@Jenny
Versuch doch den Apport nochmal ganz langsam, Schritt für Schritt aufzubauen. Das heist erst halten, dann immer weiter runter, etc. Kein großer Streß, aber auch keine Inkonsequenz!
Lob sie wenn sie das Holz hat und zeige ihr was du von ihr willst! Ich glaube es gibt irgendwo einen Punkt in der Übung, an dem sie nicht genau weiss was du von ihr willst. Erstmal muss sie das aber verstanden haben, dann kann es weiter gehen!
Wenn sie die Grundzüge aber schon kennt, wirst du dafür nicht so viel Zwang anwenden müssen, denke ich.
Mach ihr bewusst das es gut ist wenn sie das Holz hat..
Allerdings vertrete ich da schon Bettinas Meinung, dass die Methode wie sie es anscheinend gelernt hat nicht wirklich schlimm ist - das ist gegen wirklichen Zwangsapport noch erträglich.
Meine Hündin hat das Apportieren über Gehorsam gelernt. Ohne Stachel, aber auch ohne großen Trieb (Sie gehört auch zu der Fraktion die nicht unbedingt Triebbeständig ist, da hilft auch der Retriever nix). Sie meidet das Holz weder, noch knautscht sie, noch hat sie Streß. Führt sie irgendetwas nicht so aus wie ich mir das vorstelle gibt es von mir ein klares Signal, dann ist es aber auch gleich wieder ok,
weil sie genau weiss was sie tun muss und ich ihr genügend Zeit gegeben habe es zu lernen
Ich persönlich finde es viel schlimmer, wenn bei triebigen Hunden Spielapport (werfen wir doch mal, wird schon vorsitzen..) oder ähnliches durchgeführt, sich dann Fehler einschleichen und dann Druck ohne Ende gemacht hätte, ohne das es irgendetwas nutzen würde, weil der Hund garnicht weiss was man von ihm will. Klassisches Beispiel Knautschen: Hund sieht das Holz als Spielzeug, sitzt vor einem und knautscht munter vor sich hin. Dann wird dem Hund der Fang zugedrückt, auf den Nasenrücken/die Nase gehaun/geklatscht und dadurch Streß ohne Ende gemacht. Ergebnis ist dann meist, das alles noch viel schlimmer wird, weil der Hund nur weiter in Konflikt kommt, ohne einen wirklichen Ausweg zu kennen.
Aber man hat ja (eigentlich) keinen Zwangsapport gemacht :w:
Zitat:Ich halte von der ganzen modernen Verteufelung von Zwängen auch nichts.
:dh: Ich stimme dir da voll zu. Meine Hündin ist sehr sensibel und würde unberechtigte Zwänge schlecht verkraften, aber wir sollten uns alle mal vor Augen halten, wie viele (grundsätzliche) Zwänge wir eigentlich im alltäglichen Zusammenleben setzen. Allein schon indem wir Dinge fordern die der Hund eigentlich nicht will.
@Ivanhoe
Na dann lass doch mal deine Lösung für einen Hund hören, der nicht spielt und auch schlecht über Futter zu motivieren ist. Ich bin gespannt und lerne immer gerne dazu.