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AZG - lange Flucht
#31
Aber vielleicht helfen Aussagen die strikt dagegen sind mehr, als wenn
man den Leuten denen sowas in den Kopf kommt nach dem Mund redet.
Beissarbeit, naja so schlimm wie ich es finde aber macht sich die Rasse
DSH auf manchen Veranstaltungen (welche kann man sich ja denken) nicht
ziemlich lächerlich.

Wenn man nun auch noch sowas bringt, dann brauch ich demnächst ja nur
noch einen Zirkushund der sich mit zwei Zähnen in den hingehaltenen Arm
hängt ( wobei es zum Teil ja schon so ist). Sollte man nicht besser was
dagegen tun anstatt dafür zu reden?

Wieviel gefährliche Sportarten gibt es denn? das mit dem
Verletzungsrisiko usw. ist meiner Meinung nach alles die MAcht einer
bestimmten Lobby. Wie sieht denn dann zukünftig eine Körung aus...ha ha
ha ha ha

Sollen unsere Hunde in der Zucht nicht weiterkommen, belastbarer und gesünder werden..??? mit solchen Mitteln???

Wir könnten ja dann das Rassebild noch ein wenig verändern, viellicht ein bisschen größer und schwerer!!!



Vielleicht klingt das alles ein wenig provokant, ist auch nicht böse
gemeint aber ist da Wahrheit dran oder nicht??? nun mal ehrlich...das
sind solche Gedanken die dann bei mir auftreten...
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#32
hallo tim,

natürlich hast du für die zuchtauslese recht. die gebrauchhunderassen sollten ihren gebrauchswert dann auch dahingehend demonstrieren, aus welchem ursprung und aufgaben sie einmal ins leben und in auslese gebracht wurden. und das durchsetzungsvermögen und belastbarkeit muß prüfbar bleiben. trotzdem weiß ich nicht, ob nun die lange flucht als solches tatsächlich dieses beweisen kann.

es gibt genügend hunde, die über den langen gang nur ihre ruhe finden wollen, viele, bei denen diese situation zum abschluß als der jackpot von klein auf konditioniert wird, daß es eigendlich für den hund überhaupt keine belastung mehr darstellt, eher eine externe bestätigung im beutebereich, die schnellstmöglich vom hund erreicht werden will. und da der hund hier dann bei einem guten aufbau keinerlei negativerfahrung hat, im gegenteil, hier mal richtig den dampfdrucktopf entkorken kann, der zimmert dann da rein. ich denke, das läßt sich von außen, ohne daß man den hund und dessen aufbau kennt, wirklich schwer erkennen. sagt also dies wirklich etwas über den zuchtwert aus? ich denke nein, denn nicht umsonst werden doch ausgesuchte zuchttiere nochmal privat überprüft. und hier entscheidet doch der züchter, der wirklich gebrauchwerthunde züchten will und nicht die "zwei-zähne-einhaker".

andersrum muß man sich natürlich auch fragen, ob kompromislosigkeit nicht mit übermotivation verwechselt wird. was nützt mir ein langer gang, wenn ich immer damit rechnen muß, daß dieser das ende seiner sportlichen laufbahn sein kann. damit hilft man der zucht auch nicht weiter, sollte das genetisch veranlagt sein. du kannst natürlich argumentieren, daß der prozentsatz vielleicht nicht so hoch wäre. aber stelle dir vor, genau dein hund gehört zu diesem prozentbereich.

viele der zucht negativen charakterlichen eigenschaften lassen sich doch heutzutage über eine perfekte ausbildung verschleiern. und will man wirklich den gebrauchswert erhalten, so sollten tatsächlich nur hunde zur zucht zugelassen werden, die dann in der höchsten prüfungsstufe laufen und dies nicht nur einmal bewiesen haben. der lange gang selbst ist nicht das maß der zucht, wie ich finde. da gibt es durchaus andere und bessere meßbare parameter. und ob der hund dann gekört ist, wäre mir egal. ich würde dann entscheiden, wenn ich oder jemand meines vertrauens den hund selbst im arm hab. denn der hund muß meinen ansprüchen genügen, nicht denen der po.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#33
tinka,index.php?page=Thread&postID=55251#post55251' schrieb:also, worum gehts? kurzfristig um ein knüppel zwischen die beine werfen, langfristig wohl eher um das verbot von beißarbeit. und da gilt es dann jetzt schon gegen zu steuern, bevor ein erlaß steht. also möglichst immer einem schritt voraus sein als in der auswirkungen dann hinterher.

Tja Reinhard,

gegensteuern ja, da stimme ich dir zu, aber nicht durch vorauseilenden blinden Gehorsam.

Allein schon den SD als zuchtrelevant in Frage zu stellen, gibt den Gegnern des SD ein kräftiges Argument in die Hand. Seit über 100 Jahren wurde das so gehandhabt, und die Auslese nach PO war nicht die schlechteste, solange man den SD das sein ließ, woher er seinen Namen hatte. Die ersten Abstriche wurden jedoch schon gemacht, als man aus unseren eigenen Reihen den Gegner des SD sagte, dass der SD doch gar nichts mit Schutz zu tun habe, dass es da nur um ein Beutespiel gehe.

Damit wurde dem SD ein wesentliches Kriterium genommen. Und je mehr wir in diese Richtung nachgeben, um so schwieriger wird es, eine plausible Argumentation für den SD aufrecht zu erhalten. Jedes Nachgeben macht den SD überflüssiger.

[Ironie an]Die Argumentation, dass heute niemand mehr sich selbst und sein Hab und gut durch einen Hund schützen muss, tut ein übriges dazu. Es gibt in Deutschland, aber auch in allen anderen Ländern keine Menschen mehr, die anderen etwas Bößes wollen, alle werden durch die staatlichen Organe so gut geschützt, dass wir keine Gefängnisse mehr brauchen, dass niemand mehr wegen kriminellen Vergehen gegen Dritte verurteilt werden muss. Und deshalb brauchen wir auch keine Schutzhunde, ergo auch keinen SD mehr.[Ironie aus]

Erst letzte Woche brüstete sich der Deutschen Alpenverein mit der Bergunfallstatistik für die Jahre 2006/07: "Die Statistik zeigt eine positive Entwicklung: Die Zahl der tödlichen Unfälle in den Bergen sinkt. Alle Unfälle der rund 768.000 DAV-Mitglieder werden in der Bergunfallstatistik erfasst. In den Jahren 2006/07 starben insgesamt 80 (2006: 46, 2007: 34) DAV-Mitglieder bei Aktivitäten in den Bergen."

Und jetzt vergleicht einmal diese Statistik mit der Statistik der tödlichen Beißvorfälle mit derzeit rund 5 000 000 Hunden in Deutschland, darunter rund 500 000 ausgebildete Schutzhunde.

[Ironie an]Vielleicht könnten wir ja das Gefahrenpotential für tödliche Unfälle mit Hunden erhöhen, wenn wir anstatt SD mit ihnen zu machen, lieber in die Berge gehen und mit ihnen abstürzen![Ironie aus]

Ernsthaft gesagt halte ich jedes Nachgeben in Sachen SD für absolut schädlich. Vielmehr sollte unsere Argumentation dahingehend ausgerichtet sein, dass eben gerade der SD für niemanden, weder für Mensch noch Tier, ein messbares Risiko darstellt, sondern dass Beißvorfälle mit Hunden, noch dazu nur in den allerseltenste Fällen mit tödlichen Folgen für den Geschädigten, einzig und allein auf Fehler in der Haltung zurückzuführen sind.

Gefährlich im Sinn von Risiko ist einzig und allein der Hundehalter, niemals der Schutzdienst und schon gar nicht der Hund.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#34
-a:
Fair geht vor....
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#35
hallo walter,

ich habe überhaupt nicht gesagt, daß der schutzdienst keine zuchtauswahl ist, lediglich, daß der lange gang m.m. nach nicht entscheidend dafür ist. ich kann natürlich auch nichts sagen, um leuten, die gegen den schutzdienst was haben, nichts in die hand zu spielen. aber auch ich habe meine eigene meinung dazu, darf ich mich deswegen nicht äußern?

würde ich das nicht so sehen, würde ich den hund schutzhund in seinem ursprung ja verleugnen. das habe ich mit keiner silbe getan.

sicher muß ich mir den schuh meiner aussage, die du zitierst hast, anziehen. ich habe so jetzt auch kein problem damit. deine interpretation bzw. deine ausführungen vom inhalt kann ich ohne weiteres mittragen, ich sehe da keinen widerspruch. mir geht es nicht darum, daß man "der untertan" mäßig jetzt alles im sinne möglicher konsequenzen flach zu bügeln. keinesfalls. mit dem schritt voraus meine ich eher, daß man mittel und wege beschreiten soll, die die positive wertigkeit unserer hunde demonstrieren, auch in den beißarbeiten.

aber das hat doch schon nicht mal mit den hundeverordnungen geklappt, und da gehts ums beißén.

ein kleines beispiel: in bezug auf das neue tsg in der ch habe ich in einem anderem rasseforum die zukunft des vpg sportes zur debatte gestellt. da hat es nur zwei oder drei personen überhaupt interessiert. und auch dort werden gebrauchshunde gezüchtet. auch da bringt sich der hund über das beißen in die zucht, unabhängig jetzt mal von dem exterior. scheinbar interessiert die das überhaupt nicht, oder vielleicht tatsächlich nur wirklich ernst die führer von schäferhunden. aber das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, sollte man mal von diesen möglichkeiten mit hund richtig gepackt sein.

wenn ich etwas geschrieben habe, dann, daß diese po relevante ausführungsarbeit schon ein risiko für hund und helfer darstellen kann und m.m. auch tut. das hat es für mich schon, als es hier diese dikussion darum noch nicht gegeben hat. ich denke, dagegen ist auch nichts zu sagen, daß ist meine persönliche einstellung. und wenn man ein atequates gegenstück dafür hat, hätte es meine zustimmung, unabhängig von irgendwelchen möglichen gesetzentwürfen.
und man darf nicht vergessen, steht erstmal ein verbot, dann wird er unlängst schwieriger, etwas atequates durchzusetzen, weil dann schon ein urteil besteht, an dem folgegeschichten dann gemessen werden.

vielleicht liege ich da ja auch falsch, die zukunft wird das zeigen.

und zum ende möchte ich noch ganz gerne zuz deinem letzten absatz auch ein zitat von mir anfügen, damit du siehst, daß mir das mit der beißarbeit schon ernst ist.

dabei sehe ich es als besonders wichtig, daß damit auch eingehend die soziale kompetens des hundes demonstriert wird, sprich, von diesem hund kann zu keiner zeit mehr gefahr ausgehen als von einem hund, der in diesem bereich keine vorbildung hat. im gegenteil!!

liegen wir wirklich soweit auseinander?

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#36
Nein Reinhard,

wir liegen mit unseren Auffassungen im Bezug auf den SD sicher nicht sehr weit auseinander. Darum geht es mir auch gar nicht.

Mir geht es darum, dass wir mit jeder Silbe, die wir den Gegenern des Schutzhundesports ein Plattform bieten, diesen in Misskredit zu bringen, eine Silbe zu viel geredet haben.

Ich weiß ja nicht, ob du z.B. den Artikel über die Gesundheit im Hundesport, hier speziell über den Schutzhundesport, in der letzten dhv-Zeitung gelesen hast. Wenn nicht, solltest du dir diesen einmal zu Gemüte führen. Er strotzt nur so von Fehlern über diese Sportart. Aber wenn ein einfacher Tierschützer diesen Artikel in die Hände bekommt, dann sind ihm aus dem Verbandsorgan des dhv die besten Argumente in die Hand gegeben worden, darfür zu plädieren, den Schutzhundesport wegen tierschutzrelevanter Ausbildung verbieten zu lassen, Dieser Tierschützer weiß nämlich nicht, dass ein Großteil der dort gemachten Aussagen zur Schutzhundeausbildung einfach nur (milde ausgedrückt) Schrott sind. Er nimmt das für bare Münze, steht der Artikel doch in der Verbandszeitung des für die Schutzhundeausbildung verantwortlichen Hauptverbandes.

Und wenn der schon alles dafür tut, dass man dem Schutzhundesport mit seinen eigenen Argumenten an den Kragen gehen kann, wer soll dann noch entgegensteuern können.

Darum bin ich dagegen, auch nur im geringsten am bestehenden Schutztzdienst zu rütteln, selbst wenn der ein oder andere Figurant nicht in der Lage sein sollte, den Anforderungen an eine langen Flucht nicht gerecht werden zu können. Da kann nämlich nicht der Hund etwas dafür, sondern ..., na ja lassen wir das!

Wir werden das im Sinne der Verbände schon richten! Gute Nacht Schutzhund!

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#37
hallo walter,

das argument hat mich überzeugt und ich werde meine aussagen zukünftig dahingehend dahingehend prüfen.

schönen tag

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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