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Wassergabe bei diesem wetter - Druckversion

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- nickel - 22-12-2010

Ich füttere zweimal täglich Trofu; dieses weiche ich aber nicht ein sondern gebe Wasser darüber und stelle es sofort hin.
Das klappt zu jeder Jahreszeit und die Hunde haben automatsich schon Flüssigkeit aufgenommen. Letzte Nacht war hier das Wasser kein bißchen gefroren, aber getrunken hatten sie trotzdem beide nichts.

Wenn ich es wünsche, dass sie saufen, hole ich die kleinen Fläschchen Katzenmilch aus dem DM und mische das drunter; das schlabbern alle gerne!!


- Tira - 22-12-2010

bei mir können sie im haus trinken. übers futter mache ich eh immer viel wasser.
draußen fressen sie zusätzlich immer noch einiges an Schnee.


- Antje - 22-12-2010

Hallo Nickel,

wenn das Futter nicht aufquillt vor dem Verfüttern, dann nützt dem Hund das darüber gekippte Wasser nix (außer daß er nicht so viele Krümmel im Hals hat). Das Wasser passiert den Magen schneller als daß das Wasser das trockene Fertigfutter im Magen durchdringen kann. Für diesen Vorgang wird dem Organismus dann Wasser entzogen und die Hunde dehydrieren dadurch (weswegen man Hunde, die arbeiten, so nicht füttern sollte). Erst dananch kann dann die Verdauung einsetzen.

Egal ob Fertigfutter oder frisch zubereitet, ernährungsphysiologisch optimal ist die Ration mit einem "natürlichen Wassergehalt" von 65 bis 75% durchsetzt. Trockenfutter also vor dem Verfüttern besser durchweichen lassen.

Grüße

Antje


- Chaco - 22-12-2010

Auch stelle mir diese Frage eigentlich jeden Winter.
Letzes Jahr habe ich gute Tips bekommen, bis hin zur der "Heizplatte" für den Napf.

Dann ist mir folgendes eingefallen.
Vor vielen Jahren habe ich eine Reise zu einer Schlittenhund Tour in Finnland geschenkt bekommen. Eine Woche mit dem Hundeschlitten von Hütte zu Hütte.
Das Futter, Knochen und gefrorene Futterbrocken wurde mitgenommen. Morgens bekamen die Hunde gar nichts, Vormittags bei einer Rast gefrorene Knochen und so gegen drei, vier Uhr Ankunft an der Hütte. Feuer machen, Wasser aus einem Loch im See holen. Wasser kochen und ein oder zwei Futterbrochen mit kochendem Wasser übergießen. Das Fleisch, Fisch taut auf und es ensteht eine Art Suppe mit etwas Futter. Diese Suppe bekamen dann die Hunde. Später, wenn das restliche Fleisch aufgetaut war bekamen sie ihre Hauptmahlzeit
Das langt ganz offensichtlich, selbst wenn die Hunde 14 Tage unterwegs sind. Jeden Tag viele km laufen!
Im Camp zweimal täglich Futter mit viel Wasser,ohne Suppe als Vorspeise. In Finnland einen Wassernapf hinzustellen macht kaum Sinn. Und es sind soviel Hunde in einem Camp, dass es nicht möglich ist zwei- oder dreimal täglich allen frisches Wasser zu geben.

Also denke ich, dass es reicht das TroFu anzuweichen und dann viel Wasser drauf. Frischfutter mit viel Wasser. Warmes Wasser.
Selbst wenn das Wasser nicht einfriert rühren meine Hunde im Winter das Wasser gar nicht an und sie fressen sehr selten Schnee.
Die Urinfarbe ist OK.

So langsam gewöhne ich mir daher ab mir die Gedanken über die Flüssigkeitsaufnahme meiner Hunde im Winter ab.

Viele Grüße
Christiane


- Theo1963 - 22-12-2010

Das Futter für morgens bereite ich schon am Abend vorher zu. Übers Trofu kippe ich für jeden Hund 1 Liter warmes Wasser, dadurch quillt es schön auf und es gibt keinen Flüssigkeitsmangel. Abends bekommen sie Frisch, da ist dann genügend Flüssigkeit drin.


- nickel - 22-12-2010

Antje,'index.php?page=Thread&postID=105725#post105725' schrieb:Hallo Nickel,

wenn das Futter nicht aufquillt vor dem Verfüttern, dann nützt dem Hund das darüber gekippte Wasser nix (außer daß er nicht so viele Krümmel im Hals hat). Das Wasser passiert den Magen schneller als daß das Wasser das trockene Fertigfutter im Magen durchdringen kann. Für diesen Vorgang wird dem Organismus dann Wasser entzogen und die Hunde dehydrieren dadurch (weswegen man Hunde, die arbeiten, so nicht füttern sollte). Erst dananch kann dann die Verdauung einsetzen.

Egal ob Fertigfutter oder frisch zubereitet, ernährungsphysiologisch optimal ist die Ration mit einem "natürlichen Wassergehalt" von 65 bis 75% durchsetzt. Trockenfutter also vor dem Verfüttern besser durchweichen lassen.

Grüße

Antje


Danke für die Hinweise, Antje!
Da bisher alle unsere Hunde so gefüttert wurden und es noch nie Probleme irgendeiner Art gegeben hat, scheinen sie damit gut klar zu kommen.
Egal, bei welcher Witterung, was für Futter (also Bosch, Mera Dog usw.), ob im Training oder im Ruhestand - sie sind immer und zu jeder Zeit putzemunter und fidel.
Bisher bin ich immer wunderbar damit gefahren; im Sommer trinken sie noch was nach; zur Zeit eher nicht.
Es bekommt ihnen prima und Proleme irgendeiner Art kennen wir noch von keinem Hund. Ich kenne viele HF, die ebenfalls so füttern und auch deren Hunde sind wohlauf.
Trotzdem danke!
Bei durchgeweichtem Trofu hatten unsere Hunde oft gelbe Zähne weil überall die Reste herumhingen: das hat sich sofort wieder gelegt, wenn es das Trofu als "Supe" gegeben hat. Daher machen wir das mit dem Nichteinweichen schon so lange.


- Antje - 22-12-2010

Hallo Nickel,

direkt merkt man den Hunde auch nix an. Aber kein Hundler, der wirklich Leistung von seinen Hunden verlangt, würde so füttern (z.B. Musher). Die sind froh so viel Wasser wie möglich in die Hunde zu bekommen, und daß dem Organismus Wasser entzogen wird durch diese Art der Fütterung würden die nicht riskieren. Nicht nur wegen der körperlichen Leistungsfähigkeit, auch wegen der mentalen. Bevor Du einem Hund körperlich etwas anmerkst baut der erst mal mental ab, bezogen auf seine Konzentrationsfähigkeit, er macht dann Fehler. D.h. die Auswirkungen dieser Art der Fütterung merkst Du bei unseren Sport- und Spaziergehhunden weniger an ihrer körperlichen Fitness als an ihrer Konzentrationsfähigkeit.

Grüße

Antje


- nickel - 22-12-2010

Hallo Antje,
ich kenne es nur aus TV-Sendungen, da füttern die Musher genau so wie wir auch: Futter und warmes Wasser drüber bzw. so eine Fleischbrühe. Da hatte ich diese Art der Fütterung nämlich auch erstmalig gesehen und danach übernommen.
Bezüglich der Konzentration habe ich bisher noch keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Hier mal ein Auszug einer Husky-HP:
Sie bekommen ausschließlich Trockenfutter und kein rohes Fleisch. Fleisch an sich ist hoch Verdaulich und hat eine lange Verweilzeit im Magen Darmtrakt. Es dauert also relativ lange bis der Hund die daraus gewonnene Energie umsetzen kann. Trockenfutter sollte auch trocken gefüttert werden, man muss aber ausreichend Wasser zur Verfügung stellen. Bei Huskies ist die ausreichende Wasseraufnahme ein Problem, daher wird das Trockenfutter in die Futterschüssel gegeben und mit ca. 1 Liter Wasser aufgefüllt. Es wird dann sofort verfüttert und nicht erst eingeweicht. Aufgeweichtes Futter wird vom Hund zu schnell Verdaut und der Hund hat nicht die Zeit die Inhaltsstoffe aus dem Futter zuziehen. Man muss das so verstehen wie bei uns Menschen, wenn wir etwas trinken ist das auch wesentlich schneller durch die Organe (Magen, Niere und Leber) als wenn wir Feste Nahrung zu uns nehmen. Genauso ist das bei Hunden auch, weichen wir also das Futter auf, wird es zu schnell wied


- Erko - 22-12-2010

Also ich bin jahrelang bei einem sehr erfolgreichen Musher im Training mitgefahren.
Er hat seine Hunde auch so gefüttert wie Nickel und ich! Trofu, Wasser drauf und hinstellen. Nur das das angebotene Futter im Training viel Höherwertig war, und zusätzlich gab es noch Fleischbrühe selber angesetzt aus Frischfleisch.

Ich gebe im Sommer auch zum angebotenem Wasser nochmals extra Wasser mit etwas Futter drin, oder einen Eßlöffel Dosenfutter drin verrührt (auf 1 L Wasser). Damit die Hunde Leistungsfähig bleiben. Habe ich auch von dem Musher.
Etwa 2-3 Stunden vor der Leistungsanforderung, also Prüfung oder Training, gebe ich das angereicherte Wasser, dann die Hunde ausgiebig Pinkeln lassen, und man hat einen sehr Leistungsfähigen Hund, trotz hoher Temperaturen. Und ich muss mir keine Gedanken machen, das sie überhitzen!



- Alf - 22-12-2010

Hallo,
die Musher nennen das wohl „wässern“, wenn sie den Hunden literweise eine Art von dünner Suppe vor dem Start geben. Es geht da ja um Ausdauerleistung.

Wie ist eure Fütterempfehlung (wässern? einweichen, einfach nur Wasser über das Futter? wann?) für einen VPG-Prüfungstag (also ein Zeitraum von ca. 8.00 bis 17.oo Uhr) und für einen normalen Trainingstag (Training in B –auch mit Futterbelohnung- und C so nachmittags/abends in einem Zeitraum von ca. 2 bis 3 oder 4 Stunden)?

Gruß Alf