Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen?
#21
@gerd das mag sein.... habe mir deine antwort eben nochmal durchgelesen.
leider ist es aber so, dass viele sv-richter selbst gar keine hunde mehr führen und ausbilden,
außerdem kann die FESTIGKEIT des griffes wohl auch kein richter beurteilen....
VOLLER griff okay das ist sichtbar, aber fest?? ich verstehe auch auf vielen prüfungen die heutigen
besprechungen vor allem im schutzdienst so gar nicht mehr.

lg doris
[Bild: bannerneuenk.gif]
Zitieren to top
#22
Wieland,'index.php?page=Thread&postID=130948#post130948' schrieb:Kleiner Nachtrag: Der Themenstarter hatte nicht nach dem "Echten" gefragt. Es gibt Hunde, die den Helfer, oder aber den HF dominieren wollen. Diese Hunde gehören in erfahrene Hände und sind dann wertvoll für die Zucht. In der Hand eines Anfängers sind sie wie ein Formel 1 Bolide in der Hand eines Führerschein-Neulings.

Es gibt Menschen, die haben nur gelernt, sich mit Fäusten zu wehren und es gibt Menschen, die haben ein weit größeres Verhaltensrepertoire.
Anders ist das beim Hund auch nicht.
Zitieren to top
#23
Letztendlich geht es doch nur um eine gewisse Härte, mit der manche Hunde äußerst antiquarischen Ausbildungsmethoden überstanden haben und trotzdem vom Triebpotential her noch das Objekt ihrer Begierde erreichen wollten. Manch einer hat einzig und alleine darüber einen guten Hund identifizieren können.

Aber auch diese Methode war/ist nicht unfehlbar, denn manch "unführiger" Hund wurde durch die Schraube "Gewalt - trotzdem gewinnen lassen - Gewalt -trotzdem gewinnen lassen usw." und einem daraus resultierenden "Zumachen" des Hundes (= ein erlerntes "Augen-zu-und-durch") in seinem Phänotyp so weit in die gewünschte Richtung gerückt, daß er ins Bild des "guten" (= genetisch wertvollen) Hundes gepaßt hat.

Ich kann von einer Sportart nicht erwarten daß sie mir zu 100% alle Informationen gibt, die ich für die Zusammenstellung von Zuchtverpaarungen benötige. Es handelt sich bei dem, was wir tun, um HundeSPORT, nicht um eine Zuchtzulassungsprüfung! Es wäre die Aufgabe der jeweiligen Zuchtverbände, zusätzliche Instrumente zu schaffen, in welcher nach Möglichkeit der genetische Wert der einzelnen Zuchttiere erfaßt wird. Fehlen diese, dann kann man das nicht auf dem Rücken derer austragen, die Hundesport deswegen betrieben, weil sie mit ihrem Hund wirklich nur Hundesport machen wollen. Denn da geht es sehr wohl neben dem, was ein Hund genetisch mitbbringt, um die Ausbildung und Ausbildungsfähigkeit des einzelnen Hundes (letzteres ist übrigens auch ein genetisches Kriterium).
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren to top
#24
Nun,das Problem scheint eher zu sein,sich an "Begriffen" festzubeißen als zu akzeptieren,was gemeint ist.
Natürlich hat derjenige Recht,der sagt,das die Anforderungen an einen "Gebrauchshund" heute andere sind als vor Jahren,aber ist das auch Grund genug,diese Eigenschaften guten Gewissens verkümmern zu lassen oder besser noch Ad Absurdum zu führen?
Gibt es nicht zu bedenken,wenn Kommentare wie
"der SD wird bei den Gebrauchshunden eh zu stark bewertet" einfach so angenommen werden,bzw sogar befürwortet werden.
Oder,es gab mal irgendeine andere Diskussion,wo es darum ging,das der Hund in der Freifolge so intensiv zum HF schaute,das er gegen ein Hindernis lief damit abgetan wurde,das der HF zu blöde wäre(was nicht ganz falsch ist Big Grin ).
Nein,es geht nicht darum,Hunde erst stark zu machen,um sie anschließend zu brechen,wer sowas raus liest,ist es selber Schuld,nein,es geht darum,das der SD nach anderen Maßstäben zu messen ist als A oder B,können wir es uns auf Dauer erlauben,die Eigenschaften unserer Hunde nicht mehr abzufragen,die den Gebrauchshund vom Durchschnittshund unterscheiden?
Es gibt nun mal eine Kausalkette,die nicht von HR erfunden wurde,sondern nur definiert wurde.Sie erlaubte es seit Jahren,einen Kreislauf von Zucht und Selektion aufrecht zu erhalten,der für brauchbaren Hundenachwuchs sorgte.
Das Problem diese Kette ist allerdings,das ihre Werte verschiebbar sind und es an den Menschen liegt,die aufgrund dieser Kette für Selektion verantwortlich sind,nämlich die LR.
Wenn in der Fährte die Nasenarbeit überprüft werden soll und in der UO die Führigkeit und Arbeitsbereitschaft,warum im SD dann nicht wirklich die Härte und das Widerstandsverhalten?
Beute wird in A+B doch schon ausreichend genutzt,und ohne reichlich Beute brauchst du erst gar keinen SD anzufangen,nein,wie erkennt man die SD relevanten Eigenschaften nach der heute angesagten Meinung?
Und bitte nicht so einen Rhetorischen Diätbrei,sondern mal konkrete Beispiele.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Zitieren to top
#25
Ich denke nicht daß die Gebrauchshundqualitäten eines Hundes heute ad absurdum geführt werden. Die Anforderungen haben sich geändert, das ist richtig. Aber auch in der guten alten Zeit haben "Gemachte" die Zucht beeinflußt, und das manchmal sogar recht stark. Wobei ein "Gemachter" erst einmal die Qualitäten besitzen muß um "gemacht werden" zu können. D.h. er muß mind. guter Durchschnitt sein, und manchmal sind es gerade die Durchschnittshunde, die züchterisch wertvoll sind, während manche phänotypisch "starken" Hunde genetisch gar nicht so viel bringen.

Mit dem Wunsch nach härterer Auslese durch den Hundesport wäre ich sehr vorsichtig. Denn ruckzuck könnte uns unser Sport gar nicht mehr zur Verfügung stehen! Zum einen ist das Interesse daran seit Jahren schon rückläufig, so daß z.B. im Gebrauchshundebereich die Ausrichtung von Großveranstaltungen schon mehrmals gefähdet war. Zum anderen müssen wir bei der Ausführung unseres Sportes nun mal die heutige Gesetzeslage beachten.

Im übrigen halte ich die Aussage, daß die Leistungsrichter unsere Zuchttiere selektieren, für falsch. Es ist der Züchter, der die Zuchttiere selektiert! Der entscheidet, welcher Rüde welche Hündin belegt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren to top
#26
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=130960#post130960' schrieb:Wenn in der Fährte die Nasenarbeit überprüft werden soll und in der UO die Führigkeit und Arbeitsbereitschaft, warum im SD dann nicht wirklich die Härte und das Widerstandsverhalten?
hallo heinz, ich denke das ist eigentlich in allen drei abteilungen so lange nicht wirklich möglich weil die leistungen oder übungsteile in einer po vorgeschrieben sind. so viele hunde funktionieren nur in diesen abläufen.

die idee hinter einer po ist es ja gleiche bedingungen für alle zu schaffen, führt aber auch dazu die ausbildung mehr in eine sportliche richtung zu praktizieren, und ebend nicht in eine richtung die dann tatsächlich einen gebrauchshund selektiert.

ich denke das man also die wirklich für einen gebrauchshund wichtigen anlagen nur über und durch das training definieren kann, und nicht auf einer leistungsveranstaltung nach bestimmten regeln.
Zitieren to top
#27
Hallo Heinz,

für mich persönlich ist die Sache einfach...

die Guten beissen, die anderen halten fest...

wobei "die Guten beissen" für mich bedeutet , aktives beissen mit entsprechender Griffhärte und Wirksamkeit, und der Versuch den Helfer zu dominieren, sowohl in den Beissphasen als auch in den Bewachungsphasen...

festhalten meint , sich im Ärmel festsaugen, hübsch brav und vor allem "ruhig" festhalten bis zum Hörzeichen um dann vor dem Helfer gespannt zu warten bis das Spiel weitergeht....

Gruß Peter
Zitieren to top
#28
Hi,
schwierig zu beantworten, für fast jeden Hundesportler stehen hinter Worten wie Arbeiten und Gebrauch unterschiedliche Definitionen und Inhalte .

Mein persönlicher Eindruck:
Früher und heute sollte Gebrauchhundezucht betrieben werden, allerdings haben sich die Aufgaben und Ansprüche an die Hunde, im Laufe der Zeit verändert.
Früher lebte der Schäfer, Bauer von und mit seinem Hund, der Hund erfüllte seine Ausgaben zum Beitrag des Lebenunterhaltes, man BRAUCHTE einen guten Hütehund oder Wachhund um Satt zu werden.
Heute betreiben wir Sport, der nach Prüfungsordnung absolviert wird, Schutzhundesport oder Rettungshundesport, dieser Sport hat aber mit den realistischen Situationen im Schutz oder Rettung von Personen nichts zu tun. Es geht um das Erreichen möglichst vieler Punkte und nicht um Existenz.

Trotzdem glaube ich, das man auch heute noch Gebrauchhunde benötigt, Gebrauchs oder Arbeitshunde bedeutet für mich: Selbstsicherheit, Schutzinstinkt, hohe Gehirntätigkeit die die Möglichkeit bietet das der Hund fähig ist, selbständig zu arbeiten, Konflikte zu lösen, indirekte Wege zu lernen. natürliche Aggression und ein gutes Beuteverhalten.

Ob man nun Arbeitet oder Kunstücke macht, liegt doch eher im Auge des Betrachters, der den Begriffen possitiven oder negativen Touch gibt, der Hund aber zeigt beim Erlernen sein Potenzial, bei der Ausführung, das Potenzial den Hundeführers ;-)

Und da auch die BSP "nur" eine Sportveranstaltung ist, Kann man da eher das Potenzial den Hundeführers bewerten und erkennen, nicht aber die Qualität des Hundes, das ist lange schon vorbei.

Die Hundequalität wird man durch die "Sportprüfungen oder Körungen" nicht bewerten können, durch die Ansprüche im Sport verändert sich die Zucht, und deshalb ist es für Boris (Grüßchen Peter) und andere immer schwieriger, diesen Typ Hund auf Prüfungen zu finden. Die Prioritäten sind einfach heute andere.

Wenn man die Hunde in anderen Sitationen beoachtet, kann man sehr wohl noch den Typ Hund erkennen.
Unser Sport dient nicht mehr als Maker zur Zuchtselektion, da wünsche ich mir wirklich andere Auswahlkretieren oder das "alte" DDR Sytem in der DSH Zucht.

tschöö
Claudia
Zitieren to top
#29
Sicherlich gibt es gut gemachte "Zirkushunde" die sehr sensibel sind und alles richtig machen wollen,weil sie sich gerne unterordnen . Schutzdienst haben sie gelernt mit den zähnen klappern sich dominant verhalten führt zum Beutemachen . Dafür muss man auch ein guter ausdauender Hundeausbilder sein !!Man kann jedoch auch einen dominanten Hund in der uo so arbeiten(wenn als Welpe entsprechend geprägt und vorgearbeitet ist) das dieser dieses verhalten in der uo zeigt. das ist das gesetzt des Lernverhaltens und der Hund ist ja dem hf auch untergeordnet. jedoch werden sie immer mal versuchen kleine Dominaz auszutesten. z.b. Bringholz spät ablassen bzw im training blockieren. Es ist sehr schwer heutzutage für einen Züchter einen Hund auf der BSP zu erkennen.Leider habe ich auch den Eindruck das zu viele Hunde(dank Internet) ohne überregionale Teilnahme sehr oft zum decken kommen,weil vielleicht der Name des Besitzers bzw der war da auch zum decken. ausgesucht wird. Wenn der Züchter den Hund nicht wirklich gut kennt den er für seine Hündin einsetzt, sollte er doch dann einen Hund wählen der überregional geführt würde, weil dieses ja doch auch schon immer noch eine gewisse Qualität aussagt. Mein Appel an alle Züchter : Nimmt Hunde die stur,schwer zu führen sind auch mal krummeln , wo man das Gefühl hat dieses ist ein Alpha Tier!!!Punkte sollten keine Rolle spielen und Internetvideos schon gar nicht. Leider habe ich festgestellt das Heuzutage junge Hunde aus der sogn Leistung sensibel geworden sind aber sehr schnell lernfähig.Daher später gute Prüfungen machen usw dominantere Welpen sehe ich immer seltener.Wie sieht die Qualität in 10 jahren aus??? Wollen wir noch Schutzhunde?? Die Zeit ist ja vorbei als der Hund noch Haus und Hof bewachen musste bzw man einen Schutzhund ausgebildet hat. Der Trent ist schon lange Sporthund,aber dieses führt zum Verlust guter Gebrauchshundeigenschaften.. Aber vielleicht brauchen wir diese Eigenschaften ja auch in 20-30 Jahren gar nicht mehrr... Wäre Schade wenn der Schäferhund die Richtung der vielen anderen "Gebrauchshundrassen" Dobermann,Rotti,Boxer,Schnautzer einschlägt und "nur" Liebhaber Hund wird.In diesem Sinne "Gut Griff"
Zitieren to top
#30
Holsten,'index.php?page=Thread&postID=130966#post130966' schrieb:Leider habe ich auch den Eindruck das zu viele Hunde(dank Internet) ohne überregionale Teilnahme sehr oft zum decken kommen,weil vielleicht der Name des Besitzers bzw der war da auch zum decken. ausgesucht wird. Wenn der Züchter den Hund nicht wirklich gut kennt den er für seine Hündin einsetzt, sollte er doch dann einen Hund wählen der überregional geführt würde, weil dieses ja doch auch schon immer noch eine gewisse Qualität aussagt.

Dann wäre mancher Hund, auf den heute in Leistungslinien fleißig Inzucht betrieben wird, nie zum Decken gekommen. Heute decken manche Rüden, die nie überregional geführt wurden, aufgrund ihrer Bekanntheit durch das Interent. Früher haben solche Rüden gedeckt, weil die Leute kein Auto hatten und mit der läufigen Hündin mit dem Fahrrad zum Deckrüden gefahren sind. Und früher wie heute waren/sind Rüden nur deswegen im Deckgeschäft, weil ihr Halter einen bekannten Namen hat. Das ist nicht die Ursache für eine Veränderung in der Zucht, denn das hat es schon immer gegeben (Beispiel: Greif Lahntal).
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren to top


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste