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klare Worte eines TA zum Thema Wurmkur
#71
Antje H.,'index.php?page=Thread&postID=142234#post142234' schrieb:Wie haltet ihr denn das mit dem Entwurmen, wenn ihr einen Wurf habt? Also wie entwurmt ihr die Welpen oder auch "nur" mit Möhren/Sauerkraut ... Wir haben unseren Wurf jetzt 4mal entwurmt innerhalb der 8 Wochen...

Wenn man erwachsene Hunde nicht regelmäßig prophylaktisch entwurmt bedeutet das ja nicht dass man seine Welpen nicht entwurmt. Es ist völlig egal ob man eine Hündin vor und während der Tragzeit entwurmt oder nicht: Gegen Ende der Trächtigkeit setzen die Hormone im Muskelgewebe verkapselte Spulwurmlarven frei, an die man mit keinem Wurmmittel heran kommt. Dadurch werden die Welpen bereits in der Gebärmutter und in den ersten vier Wochen der Säugezeit infiziert. Somit sind alle Welpen bereits während oder kurz nach der Geburt infiziert.

Dagegen sollte man entwurmen. Die Spulwürmer brauchen ca. 3 Wochen um sich zu entwickeln, bevor sie Schaden anrichten können. Wenn man gegen Ende dieser Entwicklungszeit entwurmt hat das Immunsystem der Welpen ausreichend Zeit sich mit den Würmern auseinander zu setzen, aber die Würmer schädigen die Welpen dann noch nicht. Entwurmungsintervalle im ca. zweieinhalbwöchigen Abstand sind daher ideal. Die Welpen sind dann nicht zu "clean" (bezüglich Training des Immunsystems), aber auch nicht verwurmt.

Ich entwurme das erste mal mit einem Humanpräparat (Helmex, das enthält den selben Wirkstoff wie Banminth). Die dritte Wurmkur mache ich mit Drontal Pup (= das ehemalige Welpan). Für die zweite Wurmkur verwende ich ebenfalls Helmex oder Kokosöl. Wenn ich Welpen behalte bekommen die beim dritten Entwurmen auch Kokosöl.

Die Mutterhündin wird gleichzeitig mit den Welpen ca. 2 1/2 und 5 Wochen nach dem Werfen gegen Spulwürmer mit Helmex entwurmt. Das ist die einzigste prophylaktische Wurmkur die ich einem erwachsenen Hund gebe (da verkapselte Spulwurmlarven durch die Trächtigkeitshormone aktiviert werden).

Und um Draco zu beruhigen: Der Kot meiner Welpen wurde bisher äußerst sorgfältig untersucht. Gerade dann wenn ich mit Kokosöl entwurmt habe haben wir tägliche Untersuchungen gemacht, meinen Kollegen im Labor sei Dank.

Ich kenne Züchter die ausschließlich mit Kokosöl entwurmen und damit sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Während ich Welpen von anderen Züchtern kenne die trotz des Einsatzes chemischer Präparate verwurmt waren. Wichtig ist meiner Meinung nach was unter'm Strich dabei heraus kommt (und das sollten Welpen sein die nicht verwurmt sind), solange man es nicht in die eine oder andere Richtung hin übertreibt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#72
Bine DSH,'index.php?page=Thread&postID=142235#post142235' schrieb:Eine gesunde Hygiene muss sein, aber ich glaube wirklich, dass man es auch übertreiben kann...

Es gibt aber eine Menge Menschen, die glauben eine vernünftige Hygiene durch viel Chemie am und im Hund ersetzen zu können. Man läßt die Hunde den Kindern quer durch's Gesich schlabbern und findet es lustig wenn das Kind mit Lutscher im Hundekörben sitzt und Hund und Kind abwechselnd daran lecken. Wenn das mal passiert ist es kein Drama, aber generell sollten Kinder dazu angeleitet werden sich z.B. vor jedem Essen die Hände zu waschen. Damit kann schon viel Schaden abgewendet werden. Diese vernünftige Sitte wird heutzutage allerdings schon von vielen Erwachsenen nicht mehr beherzigt.

Und zum chemisch präparierten Hund im Körbchen zusammen mit dem Lutscherkind: Gerade die gegen Ektoparasiten eingesetzten Nervengifte können bei Kindern Schäden am zentralen Nervensystem verursachen. Und steter Tropfen höhlt den Stein. Eine Wurminfektion beim Kind ist ein Scheiß dagegen...
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#73
Antje,'index.php?page=Thread&postID=142248#post142248' schrieb:Ich kenne Züchter die ausschließlich mit Kokosöl entwurmen und damit sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Während ich Welpen von anderen Züchtern kenne die trotz des Einsatzes chemischer Präparate verwurmt waren. Wichtig ist meiner Meinung nach was unter'm Strich dabei heraus kommt (und das sollten Welpen sein die nicht verwurmt sind), solange man es nicht in die eine oder andere Richtung hin übertreibt.

Sehr gut geschrieben.sehe ich auch so!
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#74
Ich lese hier mit großem Interesse und würde gerne mehr über Kokosöl erfahren. Welche Mengen, wie oft und welches Öl? Ist das ein besonderes Öl oder kann man das überall im Lebensmittelladen kaufen? Das heißt, ist es das gleiche was die Asiaten zum Kochen benutzen? Habt Ihr vielleicht einen Link? Ich muß das ja hier bei uns in den USA finden.
Meine Welpen werden immer mit Nemex 2 entwurmt. Das wird von der Fa. Pfitzer für den U.S.-Markt hergestellt und hat als einzigen aktiven Wirkstoff Pyrantel Pamoate (was auch immer Pamoate bedeutet). Ansonsten bekommen meine erwachsenen Hunde nur alle 1 bis 2 Monate Ivomec (Ivermectin) wegen der von Sandra bereits angesprochenen Herzwürmer. Dies sollte man aber nicht Rüden geben, die für die Zucht eingesetzt werden (tötet angeblich Samenzellen ab). Laut Packungsbeilage und Tierarzt entwurmt Ivomec auch gegen die meisten anderen Endoparasiten außer Bandwürmern. Alles andere behandeln wir nur wenn nötig, nicht als Prophylaxe.
Liebe Grüsse,
Chris Stump
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#75
Entwurmung der Welpen 3mal bis zur Abgabe, Mutterhündin bei der 1. Entwurmung bekommt sie was mit und das wars. Alle anderen bekommen keine vorsorgliche Entwurmung, weil wir in den ganzen Jahren noch nie was bei den Großen hatten. Einzige Ausnahme bildet sich der Befall mit Giardien, was ja so rum geht. Helfen da eigentlich auch die Hausmittel?

Silvana
Gruß Silvana
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#76
seit ich Barfe habe ich mit Würmern auch keine Probleme mehr.

@Andreas danke auch für die Tipps von z.B. Sauerkraut. Werde das jetzt doch mal öfters meinen Hunden füttern. Ansonsten Karotten pürriert bekommen sie sowieso regelmäßig, so wie auch Öle.

Angelika
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#77
Silvana,'index.php?page=Thread&postID=142304#post142304' schrieb:Alle anderen bekommen keine vorsorgliche Entwurmung, weil wir in den ganzen Jahren noch nie was bei den Großen hatten. Einzige Ausnahme bildet sich der Befall mit Giardien, was ja so rum geht. Helfen da eigentlich auch die Hausmittel?

Es gibt die Möglichkeit der Behandlung mit einer Kräuterbuttermilch. Ich werde mal nach dem Rezept schauen und Dir schicken. Die muss aber über einen langen Zeitraum gegeben werden.

Mit Giardien ist es wie mit Spulwürmern, der Organismus eines gesunden Hundes entwickelt nach den ersten Auseinandersetzungen mit dem Parasit eine natürliche Immunität dagegen (in den USA gibt es deswegen auch einen Impfstoff gegen Giardien, aber deren Nutzen/Risikoverhältnis ist wohl nicht so toll). Ist das Immunsystem nicht stabil, kann der Erreger natürlich Überhand nehmen und großen Schaden anrichten. Je nach der Stärke der Symptome empfiehlt sich bei einer Giardieninfektion eine konventionellen Behandlung. Allerdings ist dann die Gefahr einer Wiederholungsinfektion immer gegeben, da sich Giardien überall im Umfeld eines infizierten Hundes befinden können. D.h. der Erreger kann schneller wieder im noch geschwächten Organismus sein als sich dieser von der letzten chemischen Behandlung erholt hat. In solchen Fällen wäre es bestimmt günstig zusätzlich mit der Kräuterbuttermilch das Millieu im Darm längere Zeit "giardienwidrig" zu gestalten. Zusätzlich sollte das Immunsystem gestärkt werden.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#78
Silbersee,'index.php?page=Thread&postID=142299#post142299' schrieb:Ich lese hier mit großem Interesse und würde gerne mehr über Kokosöl erfahren. Welche Mengen, wie oft und welches Öl? Ist das ein besonderes Öl oder kann man das überall im Lebensmittelladen kaufen? Das heißt, ist es das gleiche was die Asiaten zum Kochen benutzen? Habt Ihr vielleicht einen Link? Ich muß das ja hier bei uns in den USA finden.

Man verwendet sog. natives Kokosöl, welches auch äußerlich eingesetzt wird gegen Zeckenbefall, und das auch ein wertvoller Futterzusatz ist. Für die menschliche Ernährung und zur Hautpflege ist es ebenfalls bestens geeignet. Gibt es hier in jedem gut sortierten Bioladen.

Wegen der Menge müsste ich mal abwiegen wieviel ich gebe, das richtet sich ja auch nach dem Gewicht der Welpen. Kokosöl ist meist von fester Konsistenz und verflüssigt sich erst bei Temperaturen um die 30°C und drüber.

Silbersee,'index.php?page=Thread&postID=142299#post142299' schrieb:Meine Welpen werden immer mit Nemex 2 entwurmt. Das wird von der Fa. Pfitzer für den U.S.-Markt hergestellt und hat als einzigen aktiven Wirkstoff Pyrantel Pamoate

Das ist der Wirkstoff, der auch z.B. im Banminth oder Helmex enthalten ist. Er wird als Pyrantelembolat oder Pyrantelpamoat deklariert, was das selbe ist.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#79
Danke, Antje. Ich hoffe, daß ich diese Art von Kokosöl auch bei uns finden kann. Wenn Du mir bei Gelegenheit noch die Dosierungsmengen geben könntest, wäre das super!
LG, Chris
Liebe Grüsse,
Chris Stump
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#80
Antje,'index.php?page=Thread&postID=142248#post142248' schrieb:Ich kenne Züchter die ausschließlich mit Kokosöl entwurmen und damit sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Während ich Welpen von anderen Züchtern kenne die trotz des Einsatzes chemischer Präparate verwurmt waren.

Vergleichen kannst man den Entwurmungserfolg der verschiedenen Mittel nur, wenn man die Hälfte der Welpen aus einem Wurf mit dem einen und die andere Hälfte mit dem anderen Mittel entwurmt.
Die unterschiedlichen Ergebnisse bei verschiedenen Züchtern lassen sich höchstwahrscheinlich durch den unterschiedlichen Infektionsdruck (wie durchseucht mit Würmern und Wurmeiern ist der Züchter/ der Hundebestand / die Umgebung der Welpen /welche Jahreszeit) und damit unterschiedliche Wurmlast; und durch Resistenzen gegen bestimmte Präparate bei den Würmer erklären. Dadurch ergeben sich beträchtliche Unterschiede im Entwurmungserfolg und hier zwei verschiedene Züchter zu verschiedenen Zeitpunkten zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
vg,
Annemarie und Denni
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