Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen?
puh...ich glaub, da macht so manch ein HF vor dem Hund schlapp Big Grin
Zitieren to top
Gerd Beck,'index.php?page=Thread&postID=131758#post131758' schrieb:Allerdings bin ich mir sicher, dass "doghunter", "beifuß" und meine Wenigkeit nicht überdurchschnittlich häufig "ausgeprägt" vergeben.
Das wollte ich damit keinesfalls gesagt haben. Ich kenne Euch und Eure Richtweise nicht und kann mir schon deshalb kein Urteil erlauben.
Wenn dem nicht so ist, dann gehört Ihr offensichtlich zu der Sorte, deren Namen bei den Ergebnissen erwähnt werden (siehe voriges Posting).
Fakt ist, dass es in jedem Verband -auch im DHV- Richter gibt, die die genannte inflationäre Entwicklung der Prädikate mitgetragen haben und noch immer mittragen. Sei es aus Unwissenheit, wie die Kollegen bewerten oder sie eben nicht mehr (wie eigentlich in der Richterordnung vorgesehen) selbst aktiv an der Hundeausbildung teilnehmen.
Das Problem liegt m.M. nach in der Praxis der Einladungsrichter in den RZV. Eingeladen wird nur, wer genehm ist bzw. richtet. Ein Verein mit Züchterhoheit wird einen anderen Richter einladen als ein Verein mit Leistungsleuten, die lieber wirklich wissen wollen, was ihre Arbeit wert ist.
In "meinem" Landesverband bekommt jeder Richter einzeln seine Termine für das ganze Jahr. Der Landes-LRO teilt sie zu. Dabei so, dass kein Richter mehrmals pro Jahr im gleichen Verein landet. Nicht einmal ich weiß, wer im Herbst in meinen Verein kommt. Die Vereine erfahren mit der Zusendung des Fristschutzes, wen sie einladen dürfen. Dabei können sie "Pech haben und einen scharfen erwischen" oder einen, der das Füllhorn über sie hält.
Klar gibt es dann einzelne Hundeführer, die aufgrund persönlicher Differenzen mit dem Richter die Teilnahme absagen, aber der Prüfungstourismus, mit dem einige ihrem Lieblingsbewerter hinterherziehen, bleibt aus. Ich denke, diese Praxis würde eher die Zucht positiv beeinflussen.

Zitat: Das bedeutet jedoch nicht, dass die Vergabe solch einer Bewertung grundlegend unnötig oder gar falsch ist.
Dem stimme ich zu. Ich habe auch immer betont, dass sie nichts wert sei (so wie sie gegeben wird) und deshalb nach meinem Dafürhalten abgeschafft werden könnte.
Im Übrigen war das auch so von Seiten des DHV (von anderen RZV weiß ich nicht) als Vorschlag an die "gesetzgebende Fraktion im VDH" für die neue PO herangetragen worden. Meines Wissens war der SV damit nicht einverstanden. Demokratie...
MfG
Maik
Zitieren to top
G. Fasel,'index.php?page=Thread&postID=131768#post131768' schrieb:
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=131763#post131763' schrieb:Ok,ich denke,so interessant es auch grade ist,das wir aus dem Auge verlieren,um was es eigentlich geht.
Ob TSB oder eine Abwertung durch Punktzahlen ist die eine Sache,Zuchtrelevanz die andere.
Was mich im Grunde stört oder was ich für Unbefriedigend halte ist die Tatsache,das Hundeausbildung heute nur noch an Dingen festgemacht wird,die für den eigentlichen Hundetyp "Gebrauchs/ Schutz oder auch Sporthund"zweitrangig sind.
Wichtig,aber doch zweitrangig.
Wir ziehen "liebevoll" auf,bilden"konfliktfrei" aus,machen "humane" Prüfungen,und sprechen dann von Belastbarkeit,Mut,Härte.
Woran zum Teufel mache ich das denn fest?
Sicher werden sich wieder einige so schlau sein und mir unterstellen,das ich es gut finden würde,Hunde schlecht zu behandeln,aber die haben eh nicht kapiert,um was es mir geht.
Ein Kollege hat vor einiger einen Diensthund aus der Schweiz gekauft,dem haben sie sogar das bellen im Versteck verboten.
Es ist eine Schande,ein Tier so zu kastrieren,das es ein Bild von Tierquälerei abgiebt.
Müssen wir denn zu allem Ja und Amen sagen,jeden Mist abnicken,den sich irgendwelche "Experten"ausdenken?
Unsere Hunde definieren sich durch TSB,das unterscheidet sie von den vielen anderen Hunden,aber wenn die Eigenschaften TSB nur noch einseitig auf äußerliche Darstellung reduziert wird,dann machen wir uns wirklich am besten eine Pippi Langstrumpfwelt.

Heute war ein Bericht in der Zeitung von einem "Fishermanlauf" oder so,wo sich eine Menge Leute durch eiskalten Matsch wühlen,durch hunderte Autoreifen quälen und irgendwann ausgemergelt und unterkühlt im Ziel gefeiert werden.
Wenn ich das mal von meinem Hund verlangen würde :blitz :blitz :blitz :blitz
Hallo Heinz,

nur zu deiner Erbauung und was so "früher" unsere Hunde geleistet haben.

In der Gebrauchshundliste des SV von 1937 Seite 223 wird z.B.das Kennzeichen der Ausdauererprobung vergeben:

Basko aus der Senderstadt Langenberg SZ: 446199

Streckenlänge: 60,5 km
Gebrauchte Zeit: 5 Std.
Wesen: V
Verkehrssicherheit: V

Prädikat: Bestanden

Grüße

Gerhard


Nicht nur die Hundeführer ....
ich bin zwar nicht sicher - ob das jetzt einer TSB-Überprüfung gleich gestellt werden kann ...

aber: früher wurden die Hunde deutlich mehr bewegt als heute. Somit sind 60 km wohl eher eine Trainingssache, aber vielleicht sollte man diese Prüfung wieder einführen, dann würde der ein oder andere Hund vielleicht etwas mehr rauskommen als morgens 5 Minuten und abends fünf Minuten außer an den Tagen, wo man auf den Hundeplatz fährt - da ist dann Box liegen, 10 - 30 Minuten Unterordnung, und 10 - 30 Minuten Schutzdienst angesagt.

Es ist äußerst sinnlos, dauernd früher mit heute zu vergleichen.
Zitieren to top
Gerd Beck,'index.php?page=Thread&postID=131762#post131762' schrieb:Nimm bitte mal als Beispiel Deinen "Groll vom Schindergraben". Denkst Du wirklich, dass wenn dieser Hund schlechtere Ausbildung genossen hätte und dann im Schutzdienst aufgrund von mangelnder Führigkeit im unteren "Gut" oder gar "Befriedigend" gelandet wäre, dann möglicherweise ein fachkundiger LR auf die Idee gekommen wäre, diesem tollen Hund eine nicht "ausgeprägte TSB" zu attestieren???
Boah Gerd,

aber gerade an diesem Hund siehst du, wie wenig die TSB-Bewertung bei zig V-SD (dabei 9 x 100 P) zuchtrelevant ist: Anatomie sg, Körklasse 2, 36 Prüfungen, 16 überregional - davon 7 x Deutsche Meisterschaft, letzte Deutsche Meisterschaft mit 9,5 Jahren, 35 x a, einmal disqualifiziert, Zuchteinsätze?

Ich machs mal spannend: Schätz einmal!

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
Zitieren to top
Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=131782#post131782' schrieb:
Gerd Beck,'index.php?page=Thread&postID=131762#post131762' schrieb:Nimm bitte mal als Beispiel Deinen "Groll vom Schindergraben". Denkst Du wirklich, dass wenn dieser Hund schlechtere Ausbildung genossen hätte und dann im Schutzdienst aufgrund von mangelnder Führigkeit im unteren "Gut" oder gar "Befriedigend" gelandet wäre, dann möglicherweise ein fachkundiger LR auf die Idee gekommen wäre, diesem tollen Hund eine nicht "ausgeprägte TSB" zu attestieren???
Boah Gerd,

aber gerade an diesem Hund siehst du, wie wenig die TSB-Bewertung bei zig V-SD (dabei 9 x 100 P) zuchtrelevant ist: Anatomie sg, Körklasse 2, 36 Prüfungen, 16 überregional - davon 7 x Deutsche Meisterschaft, letzte Deutsche Meisterschaft mit 9,5 Jahren, 35 x a, einmal disqualifiziert, Zuchteinsätze?

Ich machs mal spannend: Schätz einmal!

Servus Walter
Ich brauche nicht zu schätzen Walter, ich weiß es und es ist sehr schade, bis beschämend!
Du musst aber zugeben, Dein Groll hätte "deutlich mehr Sex haben können", wärst Du nicht ein solch "sturer Hund" (wobei ich Dich durchaus verstehe) gewesen und hättest ihn früher zur Körung geführt.

Aber, wir kommen nun etwas arg weit vom Thema ab und die Tatsache, dass Du meine eigentliche Frage unbeantwortet gelassen hast, nehme ich jetzt einfach mal als Zustimmung.
Zitieren to top
Hi Detlef,das ist nicht das,was ich sagen will.
Wenn ich einen Hund trainiere,dann muß dieser Hund Härten und Konflikte bewältigen,sollte er auf größeren Prüfungen starten wollen.
Ich will die Grenzen der Hunde kennen,mit denen ich arbeite.Deshalb kann ich mit Stolz behaupten,das noch nie ein Hund im SD versagt hat wegen mentaler Schwächen.
Deshalb gibt es für mich auch nur eine Ausbildungsmethode im SD,und zwar die der Konfliktbewältigung und nicht die der Konfliktumgehung.Das heißt nicht,das ich mit gewissen Problemhunden nicht von meiner Linie abweiche,es dürfen aber nur Ausnahmen sein im gesamten Ausbildungspaket.
Wenn du die gängige Praxis siehst im SV speziell,so fängt es ,wie Maik schon geschrieben,an der Richterwahl an,geht über den Stellenwert der Hunde oder HF auf Prüfungen.
Sätze von Helfern wie" jetzt muß ich auspassen,wenn bei dem Hund/ HF xyz was schiefläuft,hetze ich kein große Prüfung mehr" führen das Bild doch nur weiter.
Schau mal zurück auf die DHV DMs vor Jahren,da war es üblich,das von 80 Hunden ca.10% im SD nicht bestanden wegen Schwächen bei Belastung.
Diese Hunde wurden in der Regel gar nicht mehr mit nach Hause genommen,sie gingen im Stadion für kleines Geld weg.
Wenn heutzutage so was passiert,gibts seitenweise Beileidsbekundungen,wie schade das doch war.
Nochmal,mein Problem ist,das die Devise der Ausbildung heute lautet,üb nur,was auf der Prüfung verlangt wird,...und was wird auf der Prüfung verlangt?

Wann kommen wir mal auf die Idee,uns an den Regeln und Gesetzen der Hunde untereinander zu orientieren,den Regel,wie sie ihr Gemeinschaftsgefüge intakt halten?
Mein junger Rüde ist jetzt 2 Jahre geworden und fängt an,den großen dominieren zu wollen.Ich halte mich ziemlich raus und beobachte die beiden.
Da lern ich am besten,wie ich mit ihnen umzugehen habe und wie belastbar so ein Hund doch ist,wenns mal knallt.
Wir sollten uns drauf besinnen,das wir unsere Hunde nicht nur nach Führigkeit beurteilen,sondern auch die natürlichen,anderen Eigenschaften gewichten.
Ausbildung hin,Prüfung her,umdenken wäre ganz gut.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Zitieren to top
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=131793#post131793' schrieb:Deshalb gibt es für mich auch nur eine Ausbildungsmethode im SD, und zwar die der Konfliktbewältigung und nicht die der Konfliktumgehung.
ich kann das sehr gut nachvollziehen, obwohl ich ja jemand bin der durchaus in der mehrheit versucht konflikte zu umgehen. nur in einzelnen fällen, wenn die qualität hundeführer und auch die qualität hund stimmt, gehe ich ganz bewußt den weg der konfliktbewältigung. beides ist eine herausforderung, beides hat seine berechtigung.
Zitieren to top
@ heinz, um das evt. auch mal etwas transparenter zu gestalten, wie sieht es den aus wenn du beim training mit einem hund einen konflikt erzeugst und wie bekommst du den hund dazu diesen zu bewältigen??
Zitieren to top
Zitat:Wenn ich einen Hund trainiere,dann muß dieser Hund Härten und Konflikte bewältigen,sollte er auf größeren Prüfungen starten wollen.
Ich will die Grenzen der Hunde kennen,mit denen ich arbeite.Deshalb kann ich mit Stolz behaupten,das noch nie ein Hund im SD versagt hat wegen mentaler Schwächen

Das ist genau der Weg, den ich bisher ebenfalls seit über 30 Jahren gestalte und auch nie einen Joda davon abweichen werde....Aufzucht und Ausbildung ohne lernen von Konfliktbewältigung bei Mensch & Tier führt selten zu dem Erfolg den wir haben möchten. Stärke und Sicherheit in nahezu jeder Situation kommen nur durch Konfliktbewältigung und Stressresistenz zustande und das muss man hart und ausdauernd erlernen, die Genetik allein reicht dafür selten.

Just my 2 cents
beste Grüße

Uwe
Zitieren to top
Stärke und Sicherheit zeigt sich nur im VPG Bereich oder auf höheren Prüfungen? Ich hätte doch auch wie Detlef gerne eine Beschreibung wie so etwas aussieht, Härte und Konflikte bewältigen.

Ob ich das im Hundesport haben will ist eine ganz andere Frage. Zuhause benötige ich durchaus Klarheiten auch in der Konflikbewältigung. Klare Grenzen zu setzen hat nicht zwangsläufig was mit "Härte" zu tun, obwohl das durchaus auch mal *schmerzhaft* sein kann.

Angelika
Zitieren to top


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste