29-10-2008, 13:10
zwerglein,index.php?page=Thread&postID=57893#post57893' schrieb:Er ist jetzt in der Phase, wo er genau weiß, was kommt und was wir von ihm wollen (damit will ich nicht sagen, dass wir nach Schema arbeiten). Er ist 2 1/2 Jahre und probiert jetzt, wie weit er gehen kann (allerdings nur im SD).hallo nicole,
ich weiß worte sind geduldig aber manchmal macht es sinn zwischen den zeilen zu lesen. deine aussage "wo er genau weiß, was kommt und was wir von ihm wollen" ist wie ich finde, ganz interessant, den..... wenn er wüßte was kommt und was ihr von ihm wollt, sollte er sich doch prüfungsrelevant verhalten, ... oder?
desweiteren habe ich immer so meine bedenken wenn die handlungen und aktionen von hunden mit einer sehr vermenschlichten aussage interpretiert werden. "er ist jetzt 2,5 jahre und probiert jetzt, wie weit er gehen kann". ich bin mir darüber im klaren das es sich hierbei erstmal nur um eine beschreibung handelt, den....... natürlich denkt sich ein hund nicht, mal auszubrobieren wie weit er gehen könnte, diese fast schon logische vorgehensweise steht ihm nicht zu, aber.....
oftmals beeinflußt unser denken unser handeln. jegliche lösungsansätze hängen also indirekt damit zusammen wie wir eine sache oder ein problem beurteilen. gerade deswegen ist es wichtig sich in seiner denkweise über die bestehende problematik im klaren zu sein und diese vielleicht neu zu formulieren.
das schöne am hundesport und der ausbildung ist es doch, fehlverhalten zu analisieren, ursachen zu erkennen und lösungswege selber zu finden bzw zu erarbeiten.
meine erfahrungen haben mir gezeigt das es vor allem um die ursachen geht, das "warum - macht der hund das" ist entscheident bei der lösung eines problems. das warum bezieht sich zu 95% immer auf die hundeführer, die sind nämlich für die ausbildung verantwortlich.
ich glaube das die von dir geschilderte problematik etwas damit zu tun hat, das dich dein hund in dieser phase oder diesem moment als konkurenten sieht. deine annäherung ist reizlage für deinen hund die bis hin zum konflikt führen kann, der dann durch den versuch einer aktivität (nachbeißen) des hundes zu einer lösung dieses konfliktes führt. er baut so nämlich den stress ab.
ich würde an der ausbildung so wie ihr sie ja bis vor 6 übungseinheiten erfolgreich praktiziert habt, erstmal nichts ändern, .... sondern versuchen zu erkennen warum du für den hund bei der annäherung ein problem darstellst. vielleicht mußt du mal von einer anderen richtung kommen, vielleicht solltest du auch schon mal wärend des beißens zum hund gehen und ihm zeigen das du an seiner beute gar nicht interessiert bist. vielleicht gibt es in anderen bereichen (neben dem schutzdienst) eine sache die den hund beinflußt hat.
kurz um, praktische vorschläge sind immer gut und können ein training optimieren, ... viel wichtiger aber ist es sich selber zu hinterfragen und die ursachen zu erforschen bzw zu finden.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit


