation der betroffenen Röhrenknochen starke Schmerzreaktionen.
Differenzialdiagnose: Es kommen alle Jungtierkrankheiten mit Lahmheiten in Betracht wie Osteochondrosis dissecans, Processusanconaeus, Hüftgelenkdysplasie, Kreuzbandriss, Meniskopathie sowie Verstauchungen und Brüche in Betracht.
Therapie: Zur symptomatsichen Schmerzbekämpfung werden nicht steroidale Anthiphlogistika und in Einzelfällen auch Glucocorticoide eingesetzt. Die Krankheit heilt meistens bis zum 2. Lebensjahr aus. Inwieweit die Reduktion übermäßiger Proteinfütterung zu einer Beschleunigung der Heilphase führt ist ungeklärt.

Panositis- Wachstumsproblem
PANOSTITIS – EIN WACHSTUMSPROBLEM

Die Panostitis ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung der langen Röhrenknochen, also z. B. des Oberarmknochens, des Schienbeins, des Oberschenkelknochens usw. Sie tritt vor allem bei Hunden mittelgroßer oder großer Rassen auf. In der Regel sind Hunde im Alter von 5- 8 Monaten betroffen. Völlig geklärt sind die Ursachen der Panostitis bis heute noch nicht. Man geht aber davon aus, dass eine kalorienreiche Nahrung und eine Überversorgung mit Kalzium die Kanäle für die Blutgefäße im Knochen verengt: Es kommt zu einem Blutstau vor den Engstellen und damit zu einer Durchblutungsstörung in den wachsenden Knochen. Diese Durchblutungsstörung wiederum löst die heftigen Schmerzen aus, die den Hund veranlassen zu lahmen.

Meist ist nicht nur ein Knochen von der Panostitis betroffen. Typisches Symptom einer Panostitis ist daher, dass der Hund mal das eine Bein, mal das andere mehr schont – je nachdem welches ihm gerade mehr „weh tut“. Hunde mit einer Panostitis sind häufig appetitlos und matt, ihre Körpertemperatur kann leicht erhöht sein. Sie verlieren die Freude an der Bewegung - das ist besonders auffällig, weil es sich vor dem Krankheitsausbruch meist um besonders lebhafte Tiere handelte. Beim Betasten der betroffenen Beine zeigen die Tiere Schmerzreaktionen: Sie versuchen das Bein wegzuziehen, jaulen, stöhnen oder drohen sogar.

st die Krankheit fortgeschritten, kann der Tierarzt auf Röntgenaufnahmen die typischen Veränderungen am Knochen durch Panostitis erkennen. Im Blut kann der Tierarzt häufig auch besondere Entzündungszellen feststellen.

Die Behandlung einer Panostitis ist langwierig (um die drei Monate) und erfordert eine enge Zusammenarbeit von Hundehalter und Tierarzt. Mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten werden die Symptome der Panostitis gelindert. Die tägliche Futtermenge muss insgesamt reduziert werden. Für die nächsten zwei bis drei Monate wird der Hund außerdem mit einem kalorien- und proteinarmes Futter gefüttert. Auf keinen Fall darf er in dieser Zeit ein Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium und Vitamin-D Zusätzen erhalten.

Gleichzeitig muss der Hundehalter die Bewegung seines Tieres stark ein-schränken, weil körperliche Anstrengung den Blutfluss in die Knochen erhöht und mehr Blut im Knochen bedeutet eine erhöhte „Blutstau-Gefahr“. Am besten hält man den Hund in einem kleinen Raum in der Wohnung und führt in täglich nur dreimal für je fünf bis zehn Minuten aus. Das ist natürlich gerade für ein junges Tier eine erhebliche Einschränkung. Umso wichtiger ist es mit dem kranken Hund viel Zeit zu verbringen – ein Fernseher oder eine Leseecke im gleichen Raum machen das „Gefängnis“ zumindest für den Hundehalter angenehmer.

