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Eure Meinung ist gefragt.
Vor einem guten Jahr habe ich eine Hündin "gebraucht" übernommen. Sie ist trieblich richtig gut drauf. Als Junghund hat man ihr leider keinen Triebwechsel beigebracht, wir arbeiten daran. Allein beim gehen zum einser Versteck baut sie sich ungemein auf, an richtig guten Tagen muss ich aufpassen, dass sie mich da nicht kurz flickt. Stellen und Verbellen macht sie gut, hat aber manchmal Schwierigkeitenin den Rythmus zu kommen.
Bei einem 0/8 15 Schutz ist alles gut, voller Griff und ruhig bis in die Endphase. Auch bei völlig fremden Helfern.
Gibt der Helfer jedoch etwas Gas, Bedrohung ernsthaft und heftiger, fängt sie an zu knurren, aber nur bei den Stockschlägen. Griffe bleiben ruhig und werden noch fester, das Aus etwas zögerlich.
Die Hündin hat bei einer Nachtübung viel Dampf gezeigt, also blöd anfassen braucht mich keiner. Zuhause ist sie wachsam, aber bei Spaziergängen oder in der Stadt ist sie völlig neutral, alles kein Problem.
In der Regel legt man Knurren im Schutz als Wesensschwäche aus. Was meint ihr, antwortet ganz ehrlich, meine Nena ist und bleibt für mich die Größte!
Auch wenn sie körperlich klein und zierlich ist.
Christiane
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Hallo Chriatiane,
wenn die Griffe sonst stabil bleiben,halte ich das nicht für eine Schwäche,sondern für eine Art der Dominanz an der Beute.Ein paar mal auf den Stockschlag gewinnen lassen,dann läßt das Knurren meist schnell wieder nach.Dazu den Stock mal zum Loben mit einbauen(wie klopfen mit der Hand)bewirkt oft Wunder.
Gruss Andreas
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Hallo,
Christiane ich finde deine Beschreibung deiner Hündin sehr gut, normalerweise ist es am PC nicht wirklich möglich, eine Einschätzung zu geben. Aber wenn ich mir deine Angaben als Fakt nehme. Denke ich das es keine Schwäche ist.
Ein Hund der keine Triebwechsel hat oder lernt, dadurch kein gefestigtes Beuteverhalten hat, kann einen Konflikt im Wechsel Beute, belastende Beute und Aggression haben, das Knurren zeigt das an. wenn der Griff dabei nicht wechselt sogar fester wird, zeigt die Hündin mir einen Versuch, den Konflikt zu lösen in dem sie in die Beute kontert mit festem Griff.
Wenn sie es ohne Knurren also Konflikt machen würde, wäre das mein Optimum, auf Belastung Kontern und Griff fester, :daumenhoch: mein Traum!
...vielleicht solltest du Ihr weiter die Triebwechsel lehren und vorallem ein gesichertes Beuteverhalten zeigen, gibt Ihr da eine Chance auch einfach mal Beute zu machen, zu schlagen zu halten ohne jedesmal einen großen Kampf vorran gehen zu lassen. Ruhe in der Beute bringt auch Kraft ....  Stockschläge sind nicht das Problem bei Ihr sondern der Konflikt im Wechsel...
so mein Gefühl dabei, so ganz ohne Gewähr, denn dafür muß man den Hund wirklich live sehn.
Tschüü
Claudia
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Claudia hat die Problematik - auch nach meinem Ermessen - sehr gut erkannt.
Ein Tip zum "Benehmen" in der Beißphase:
Lerne dem Hund gezielt, das er Belastung nur über "Kontern" abreagieren kann, (Beutemachen), damit die Hündin eindeutige Arbeit zeigt, der Erfolg stellt sich in Kürze ein.
(Nicht Triebmatsch in allen Bereichen)
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Die Hündin (4,5 J) wurde letztes Jahr 5 Tage lang von Michael Kaiser gehetzt. Er hat mir gesagt, dass die Griffe in der Belastung stabil sind und sie noch besser zu macht, auch er meint keine Wesensschwäche. Allerdings null Triebwechsel, kaum Beute immer vollgas auf den Helfer. Das kann den Verdacht erwecken, dass sie in der Jugend nur hochgejubelt wurde, war nicht so, nur eben kein Triebwechsel. Der ganze Wurf ist so.
Michael hat mir gezeigt wie ich versuchen kann mehr der Hündin mehr Beute und Triebwechsel beizubringen. Ist aber auch seiner Meinung nicht einfach. Nur mit gut zureden geht nicht, egal mit welchem Hilfmittel ist es doch einwenig wie der Tanz auf dem Drahtseil, denn irgendwann wird der Stressfaktor für Nena dann doch zu hoch. Beutearbeit im Arm, Gehorsam am Helfer. Ist aber auch so eine Sache denn zu lange und sie dreht erst recht am Rad.
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Moin Chaco,
lass mal dem Helfer nach den entsprechenden Belastungsphasen wieder runde - beutebetonte Bewegungen machen, bevor dann ein Wechsel ins "Aus" abgefordert wird. Deine Hündin ist nach einer belastenden Kampfphase noch ein wenig zulange mit dem Helfer beschäftigt, um einen klaren Wechsel hinzubekommen. Daher ruhig weiter belasten in zukünftigen Übungen (das nutzt sich schon irgendwann ab) und nicht unbedingt sofort nach der Belastung schenken, wenn sie dann auch noch knurrt. Da sie bestimmt lernfähig ist, würde sie u.U. für das Knurren bestätigt werden und möglicherweise dies dann irgendwann generalisieren. (so nach dem Motto: wenn ich richtig gut knurre, hört die Belastung auf).
Daher m.E. besser die am Anfang von mir genannte Vorgehensweise versuchen.
Mit sportlichen Grüßen
Ralf
Die Mittelmäßigkeit ist ein furchtbares Schicksal. Wer es trägt, hat nämlich ein merkwürdiges Feingefühl für alles, was ihn überragt, und leidet dabei innerlich. Nach außen neidet und schimpft er .....................
Otto von Leixner, (1847 - 1907) eigentlich Otto von Grünberg
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Übrigens habe ich noch vergessen, auch wenn sich das paradox erscheint, die Hündin hat im Schutz einen guten Gehorsam, ist sauber und die Tranzporte klappen gut. Nur beim Zeigen auf das nächste Revier kann es schon mal passieren, dass sie mir in die Hand springt. Macht aber natürlich nicht zu.
Die Tips gefallen mir gut, besonders der von Ralf. DANKE !! Mehr davon
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Chaco,index.php?page=Thread&postID=80841#post80841' schrieb:Übrigens habe ich noch vergessen, auch wenn das paradox erscheint, die Hündin hat im Schutz einen guten Gehorsam, ist sauber und die Transporte klappen gut.... Diese "Erscheinung" ist völlig normal. Hunde mit sehr hohem Agressionspotenzial haben einen sehr ausgeprägten Sinn für "soziale" Bereiche. - nicht nur von mir beobachtet, es gibt auch wissenschaftliche Studien -
(genetisch gekoppelt: Agression - Sozialverhalten)
Glückwunsch!, du hast eigentlich den "optimalen Gebrauchshund"
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M-ICHAEL K-E-LLER,index.php?page=Thread&postID=80848#post80848' schrieb:Hunde mit sehr hohem Agressionspotenzial haben einen sehr ausgeprägten Sinn für "soziale" Bereiche. - nicht nur von mir beobachtet, es gibt auch wissenschaftliche Studien -
(genetisch gekoppelt: Agression - Sozialverhalten) Hast du dazu eine Quelle?
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