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Zwei Fragen zur Ausbildung
#11
Hallo Reisender,
Danke für Deine Antwort. Damit kann ich doch etwas anfangen.
Das Training macht wirklich Spaß. Und ich werde wirklich sehr gut betreut. Du hast Recht - 'bei uns in Frankreich' wird die Sache doch sehr ernst genommen, 'Kleinigkeiten' werden nicht übersehen und 'auf später verschoben', wenn dann schlechte Gewohnheiten sich daraus entwickelt haben.
Eines hatte ich zu begreifen begonnen, als ich in dieses Forum kam und begreife es nun immer tiefer, dass die 'normale Hundehaltung', welche oftmals in dieser Vielzahl von Büchern beschrieben ist, Nichts mit dem Hundesport zu tun hat. Gerade gestern wurde es mir erneut auf dem Platz gesagt, dass Welten dazwischenliegen.
Wie zuvor erwähnt, mich hat es interessiert, wie ihr mit eueren Stimmen arbeitet, da ich darin einen wichtigen Teil sehe.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#12
Warum führst Du den Hund nicht mit Gliederhalsband spazieren?

Entweder er zieht oder er zieht nicht? Da ist es egal, was für eine Halsung, oder?

Du hast Hände, eine Stimme, Füße zum laufen (nicht zum treten) - ein Gliederhalsband, eine Arbeitsleine. Wenn das funktioniert, kann man an weitere Hilfsmittel denken.

Hier im Forum wird aktuell ein linkslastiger Hund angeboten. Den solltest Du Dir kaufen. Da lernst Du denke ich viel.
Bei dem was Du von Gino schon geschrieben hast und alles hin und her, fehlt da die klare Linie. Würde ich gar keinen Hundesport mehr machen, der in irgendeiner Form den Beute- oder Wehrtrieb übermäßig anspricht.

Ist er eigentlich ein Hochzuchthund?
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#13
Hallo Heraklit,
was bitte ist ein linkslastiger Hund??
Gino ist Arbeitslinie und ein wirklicher Traumhund. Er hat große Freude an der Ausbildung und hat ja auch den Aufnahmetest bestanden, welcher mit ihm gemacht wurde, bevor ich überhaupt Mitglied in dem Verein werden konnte. Er ist ein Hochleistungssportler, hat einen absolut klaren Kopf und freut sich unglaublich, wenn er begreift, dass ich mit ihm auf den Platz fahre.
Warum ich kein Gliederhalsband mehr verwendet habe? Das ist eine längere Geschichte, doch ich versuche mich sehr kurz zu halten. Meine anderen Hunde waren nicht die gesündesten. (Ich hatte es bereits in einem anderen Zusammenhang erwähnt) So kam es bedazu, dass ich immer mehr las, recherchierte. Irgendwann erwachte ich unter einem Stapel von Büchern, Berichten, Magazinen ect.
Langsam grabe ich mich nun an das 'Tageslicht' da Gino mich einfach herausfordert und keinerlei Verständnis für die neuesten Erkenntnisse hat. Er WILL arbeiten - Punkt. Und das nicht nur im Training. Deshalb hat es mich auch interessiert, wie ihr euere Stimmen einsetzt. Meine Mitstreiter sind Männer und haben von Natur aus kräftige Stimmen, wie auch die einzigste Frau, welche neben mir im MondioRing ist. Aber vielleicht ändert sich das ja auch noch bei mir.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#14
" Morgen Reisender,

vielleicht liegt es an der Uhrzeit, aber was willst Du eigentlich mit diesem Beitrag aussagen?"

ich denke mal an der Uhrzeit liegt´s nicht ......


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#15
Nein, an der Uhrzeit liegts wohl nicht.

Die Grundlage von Motivationen zu kommen, weguzulaufen etc, sind Emotionen (emotionale Erinnerungen, Erinnerungen an Emotionen). Angenehm - unangenehm, will ich - will ich nicht, fühl mich wohl - fühl mich nicht wohl, anspannen - entspannen.

Verselbständigt sich mein Hund (in bestimmten Situationen) und sagt nicht, "Was wollen WIR jetzt tun, was hältst Du von Ball Spielen?", geht es nicht um Kettenhalsband oder Stimmlage, sondern um etwas Grundsätzliches. Für den Hund ist es nicht das Größte, mit mir zu arbeiten / spielen - für viele Hunde zwei Paar Schuhe -> 2 Emotionen - "Ach Du Scheiße" oder "Geil"

Hund läuft voraus nach dem Ball. Er wird zurück gerufen. Einmal wird man selbst zum Konkurenten. Ein anderes Mal teilt man dem Hund mit, der Ball ist nicht dort, sondern hier. Hund: "Ist klar, ich komme" = modifizierte Jagd.

Hund wird fortgeschickt - Du mußt! Hund wird gerufen,als Belohnung darf er kommen.


Der andere Part ist das mamgelhafte Umschalten des Hundeführers. Hund kommt nicht (warum auch immer). Man geht Richtung Hund, ist laut, droht, spricht mit Ärger, Wut (Hilflosigkeit, sonst wäre man nicht wütend), Hund schaut auf oder dreht sich um. Der Hundeführer läuft weiter Richtung Hund und drückt ihn weg, anstatt glaubhaft zu entspannen und dem Hund die Chance zu geben, zurückzukommen. Wie soll der Hund ohne diese Chance lernen können, zurückzukommen (Gewohnheiten)?

Die Vorarbeit könnte sein beim Spazieren gehen an der Leine. Früh und abends je 20 mal "Hier" + anfangs regelmäßig und folgend mit gelegentlichem Jackpot die Belohnung mit dem, was dem Hund wichtig ist. 20x2x7x4x12=13440 Mal "Hier, komme her" Als Zwangskranker (Emotion) kann der Hund nur zurück kommen. Selbständig wird er nicht mal mehr richtig weglaufen (können), selbst wenn er könnte.

Wenn etwas nicht klappt (abgesehen vom in Postion laufen, Ohrstellung etc.), liegts an dem unsortierten Gefühlsklumpen, den kein Hund entwirren kann. Es gibt also Konflikte, für die der Hund dann eine Lösung sucht, um diese nach Möglichkeit zu entspannen oder wenigstens Druck abzubauen. Und dann beginnt man, über Halsbänder zu reden. So in der Art habe ich es gemeint.
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#16
ah schon besser und für mich verständlicher. Danke erst mal :-) .
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#17
@Heraklit einen "linkslastigen" Hund auszubilden und zu führen ist sehr schwierig und ich bin froh, dass ich bei Derry schon DSH-Erfahrung hatte! Trotzdem musste ich mir vieles hart erarbeiten. Was ich gerade bei IHM über Hunde oder auch Ausbildung gelernt habe, kann ich bis Heute nutzen. Derry ist ein absolut toller Hund, mit einem großen ABER ... Würde keinem Neuling raten einen "linkslastigen" Hund zu kaufen, das halte ich gelinde gesagt für gefährlich.

Heute liebe ich diese Hunde, die in diesem Bereich liegen und mag das "gekratzte" :-) .

Angelika
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#18
Es ist auch leider so, dass man wohl mit so einem Hund nicht besonders weit im IPO-Sport kommt - weil einfach ein Ausbildungsniveau gesehen werden will, dass mit einem solchen Hund schwierig zu erreichen ist. Ich denke aber die sind toll für KNPV.
Andererseits bin ich eh vorsichtig mit solchen Adjektiven, weil viele gerne wiederum so einen "harten" Hund hätten :-)
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