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Schwierige Stellen verbinden
#1
Da es für viele ja immer schwer ist, manche Stellen so zu verbinden daß der Verband nicht abgeht, nicht verrutscht und ein Verbandswechsel dennoch leicht möglich ist, habe ich das jetzt malm an Leons Blutohr fotografiert.

Neben dem Ohr sind es meist Rutenverletzungen oder Stellen an den Gliedmaßen, die schwierig verbunden werden können.

Also, Leons Blutohr, zum Glück nur ein kleine Stelle:

Von außen:

[Bild: 4581041922_6459572fba_o.jpg]

und von innen:

[Bild: 4580408973_791f701bee_o.jpg]

Sieht hier nach wenig aus, ist aber an dieser Stelle dick und prall gefüllt und er darf nicht schütteln, da es sonst mehr und schlimmer werden könnte.


Als erstes wird mit Leukoplast (dem braunen mit textilartiger Oberfläche - klebt wie Sau) eine Unterlage aufs Ohr geklebt:

[Bild: 4580409039_d304ccb687_o.jpg]

Diese Unterlage bleibt auf dem Ohr, bis alles komplett verheilt wird. Sie wird nie AUF die Wunde geklebt sondern (z.B. an der Rute) über und unter der Verletzung.

AUF dieser Unterlage wird dann der eigentliche Verband geklebt:

[Bild: 4580409077_7f09a69303_o.jpg]

[Bild: 4581037904_69d36028a5_o.jpg]

(Die Ende etwas umkleben wie hier zu sehen, um beim Verbandswechsel das Ganze dort leicht anfassen und abziehen zu können).


Und so sieht's dann fertig aus:

[Bild: 4581037950_d86b70f2e7_o.jpg]

[Bild: 4581037712_cf1989915e_o.jpg]


In diesem Fall war das Ziel ja die Ruhigstellung des Ohrs. Wenn noch eine Wunde verbunden werden muß, geht das nach dem gleichen Prinzip: Dauerhafte Unterlage an mindestens 2 Stellen NEBEN der Wunde kleben, Wunde versorgen, abdecken, polstern und das Ganze dann auf der Unterlage festkleben.


Beim Verbandswechsel muß dann nur das obere Leukoplast von der Unterlage abgezogen werden. Das tut dem Hund nicht weh, geht schnell und einfach. Das Neue einfach wieder auf die Unterlage kleben.

Ist alles endgültig verheilt, bekommt man das untere Leukoplast einfach ab indem man Speiseöl an den Kleber einmassiert. Natürlich gehen dann durch die lange Klebezeit auch ein paar Haare mit ab. Aber man reißt dem Hund nicht bei jedem Verbandswechsel erneut Haare aus.

Langhaarige Hunde müssen vor dem Kleben natürlich an diesen Stellen rasiert / kurz geschnitten werden.

Und das Klebeband das unterm Kinn verläuft, bitte doppelt nehmen, so da0 es nicht mit den Haaren unterm Kinn verklebt.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#2
:daumenhoch: Danke für den Tip und vor allem für die Bilder dazu. Im Fall der Fälle -man weiß ja nie wie es mal kommt- ist jeder, der das sieht, schon mal gewappnet um den Hund nicht unnötig die Haare vom Ohr zu ziehen! Die Lösung dazu ist fantastisch ^^
mfg Chris
"Alle klugen Menschen wissen, dass die Wahrheit nicht die Hauptspeise ist,
sondern nur ein Gewürz dazu"
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#3
Für die Rute habe ich eine sehr praktische Lösung:

man nehme die Pappe einer Toilettenpapierrolle, ziehe sie über die verletzte Rutenspitze und verklebe sie oben fest mit Paketband mit den Haaren der Rute. Hält sehr gut und die Rute ist vor weiterem Anschlagen geschützt.
Gegen das Abreißen durch den Hund muss man halt ne Tüte ausetzen.

Gruß Dürken
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#4
...oder man nehme einen Lockenwickler, der lässt schön Luft durch
...oder man nehme diese Rohrisoliereungen, die in jedem Heizungskeller zu finden sind, stanze ein paar Löcher rein und hat dann auch n schönes Polster mit Belüftung
...Erfahrungen von Doggenleuten mit Rutenschlägern *g*
Liebe Grüße
Katja
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#5
Hallo Bettina,
hast Du wegen des Blutohrs schon mal über das Ansetzen von Blutegeln nachgedacht. Wirkt super!
LG Barbara
[img]%5BIMG%5Dhttp://i43.tinypic.com/2ept36b.jpg%5B/IMG%5D[/img]
Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#6
Danke Barbara,

ja, wir haben uns für klass. homöopathische Behandlung und Blutegeltherapie entschieden :hallo:
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#7
Hallo Bettina,
gute Entscheidung! Berichte doch mal, wie der Verlauf ist.
LG Barbara
[img]%5BIMG%5Dhttp://i43.tinypic.com/2ept36b.jpg%5B/IMG%5D[/img]
Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#8
@ Barbara: Jetzt, nach 6 Wochen, wird das Ohr deutlich besser.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht,daß die Homöopathie auch nur annähernd geholfen hat. Und dabei war ich ihr gegenüber so positiv eingestellt! Die 2 verschiedenen Globulis (die ersten brachten absolut keine Verbesserung, die zweiten eine leichte, aber ob das nun auf die Globulis oder auf die heilende Zeit zurückzuführen ist...?)scheinen mir jedenfalls sehr wirkungslos zu sein. Ich glaube, daß das alleine die Zeit geheilt hat und wichtig war mit Sicherheit das sofortige Ohren fixieren.

Der arme Kerl trägt tapfer immer noch seine unterm Kinn zusammengebundenen Ohren.

Beim nächsten Mal werd ich mir das Homöogeld jedenfalls sparen. Waren immerhin 100 Tacken plus die Globulis. Der Blutegeltherapie traue ich da schon mehr Wirkung zu, hatte überlegt mir selber 3 Egel zu bestellen und nochmals anzusetzen, aber da es jetzt vorangeht, lasse ich es wohl.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#9
gute idee die ohren so ruhig zu stellen. :dafuer: das mit der rohrisolierung für die rute kenne ich auch. schwieriger wird das ganze sicher bei stehohren, hatte zwar noch nie ein blutohr (aber mann weiß ja nie) ob dann die ohren oben fixiert werden? Huh

lg doris
[Bild: bannerneuenk.gif]
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#10
Auch bei Stehohren sollen die Ohren ruhig gehalten werden. Das Blutohr, wenn es nicht gerade komplett vollgelaufen und prall ist, tut dem Hund zwar nicht weh, aber durch das ungewohnte gewicht schütteln die Hunde trotzdem verstäkt. Auch bei Stehohrigen wird daher normalerweise ein Ohrverband, ein Damenstrumpf etc. über den Ohren empfohlen.

Da ich noch nie gesehen habe daß sowas wirklich sicher hält und vom Hund nicht abzustreifen ist, würde ich da das Kleben auf die beschriebene Art auch empfehlen, mit dem Unterschied, daß ich die Ohren eher über Kreuz auf dem Oberkopf "flachlegen" würde, statt sie nach unten zu binden.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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