16-07-2012, 14:07
Bei dieser Diskussion sind verschiedene Aspekte mehr oder weniger erläutert worden. Eine abschließende Einigung aller Teilnehmer auf einen Nenner kann es nicht geben, dafür sind die persönlichen Ansichten zu unterschiedlich. Das Stachelhalsband findet sowieso und nach wie vor eine Verwendung, weil ja die Ergebnisse, ob nun fachkundig eingesetzt oder nicht, für jeden einzelnen gut sein müssen. Wären die Ergebnisse nicht gut, würde sich die Anwendung von ganz alleine mehr und mehr verlieren.
Warum also eine Diskussion überhaupt erst führen, wenn doch die Ergebnisse so gut sind?
Wenn man etwas ergebnisorientiert macht, muß sich ganz zwangsläufig daraus ein Vorteil für den Anwender ergeben. In diesem Falle ist es in erster Linie der Mensch oder Hundeführer der zweifelsfrei seine Situation optimieren kann. Ein Stachelhalsband hat dabei die Aufgabe, Reize oder konditionierte Signale (Hörzeichen) des Hundeführers mit mehr Wertigkeit zu belegen. Der Hund lernt diesen Reizen mehr Beachtung zu schenken.
Das ist ja grundsätzlich nichts falsches oder schlimmes, allerdings sollte man dabei nicht vergessen das es der Hund ist, der das hinzufügen eines unangenehmen Reizes aushalten muß, nicht der Hundeführer.
Das normale Leben eines Hundes wird nach wie vor von seinen Instinkten gesteuert. Die biologischen Zusammenhänge haben sich auch nach tausenden von Jahren nicht wirklich verändert. Ein Hund muß sich ganz zwangsläufig in unsere Gesellschaft integrieren, er muß sich anpassen, sollte sozialverträglich sein, und genau hier liegen auch die großartigen Talente dieser Spezies, das können Hunde nämlich sehr gut. Trotzdem konkurrieren manchmal die Instinktverhalten mit den von uns vermittelten bzw dem Hund gelernten Verhaltensweisen. Wenn die Instinkte des Hundes siegen, führt das zu einem Bruch der Anpassung an unsere Gesellschaft. Ob nun Sporthund oder einfach nur Sozialpartner, die Anforderungen werden durch uns Menschen definiert, und die Anpassung eingefordert.
Kommt es zum Bruch, leistet das Stachelhalsband gute Dienste den Hund wieder auf Linie zu bringen, ihn Anzupassen. Daraus ergeben sich dann für den Menschen, aber auch für den Hund, verschiedene Vorteile. So kann der Einsatz eines Stachel im Ergebnis dazu führen, das ein Hund mehr Freiräume hat, im günstigsten Fall sogar Erfolge (Hundesport) ausleben kann. So gesehen scheint doch auch hier nichts gegen eine Anwendung zu sprechen.
Ich persönlich habe schon ein paar Vorbehalte, z.B. diesen …..
1) Die guten Ergebnisse scheinen nur für einen begrenzten Zeitraum zuverlässig abzurufen zu sein. Ich beobachte sehr oft das der Stachel immer und immer wieder zum Einsatz kommt. Ein Lernen scheint also nicht wirklich effektiv. Oftmals werden erlernte Verhaltensweisen nur als Reaktion auf einen negativen Reiz vom Hund gezeigt. Da der Mensch zumindest das Gefühl haben möchte das sein Hund funktioniert, wird der Stachel zum alltäglichen Werkzeug, er gehört einfach dazu, man macht sich keine Gedanken mehr darüber warum man ihn eigentlich braucht.
In dieser Diskussion wurden gleich am Anfang folgende Thesen aufgestellt:
1) Wer als Privathundehalter einen Stachel braucht, macht etwas verkehrt!
2) Wenn Sporthunde einen Stachel brauchen, um sie zu zügeln; war die Ausbildung schlecht, ist der Hund ungeeignet oder die Sportart fragwürdig!
3) Im reinen Dienstbetrieb bei besonders "starken Hunden", die Waffen ersetzen, ist der Stachel an bestimmten Stellen angebracht!
Es ist ja immer das gleiche, den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger, und jeder der hier mitgelesen hat wird so seine eigene Interpretation haben. Ich für meinen Teil habe mir genau diese 3 Punkte, schon vor Jahren mehr als Fragen formuliert.
zu1) Was habe ich mit meinem Hund falsch gemacht das ich auf die Anwendung eines Stachel nicht verzichten kann?
zu 2) Warum habe ich Angst das mein Hund beim Hundesport trieblich nicht genügend gegen halten kann?
zu 3) Worin besteht der tatsächliche Unterschied zwischen einem Diensthund und einem Sporthund und wie wirkt sich das auf die Ausbildungsinhalte aus?
Es würde den Rahmen sprengen diese Fragen hier schriftlich zu beantworten, aber sie haben dazu geführt das ich meine Denkweise und meine Ausbildung anderen Prioritäten untergeordnet (angepasst) habe. Jeder kann das ja für sich selber beantworten.
Es war mir ein Bedürfnis, das hier noch mal abschließend für mich, zu posten. Vielen Dank an diejenigen die sich die Zeit genommen haben das zu lesen.
Warum also eine Diskussion überhaupt erst führen, wenn doch die Ergebnisse so gut sind?
Wenn man etwas ergebnisorientiert macht, muß sich ganz zwangsläufig daraus ein Vorteil für den Anwender ergeben. In diesem Falle ist es in erster Linie der Mensch oder Hundeführer der zweifelsfrei seine Situation optimieren kann. Ein Stachelhalsband hat dabei die Aufgabe, Reize oder konditionierte Signale (Hörzeichen) des Hundeführers mit mehr Wertigkeit zu belegen. Der Hund lernt diesen Reizen mehr Beachtung zu schenken.
Das ist ja grundsätzlich nichts falsches oder schlimmes, allerdings sollte man dabei nicht vergessen das es der Hund ist, der das hinzufügen eines unangenehmen Reizes aushalten muß, nicht der Hundeführer.
Das normale Leben eines Hundes wird nach wie vor von seinen Instinkten gesteuert. Die biologischen Zusammenhänge haben sich auch nach tausenden von Jahren nicht wirklich verändert. Ein Hund muß sich ganz zwangsläufig in unsere Gesellschaft integrieren, er muß sich anpassen, sollte sozialverträglich sein, und genau hier liegen auch die großartigen Talente dieser Spezies, das können Hunde nämlich sehr gut. Trotzdem konkurrieren manchmal die Instinktverhalten mit den von uns vermittelten bzw dem Hund gelernten Verhaltensweisen. Wenn die Instinkte des Hundes siegen, führt das zu einem Bruch der Anpassung an unsere Gesellschaft. Ob nun Sporthund oder einfach nur Sozialpartner, die Anforderungen werden durch uns Menschen definiert, und die Anpassung eingefordert.
Kommt es zum Bruch, leistet das Stachelhalsband gute Dienste den Hund wieder auf Linie zu bringen, ihn Anzupassen. Daraus ergeben sich dann für den Menschen, aber auch für den Hund, verschiedene Vorteile. So kann der Einsatz eines Stachel im Ergebnis dazu führen, das ein Hund mehr Freiräume hat, im günstigsten Fall sogar Erfolge (Hundesport) ausleben kann. So gesehen scheint doch auch hier nichts gegen eine Anwendung zu sprechen.
Ich persönlich habe schon ein paar Vorbehalte, z.B. diesen …..
1) Die guten Ergebnisse scheinen nur für einen begrenzten Zeitraum zuverlässig abzurufen zu sein. Ich beobachte sehr oft das der Stachel immer und immer wieder zum Einsatz kommt. Ein Lernen scheint also nicht wirklich effektiv. Oftmals werden erlernte Verhaltensweisen nur als Reaktion auf einen negativen Reiz vom Hund gezeigt. Da der Mensch zumindest das Gefühl haben möchte das sein Hund funktioniert, wird der Stachel zum alltäglichen Werkzeug, er gehört einfach dazu, man macht sich keine Gedanken mehr darüber warum man ihn eigentlich braucht.
In dieser Diskussion wurden gleich am Anfang folgende Thesen aufgestellt:
1) Wer als Privathundehalter einen Stachel braucht, macht etwas verkehrt!
2) Wenn Sporthunde einen Stachel brauchen, um sie zu zügeln; war die Ausbildung schlecht, ist der Hund ungeeignet oder die Sportart fragwürdig!
3) Im reinen Dienstbetrieb bei besonders "starken Hunden", die Waffen ersetzen, ist der Stachel an bestimmten Stellen angebracht!
Es ist ja immer das gleiche, den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger, und jeder der hier mitgelesen hat wird so seine eigene Interpretation haben. Ich für meinen Teil habe mir genau diese 3 Punkte, schon vor Jahren mehr als Fragen formuliert.
zu1) Was habe ich mit meinem Hund falsch gemacht das ich auf die Anwendung eines Stachel nicht verzichten kann?
zu 2) Warum habe ich Angst das mein Hund beim Hundesport trieblich nicht genügend gegen halten kann?
zu 3) Worin besteht der tatsächliche Unterschied zwischen einem Diensthund und einem Sporthund und wie wirkt sich das auf die Ausbildungsinhalte aus?
Es würde den Rahmen sprengen diese Fragen hier schriftlich zu beantworten, aber sie haben dazu geführt das ich meine Denkweise und meine Ausbildung anderen Prioritäten untergeordnet (angepasst) habe. Jeder kann das ja für sich selber beantworten.
Es war mir ein Bedürfnis, das hier noch mal abschließend für mich, zu posten. Vielen Dank an diejenigen die sich die Zeit genommen haben das zu lesen.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit


