Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Welches Trockenfutter füttert Ihr?
#71
Jep, Hundefutter ist seit der Euro-Umstellung ziemlich teuer geworden. Wenn man die heutigen Euro-Preise mal in DM umrechnet, hätte man sich früher an den Kopf gefaßt bevor man so viel Geld für einen Sack Futter ausgegeben hätte.

Man darf nur eins nicht vergessen: Die Teuerungsrate! Der Preis für Getreide hat sich seit der Euroumstellung teilweise vervierfacht! Und in Hundefutter ist nun mal sehr viel Getreide enthalten (je nach Sorte bis zu ca. 80%). Zudem erhöht sich natürlich auch der Preis für Fleisch/Fleischprodukte/Fleischnebenprodukte, wenn sich der Preis für das Kraftfutter so drastisch erhöht, welches das Vieh frißt. Ich habe z.B. direkt vor der Euroumstellung für das Kraftfutter meiner Kaninchen (= fast identische Zusammensetzung wie Milchviehfutter) knapp 12 DM für 50 kg bezahlt. Heute zahle ich knapp 12 Euro für 25 kg! Das ist das Vierfache! Ebenso verhält es sich wenn ich Hafer einkaufe.´

Die Hundefutterhersteller haben auf diese starke Teuerungsrate unterschiedlich reagiert. Manche haben die Gebinde kleiner gemacht und den Preis gehalten. Manche haben relativ bald die Preise erhöht. Andere haben versucht durch billigere Zutaten (z.B. "Geflügelmehl" statt "Geflügelfleischmehl") Preise und Gebindegrößen konstant zu halten. In allen Fällen geht der Schuß irgendwann nach hinten los und ein Teil der Käufer springt ab.

Mir ist es lieber ein Fertigfutter kostet seinen Preis und die verwendeten Zutaten sind von vernünftiger Qualität. Ich möchte z.B. kein Futtermittelgetreide niedrigere Qualität in einem bisher bewährten Futter haben, welches zwar billiger im Einkauf, dafür aber höher mit Schimmelpilzgiften oder Spritzmittelrückständen etc. belastet ist als Getreide in Lebensmittelqualität. Ich möchte hochwertige Proteinquellen wie Muskelfleisch und Pansen in meinem Hundefutter haben und nicht minderwertige Rohproteinquellen wie Federn, Hufhorn oder Schnäbel. Denn auf lange Sicht rächt es sich ein Futter zu verfüttern, welches aus qualitativ minderwertigen Zutaten zusammengesetzt ist.

Das sollte sich jeder mal überlegen beim Kauf seines Hundefutters! Wie kommt es, daß "mein" Futtermittelhersteller es geschafft hat die Preise für sein Futter weniger stark zu erhöhen als die Teuerungsrate für die Rohstoffe es eigentlich vorgibt? Unter'm Strich kommt bei dieser Rechnung notgedrungen immer ein Qualitätsverlust bei raus...

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#72
Kasina,index.php?page=Thread&postID=78429#post78429' schrieb:ich persönlich versuche immer im preisleistungsverhältnis ein gutes futter zu finden und merk im zweifel auf ein paar euro mehr nicht - bei zwei hunden geht des auch aber ich kenne selbst genug leute die entweder zuuuuu viele hunde haben oder einfach nicht zu viel ausgeben wollen und da schon eher aufs geld achten.

Bei der Haltung vieler Hunde relativiert sich das mit dem Futterpreis, weil man dann in Großgebinden einlaufen kann (z.B. halbe/ganze Paletten). Die Ersparnis ist teilweise enorm.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#73
Hat jemand Erfahrungen mit CHAMP DOGFOOD gemacht?
Zitieren
#74
Ich hab mich mal näher mit den Futtersorten auseinandergesetzt und bin auf diesen Artikel gestossen:

Hundefutter im Test (Stiftung Warentest)

Besondere Vorsicht ist bei der Fütterung von Welpen geboten

Industriell hergestelltes Trockenfutter in Form von Brocken, Ringen und Pellest wird immer beliebter. Gerade bei der Fütterung von Welpen sollte man aber bedenken, dass in manchen Produkten zuviel Kalzium enthalten ist, was genauso wie zuwenig Kalzium den Knochen schadet: Bekommen die Welpen zuwenig Kalzium, werden die Knochen schwach und brüchig, und die Beine können sich verbiegen. Kalzium ist nämlich der wichtigste Baustein für die Knochen.

Bekommt ein Welpe aber zuviel von diesem Mineralstoff, kann der Knochenstoffwechsel ebenfalls gestört werden, was vor allem bei großwüchsigen Rassen zu Problemen führt. Die Knochen können dann ungleichmäßig wachsen und die Beine des Hundes krumm werden.

Gerade bei Welpen ist deshalb auf eine ausgewogene Kalziumaufnahme zu achten. Als Faustregel für Trockenfutter gilt: 3 Gramm Kalzium pro 1000 Kalorien umsetzbarer Energie. Kritisch wird es, wenn 2 Gramm pro 1000 Kalorien unterschritten, oder 4,5 Gramm überschritten werden.

Wichtig ist auch, dass das Kalzium im richtigen Verhältnis zum Phosphor steht, weil davon die Verwertbarkeit des Kalziums beeinflusst wird. Am besten ist ein Verhältnis von Kalzium zu Phosphor, das 1,3 bis 2 zu 1 beträgt.

Gibt man zu Alleinfutter noch zusätzliche Gaben von Mineralien, kann es leicht zu einer zu hohen Aufnahme von Kalzium kommen.

Bekommt ein Hund dagegen hausgemachtes Futter, das nur wenig Kalzium enthält, muss das Futter entsprechend ergänzt werden, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Das Problem bei manchen Produkten ist, dass viele der Hersteller oft aus Unkenntnis ihr Hundefutter als Alleinfutter anpreisen – und zwar für alle Hunde, egal welchen Alters.

Wie im Test herauskam, sind nur 18 von 30 Produkten mit einem Hinweis versehen, dass dieses Futter nicht für Welpen geeignet ist.

Bei 12 Produkten fehlte jeder Hinweis darauf und bei einem Hersteller wurde sogar ausdrücklich behauptet, dass sich dieses Alleinfutter für alle Altersklassen eignet – vom Welpen bis zum Senior!

Was die Tester außerdem bemängelten

Wegen ihrer unausgewogenen Zusammensetzung und/oder irreführender Deklaration erhielten 8 der getesteten Produkte ein „Mangelhaft“. Außer der für Welpen problematischen Überdosierung mit Kalzium wurde teilweise auch eine Unterversorgung mit Vitamin A festgestellt, sowie ein ungünstiges Verhältnis von Linolsäure zu alpha-Linolensäure.

Zu den Sorten, die schlecht abschnitten, gehören Produkte von dm, Markus Mühle, Plus, Yarrah und Schlecker. Auch Frolic, Marengo und Aldi-Nord/Rufus kamen beim Test nicht gut weg. Es fehlte teilweise an den Mindestmengen von Vitamin E, Zink, Kupfer, Selen und Phosphor. Bei Purina One bemängelten die Tester, dass dieses Hundefutter genverändertes Sonja enthielt, ohne dass der Kunde darauf auf der Verpackung hingewiesen wurde.
Was die Belastung des Hundefutters mit Schadstoffen wie Blei, Kadmium oder Arsen anbelangt, so wurde keines der getesteten Produkte schlechter als mit „befriedigend“ bewertet.

Das für Hunde gefährliche Schimmelpilzgift Aflatoxin konnte nicht nachgewiesen werden. Bei Purina Beneful fanden sich allerdings Spuren des Schimmelpilzgiftes Deoxynivalenol. Die Überprüfung auf schädliche Keime brachte hingegen bei keinem einzigen der untersuchten Produkte einen Befund.

Empfehlenswerte Alleinfutter

Als Nachfahre des Wolfes ist der Hund ein Mittelding zwischen einem Allesfresser und einem Fleischfresser. In der freien Natur frisst er seine Beute mit Haut und Haar, was seinen Organismus mit allen nötigen Nährstoffen versorgt. Alleinfutter für Hunde müssen eine ähnliche Zusammensetzung der Nahrung gewährleisten, da sich seine Verdauung und sein Fressverhalten nicht von dem des Wolfes unterscheiden.
Für alle Hunde gleicherweise geeignet sind die mit „sehr gut“ benoteten Produkte von Edeka/Domino und Rewe/ja!, sowie von Aldi. Fressnapf /Select Gold und Royal Canin sind noch etwas besser, dafür aber auch teurer und sind für ausgewachsene Hunde gedacht.

"Das von mir jetzt gefütterte >Bozita> erscheint überhaupt nicht im Test... "
Gruß Steffi ...
Zitieren
#75
Hallo Steffi,

das einzigste Futter, welches ich aus dem letzten Stiftung Warentest-Test überhaupt verfüttern würde, ist das, welches mit "mangelhaft" bewertet wurde: Markus Mühle.

Die Kriterien, nach denen Stiftung Warentest prüft, entsprechen nicht den Kriterien, die wirklich ein gutes Futter ausmachen. Z.B ist kein Futter getestet worden welches Getreide in Lebensmittelqualität enthält. Sieht man sehr schön daran daß in allen Proben des letzten Tests Schimmelpilzgifte gefunden wurden. Keines der getesteten Futter wurde diesbezüglich mit der besten Teilnote bewertet, gefunden wurden die Schimmelpilzgifte folglich überall! Lediglich das Aflatoxin haben sie nicht gefunden. Gibt aber noch mehr davon...

Nach jedem Test treten Hundehalter an Stiftung Warentest heran un bitten darum, daß im nächsten Test mal die wirklich wichtigen Parameter getestet werden wie z.B. die Schimmelpilzbelastung, Belastungen mit Zusatzstoffen die nachweislich gesundheitsschädigend sind (und deswegen in der Lebensmittelverarbeitung nicht mehr verwendet werden dürfen), Pestizidrückstände, Qualität des Rohproteines und Rohfettes, Acrylamidbelastung etc. Aber bisher scheint es Stiftung Warentest wichtiger zu sein daß die Deklaration auf dem Sack stimmt als die wirkliche Qualität des Futters. Ich hab das Gefühl, daß sie sich in bezug auf eine so relativ unwichtige Sache wie Hundefutter nicht wirklich mit der Industrie anlegen wollen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#76
Stimmt Antje, dieser Meinung bin ich auch.

Ich hab mich gegen die deutschen Hersteller entschieden, da mir das alles zu undurchsichtig ist, und Pestizide/Antibiotikabelastetes Fleisch etc. fröhlich im Futter verarbeitet werden.

Bei Futter aus Schweden soll das ja laut dem dortigen Futtermittelgesetz ausgeschlossen sein, so hoffe ich doch mal richtig Informiert zu sein.

Ich denk ich fahr mit der Marke Bozita aus Schweden ganz gut, lieber würd ich noch das Orijin aus Schweden füttern, doch da muß erst noch etwas am Preis passieren... Fürs Barfen fehlt mir ein passender Gefrierschrank... :i_
Gruß Steffi ...
Zitieren
#77
Hallo Steffi,

es gibt auch deutsches Futter mit Getreide in Lebensmittelqualität, z.B. von Köber's. Die verarbeiten auch kein Fleischmehl, sondern Frischfleisch, wodurch auch Belastungen mit Ethoxiquin etc. ausgeschlossen sind.

Das Orijen (kommt übrigens aus Alberta/Kanada, nicht aus Schweden) wird nicht günstiger werden, da es aus sehr hochwertigen Zutaten zusammen gesetzt ist (Fleisch und Fisch besitzen kanadische Lebensmitelqualität, und die ist nicht gering, und sind nicht antibiotika- und wachstumshormonbelastet, wie in manchen US-Futtersorten), die nun mal ihren Preis haben, und zudem Transport und Zoll mitbezahlt werden müssen. Eine etwas günstigere Alternative ist das Acana vom gleichen Hersteller, ebenfalls gereidefrei, aber mit einem etwas geringeren Fleischanteil als das Orijen (der aber immer noch weit über dem liegt was an Fleisch in den meisten europäischen Premiumfutter enthalten ist).

Antibiotikabelastet darf deutsches Fleisch, welches Lebensmittelqualität besitzt, nicht sein. Verarbeitet ein Hersteller Schlachtabfälle (Pansen, Kopffleisch etc.) von für die Lebensmittelherstellung zugelassenen Schlachtkörpern, dann sollten auch diese antibiotikafrei sein.

Unumstritten ist daß das schwdische Lebensmittelrecht härter ist als das deutsche. "Lebensmittelqualität" in Schweden entspricht fast deutscher/europäischer Bio-Qualität (bei manchen Lebensmitteln wie Milch entspricht sie vollständig der Bio-Qualität). Auch werden Landwirte und lebensmittelverarbeitende Personen, die in Schweden gegen die Vorgaben verstoßen, sehr viel härter bestraft als hier in Deutschland, was eine abschreckendere Wirkung auf Personen mit kriminellen Energien besitzt (wie niedrig war noch gleich die Strafe diese Woche für diesenTypen, der jahrealtes Gammelfleisch in den Handel gebracht hat???). Trotzdem ist Fleisch in deutscher Lebensmittelqualität i.d.R. antibiotikaunbelastet. Und man selbst ißt es ja auch...

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#78
Ohje.. wenn man so in Gedanken ist--- natürlich ist das Orijin aus Kanada... aber ich hatte mich grad so auf Schweden eingeschossen.... ;-)´

Was die Güte der Lebensmittel angeht... ohje! Was sein soll, was gemacht wird, was verheimlicht wird ..:brech:..anderes Thema...
Gruß Steffi ...
Zitieren
#79
mila,index.php?page=Thread&postID=78474#post78474' schrieb:Was die Güte der Lebensmittel angeht... ohje! Was sein soll, was gemacht wird, was verheimlicht wird ..:brech:..anderes Thema...

Wichtig für mich ist erst einmal, daß es sich überhaupt um Lebensmittel handelt. Und nicht um irgend einen derart hoch belasteten/verunreinigten Dreck, daß die Sachen als Lebensmittel nicht (mehr) in den Handel gebracht werden dürfen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#80
Hallo, hab grad mal gegoogelt, weil mich jetzt doch auch mal interessiert hat, wie mein (Alternativ-) Futter zum Rohfleisch abschneidet. Hier gibt es ein paar Erfahrungsberichte.
Gruß Gaby
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste