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Fragen zum Wachdienst
#1
Hallo zusammen !

Einige Fragen zur Konzeption der Bewachung unseres Platzes der recht gross ist und auf dem wir in mehreren kleinen Hüttchen in der Natur leben. Meine Basha ist jetzt 11 monate alt und soll bals Nachts frei herumlaufen um den nächtlichen überfällen die hier leider recht häufig sind entgegezuwirken. Später soll dann noch ein 2. schäferhund dazukommen. Um das grosse Gelände wird ein natürlicher Zaun + Draht entstehen der das Rever noch klarer markiert.Bis jetzt wollte ich in die Schutzhundausbildung einsteigen allerdins gebt es bedenken aus folgendem Grund: Wenn jetzt eindringlinge kommen, (hier immer bewaffnet) und der ausgebildete Hund stellen will also in Ausbellposition steht wartet er jawohl bis ich komme und die situation kläre. Jetzt bin ich aber kein mutiger bewaffneter Polizist und bleibe in so einer situation lieber im Hüttchen (oft kommen sie auch nicht allein). Ebenso geht es meinen Geschwistern. Die Frage ist jetzt wie sich ein oder 2 Hunde verhalten werden die keine ausgesprochene Schutzhundausbilung mitgemacht haben. Den richtigen Trieb (zumal si ja auch noch älter wird)hätte meine Hündin wohl schon.

(Perdon - Ich schreib einfach mal alle fragen auch wenns viele sind ! )

Wäre es denkbar dass sie einfach bellen die Eindringlinge verjagen ohne eine ausgesprochene Entscheidungssituation herbeizuführen, oder kann ich sie evtl. aus der Ferne zurückpfeifen?
(Wenn sie z.B. schon am Arm hängen kann ich wohl aus der Ferne kaum was machen – wenn sie schon beim Beutespiel einiges braucht bis sie den Ball freigibt)

Stellen die die Eindringlinge schon von Natur aus ?

Würden sie ohne Ausbildung wohl auch beissen wenn sie Gefahr wittern oder verteidigen sie mich dann nur wenn ich direkt angegriffen werde?

Ist es ratsam das Fass auch ohne die ganze Ausbildung zu trainieren also ohne stellen etc.?

Hat jemand Erfahrung aus welcher Entfernung ein Hund merkt wenn jemand kommt ? Am besten wäre es ja er würde immer etwas herumlaufen um so alles abzudecken!

Kann ein Hund ein sehr grosse Gebiet überhaupt ganz als sein Revier „erkennen“?

Noch ein Punkt wäre das wir (ich lebe in einer katholischen Gemeinschaft und beten waerend der ganzen Nacht abwechselnd in der Kapelle)abwechselnd nachts die Hütten verlassen und der Hund (die Hunde) uns dann begleiten sollten. Es ist die überlegung mit Pfeifen zu arbeiten und sich so abholen zu lassen. Habe etwas von ultraschall pfeifen oder so gehört die nur der hund hören soll. Was ist davon zu halten und wo bekomme ich die am besten ? Die alternmative oder in Kombination ist dass der Hund auf Kommando zu betimmten Plätzen läuft. Ist das sehr schwierig beizubringen und kann man ihm dann auch beibringe dass er bellt wenn er an dem Ort angekommen ist ?

Soweit erstmal, das sind jetzt einige Fragen, und bin sehr froh für jede Antwort weil hier der Schutz reel mal sehr konkret gebraucht wird.

Benedikt (Ecuador)
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#2
Aua - wenn ich das lese muss ich auch die ganze Nacht beten ....

Hoffe Dein Betrag war ein Witz ... Falls nicht ....

:help: :peng
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#3
11 Monate, frei rumlaufen und einen bewaffneten stellen? Hallo gehts noch? Ich denke wie Cowboy, und hoffe dieser Beitrag ist nicht Dein Ernst.

Grüße vonderfrechenmeute
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#4
Wenn ich diese Antworten lese wird mir schlecht. Wenn Ihr Euch auf dem Hundeplatz Neulingen gegenüber die auch keine Ahnung haben genauso verhaltet, muß man sich nicht wundern das es mit dem Hundesport immer weiter bergab geht
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#5
Hallo Reiner112,
wieso Cowboy1964 hat doch die richtige Antwort gegeben.
Natürlich kann ein so junger Hund das alles nicht bewältigen.
Allein das zu verlangen, fehlt mir der Glaube.Ich halte das ganze auch für einen Witz.
LG Kathrin _w_
Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. Friedrich der Grosse.
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#6
Hallo Benedikt,

das Verhalten, was Du von Deinem Hund bzw. Deinen Hunden haben möchtest, kann durchaus antrainiert werden. Z.B. daß die Hunde auf Ruf kommen oder sich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Plätzen einfinden. Hier arbeitet man mit positiver Bestätigung. Wenn ein Hund weiß daß er an bestimmten Plätzen und zu bestimmten Zeiten Zuwendung und Futterbelohnung erhält, dann wird er sich mit der Zeit regelmäßig dort einfeinden.

Zur Art des Verhaltens des/der Hunde bei nächtlichen Überfällen: Hier solltest Du genau wissen was Du von Deinen Hunden erwartest. Hier bei uns dürfen Hunde nur als "Alarmanlagen" arbeiten, d.h. sie sollen durch Gebell Einbrecher abschrecken. Beißen dürfen sie eher weniger, da bekommst Du als Hundehalter in unserem Land u.U. massive Probleme, wenn Dein Hund jemanden beißt der unbefugt über Deinen Zaun steigt. Die Abschreckung durch Gebell funktioniert in unserem dichtbesiedelten Land auch ganz gut. Bei Euch liegt aber eine völlig andere Situation vor.

Du mußt erst einmal wissen, was Du von den Hunden erwartest, wenn bei Euch bewaffnete Eindringlinge über den Zaun steigen. Sollen die den Eindringlingen sofort ans Leder gehen? Oder sollen sie Euch durch Gebell warnen? Wenn letzteres der Fall ist, hätten die Eindringlinge genügend Zeit, die Hunde abzuschießen. Und es müßten weitere Aktionen von Euch aus erfolgen.

Es ist also ein Unterschied ob die Hunde Euch auf Eindringlinge aufmerksam machen sollen, also als "Alarmanlage" fungieren, oder ob die Eindringlinge direkt mit den Hunden konfrontiert werden sollen und dann quasi aus Respekt vor diesen nicht mehr bei Euch einsteigen. Bei letzterem brauchst Du einen Hund, der selbst entscheidet was zu tun ist. Hier wäre es gut, wenn sich mal Spezialisten aus dem Wachdienst melden würden auf Deine Frage. Ich selbst würde in Deinem Fall vermutlich den Hund bevorzugen, der bewaffneten Eindringlingen keine Chance gibt eher zu agieren als er selbst.

Wie läuft denn das Zusammenleben mit Basha in Eurer Gemeinde? Da hattest Du ja im Vorfeld viele Fragen. Hat sie sich harmonisch in das Leben Eurer Gemeinschaft eingefügt?

@all: Andere Länder, andere Sitten (auch bezogen auf die Einbrechermentalität). Benedikt's Situation im Dschungel von Equador ist wohl kaum mit der von uns deutschen Hundehaltern zu vergleichen.

http://www.auswaertiges-amt.de/sid_6BD0F..._node.html

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#7
Antje, ich muss dir wohl Recht geben - andere Länder, andere Sitten.

Das vom Hund Verlangte sollte wohl schon realisierbar sein, zumindest grundsätzlich. Fraglich ist für mich, ob man das hinbekommt, wenn man eigentlich nicht so wirklich eine Ahnung hat, wie man es anfangen soll, sprich in Sachen Hund noch relativ "unbeleckt" ist.
Abgesehen davon bin ich der Ansicht, dass ein 11 Monate alter Hund noch lange nicht in der Lage ist, das Verlangte zu erfüllen. Von Heute auf Morgen wird das nicht funktionieren.

Einem Hund beizubringen auf einen Pfiff oder ähnliches zu mir zu kommen, um mich zu begleiten, sollte noch die einfachste Übung sein. Natürlich kann man ihm auch beibringen zu bellen, wenn er an einem Ort angekommen ist - allerdings würde ich ihn nur auf Kommando der Person, die er begleitet bzw. die ihn gerufen hat, bellen lassen. Es nützt ja nichts, wenn der Hund selbständig bellt, wenn er angekommen ist, die Person aber unterwegs "abhanden" gekommen ist. So kann die Person ein Hörzeichen geben, z.B. "Laut" und Hund muss bellen.
Abgesehen davon halte ich es für nicht so klug, den Hund in solchen Situationen bellen zu lassen. Einigen Mitgliedern bei euch wird es schwerfallen zu unterscheiden, ob der Hund bellt, weil er "angekommen" ist oder weil er Einbrecher anbellt und das Gebell könnte sie daher durchaus erschrecken.

Ich würde vllt. überlegen, einen ausgebildeten Hund zu kaufen. Vor allem aber würde ich das Gelände richtig einzäunen. Hoch, am besten noch mit Stacheldraht und vor allem mit einem stabilen Zaun, um schon dadurch etwas Prävention zu leisten.
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#8
tiefschwarz,'index.php?page=Thread&postID=108443#post108443' schrieb:Fraglich ist für mich, ob man das hinbekommt, wenn man eigentlich nicht so wirklich eine Ahnung hat, wie man es anfangen soll, sprich in Sachen Hund noch relativ "unbeleckt" ist.

Jeder von uns hat mal angefangen. Und Benedikt versucht so viel Informationen zu erhalten wie möglich. Seine Situation vor Ort ist nicht zu vergleichen mit der unsrigen, wo alle paar km ein Hundeplatz ist und man die Leute direkt fragen kann. Wenn der/die Hunde eine entsprechende Grundveranlagung besitzen und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen, werden sie den Großteil der Funktionen, die man von ihnen erwartet, ohne Ausbildung erfüllen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und damit er diese so gestalten kann daß sie stimmen, deswegen fragt Benedikt ja hier nach.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#9
Hallo
so einen Quatsch hab ich hier im Forum noch nie gelesen. :feuerteufel:
das ist wohl ein Fall für die Chichatrie

hier ist wohl auch ein Hundeflüsterer machtlos.

schöne Grüße
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#10
Hallo zusammen,
ich denke in diesen Ländern ist das kein Witz,...! ECUADOR!!

Benedikt, um dir und deiner Hündin einiges Kopfzerbrechen zu ersparen und vielleicht den sicheren Tod, denke ich, gibt es nur eine Möglichkeit.

Ein normal ausgebildeter Schutzhund ist erstmal ein Sporthund, man könnte sehr viel darüberschreiben, das es nicht so ist, oder das es unterschiedliche Sporthunde gibt, die auch Zivil ihre Arbeit machen, das würde hier zuweit führen.

Deine Hündin ist noch zu jung um ernsthaft Angriffe abzuwehren oder zu verteidigen, sie würde sicherlich mit Ihrem Leben bezahlen.

Deshalb mein Vorschlag, deine junge Hündin in der Nähe der Hütten, in einem Zwinger oder Freilaufgehege patrollieren lassen und sie trainieren auch Alamieren durch Bellen.

Ein zweiter Hund, der vom Alter her erwachsen ist, Zivilarbeit kennt, und wirklich direkt angreift, wird bei "Bedrohung" freigelassen, dieser Hund muß bestimmte Voraussetzungen erfüllen, Dominanz, Selbstbewußt, Verteidigen, dieser Hund braucht nur drei Kommandos zu beherrschen, Pack, Aus, Hier,...dieser Hund sollte ein oder höchsten Zweit Bezugspersonen haben, die Ihn versorgen, dieser Hund kann nicht im Sport geführt werden, denn so ein Wachhund, wird und sollte (um seine Arbeit zu verrichten) seine Bezugspersonen tolerieren, mehr nicht,...! Diese Komanndos kannst du natürlich auch auf Pfeifsignale konditionieren. bestimmte Plätze anlaufen ist Ausbildungstechnisch kein Problem, da du die Plätze mit Futterboxen trainieren kannst, ohne das dieser Wachhund sich mehr als nötig dir unterordnen oder anschließen muß.

dieses Thema ist sehr schwierig, besonders da es hierzulande eine ganz andere Auffassung gegenüber angreifenden und verteidigten Hunden gibt, für Privatpersonen strafbar, aber ich hoffe ich konnte dir bei deinen Überlegungen helfen.

Claudia
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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