Zur Vorbeugung sollte man junge Hunde mittelgroßer und großer Rassen nicht „zu gut“ füttern. Geben Sie vor allem keine Nahrungsergänzungsmittel zum Alleinfutter hinzu.

Quelle: dogfiles.de/html/panostitis.html
Re: Panositis- Wachstumsproblem
Wenige wissen vieles; niemand weiß alles -
und doch wollen viele alles besser wissen.
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss,
um zu wissen, wie wenig man weiß!
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#14
Mein Ta hat beim Abtasten einen Isolierter Processus
anconaeus vermutet (irgendeine absplitterung am ellebogengelenk), nunja nach dem röntgen dann die richtige Diagnose.
Wichtig ist das der Sache auf den Grund gegangen wird um den richtigen Heilungsweg einschlagen zu können. Alle spekulationen helfen da nicht weiter.
Gruß
Wer mit der Herde geht kann nur Ärschen folgen
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#15
Hallo,
also das Problem ist, das man den Processus Anconaeus in dem Alter vom Röngen her noch nicht feststellen kann.
Heute Morgen hüpft Er übrigens schon wieder munter herum. Kein einknicken mehr nur ein ganz leichtes Schonen, sieht man nur bei genauer Betrachtung.
Trotzdem werden wir den Hund in nächster Zeit Röntgen lassen.

Liebe Grüße Kathrin
Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. Friedrich der Grosse.
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#16
Hallo,
Röntgen lassen ist gut, aber nicht hüpfen lassen ist besser! :whistling:
LG Barbara
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#17
Hallo,
das hüpfen war auch nur symbvolisch gemeint.
LG
Kathrin :blume:
Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. Friedrich der Grosse.
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#18
hallo,

mein australian cattle dog hatte auch eine in der tierklinik festgestellte panostitis.
aufgrund der aussage
Zitat:Durchblutungsstörung in den wachsenden Knochen
und weiteren recherchen gelangte ich damals zu einer studie aus der schweiz, in der cumarin als wirkstoff zum abbau der definitiv im knochen befindlichen und für die entzündungen verantwortlichen staus angeführt wurde.
nach weiteren recherchen und in absprache mit der tierklinik verabreichte ich dann venalot depot dragees. nichts anderes. 2 wochen lang. auch wenn nach mehr als einer woche die symptome (wechselnde lahmheit) verschwanden, gab ich das zeug weiter.
ich bin überzeugt, da wir ja immer wieder vorher damit zu kämpfen hatten und sonst wochenlang, dass dieses mittel den heilungsprozess beschleunigt hat(da ursache bekämpft?). es trat nie wieder auf seitdem. allerdings gibt es seitdem auch proteinärmeres futter. denn protein in kombination mit viel sportlicher aktivität soll wohl den stau in den knochen und damit verbunden die entzündung verursachen.

ein hundefreund, dessen cattledog das auch hatte, hat auf meinen tip hin auch venalot depot gegeben und erzielte dasselbe ergebnis.

ich habe keine ahnung, warum die tierärzte das nicht mit in betracht ziehen. ich jedenfalls hatte der klinik rückmeldung über den positiven verlauf gegeben.

vielleicht finde ich ja auch noch den für mich auschlaggebenden bericht aus der schweiz, der mich auf die cumarinspur brachte.

tschüß
kerstin
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#19
Würde eine Nahrungsergänzung mit Schüssler Salzen empfehlen. Heilt super aus und deckt den Mehrbedarf an Mineralstoffe während der Wachstumsphase.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen!
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#20
mir hat der TA auch gesagt das mit den Staus käme daher, dass die Knochenhaut nicht so schnell mit wächst wenn die Knochen sehr schnell wachsen und dann die Gefäße im Vergleich enger sind und bei körperlicher Belastung den erhöhten Blutbedarf nicht verkraften ...
Das Leben ist das was passiert, während du etwas anderes planst !
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