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Leistungsminderung
#11
Burkhard, du weißt ja mit medizinischen Ratschlägen halte ich mich zurück, da keine Ahnung.

Was ich aber weiß:
Zum einen kann eine einzige starke negative Konsequenz, die der Fährtenarbeit folgt, alleine dafür sorgen, dass Dein Hund nicht mehr so wie früher fährtet.
Starke negative Erinnerungen kommen irgendwann einer Angst gleich, diese Angst wird ein Hund nicht wieder vergessen. Das einzige was wir tun können ist über diese Angst immer wieder positive Aspekte zu packen.
Und zu guter letzt, verfallen wir Menschen sehr schnell in den Glauben, zu wissen was ein Hund verknüpft hat, leider liegen wir so oft daneben.

Von daher magst Du vielleicht mal darüber nachdenken oder/und ausprobieren, welcher Teil der Fährtenarbeit die ursächlich Verknüpfung zu der schmerzenden Pfote darstellt. Hast Du den Teil gefunden, dann mach diesen so angenehm wie möglich, und dies immer wieder.

Ich hoffe Du findest den passenden Weg !
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#12
Ich hatte mal einen Rüden, der ein paar Tage vor unserer Meisterschaft auf Wiese im Training von einem unbekannten Insekt gestochen wurde.
An Fährten war nicht mehr zu denken und die Meisterschaft endete mit 4 Punkten.

Auch ich bekam damals den Vorschlag, ihm da gleich mit Zwang "klarzumachen" dass er zu suchen hätte.

Ich habe statt dessen etwa 2 Monate gar nichts mehr gemacht unbd dann langsam angefangen, mit viel Trieb.

Dabei habe ich schnell fest gestellt, dass der Hund, der die Fehlverknüpfung auf Wiese gemacht hatte, auf Acker wesentlich weniger Probleme hatte bzw. sehr schnell keine mehr, ich habe dann erstmal nur noch auf Acker trainiert und bin nur langsam wieder zurück auf Wiese (bewachsener Acker / Saat, stark bewachsener Acker / hohe bzw. dichte Saat, Geländewechsel)

Nimm das mal Denkanstoß - auf welchem Gelände ist der Unfall passiert, bei welcher Witterung, unter welchen Begleitumständen?

Vielleicht auch mal die äusseren Parameter ändern (Rituale, Leine, Halsband / Geschirr). Muss ja nicht auf Dauer sein.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#13
Ich möchte mich nochmal für die einfühlsamen und durchaus hilfreichen, anregenden Gedanken von Euch bedanken.
Ja, ich werde den " emotionalen " Weg mit dem Hund weiter arbeiten.
Was ich frappierend finde:
Grundgedanke - Fährtenarbeit erfordert hohe Konzentration
Da diese im Augenblick sehr schwankend und auch schlecht einforderbar ist, bin ich in einen Bereich ausgewichen, der den Traditionalisten sehr suspekt ist - Stöberarbeit
Grundgedanke - Nasenarbeit in anderem Triebbereich.
Es war für mich eine Möglichkeit zu sehen, ob der Hund überhaupt Konzentrationswillig/fähig ist.
Das Ergebnis: im Stöberbereich arbeite er bemerkenswert gut. Mit hoher Konzentration, triebig und mit hoher Motivation.
Ich habe die direkte Vergleichsmöglichkeit, da ich dienstlich mal einen Rauschgiftspürhund führte, der bei dieser Variante sehr, sehr gut war.
Was der RS aber gerade da zeigt, stellt den Spürhund glatt in den Schatten.
Ich werde versuchen, die positiven Elemente mit " rüber " zu nehmen.
Meine Frage war eigentlich meine persönliche Absicherung, dass ich mich nicht als Gefühldusel in entsprechenden Diskussionen präsentiere, sondern ich meinen Hund doch in weiten Bereichen richtig lese.
Daher waren mir Eure Gedanken wichtig. Danke dafür.
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