22-12-2012, 10:12
hallo andreas, gut das du mal deinen ansatz postest.
1) es bedarf einer ständigen kontrolle der hundeführerin die sich in der unmittelbaren nähe befinden muß.
2) es verändert nicht die reaktion des hundes auf für ihn bedrohliche reize.
wenn die reaktion auf die für den hund bedrohlich wirkenden reize nicht umkonditioniert wird, wird er ein leben lang weiterhin versuchen seinen erfolg im angriff bzw in der aggression zu suchen, und das heißt das er auch weiterhin immer wieder über entsprechende einwirkungen kontrolliert werden muß. der hund lernt dann über die jahre nur nach hinweisreizen zu suchen wann und wie kommen diese einwirkungen, und was wäre ein guter moment um dann doch wieder mit aggression zu antworten. zusätzlich könnte sich der hund einfach an diese einwirkungen gewöhnen, er nimmt das dann billigend in kauf.
wir hundesportler trainieren ganz bewußt mit hunden die teilweise sehr hoch in der aggression stehen, sie wird zum teil sogar gefördert. trotzdem haben wir wege gefunden diese hunde zu kontrollieren. auch im hundesport reicht es nicht dem hund an einem bestimmten punkt (z.b. abstellen oder abrufen aus dem verbellen) die aggression zu verbieten. wir kontrollieren die aggression mit einem konditionierten ersatzverhalten (z.b. hier & fuß) das für den hund zum erfolg führt, er kontrolliert über dieses verhalten die situation.
kann man ein aktives aggressionsverhalten mit einem defensiv orientierten aggressionsverhalten vergleichen. ich denke schon weil die mechanismen des lernens immer funktionieren. der einzigste große unterschied ist der generalisierungsprozess. im sport ist er einfacher zu gestalten, hundeplatz und verbellversteck sind dem hund sehr schnell bekannt, wärend der normale haushund mit ständig neuen örtlichkeiten zurecht kommen muß.
Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=140716#post140716' schrieb:Die Frage ist nur, ist das ein geborener Angstbeisser, oder durch Fehlverknüpfung so geworden.ich denke hier kann man darauf vertrauen das beides eine rolle spielt. der hund wird eine entsprechende genetische veranlagung haben die dann aber durch gemachte lebenserfahrungen mehr und mehr zum vorschein gekommen ist. mich würde viel mehr interessieren ob der hund von der hundeführerin groß gezogen wurde oder ob sie ihn erst später zu sich genommen hat. das wäre in sofern wichtig weil die lösung dieses problems ja auf jeden fall über die schulung der hundeführerin gehen muß. ein hund lernt ja immer, und die garantie für eine verhaltensänderung auf langer sicht ist nur dann gegeben wenn die hundeführerin, solange der hund lebt, die erworbenen erkenntnisse und maßnahmen auch umsetzt und einsetzt. hat sie den hund vom welpenalter, ist das sehr viel schwieriger als wenn er zu einem späteren zeitpunkt gekommen ist. hier spielen erstlernerfahrungen eines jungen hundes eine rolle die sehr viel schwieriger zu löschen sind.
Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=140716#post140716' schrieb:Ich würde den Hund einpacken, und an mein Bein nageln.wenn ich dich hier richtig interpretiere läuft das dann auf ein verwehren, ein nicht zu lassen, ein das darfst du nicht hinaus. das kann zwar durchaus funktionieren, aber es beinhaltet 2 ungünstige begleiterscheinungen.
1) es bedarf einer ständigen kontrolle der hundeführerin die sich in der unmittelbaren nähe befinden muß.
2) es verändert nicht die reaktion des hundes auf für ihn bedrohliche reize.
wenn die reaktion auf die für den hund bedrohlich wirkenden reize nicht umkonditioniert wird, wird er ein leben lang weiterhin versuchen seinen erfolg im angriff bzw in der aggression zu suchen, und das heißt das er auch weiterhin immer wieder über entsprechende einwirkungen kontrolliert werden muß. der hund lernt dann über die jahre nur nach hinweisreizen zu suchen wann und wie kommen diese einwirkungen, und was wäre ein guter moment um dann doch wieder mit aggression zu antworten. zusätzlich könnte sich der hund einfach an diese einwirkungen gewöhnen, er nimmt das dann billigend in kauf.
wir hundesportler trainieren ganz bewußt mit hunden die teilweise sehr hoch in der aggression stehen, sie wird zum teil sogar gefördert. trotzdem haben wir wege gefunden diese hunde zu kontrollieren. auch im hundesport reicht es nicht dem hund an einem bestimmten punkt (z.b. abstellen oder abrufen aus dem verbellen) die aggression zu verbieten. wir kontrollieren die aggression mit einem konditionierten ersatzverhalten (z.b. hier & fuß) das für den hund zum erfolg führt, er kontrolliert über dieses verhalten die situation.
kann man ein aktives aggressionsverhalten mit einem defensiv orientierten aggressionsverhalten vergleichen. ich denke schon weil die mechanismen des lernens immer funktionieren. der einzigste große unterschied ist der generalisierungsprozess. im sport ist er einfacher zu gestalten, hundeplatz und verbellversteck sind dem hund sehr schnell bekannt, wärend der normale haushund mit ständig neuen örtlichkeiten zurecht kommen muß.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit


