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Bellen, gurgeln, jaulen
#1
Hallo ihr Lieben,
mit dem Theater was mein Hund auf dem Platz macht habe ich schon einige Ausbildungswarte zur Verzweiflung getrieben. Sobald er den Platz betritt fängt er an zu jaulen, es geht ihm alles nicht schnell genug. Er freut sich dermassen auf die Unterordnung das er fast ständig gurgelt oder bellt.
Beim Agility bellt er fast ständig. Und wird dadurch auch unkonzentrierter.

Dadurch ist er natürlich auch schwerer zu führen, da er sich oftmals in Rage bellt.

Wir sind keine Anfänger und ich führe ihn eigentlich recht erfolgreich in der Unterordnung aber es ist einfach nervig.

Wenn er dafür einen Ruck mit der Leine bekommt wird er nur noch lauter.

Bitte keine Tipps mit Teletakt, haben mir auch schon Ausbilder geraten, bin aber in dem Fall ein Gegner, da er ja vor Freude dieses Fehlverhalten zeigt.

Vielen Dank schon mal im Vorraus.
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#2
Hallo Skeiti,

hast Du es schon einmal mit dem Gegenteil versucht? Damit meine ich z.B. ein besonders gern genommenes Leckerchen wenn er nicht jault zu geben und damit das "leise Bleiben" zu belohnen. Bei mir wurde das Gewinsel und Gejaule vor dem Rausgehen so schlimm, dass ich auch bald nicht mehr wusste wie ich damit umgehen sollte.

Nun lasse ich sie Sitz machen und belohne ihr "Nichtjaulen" mit einem gern genommenen Leckerbissen. Damit wurde es innerhalb recht kurzer Zeit schon rel. gut handlebar und wir arbeiten noch daran. Alea (aus dem griechischen = die der Worte mächtige) macht ihrem Namen alle Ehre und wenn sie sich freut ist sie eben auch dauernd am Winseln, Jaulen und Bellen.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#3
Hallo Skeiti,

ich kenne das Problem :w:... Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Rüden, der vor Trieb nur so platzte - entsprechend laut war er. Anfangs konnte ich in der UO kaum meine eigenen Kommandos verstehen, es war grauenvoll. Dabei lief er eigentlich recht gut.

Jedenfalls bekam ich damals Millionen Tips mit allen möglichen Druckvarianten - angefangen über Stachel bis zur Schlinge. Alles machte ihn eigentlich eher noch lauter, weil er sich immer mehr hochdrehte. Schließlich habe ich das Problem dann doch in den Griff bekommen, zwar etwas unkonventionell, aber höchst erfolgreich.

Der Hund fing schon im Anhänger an zu jaulen, bevor ich ihn überhaupt heraus geholt habe. Tür auf - Geschrei. Nun, wenn er anfing zu jammern - Tür wieder zu. Ruckzuck war er ruhig bis er draußen war. Dann ging es wieder los. Ich - nein, nein, so nicht (ganz ruhig). Klappe auf, Hund rein, weggegangen. Wenn Ruhe war, Hund wieder raus. Wieder Geschrei - das gleiche Procedere von vorn. Na, die erste Woche bin ich nicht einmal bis zum Platz gekommen ;eye:! Aber nachdem er die Geschichte geschnakelt hatte, war er fein ruhig. Manchmal fing er auf dem Platz nochmal an (vor dem Bringen besonders), dann nahm ich ihn ruhig aber konsequent wieder mit (nein, nein, sooo nicht...) und ab in den Hänger.

Danach war das Thema eigentlich durch, allerdings durfte ich ihn nie mit zu viel Bestätigung arbeiten, am besten nur Futter und vielleicht am Ende mal ein bißchen Spiel. Schade eigentlich, denn ich spiele nun mal für mein Leben gern bei der Arbeit...

LG

Bine
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#4
Hallo Skeiti,

Hund an der Leine auf den Platz.
Wenn er jault, sofort kommentarlos abwenden, und jemand anders (wenn das mit deinem Hund geht) führt ihn vom Platz ins Auto, Box.
Nach einer viertel Stunde abholen und neuer Versuch.
Absolute Konsequenz – auch im Alltag beim Jaulen - , sonst wird es zur unerwünschten variablen Verstärkung und noch schlimmer.

Jault der Hund nicht, etwas wenig Triebvolles trainieren und geringerwertig als sonst bestätigen.
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#5
Kann mich allen 3 vorangeganenen Beträgen anschließen.
Dein Hund muss lernen, daß er nur mit Ruhe zum Erfolg kommt.Bis jetzt hat er nur das Gegenteil gelernt. Bellen, jaulen und rumzappeln bringen mich weiter.
Auch das leiseste Winseln gehört dazu.
Mit den Übungen schon zu hause anfangen.
Was vielen HF besonders schwer fällt ist der Aufbruch zum Spaziergang.
Hund regt sich auf schon wenn die Leine in die Hand genommen wird.
Und was lernt er dabei meist schon als Welpe? Ausflippen bringt Spaß.

In der Zeitschrift "Akte Hund" bietet Hans Schlegel zu diesem Problem super
Lernschritte an. :i:

Schnusi Smile
Nicht die Überlegung - wie bestrafe ich meinen Hund - sondern - wie belohne ich meinen Hund-
zeichnet einen guten Hundeführer aus !
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#6
Vielen Dank für eure Tipps, ich denke ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren, mit dem Wegbringen. Werde damit bei uns im Verein allerdings wenig akzeptanz bekommen, die meisten meinen es bringt nichts.
Habe es schon mal probiert allerdings aufgrund der Reaktionen nur kurz und nicht konsequent genug.
Habe auch schon überlegt in bei jedem Jaulen ins Platz zu schicken, da er da immer ruhig ist. Naja mal schauen.

So dann vielen Dank und wünscht mir Glück es wäre ja ein Traum einen ruhigen HUnd zu haben.
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#7
Hallo Skeiti,

bei mir haben sie damals auch gelacht... Aber, wie heißt es so schön, wer zuletzt lacht, lacht am besten!

Es ist DEIN Hund, und manchmal muss man seinen inneren Schweinehund besiegen und auf die Meinung anderer pfeifen! Mit Druck machst Du nur zusätzlich Trieb, also bau den ab!

Wenn Du es allerdings anfängst, mußt Du es auch durchziehen, sonst beraubst Du Dich für die Zukunft dieser Möglichkeit. Lernt der Hund, dass er die besseren Nerven hat als Du, wirst Du es um so schwerer haben!

Viel Glück - und lass die anderen ruhig ihre dummen Bemerkungen machen oder gar lachen!

LG

Bine
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#8
Hallo Skeiti,

...wenig Akzeptanz und bringt nichts.....

Auch darum fang zu hause an!
Denk doch einfach mal nach. Wie lernt ein Hund?
Durch Erfolg und Mißerfolg.

Ein kleines Beispiel zum Mut machen.
Eine Bekannte bekommt von ihren Kindern einen DSH-Rüden zum Geburtstag geschenkt. Auf meine Frage ob sie nicht mal mit ihm zum Üben (Hund war mitlerweile 2 Jahre) auf den Platz kommen will, bekam ich zur Antwort:
"Ne!Da blamier ich mich bloß.Wenn mein Hund andere Hunde sieht flippt er
total aus, weil er rumtoben will.
Dem Hund zuliebe,habe ich ihr dann angeboten zum Üben zu mir nach Hause zu kommen. Da sind dann auch zur Ablenkung noch andere Hunde.
3 Tage später stand sie dann bei uns am Gartenzaun mit einem riesengroßen Rüden,der sich wie wild an der Leine gebärdete.

Ich gab ihr dann die gleichen Ratschläge, die du hier im Forum von uns allen bekommen hast.

1 Woche später stand sie dann wieder am Zaun.Und der Riese saß neben dieser kleinen Frau,schaute sie an und wartete vollkommen ruhig auf das "Lauf".

Sei einfach k o n s e q u e n t !!!

Gruss Schnusi Smile

....und auch unsere vierbeinigen Freunde lernen am besten duch Erfolg und
Misserfolg...
Konrad Lorenz
Nicht die Überlegung - wie bestrafe ich meinen Hund - sondern - wie belohne ich meinen Hund-
zeichnet einen guten Hundeführer aus !
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#9
Ich sagte ja bereits das ich es auf jeden Fall mal ausprobieren will.
Aber zu Hause kann ich leider nicht üben, da es zu Hause immer ganz ruhig ist und absolut keinen Ton sagt, auch beim Spielen nicht.
Er macht den Krach nur auf dem Platz.
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#10
Wie ist er auf anderen Plätzen?
Generell stimme ich mit den Vorrednern überein, konsequent wegpacken wenn er schreit. Ich kenne aber einen Hund, bei dem nach einiger Zeit auf allen Plätzen funktionierte, aber im "Stammverein" war nix mehr zu machen. Da wurde es zwar wesentlich besser, aber ganz weg hat der Besitzer es auf diesem speziellen Platz nie gebracht.
Ein Hund denkt: Er bringt mir Nahrung - er muss ein Gott sein.
Ein Windhund denkt: Er bringt mir Nahrung - Ich muss ein Gott sein!
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