20-12-2012, 21:12
Zitat:Statt ihm im Training nun Vertrauen in die Annäherung von Personen beizubringen, lernt er hier, dass er mit einem Futternapf ins Gesicht geschlagen wird, wenn er sich vor lauter Angst nicht mehr anders zu helfen weiß, als nach vorne zu gehen. Was ist der Lernprozess? Sicher nicht, dass die Annäherung von Fremden völlig in Ordnung ist und man ihnen vertrauen kann!die frage ist doch ob es tatsächlich möglich ist, über elemente wie gewöhnung oder vertrauensbildung, der problematik einer aggressiven flucht nach vorne zuverlässig zu begegnen. ICH DENKE NICHT. natürlich müssen erwünschte motivationen und verhalten positiv bestärkt werden, aber das positive findet erst dann für den hund eine hohe wertigkeit wenn auch eine negative konsequenz, das alternative unangenehme für den hund zu vermeiden ist.
die warscheinlich über monate und jahre gefestigte lernerfahrung, über aggression zu kontrollieren, ist etwas das vom hund durchaus motivierend, also auch positiv empfunden wird. der hat doch genügend erfolg damit gehabt.
es geht nicht darum dem hund zu lernen das eine annäherung von fremden völlig ok ist, er keine bedenken haben braucht, weil die ihm ja nichts schlimmes tun. es geht darum dem hund zu lernen das aggression KEINE option ist, er aber über ein anderes verhalten, das heißt also auch über eine andere motivation, diese fremde person und den hundeführer kontrollieren kann. bei gewünschtem verhalten entfernt sich die fremde person, zusätzlich vermeidet er einen unangenehmen reiz des HF und bekommt oben drauf noch eine belohnung.
eine falsche anwendung von negativen reizen ist genauso bescheuert wie die hoffnung über gewöhnung und vertrauensbildung und positiver verstärkung die probleme des hundes und der hundeführerin aus der welt zu schaffen.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit


