01-02-2011, 22:02
Hi,
ich werfe mal die "orale Toleranz" in die Runde.
Hier mehr dazu: http://www.barfers.de/upload/file/welpenbarfseite22.pdf
Kurz erklärt, heißt das, der Körper muß erst lernen, Nahrung zu erkennen und nicht wie mögliche Krankheitserreger anzugreifen.
Hier nochmal eine Erklärung dazu: "Orale Toleranz” als immunologischer Mechanismus ist essentiell, um zu verhindern, dass der Körper die für ihn fremden Nahrungsproteine nicht wie mögliche Krankheitserreger angreift. Ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Makromoleküle wird im Magen-Darm-Trakt nämlich nicht gespalten oder denaturiert, sondern erreicht in vollständiger, nativer Form den Blutkreislauf. Die ”orale Toleranz” ist ein System, das über Interaktion verschiedener Lymphozyten und mittels spezieller Botenstoffe dem Immunsystem im ganzen Körper vermittelt, solche über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen gelösten Nahrungsmoleküle nicht anzugreifen. Die Abwehr von möglichen Krankheitserregern findet – dank der hohen Antigenspezifität der oralen Toleranz – trotzdem statt."
Wenn man sich überlegt, dass ein modernes Welpenfutter tatsächlich aus 30-50 Komponenten besteht, angefangen vom tierischen Protein über pflanzliche Bestandteile, Fette und sogar die Mineralstoffzusätze, ist es doch eigentlich sehr logisch, dass das Immunsystem eines kleinen Welpen, der gerade eben die erste feste Nahrung zu sich nimmt, damit total überfordert ist und es durchaus zu "Fehlerkennungen" kommen kann.
Das ist übrigens auch beim Menschen tatsächlich zu beobachten. Kinder, die über die ersten Lebensmonate ausschließlich gestillt werden, entwickeln tatsächlich rein statistisch gesehen weniger Allergien als Kinder, die mit Ersatzmilch aufgezogen werden.
Noch mit ein Faktor ist meiner Meinung nach die Welpenaufzucht. Heutzutage haben die Welpen meistens nur mit der Mutterhündin, dem Züchter (und seiner Familie) sowie den Welpeninteressenten Kontakt.
Aus Angst vor Krankheiten wird penibel sauber gehalten, manche Würfe werden in der Wohnung oder im ordentlichen Zwinger groß.
Das ist ja alles verständlich, aber so ein Betonboden im Zwinger hat nun mal weniger Mikroben als ein festgestampfter Erdboden.
Eine genetische Komponente sehe ich nur insofern, dass sich die Anfälligkeit für die Entwicklung von Allergien schon vererben kann - aber ob sich eine Allergie tatsächlich entwickelt, hängt von viel mehr Faktoren ab, vor allem aber von äußeren Einflüssen wie Futter und Umwelt.
Grüße, Gaby
ich werfe mal die "orale Toleranz" in die Runde.
Hier mehr dazu: http://www.barfers.de/upload/file/welpenbarfseite22.pdf
Kurz erklärt, heißt das, der Körper muß erst lernen, Nahrung zu erkennen und nicht wie mögliche Krankheitserreger anzugreifen.
Hier nochmal eine Erklärung dazu: "Orale Toleranz” als immunologischer Mechanismus ist essentiell, um zu verhindern, dass der Körper die für ihn fremden Nahrungsproteine nicht wie mögliche Krankheitserreger angreift. Ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Makromoleküle wird im Magen-Darm-Trakt nämlich nicht gespalten oder denaturiert, sondern erreicht in vollständiger, nativer Form den Blutkreislauf. Die ”orale Toleranz” ist ein System, das über Interaktion verschiedener Lymphozyten und mittels spezieller Botenstoffe dem Immunsystem im ganzen Körper vermittelt, solche über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen gelösten Nahrungsmoleküle nicht anzugreifen. Die Abwehr von möglichen Krankheitserregern findet – dank der hohen Antigenspezifität der oralen Toleranz – trotzdem statt."
Wenn man sich überlegt, dass ein modernes Welpenfutter tatsächlich aus 30-50 Komponenten besteht, angefangen vom tierischen Protein über pflanzliche Bestandteile, Fette und sogar die Mineralstoffzusätze, ist es doch eigentlich sehr logisch, dass das Immunsystem eines kleinen Welpen, der gerade eben die erste feste Nahrung zu sich nimmt, damit total überfordert ist und es durchaus zu "Fehlerkennungen" kommen kann.
Das ist übrigens auch beim Menschen tatsächlich zu beobachten. Kinder, die über die ersten Lebensmonate ausschließlich gestillt werden, entwickeln tatsächlich rein statistisch gesehen weniger Allergien als Kinder, die mit Ersatzmilch aufgezogen werden.
Noch mit ein Faktor ist meiner Meinung nach die Welpenaufzucht. Heutzutage haben die Welpen meistens nur mit der Mutterhündin, dem Züchter (und seiner Familie) sowie den Welpeninteressenten Kontakt.
Aus Angst vor Krankheiten wird penibel sauber gehalten, manche Würfe werden in der Wohnung oder im ordentlichen Zwinger groß.
Das ist ja alles verständlich, aber so ein Betonboden im Zwinger hat nun mal weniger Mikroben als ein festgestampfter Erdboden.
Eine genetische Komponente sehe ich nur insofern, dass sich die Anfälligkeit für die Entwicklung von Allergien schon vererben kann - aber ob sich eine Allergie tatsächlich entwickelt, hängt von viel mehr Faktoren ab, vor allem aber von äußeren Einflüssen wie Futter und Umwelt.
Grüße, Gaby



![[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]](http://www.zwinger-von-der-schwarzen-brandung.de/images/banners/Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg)