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Tolle Ausbildung
#91
@ursus: Was die Betreuung durch den Züchter betrifft, gehe ich bei weitem mit, zumindest wenn die Hundekäufer in räumlicher Nähe wohnen. Von Hunde(sport)vereinen eine Betreuung bis ins häusliche Umfeld zu fordern, geht jedoch m.E. viel zu weit.
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#92
Ich fordere keine Betreuung bis ins häusliche Umfeld. Aber eben eine sehr gute Betreuung. Die hakt doch bei extrem vielen Vereinen, weil dann kommt das Argument Sport.
Aber der Sport und vor allem zukünftige Hundesportler brauchen eine Basis. Auch wenn kein Sportler daraus wird, ein Hundebesitzer, der mit seiner Zufriedenheit Werbung für Rasse und Verein macht, wird es allemal.

Grüßle
Ursus
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#93
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=140689#post140689' schrieb:Mein lieber Wolfgang,ich wüßte jetzt aber man gar nicht,warum diese Diskussion hier aus dem Ruder läuft und schon gar nichts,was mit Schhundeausbildung zu tun hat,im Gegenteil,wenn du meine Stellungnahme dazu liest,sehe ich genau da eine Chance,unser Bild,das von einer bestimmten Klientel Leute gemacht wurde,zu korrigieren.
@Heinz,

mir ging es nicht darum um einzelne Ausbildungsmethoden zu diskutieren. Da gab es in diesem Forum schon sehr viele Threads, die u.A.dieses Thema behandelt haben und es auch da schon teilweise zu sehr heißen Auseinandersetzungen gekommen ist.

Ich erlebe fast täglich, dass bei mir die sogenannten Hundeschulen ihr Unwesen treiben. Da kommen die dann an,lassen bis zu 13 Hunden von ganz klein bis mittelgroß frei im Wald rumlaufen, die Ausbilder mit viel Futter die kleinsten Kunststückchen zeigen und die Zuschauer begeistert sind. Gleichzeitig wird dann auch den Leuten erklärt, dass es ja in den Hundevereinen viel schlimmer zugeht. Da wird dann brutal den Hunden auf die Füße getreten, damit sie aus dem Platz in die Sitzposition gehen usw. Einen noch härteren Fall habe ich auf einem Markt erlebt. Ein OG Mitglied hat einen Marktstand. Verkauft normal Eier und Hühner, die in kleinsten Käfigen gehalten werden. Nebendran die gleichgroßen Käfige mit Schäferhundwelpen mit einem Schild: "Bin SV Mitglied und verkaufe reinrassige Schäferhunde mit Papieren".Zum Glück kam dann der ehemalige Zuchtwart unserer OG vorbei und konnte mit Androhung von einer Anzeige das Ganze beenden. Die Papiere waren selbst ausgestellt mit einem selbst gebastelten Siegel. Das sind nur einige Beispiele, die unseren Ruf in der Öffentlichkeit ruinieren. Und wenn ich dann sehe, wie einfach es ist, eine Hundeschule zu eröffnen, dann sträuben sich mir die Haare.
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#94
angieblau,'index.php?page=Thread&postID=140679#post140679' schrieb:Ein Lösungsweg für "versaute" Hunde ist IMMER idividuell auf Hund und Hundeführer angepaßt, hier gibt es KEIN Generalkonzept! Da gibt es so viele Situationen die man analysieren muss, vor allen Dingen im Umgang von HF und Hund.
angelika, das sehe ich bei weitem nicht so. was soll den so individuell sein?? welche ratschläge gibt es denn im umgang von HF und hund? das der hund nicht als erstes durch die tür gehen darf? das er nicht auf der couch sitzen darf? das man ihm sein futter wegnehmen kann und er sich demütig zeigen soll um es überhaupt zu bekommen? das ist doch alles quatsch! auf zwei dinge kann man sich immer verlassen. 1) die art und weise wie ein hund funktioniert und lernt, und 2) die art und weise wie ein mensch funktioniert und lernt. weiß man das, kennt man den lösungsweg.

Burgwolf,'index.php?page=Thread&postID=140688#post140688' schrieb:und ich weiß nicht, warum man sich mit so einem Schwachsinn der Öffentlichkeit preisgibt. Und a nutzt es überhaupt nichts, warum wir hier in diesem Forum die Mühe machen, das schön zu reden.
du verstehst nicht warum man so ein video der öffentlichkeit zeigen kann und sorgst mit deinem eingangsbeitrag dafür das es verbreitet wird. macht das sinn? es ändert doch nichts sich zu beschweren. besser wäre es mit einem fachkompetenten publikum wie in einem leistungshundeforum über andere lösungswege zu diskutieren. so könnte man der öffentlichkeit den eindruck vermitteln das hundesportler durchaus viele erfahrungen haben die an normalen hundeschulen erst gar nicht gewonnen werden können. man würde so an einem positiven image arbeiten. wenn man aber nur das gesehene absolut kritisiert und ablehnt ohne dabei eine andere möglichkeit zu presentieren dann wird das nichts.

Gofrie,'index.php?page=Thread&postID=140692#post140692' schrieb:Um sich dann der Diskussion zu entziehen, anstatt sich mit moderner Ausbildung mal wirklich ohne Vorurteile zu beschäftigen.
modern heißt ja nicht auf negative reize zu verzichten. modern heißt auch nicht nur mit futter zu belohnen. modern heißt das man alle neuen erkenntnisse und möglichkeiten der heutigen ausbildungsvermittlung in einen lösungsweg mit einbezieht. ich benutze bestrafungen heutzutage ganz anders als noch vor 25 jahren, genauso verhällt es sich mit belohnungen. fängt man an zu polarisieren verpaßt man die eine oder andere gute option.

M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=140694#post140694' schrieb:Ich hätte mich auch an einer Diskussion beteiligt, wo es darum gegangen wäre, den gezeigten Weg auf dem Video als total blödsinnig hin zu stellen, dafür aber auch Lösungswege aufzuzeigen oder sich drüber auszutauschen, wie es denn sinnig gewesen wäre, wenn man schon diese Mittel anwendet.
das wäre der optimale umgang mit solch einem thema, vor allem in einem leistungshundeforum. es ist ja noch nicht zu spät dafür.

Volpi,'index.php?page=Thread&postID=140703#post140703' schrieb:Der hätte vor ein paar Jahren mal das Video eines animal-learn Seminars einstellen sollen, in dem Frau v.R. sich im Zuge der "Behandlung" eines aggressiven Rottis auf ein Autodach flüchtet.
ich habe von der story schon damals gehört. das ist besonders interessant im hinblick auf das was sie geschrieben hat.
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#95
Ich würde den Hund einpacken, und an mein Bein nageln. Die Frage ist nur, ist das ein geborener Angstbeisser, oder durch Fehlverknüpfung so geworden. Im ersten Fall, wäre es nicht sooo einfach, den Hund in jeder Umweltsituation zu halten.
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#96
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=140715#post140715' schrieb:du verstehst nicht warum man so ein video der öffentlichkeit zeigen kann und sorgst mit deinem eingangsbeitrag dafür das es verbreitet wird. macht das sinn?

Das möchte ich auch nicht verstehen, wie man so einen Blödsinn veröffentlichen kann, wo die breite Masse doch schon mittlereile so negativ gegen den Hundesport eingestellt ist. Und ich denke, dass es doch ein großer Unterschied ist, ob ich ein Video der breiten Öffentlichkeit als sog. Lehrvideo o.ä. zeige oder ob man in einem Hundesport Forum auf so eine Veröffentlichung hinweist.
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#97
hallo andreas, gut das du mal deinen ansatz postest.

Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=140716#post140716' schrieb:Die Frage ist nur, ist das ein geborener Angstbeisser, oder durch Fehlverknüpfung so geworden.
ich denke hier kann man darauf vertrauen das beides eine rolle spielt. der hund wird eine entsprechende genetische veranlagung haben die dann aber durch gemachte lebenserfahrungen mehr und mehr zum vorschein gekommen ist. mich würde viel mehr interessieren ob der hund von der hundeführerin groß gezogen wurde oder ob sie ihn erst später zu sich genommen hat. das wäre in sofern wichtig weil die lösung dieses problems ja auf jeden fall über die schulung der hundeführerin gehen muß. ein hund lernt ja immer, und die garantie für eine verhaltensänderung auf langer sicht ist nur dann gegeben wenn die hundeführerin, solange der hund lebt, die erworbenen erkenntnisse und maßnahmen auch umsetzt und einsetzt. hat sie den hund vom welpenalter, ist das sehr viel schwieriger als wenn er zu einem späteren zeitpunkt gekommen ist. hier spielen erstlernerfahrungen eines jungen hundes eine rolle die sehr viel schwieriger zu löschen sind.

Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=140716#post140716' schrieb:Ich würde den Hund einpacken, und an mein Bein nageln.
wenn ich dich hier richtig interpretiere läuft das dann auf ein verwehren, ein nicht zu lassen, ein das darfst du nicht hinaus. das kann zwar durchaus funktionieren, aber es beinhaltet 2 ungünstige begleiterscheinungen.

1) es bedarf einer ständigen kontrolle der hundeführerin die sich in der unmittelbaren nähe befinden muß.
2) es verändert nicht die reaktion des hundes auf für ihn bedrohliche reize.

wenn die reaktion auf die für den hund bedrohlich wirkenden reize nicht umkonditioniert wird, wird er ein leben lang weiterhin versuchen seinen erfolg im angriff bzw in der aggression zu suchen, und das heißt das er auch weiterhin immer wieder über entsprechende einwirkungen kontrolliert werden muß. der hund lernt dann über die jahre nur nach hinweisreizen zu suchen wann und wie kommen diese einwirkungen, und was wäre ein guter moment um dann doch wieder mit aggression zu antworten. zusätzlich könnte sich der hund einfach an diese einwirkungen gewöhnen, er nimmt das dann billigend in kauf.

wir hundesportler trainieren ganz bewußt mit hunden die teilweise sehr hoch in der aggression stehen, sie wird zum teil sogar gefördert. trotzdem haben wir wege gefunden diese hunde zu kontrollieren. auch im hundesport reicht es nicht dem hund an einem bestimmten punkt (z.b. abstellen oder abrufen aus dem verbellen) die aggression zu verbieten. wir kontrollieren die aggression mit einem konditionierten ersatzverhalten (z.b. hier & fuß) das für den hund zum erfolg führt, er kontrolliert über dieses verhalten die situation.

kann man ein aktives aggressionsverhalten mit einem defensiv orientierten aggressionsverhalten vergleichen. ich denke schon weil die mechanismen des lernens immer funktionieren. der einzigste große unterschied ist der generalisierungsprozess. im sport ist er einfacher zu gestalten, hundeplatz und verbellversteck sind dem hund sehr schnell bekannt, wärend der normale haushund mit ständig neuen örtlichkeiten zurecht kommen muß.
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#98
Die Person die dieses Video jetzt anonym (!) veröffentlicht hat ist doch nicht besser als das was darauf zu sehen ist.
Desweiteren sehen wir nur einen kurzen Ausschnitt der nicht in ein gesamten Zusammenhang eingeordnet ist!
Warum wird das Video jetzt veröffentoicht? Wenn es der Person um den Hund gegangen wäre, hätte sie es doch schon einen Tag nach dem Dreh machen können... Oder?
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#99
Gofrie,'index.php?page=Thread&postID=140692#post140692' schrieb:..., sie älter seien und mehr Erfahrung hätten als die Kritiker ...
das stimmt ja auch, dass sie mehr Erfahrung haben, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf, wie sie diese Erfahrung anwenden.

Zitat:Um sich dann der Diskussion zu entziehen, anstatt sich mit moderner Ausbildung mal wirklich ohne Vorurteile zu beschäftigen.
das ist deine Auslegung, die eine Unverschämtheit ist, weil du pauschal verurteilst, ohne all die "Alten" und ihre heutige Ausbildung zu kennen.

Zitat:Sollen sich die alten Hasen hier doch mal ernsthaft erinnern, was sie mit ihren diversen Hunden alles angestellt haben und heute vielleicht so nicht mehr machen würden. Dann kämen sie vielleicht auf die Idee, dass auch heute noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und auch mit schwierigen Hunden Lernziele positiv erreicht werden können, die sie auch heute noch nur mit Gewalt meinen erreichen zu können.
Keine Angst, die tun das, die können sich noch erinnern, die leiden noch nicht unter Altzheimer, aber die wissen halt auch, gerade weil sie heute überwiegend über positiv Motivation ausbilden, dass gute Ausbildung eben nicht ausschließlich über positive Motivation erreicht werden kann.

Aber genau solche Aussagen wie deine sind es, die eine weitere Diskussion hinfällig machen. Ich verspüre nicht die geringste Lust, mich dir gegenüber erklären zu müssen, wie ich ausbilde, das wissen hier genügend User aus eigener Anschauung besser als du. Ich bin aber auch nicht bereit, mich von dir aufgrund deiner Ignoranz ständig provozieren und beschimpfen zu lassen. Das Ergebniss ist, dass wir "alten Deppen" hier nichts mehr zur Ausbildung schreiben.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=140724#post140724' schrieb:wenn ich dich hier richtig interpretiere läuft das dann auf ein verwehren, ein nicht zu lassen, ein das darfst du nicht hinaus. das kann zwar durchaus funktionieren, aber es beinhaltet 2 ungünstige begleiterscheinungen.

1) es bedarf einer ständigen kontrolle der hundeführerin die sich in der unmittelbaren nähe befinden muß.
2) es verändert nicht die reaktion des hundes auf für ihn bedrohliche reize.

Ich habe bisher 3 Hunde gehabt, die ihr Heil im Angriff gesucht haben. 2 Davon wurden erwachsen gekauft. Diesen habe ich erklären können, dass es Ruhe nur bei mir gibt. Dazu muss ich sagen, dass ich beide im Wachdienst geführt habe, ich das Angriffsverhalten abgeleint ja eigentlich auch haben wollte. Trotzdem war es möglich, einen der Beiden auch erfolgreich im Sport zu führen.
Den Dritten zog ich selber auf, und seine Tendenz zeigte sich recht früh, etwa mit 7 Monaten. Da konnte ich durch Gewöhnung, heranführen an für ihn missverständliche Situationen, ein später relativ freies händeln des Hundes erreichen. Nur in einigen Situationen im SD ließ er noch manchmal sein Naturell aufblitzen.
Was bei allen Dreien festzustellen war, ist das unglaubliche Vertrauen, was sie mir als Hundeführer entgegen brachten. Sie suchten und fanden ihren ruhigen Pol ganz sicher bei mir, was alleine schon sehr viele gefährliche Situationen entschärfte.
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