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Allergien beim Hund
#21
Hi,

ich werfe mal die "orale Toleranz" in die Runde.

Hier mehr dazu: http://www.barfers.de/upload/file/welpenbarfseite22.pdf

Kurz erklärt, heißt das, der Körper muß erst lernen, Nahrung zu erkennen und nicht wie mögliche Krankheitserreger anzugreifen.

Hier nochmal eine Erklärung dazu: "Orale Toleranz” als immunologischer Mechanismus ist essentiell, um zu verhindern, dass der Körper die für ihn fremden Nahrungsproteine nicht wie mögliche Krankheitserreger angreift. Ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Makromoleküle wird im Magen-Darm-Trakt nämlich nicht gespalten oder denaturiert, sondern erreicht in vollständiger, nativer Form den Blutkreislauf. Die ”orale Toleranz” ist ein System, das über Interaktion verschiedener Lymphozyten und mittels spezieller Botenstoffe dem Immunsystem im ganzen Körper vermittelt, solche über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen gelösten Nahrungsmoleküle nicht anzugreifen. Die Abwehr von möglichen Krankheitserregern findet – dank der hohen Antigenspezifität der oralen Toleranz – trotzdem statt."

Wenn man sich überlegt, dass ein modernes Welpenfutter tatsächlich aus 30-50 Komponenten besteht, angefangen vom tierischen Protein über pflanzliche Bestandteile, Fette und sogar die Mineralstoffzusätze, ist es doch eigentlich sehr logisch, dass das Immunsystem eines kleinen Welpen, der gerade eben die erste feste Nahrung zu sich nimmt, damit total überfordert ist und es durchaus zu "Fehlerkennungen" kommen kann.

Das ist übrigens auch beim Menschen tatsächlich zu beobachten. Kinder, die über die ersten Lebensmonate ausschließlich gestillt werden, entwickeln tatsächlich rein statistisch gesehen weniger Allergien als Kinder, die mit Ersatzmilch aufgezogen werden.

Noch mit ein Faktor ist meiner Meinung nach die Welpenaufzucht. Heutzutage haben die Welpen meistens nur mit der Mutterhündin, dem Züchter (und seiner Familie) sowie den Welpeninteressenten Kontakt.

Aus Angst vor Krankheiten wird penibel sauber gehalten, manche Würfe werden in der Wohnung oder im ordentlichen Zwinger groß.

Das ist ja alles verständlich, aber so ein Betonboden im Zwinger hat nun mal weniger Mikroben als ein festgestampfter Erdboden.

Eine genetische Komponente sehe ich nur insofern, dass sich die Anfälligkeit für die Entwicklung von Allergien schon vererben kann - aber ob sich eine Allergie tatsächlich entwickelt, hängt von viel mehr Faktoren ab, vor allem aber von äußeren Einflüssen wie Futter und Umwelt.

Grüße, Gaby
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#22
Hallo Gaby,
danke für den Interssanten Beitrag!!!
Dann liegen wir mit unserer Ansichten, über Welpenfütterung und Säugen garnicht so schlecht :daumenhoch: prima.

Tschüü
Claudia
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#23
Mein Rüde hatte als Welpe keine Probleme, hat alles vertragen. Beim Züchter war er im Zwinger und konnte auch im Welpenauslauf so richtig schön im Dreck spielen! Wir leben auf einem alten Bauernhof und schon als Welpe war er oft im Garten.

Erst im Alter von ca. 8 Monaten, als ich auf "Mera-Dog Junior" umgestellt habe, fing er an, sich zu kratzen. Natürlich fiel mein erster Verdacht auf eine Weizen-Unverträglichkeit, da er aber auf getreidefreies Futter auch noch seinen extremen Juckreiz hatte, mußte der Auslöser ein Anderer sein. Seitdem habe ich alles Mögliche ausprobiert... jede Sorte Mera-Dog Sensitive bzw. Pure, Bestes Futter, Bozita. Das Ergebnis war immer das Gleiche! Mein TA riet mir zum Barfen, da er gleich die Konservierungsstoffe in Verdacht hatte. Der Versuch hat sich wirklich gelohnt, wobei er ca. 6 Wochen gebraucht hat, bis er endlich beschwerdefrei war. Wenn jetzt mal kein Frischfleisch verfügbar ist (was sehr selten vorkommt) bekommt er Dosenfutter. Er verträgt alles, wenn nur keine Konservierungsstoffe drinnen sind. Glücklicherweise stand und steht mir mein TA mit Rat und Tat zur Seite und riet mir sogar von einer kostspieligen Blutuntersuchung ab, weil man damit nämlich nicht herausfinden kann, was die Allergie auslöst.

@Charisma

woher weißt du, gegen was dein Hund allergisch ist? Wie wurde das festgestellt? Wäre interessant zu wissen, da mir gesagt wurde, dass man die Auslöser nur mit Hilfe eines "Ausschluß-Verfahrens" herausfinden kann.

Viele Grüße

Antje
Herzliche Grüße von Antje
mit dem "Rebellenhof-ABC"
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#24
@Gismo: Bin damals zu den Militaer Aerzten der US Armee gegangen und hab ihn auf eine Futtermittel Allergie untersuchen lassen. Dabei kam dann heraus das er gegen Huhn, Schwein, Rind und Lamm allergisch ist. Allerdings waren diese Aerzte nicht gerade kompetent. Sie meinten das ich meine Hunde gegen Herzwuermer, monatlich, entwurmen sollte da sie mit Hunden aus den USA in Kontakt gekommen sind, obwohl Herzwuermer ja nicht von Hund zu Hund uebertragen werden. Desweiteren haben sie nicht mal den Zwingerhusten erkannt und meinten er sei vollkommen in Ordnung.

Von daher trau ich dem ganzen nicht so.
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#25
Ich bin durch ein Buch zum Thema, auf die Autorin aufmerksam geworden.
30 Jahre Berufserfahrung von Frau Dr. med. vet. Jutta Ziegler.
http://www.dr-vet-ziegler.com/index.php/ernaehrung.html

mfg Chris
"Alle klugen Menschen wissen, dass die Wahrheit nicht die Hauptspeise ist,
sondern nur ein Gewürz dazu"
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#26
Danke für den Link! Sehr interessant ist auch der hier:
http://www.dr-vet-ziegler.com/index.php/allergien.html
Gruß Gaby
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#27
Und endlich mal 'ne Tierärztin, die offen über das Thema "Impfungen" informiert:

http://www.dr-vet-ziegler.com/index.php/...tisch.html

@Chris: Danke für den Link. Solche Tierarztpraxen sollte man kennen. Vielleicht verkauft man mal einen Welpen in diese Gegend, da kann man den Leuten dann gleich sagen wo wie bezüglich Impfungen etc. gut aufgehoben sind.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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