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Malimix, guter Junge...
#51
Carmen Kreft,ich habe Dich nicht angesprochen,so lass mich bitte auch raus. :feuerteufel:
Wenn dann müßte man viele Hunde übernehmen,die schlechthin nicht gut genug für ihre Menschen sind.Ich denke eher umgekehrt.

Wenn ich mich für einen Hund entschieden habe,dann bleibt es mein Hund,egal was für einen Fehler er hat.Wir Menschen sind auch nicht makellos.
ERNIE
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#52
Antje,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165287#post165287 schrieb:Hier wird ein altes Sportgerät gegen ein neues getauscht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger...
Mit "Moral" (wenn, dann reden wir hier von "Charakter") oder "Gutmenschen" hat das gar nix zu tun...

worum geht es denn sonst? Der Hund an sich spielt ja dann wohl keine primäre Rolle - oder?
Bye Uwe
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#53
Wie gesagt, dem Hund ist es doch gleich, warum er weg muss, ob er nicht passt, ob er ausgedient hat oder es andere Gründe nötig machen, ihm ein neues Zuhause zu suchen......moralisch bedenklich oder unbedenklich ist, wenn man diskutieren möchte, eher, ob er dem erstbesten in die Hand gedrückt wird oder man bemüht ist, für ihn und seine Ansprüche ein passendes Zuhause zu finden.
Wenn man sich, nur weil man Hundesportler ist, in einen Topf geworfen fühlen will, wegen Sportlern, die ihre Hunde nicht gut ausbilden, nicht gut behandeln und/oder weil sie ausgedient haben, abgegeben werden, muss man das auch als normaler Hundehalter, da gibt es doch nun auch genug schlechte Hundehaltung und Hundeabgaben.
Den Hunden hilft doch mit dem Gerede niemand wirklich.

LG-nadin
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#54
Clint1,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165288#post165288 schrieb:Wenn ich mich für einen Hund entschieden habe,dann bleibt es mein Hund,egal was für einen Fehler er hat.Wir Menschen sind auch nicht makellos.

Und es gibt auch Züchter, die genau nach diesem Kriterium, sich ihre Käufer ansehen.
Daher war es für mich ein Vertrauensbeweis, dass ich die freie Wahl hatte und halte es wie "Clint 1"
Dabei fällt mir ein: wohin werden eigentlich ausgediente Hundesportler abgeschoben ??????????
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#55
Uwe Junker schrieb:

Hunde sind durchaus in der Lage sich neu einzustellen. Die menschliche Vorstellung von "mein Hund" und Sozialpartner findet doch in den meisten Fällen nur im Kopf des Menschen statt.

Richtig.
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
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#56
Also 1. gibt es so manch einen Diensthundführer der eine innigere Beziehung zu seinem Hund aufbaut als ein Sportler.

Und 2. verstehe ich, dass jemand einen Hund der zum Sport, Dienst oder sonst einer auslastenden Arbeit, für die er gezüchtet wurde, nicht geeignet ist, auch nicht behalten will. Wenn etwa schon ein Junghund sehr ungesund bzw. krank ist und seinen Besitzer in Unkosten stürzt, ist der Wert der Mensch-Hund-Beziehung durchaus dahin gehend zu überdenken, ob sie 1. den Menschen derart stresst und zwar für das restliche Leben des Hundes, dass ständig Zeit, Sorgen und Kosten anfallen und 2. der Hund sich nicht wohl fühlt und nicht arbeiten kann. Da würde ich, so hart es klinkt, zur Euthanasie schreiten. Fehlende P2er sind sicher kein Grund, aber bei entsprechenden Graden von HD/ED oder Rückenleiden sieht es schon anders aus. Röntgen/ CT/ Medikamente/ teure OPs. Ich denke, hier sollte man niemanden verurteilen, der sagt, er probiert es mit einem anderen Hund noch mal.

kritisch sehe ich eher, ungeeignete Hunde an zweite Hand abzugeben. Ob es die beste Lösung ist, einen "triebigen" Hund, egal ob Mali oder Schäferhund, als normalen Haushund weiter zu geben, dass sei mal infrage gestellt.

Und gerade die Damen und Herren, ohne das ich das verteidigen möchte, die auf höherer Ebene führen, selektieren ihre Hunde sicher sehr stark. Da bleibt nicht nur der ein- oder andere auf dem Tisch, bis es passt.

Einen Rentner, der seine Pflicht getan hat, den würde ich nicht missen wollen. Auch deshalb, weil ich stolz wäre, wenn der eine oder andere DHS 12 oder 13 Jahre alt werden würde, ohne grosse Zimperlein.
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#57
Hallo Uwe und Sassenach,
dass es nur eine menschliche Vorstellung von 'meinem Hund und Sozialpartner ist' finde ich nicht ganz stimmig. Sicher, der Hund ist kein Mensch und kann keinen Menschen ersetzen. Aber sie sind doch Rudeltiere und orientieren sich stark an 'ihren Menschen', wenn denn eine gesunde Beziehung aus Respekt und Freundschaft besteht. Dazu ein Beispiel.
Ich war, als Chouy noch lebte, einmal sehr krank, nachdem ich in einer Autobahnraststätte verdorbenes Fleisch gegessen hatte. In dieser Zeit schlief ich Stunden, Tage. Chouy lag in meinem Zimmer hinter der Tür. Später wurde mir gesagt, dass sich nicht alle in mein Zimmer wagten, da Chouy jede noch so kleine Bewegung genauestens beobachtete. Das Futter mussten sie ihm hochbringen. Er weigerte sich, spazieren zu gehen. Kaum, dass er sich löste. Das hielt an, bis dass es mir besser ging. Danach war er beruhigt, fraß wieder vor dem Haus, drehte seine Runden im Park.
Das ist, meiner Meinung nach, schon ein deutliches Zeichen dafür, dass Hunde Sozialpartner sein können.
Einmal brachte ich ihn für etliche Stunden zu einer Freundin. Er kannte sie und ihre Hündin sehr gut. Doch kaum war ich weg, drehte Chouy komplett durch. Raste, wie wahnsinnig in den Garten, um nach mir zu suchen. Durch das gesamte Haus. Er urinierte in die Wohnung. Er war nicht mehr sich selbst. Natürlich holte ich meinen Senioren, so bald ich es vermochte.
Später war ich gemeinsam mit ihm dort. Er war der brävste Hund, wollte aber nicht mehr zu dieser Freundin. Er hatte wohl Angst dort bleiben zu müssen. Also für mich sieht das schon danach aus, dass Hunde 'ihre Menschen' haben.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#58
Nur ein kleines Beispiel,mein Mann war 3 Wochen nach einer OP in Kur.Sein Hund,obwohl in gewohnter Umgebung,schaute nur immer zum Tor da er ja irgendwann mal kommen müßte.
Aber ich lass es jetzt gut sein,wir sind hier in einem Leistungsforum und da brauchen manche nicht alle ein gutes Sportgerät.
ERNIE
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#59
Ei, ei, ei…, Big Ben, dabei habe ich nur helfen wollen… Andererseits ist das Abgeben eines Hundes oder nicht zu meiner Überraschung eine quo vadis Frage mit Schlüsselbedeutung.

Abgesehen davon, daß es rechtens ist, Frau und Kind zu verlassen, alle 3 Sekunden ein Kind unter 5 Jahren verhungert, sollte konsequenter Weise die Hundehaltung abschafft werden. Schließlich erfolgte die Domestiizierung ohne ausdrückliche Zustimmung der damaligen Caniden. Später jedenfalls erfolgte die schlichte egoistische Haltung zur Erfüllung eines Zweckes. Bzw. der Zweck ist die Ursache für die Wirkung canis familiaris. Nicht geeignete Exemplare landeten dabei schon einmal im Kochtopf. Gedankenlos sagten die Bauern damals, sie bräuchten den Hund zur Arbeit und hätten nicht das Geld, zwei zu füttern. Später verheizten Militär und Polizei die Hunde, anstatt sich selbst zu kloppen. Alle rissen Hunde aus ihrem trauten Heim. Hier gibt es aber einen Lichtblick: Das Diensthundewesen der Polizeien schafft sich gerade selbst ab. Die Züchter schütten Welpen in die Welt, ohne garantieren zu können, daß es allen gut gehen wird. (Das ist übrigens der Grund, warum bei uns nur dann ein Wurf fällt, wenn ich selbst einen Hund brauche.) Und die Zucht des deutschen Supermalis gelang nur, weil außer Peter Scherk alle mehrere Hunde im Zwinger oder in Aufzuchtstationen haben. Was wird aus den anderen 17 Hunden, die es nicht bringen? Das ist die Basis unseres Hundesports. Auch Agility lebt von Zwingeranlagen. Hunde haben in unserer Welt keinen Zweck außer unserer Belustigung.

Hundesport ist doch nur zum befriedigen des Egos. Sogar bei den blöden Schafen geht’s ums Ego. Die Merinos werden immer schwerer und die Fußgelenke brechen unter der Last zusammen. Geldverdienen ist das andere Motiv. Das will auch der Bauer mit dem Fleisch- und Milchvieh. Um die vielen Eier, aus denen keine süßen Küken schlüpfen dürfen. Das könnte man gleich mit abschaffen.

Auch die industrielle Landwirtschaft. Mit dem Trecker den Boden verdichten und dem Pflug Mäusenester schrotten. Dann die plattgemachten Käfer. Ein Pferdepflug ist auch keine Lösung. Besser ist es, mit der Hanbetriebhandhacke um jeden Käfer herum zu hacken. (Wir vernachlässigen jetzt mal die nun wieder notwendig werdende Plackerei und die steigende Zahl der Hungertoten) Wobei mir auch das als ungeeignet erscheint. Der Bergbau für das Metall der Hacke birgt auch Gefahren für die Umwelt. Mein Getreide verdrängt andere Pflanzen, mit ihnen andere Insekten – kurz, Habitate werden in ihren Grundfesten erschüttert.

Überhaupt, ist es recht, Pflanzen zu essen? Haben sie vllt. doch Gefühle? Man könnte bei dieser Gelegenheit in unserer atomverseuchten Welt auch alle Atome freilassen. So eingesperrt in einem Gitter… Und die Gene erst in so einer beengten Helix.

Mittlerweile sollten wir nun wieder mit Fell (keine unethische Kleidung mehr dank vernünftiger Verbote und hilfreich flankierender Ruinierung durch CO2-Speicherung im Erdboden anstatt in den Pflanzen) am Feuer sitzen, gespeist aus selbstgelesenem Reisig. Die Energiespeicherung mittels Stapelbildung ist wegweisend, hat es doch früher mit dem Speichern von Sonnenenergie nicht klappen wollen. Das Klima hat dank CO2-Reduktion Permafrostmodus aufgenommen. Die Mammuts kamen wieder. Und nun die Masterfrage: Treiben wir die Mammuts die Klamm hinunter oder springen wir vor ihnen runter, damit sie weiterleben können? Egoistisch oder altruistisch? Vllt. Kloppen sich auch die letzten Hominini den Schädel ein und Mutter Gaia hat endlich wieder die Möglichkeit, ihr geschundenes Antlitz zu regenerieren.

Big Ben,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165270#post165270 schrieb:<a href="http://www.leistungshundeforum.de/index.php/User/222-Carmen-Kreft/">@Carmen Kreft</a>

danke, genau das ist es was ich so verabscheue: Ich will, ich muss, ich, ich, ich!

Egoismus pur, genau das macht die Idee von &quot;Sport&quot; kaputt.
Schon einmal was von Fairplay gehört?
Wie gesagt, ich hoffe dir geht es im Alter genauso,vielleicht sagt dann dein Lebenspartner auch er nimmt sich eine Jüngere und hat keinen Bock mehr auf dich. Dann würdest du vielleicht verstehen wie sich das anfühlt. Aber diese Attitüde passt in die heutige Zeit.…

Du sagst, "Du mußt!" Und Egoismus macht Sport nicht kaputt. Will ich erster werden, muß ich mich nicht um Dich kümmern.

Und im Alter wird man ja nicht gerade schöner, eher fetter , Falten, Gesundheitsprobleme, Inkontinenz, Demenz: Wenn das die Liebe nicht brücken kann und man an Gras nicht rankommt, muß man sich eben trennen. Vom Rest des Vermögens nimmt man sich ganz egoistisch eine Jüngere. Wo ist das Problem?

Abschließend: Was ist das für eine Welt, in der ein Hund wichtiger ist als ein Mensch oder der Tod seines Hundes einem mehr bedeutet als der seiner Eltern?
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#60
Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165291#post165291 schrieb:Wenn man sich, nur weil man Hundesportler ist, in einen Topf geworfen fühlen will, wegen Sportlern, die ihre Hunde nicht gut ausbilden, nicht gut behandeln und/oder weil sie ausgedient haben, abgegeben werden, muss man das auch als normaler Hundehalter, da gibt es doch nun auch genug schlechte Hundehaltung und Hundeabgaben.

Ja klar. Mal ganz abgesehen davon dass ich nie verstanden habe warum sich ausgerechnet die IPO-Hundesportler derart als Krone der Schöpfung fühlen, dass sie sich von den "normalen" Hundehaltern abgrenzen, die ihrer Meinung nach sowieso alle keine Ahnung besitzen, möchte der "normale" Hundehalter nicht mit anderen "normalen" Hundehaltern in einen Topf geworfen werden, deren Hunde z.B. kleine Kinder tot beissen, die den Kot ihrer Hunde überall liegen oder ihre Hunde andere Leute belästigen oder wildern lassen. Wenn er zu denen gehört, die darauf achten dass ihre Hunde andere Menschen/Tiere weder belästigen oder gefährden und sie den Kot ihrer Hunde nicht liegen lassen.

Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24648-Malimix-guter-Junge/?postID=165291#post165291 schrieb:Den Hunden hilft doch mit dem Gerede niemand wirklich.

Nein, aber es wird endlich mal Zeit dass man sich als Hundehalter positioniert. Und nicht alles abnickt, was andere so treiben, nur weil man zufällig zur selben Gruppe gehört. Darauf beruht doch das schlechte Ansehen des IPO-Sportes in der Öffentlichkeit ( = bei Nichthundehaltern sowie "normalen" Hundehaltern). Jeder kennt doch irgend einen Spinner, der IPO-Sport betreibt, und der schon in irgend einer Weise negativ auffällig war. Sei es wie er seine Hunde hält, wie er sie behandelt, oder wie er sich Nichthundehaltern oder "normalen" Hundehaltern gegenüber verhält. Der durchschnittliche IPO-Hundesportler aber verhält oft so dass er von seinem Umfeld gar nicht mit als dieser war genommen und somit mit diesem Sport in Verbindung gebracht wird. Und immer heisst es dann intern "Ja ja, so Spinner gibt es, aber dass sind doch die Ausnahmen, der durchschnittliche IPO-Hundesportler ist doch ganz anders".

Sorry, aber wenn sich der durchschnittliche IPO-Hundesportler angeblich immer so ganz anders ist und jegliche Kritikpunkte am IPO-Sport somit auf ihn nicht zutreffen, dann muss man das auch rüberbringen. Dann muss er in solchen Diskussionen auch mal sein Maul aufmachen und seine Meinung dazu sagen! Auch wenn es unbequem ist und man von den "Hardcore-Hundesportlern", die in ihren Hunden nicht mehr sehen als Sportgeräte, die zu funktionieren haben, dann in die Ecke der "normalen" Hundehalter gestellt wird, die eh alle keine Ahnung haben und deswegen ihre Hunde quälen. Weil halt nur sie die Weisheit in Bezug auf Hundehaltung und -ausbildung mit Löffeln gefressen haben. Denn schliesslich kennt ja jeder von denen eine Omma, die ihren Dackel mit Pralinen zu Tode füttert. Und notfalls müssen dann noch Mißstände in anderen Ländern für die Argumentation her halten. Nur damit sich der "normale IPO-Hundesportler" weiter solidarisch mit ihnen zeigt indem er den Mund hält und sie sich in deren Masse verstecken können. Weil dann eben sämtliche Auswüchse, die sich zeigen können, auch auf diese ganze breite Masse zurück fallen.

Ich hatte es weiter vorne schon mal geschrieben: Letztendlich kann jeder das tun was er für richtig hält. Er kann aber nicht verlangen dass andere immer toll finden was er tut. Und damit sollte man eigentlich leben können wenn man sich zur angeblichen Krone der Schöpfung gehörend fühlt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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