Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Zuviel Trieb ist nicht genug
#21
Hallo Silke
Zuckerbrot und Peitsche ist hier eingestellt und findet in Neuwied statt
es ist mit Jens Wicher
LG Margit
Zitieren
#22
Hallo !

Soweit hier eine Ferndiagnose überhaupt möglich ist, würde ich es eher als Nerven - denn als Triebproblem bezeichnen. Denn ein Hund, der über entsprechend Nerven verfügt, kann seinen Trieb kontrollieren und fokussieren.

Daß er Futter gar nicht und Beute nicht als Triebziel annimmt, scheint mir dazu zu passen, da die Erwartungshaltung hier scheinbar nicht stimmt.

Ich würde mit einfachen Konzentrationsübungen anfangen, daß er mal lernt Konzentration aufzubauen und zu halten, und sich auf ein Triebziel zu fokussiern.



Lg, Martin
Zitieren
#23

Hallo,

ich persönlich finde den Beitrag von Martin sehr gut und zutreffend (aus der Ferne betrachtet).
Derart geartete Hunde müssen über die Konzentrationsübungen (am Anfang sehr kurz) lernen, Spannungen auszuhalten…
…ob dies in einem Umfeld möglich ist, in welchem sich der Hund so entwickeln konnte, wage ich zu bezweifeln.

Ich befürworte einige hier gegebene Ratschläge, zu erfahrenen Leuten zu gehen – und zwar zu Solchen, deren Sätze
nicht mit: „…lass uns mal…probieren..“ beginnen, sondern aus der Erfahrung heraus wissen was sie machen wollen und auch das Ergebnis im Vorfeld stark eingrenzen können…eine Problembewältigung darf keine "Bastelstunde" sein...
Natürlich muss hier als allererstes der Hundeführer einen ernsthaften Änderungswunsch haben.

edit: "beginnen"

Nur meine Meinung…
Freundliche Grüße
Iwan1
__________________________________________________________________________________________________________________________________

... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... [Bild: smilie_happy_288.gif] (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
Zitieren
#24
Martin-K9,index.php?page=Thread&postID=62800#post62800' schrieb:Ich würde mit einfachen Konzentrationsübungen anfangen, daß er mal lernt Konzentration aufzubauen und zu halten, und sich auf ein Triebziel zu fokussiern.

Hallo Martin,
beide Hunde, also der hier beschriebene Rüde als auch meine Hündin haben dieses Verhalten erst entwickelt, sprich am Anfang der Ausbildung bzw. die ersten 1-2Jahre waren sie ruhig und konzentriert, bzw. zeigten nicht dieses Verhalten oder nicht in dieser extremen Form. Das dies u.a. auf ein weniger gutes Nervenkostüm zurückzuführen ist, ist in den meisten Fällen so. Ich denke aber, dass diese Hunde irgendwann für sich das Ventil des Schreiens entdeckt haben, welches dann vom Hundeführer unbewusst bestärkt wurde. Leider bekommt man/ ich das Ventil weder mit Ruhe noch mit Zwang zu, so lange man selber dies macht. Das Schreien entsteht entweder in Beziehung mit dem HF und tritt demnach bei einem Führerwechsel (fremde Person) nicht auf oder weitaus häufiger auf den Hundeplätzen anzutreffen ist das beute/helfergesteuerte Schreien, welches schlichtweg gefördert wurde - ganz nach dem Motto "Je mehr mein Hund schreit, desto mehr Trieb hat er."

Ich für meinen Teil komme mit der vorherigen Auslastung des Hundes vor dem Training/ der Prüfung ganz gut zurecht. Und ein Vorteil hat die ganze Sache auf jeden Fall, diese Hunde arbeiten bei Wind, Wetter und 30 Sonnen am Himmel immer motiviert mit.

Mal sehen, wie Silkes Erfahrungen mit der Variante Auspowern, Ruhe und Ignoranz sind.

Mfg
Silvana
Gruß Silvana
Zitieren
#25
Hallo,



ich lese hier sehr interessiert mit, weil ich eben anscheinend vor den Anfängen dieses Probs stehe :-(

Meine 15 Monate alte RS fiepst, jammert ect. auch seit einigen übungstagen....

Die ersten 1-5 Schritte läuft sie ruhig, konzentriert, gerade...dann baut sich ihre Erwartungshaltung so extrem auf, dass sie das "singen" anfängt.Außerdem wird sie schräg.

Von "spieli" Bestätigung bin ich shcon lange weg, da sie einfach zu hoch dreht. Ich bestätige zu 90 % mit Futter und nur in Ausnahmefällen mit Beißwurst.

Im Moment versuche ich es zu ignorieren und bestätige sie nur , wenn sie mal ruhig ist.... ich hoffe wir bekommen , daß noch rechtzeitig in den Griff.

Für weitere Tipps bin ich sehr dankbar :help:

VG Kerstin
Zitieren
#26
Mal ne doofe Frage.....habt ihr die Hunde im Zwinger?

Mich hat stutzig gemacht, dass die Hunde nicht auf irgendwelche Motivationsobjekte reagieren und auch nicht auf Futter, sondern regelrecht aufs Arbeiten an sich geil sind.

Ich hab so nen triebblöden Bolzen, der sehr schnell hochfährt und nur sehr schwer wieder runterzukriegen ist. Der steigert sich auch gerne rein.

Den hab ich allerdings mit im Büro, was den Vorteil hat, dass er auch damit klarkommen muß, dass es gar keine Action gibt, wenn er mit mir zusammen ist bzw. dass Action auch ohne ihn stattfindet (wenn ich wieder mal wie ne Irre durchs Büro rase oder hektisch telefoniere*g*).

Ich könnte mir jetzt vorstellen, wäre er ein Zwingerhund, dann hätte ich ähnliche Probleme - denn dann wäre ich untrennbar mit Action verknüpft (und wenn es nur spazierengehen ist).
Wenn ich ihn nämlich mal nicht mit ins Büro nehme, sondern zuhause alleine lasse, dann ist er deutlich aufgedrehter, auch Stunden später noch. Auch kann ich mit ihm nicht "kalt" auf den Hundeplatz gehen (also aus dem Auto holen und los), vor Unterordnung oder Schutzdienst ist immer ne Gassirunde angesagt, auf der er schon ein wenig Dampf ablassen kann.

Die Ansätze zur Unruhe und zum Schreien hat er auch gezeigt. Ich hatte schon das Gefühl, alleine das Kommando "Fuß" war gleichbedeutend mit "super, loskreischen, rumhüpfen, in Jacke/Weste beißen" und wat nich all.

Das habe ich damit gelöst, dass ich die Unterordnung an die merkwürdigsten Orte und Zeiten verlegt habe - also einzelne Elemente abends zuhause im Wohnzimmer oder urplötzlich während des Spaziergangs geübt habe - oder sogar im Büro zwischendurch mal*g*.
Damit habe ich ihn sozusagen "kalt erwischt" und habe natürlich für korrekte Ausführung belohnt - und dann einfach weiter im Takt gemacht (weiter fernsehen geschaut, Spaziergang fortgesetzt, weiter gearbeitet etc.)

Seitdem ist er deutlich ruhiger geworden, wenns ums Arbeiten geht. Ist halt nix besonderes mehr.

Ich bin auch schon mal zum Hundeplatz gefahren und hab dann einfach auf dem Parkplatz bzw. der üblichen Gassirunde ein paar Übungseinheiten eingebaut, ansonsten war er im Auto - ist also gar nicht auf den eigentlichen Hundeplatz gekommen.

Nur mal so ein Gedanke. Vielleicht würde ein Umverlegen der Aktivitäten auf ungewohntes, wechselndes Terrain was bringen, bei Zwingerhaltung vielleicht den Hund mehr zu sich holen, ohne dass Action angesagt ist?

Grüße, Gaby
Zitieren
#27
ich habe wohnungshaltung.
im park zum training war mein rüde wesentlich ruhiger,alles beloben und bestätigen für ruhiges verhalten hat er nicht auf den platz mitgenommen...
und die prüfungen finden nun mal auf dem hundeplatz statt,nicht im park oder zuhause.
bei erko wird das nicht mehr komplett abzustellen zu sein,behaupte ich mal.das wird ein hartes stück arbeit,wenn die silke erstmal einen weg gefunden hat..und es ist immer die gefahr,dass so ein jahrelanges verhalten immer wieder durchbricht..
nichtdestotrotz natürlich viel erfolg!

lg,birgit und rudel
LG, Birgit und Chaotenrudel



Neid ist der Ärger über Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude...
Zitieren
#28
@Honig

Hallo Gaby,

nein meine Hunde sind nicht im Zwinger. Sie leben außschließlich bei uns mit im Haus.

Meine reagiert im übrigen auf ihr Mo extrem. Genau deswegen arbeite ich ja überwiegend mit Futter.

VG Kerstin
Zitieren
#29
Hallo Ihr Lieben,
so, ein sehr hartes Wochenende liegt nun fast hinter mir und auch hinter Erko. Der arme hat ganz schön Muskelkater
Confusedquint:
@Gaby, Erko lebt im Haus, und ist dort ein super Wohnungshund bzw Sofawolf. Nicht zu vergleichen mit dem Erko auf dem Hupla oder in der Fährte!
Ich habe am Samstag und auch heute Erko solange außerhalb vom Hupla gespielt bis er nicht mehr könnte, und sich geweigert hat dem Ball nach zu laufen. Was ca 1 Stunde gedauert hat, ich wußte gar nicht welch eine Kondition er hat! Und dann habe ich Leine drauf gemacht und bin mit ihm auf dem Hupla UO gelaufen. Fuß, Winkel re und li, Bögen und die technischen Elemente Sitz, Platz und Steh. Es war fantastisch!!!! Er hat nicht einmal gepiest! Und ist einfach klasse gelaufen. Zwar noch etwas schräg, aber ohne zu jodeln. Das ganze haben wir am Samstag 3X gemacht plus anschließendem Schutzdienst ebenfals 3 Einheiten, und heute wieder, nur das erst C-Arbeit war und dann UO.
Ich weiß das dies natürlich nicht die Heilung des Problemes war, aber ich hoffe das dies der Weg ist, mit dem ich ihn in den
nächsten Monaten festigen kann, und mal wieder eine VPG-Prüfung mit ihm ablegen kann ohne Panik vor der UO zu haben. Spielen bis zum Abwinken kann ich ja auch auf einer Prüfung vorher, und dann direkt in die UO gehen. Kann man ja alles mit den anderen Hundeführen besprechen, das man zuerst führen und dann ablegen möchte.
Ich werde Euch aber weiterBerichten wie es mit Erko weitergeht, und ob es wirklich der Weg für ihn ist.
Erst einmal vielen Dank für Eure Hilfe.
LG Silke
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


Zitieren
#30
Hallo Silke,
schön zu hören, dass er nach dem Auspowern gut gearbeitet hat. Sicher nicht die perfekte Lösung aber immerhin. Damit du aber durch das Ballwerfen nicht seine Gelenke nicht zu arg strapazierst, empfehle ich dir, dir in Platznähe einen Baum oder ähnliches Suchen, wo du ihn über lange Strecken rumschicken (Revieren) und dann bei dir bestätigen kannst (Ball an Schnur im Laufen aus deiner Hand nehmen) und dann sobald als möglich teschnische Übungen, Tricks, gedankliche Herausforderungen einflißen lässt.

Viel Erfolg und Ausdauer
Silvana
Gruß Silvana
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste