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Hallo Hundefreunde
Wir möchten uns gerne einen Schäfer als Gemeinschafts und auch Wachhund zulegen. Wir leben in einem Gemeinschaftlichen lebenszussamenhang und desshalb gibts da einege Fragen damit der Hund sich dann auch in geordneten Struckturen wiederfindet, was ja sehr wichtig ist. Habe gelesen dass man den Privatbereich des Hundes dauerhaft festlegen soll und moeglichst soll es nur einer sein. Wir leben (Ecuador)auf einem groesseren Platz in der Natur in Einzelhüttchen, die Küche ist ein gemeinschaftlicher Platz. Damit der Hund nicht zuviel alleine ist und sich an alle gewöhnen kann hatte ich gedacht dass er etl. vormittags(von 8-13 kann ich nicht anwesend sein) einen festen Platz bei der küche haben könnte und Nachmittags(etl.nachts) sich bei meiner Hütte aufhalten könnte wo er entweder daneben eine Hundehútte bekäme oder direkt bei mir sein könnte. Damit hätte er dann zwei fest Pätze. Ist das OK ?
Soll ich den Welpen anfangs bei mir neben den Bett haben und kann ich ihn dann spaeter auf die Hundehütte umgewöhnen damit der Hund dann von dort aus den Wachdienst erfüllen kann ?
Wieviel Auslauf braucht der Hund wenn er sich nachts etl. frei auf dem grossen Gelände bewegen kann ? Ich koennte mittags z.B 1,5 h mit ihm unterwegs sein + die zusaetzlichen Verpflichtungen, vormittags evtl. noch jemand der Germeinschaft.
Arbeitet man auf einem offenen Platz besser mit leinen, oder kann ich den Hund gut an sein Territorium gewoehnen, oder tags wenn viele Gaeste kommen mit Leine und Nachts frei ? (Wir haben auch einen Waechter, denke aber da ich die Vertrauensperson sein werde, dass er dann nicht direkt nachts bei ihm sein wird, da er ja dann nochmal einen anderen "Wohnort(Waechterhuette)haette".
Danke fuer eure Antworten auf die doch grundsaetzlichen und etwas verschiedenen fragen ! Lass mich gerne korrigiren wenn meine Vorstellungen unrealistisch sein sollten !
Benedikt
Welche Erfahrung hast du und die anderen Bewohner mit Hunden?
Hat von euch mal jemand bereits einen Hund ausgebildet?
Wenn ihr euch einen Welpen holt dann dauert es ein ganzes Weilchen bis ihr einen Wachhund habt, der Hund muss auch sozialisiert und ausgebildet werden. Er braucht den richtigen Trieb und die Veranlagung zum Schutz.
In eurer Situation wuerde ich schon fast zu einem ausgebildeten Hund greifen und mir kein Welpe zulegen.
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Hallo Benedikt, herzlich willkommen im Forum! Darf ich nachfragen, was Du Dir unter Gemeinschaftshund vorstellst? Es ist meiner Meinung nach so, dass ein Hund zunächst eine feste Bezugsperson braucht, vor allem, wenn er sehr jung ist. Der Ort, wo er sich aufhält, ist dabei eher zweitranging, es sei denn, Du packst ihn in einen Zwinger, was der Sozialisierung aber nicht dient. Wichtig ist, dass er einen oder zwei Menschen hat, zu denen er Bindung und Vertrauen aufbauen kann - diese sollten ihn dann nach Möglichkeit auch ausbilden und fördern. Dann sehe ich auch für einen Welpen gute oder sogar bessere Chancen als für einen bereits fertigen Hund, sich in die Gemeinschaft zu integrieren.
Gruß nach Ecuador!
Gaby
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Hallo Benedikt,
ich würde den Welpen/Junghund am Anfang nachts auf jeden Fall mit in den Wohnebreich nehmen. Ich zwar etwas stressig zu Beginn, allerdings lernen die Welpen schnell daß Ruhe herrscht wenn der Mensch ins Bett geht. Abends als letztes und morgens als erstes muß man natürlich sofort raus mit dem Kleinen, sonst hat man Pfützchen in der Wohnung. Auf diese Weise baust Du leicht die für das ganze Hundeleben wichtige Beziehung zu diesem Hund auf.
Ein Zwinger bzw. Auslauf neben der Hütte, in dem man den Hund bei Abwesenheit sicher verwahren kann, so daß er niemand belästigen und sich auch nicht selbst gefährden kann, wäre nicht schlecht. Auch an diesen sollte man den Welpen gleich gewöhnen, indem man ihn tagsüber möglichst immer zu festen Zeiten immer mal wieder dort hinein sperrt, anfangs nur kurz und dann wenn er müde ist. Er braucht darin etwas zur Beschäftigung, z.B. wirklich stabiles Spielzeug, durch das er sich nicht irgendwie verletzen oder war er verschlucken kann. Meine Welpen erhalten im Zwinger/Auslauf z.B. große Gelenkknochen zum Benagen, darüber schlafen sie meist irgendwann ein. So gewöhnen sie sich recht schnell auch an einen Aufenthalt im Auslauf/Zwinger.
Wirklich wachen wird der Hund erst dann, wenn er erwachsen ist. Von einem Kind kannst Du auch nicht erwarten, daß es seine Famile schützt. Bei Hunden wird so eine Aufgabe auch nur von den Erwachsenen übernommen.
Wenn sich der Hund nachts frei bewegen kann und man tagsüber ca. 1,5 Stunden mit ihm läuft, ist das mehr als ausreichend. Für einen Welpen und Junghund ist das sogar viel zu viel! Man kann sich grob an der "5-Minuten-Regel" orientieren: Pro Lebensmonat sollte man nicht mehr als 5 Minuten am Stück mit dem Welpen laufen. Also im Alter von 8 Wochen ca. 10 Minuten am Stück mit dem Welpen marschieren, im Alter von 12 Wochen ca. 15 Minuten am Stück laufen usw. Das gleiche betrifft das Spielen mit dem Welpen. Das kann bzw. sollte man natürlich mehrmals am Tag machen. Wenn sich der Welpe/Junghund zusätzlich auf dem Grundstück frei bewegen und spielen kann, einen bei der Verrichtung der täglichen Arbeiten begleitet, reicht das völlig aus an Bewegung für einen Welpen/Junghund.
Wie Du den Hund später ausbilden mußt, hängt individuell vom einzelnen Hund ab. Es gibt welche, die eine sehr starke Beziehung zu "ihrem" Menschen aufbauen. Für diese Hunde brauchst Du später so gut wie keine Leine und keine Zäune. Es gibt aber auch Hunde, die selbstständiger sind. Bei diesen Hunden kann es notwendig werden, z.B. zeitweise mit einer Schleppleine zu arbeiten. Aber egal wie der Hund mental "gestrickt" ist: Wenn Du von Anfang an erwünschstes Verhalten beim Welpen bzw. Junghund konsequent positiv bestätigst (z.B. das Herankommen auf Ruf), wirst Du später in der Ausbildung des Hundes weniger Probleme haben.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
Zitat:ich würde den Welpen/Junghund am Anfang nachts auf jeden Fall mit in den
Wohnebreich nehmen. Ich zwar etwas stressig zu Beginn, allerdings
lernen die Welpen schnell daß Ruhe herrscht wenn der Mensch ins Bett
geht. Abends als letztes und morgens als erstes muß man natürlich sofort
raus mit dem Kleinen, sonst hat man Pfützchen in der Wohnung.
Bei einem Welpen reicht nicht einmal Abends und dann wieder am naechsten Morgen.
Wenn man wirklich keine Unfaelle moechte dann sollte man auch nochmal 1 oder 2 Uhr morgens rausgehen. Gerade ein 8-14 Wochen alter Welpe kann es die Nacht ueber noch nicht halten. Was jedoch die Amerikaner sehr viel machen ist das so genannte Crate Training (welches ich nur fuer ueber die Nacht empfehlen kann) wo der Welpe dann ueber die Nacht, neben dem Bett (ganz wichtig), in einen Kennel kommt.
So kann er Nachts keinen Unsinn anstellen und normalerweise Pinkeln sie nicht auf ihre Schlafstaette, das funktioniert aber auch nur wenn man wirklich noch mal zwischendrinn rausgeht.
Und wie gesagt, auch wirklich nur ueber die Nacht nutzen und nicht als " der geht mir auf die Nerven" Wegsperrmoeglichkeit missbrauchen.
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Hallo Charisma,
bisher waren alle meine Welpen ab der 8. Woche nachts "trocken", wenn sie mit im Schlafzimmer waren. Ein- oder max. zweimal ein Pfützchen irgendwo. Wenn ich ehrlich bin lag das aber jedesmal an mir, weil ich nicht wirklich sofort aufgestanden bin nachem ich wach geworden bin.
Setzt man den Welpen anfang in einen Kennel neben das Bett, wird er sich ab der ersten Nacht durch deutliche Unruhe melden wenn er muß, da er seinen Schlafplatz nicht verunreinigen möchte. Voraussetzung dafür ist natürlich, daß der Welpe beim Züchter frühzeitig die Wurfkiste verlassen konnte. Manche Züchter legen ihren Welpenkäufern für die spätere Sauberkeitserziehung große Steine in den Weg dadurch, daß sie die Welpen nach der 3. Woche noch in der Wurfkiste einsperren.
Wenn man konsequent abends als letztes und morgens früh gleich als erstes mit dem Welpen raus geht, ist es i.d.R. auch mit einem Welpen, der nicht in einem Kennel schläft, kein Problem mit dem sauber werden. Der Welpe muß halt sofort nachdem er wach wird. Natürlich spielen da die Fütterungszeiten auch eine Rolle. Und großartig Herumtoben sollte man mit dem Welpen auch nicht mehr kurz vor dem Schlafen gehen, so daß er keinen großen Durst bekommt, durch den er sich wohlmöglich noch mal so richtig voll säuft.
Grüße
Antje
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Hallo Antje,
ich gebe Dir voll Recht. Ich habe z. Zt. aus meinem Wurf noch 3 Welpen bei mir. Sie sind alle stubenrein.
Ich sperre sie auch nicht ein. Bei mir ist nachts immer nur ein Welpe im Haus. Es geht immer abwechselnd.
Sie sind Haus und Zwinger gewöhnt. Ich bin in der glücklichen Lage daß mein Zuhause auch mein Arbeitsplatz ist.
So kommen die Welpen regelmäßig zu festen Zeiten raus und die Zwinger bleiben sauber.
Schöne Grüße aus Mittelholstein,
Renate
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Vielen Dank bin ganz baff wie schnell und gute Antworten man hier bekommt.(alle haben mir etwas weitergeholfen !)
Habe also herausgehört das das mit dem einen Platz für den Hund doch kein absolutes Dogma ist. Denke dann wird er einen festen Platz bei meinem Hüttchen bekommen, als Welpe in der Hütte, dann daneben (kann es Hundehütte in kombination mit Schleppleine -das ist doch die sich verlängert- sein. -ist das dann sowas wie ein Auslauf ?) und wenn möglich-vom Hund her- auch frei. Dann wenn ich weg bin ähnliches modell im Küchenbereich. (in manchen foren ist es den Leuten ueberwichtig dass der Hund immer den gleichen Platz hat ist aber wohl relativ wichtiger dass ich eine dauerhaft feste Bezugsperson bin und ihm seine Plätze "erkläre".
Wir haben noch keine Erfahrung mit Hunden, ich möchete ihn aber selbst erziehen (vom Welpen ab) und mich stuck fuer stück reinarbeiten.- dass er nicht gleich wacht ist tatsaechlich ein Nachteil.
Nachts raus mit dem kleinen ist kein problem . wenn nötig.
Wegen der Auslaufzeit: Hatte hatt immer wieder gelesen dass ein Schäfer schon 3-4 h am Tag benötigt was aber bei meinem Studium (8-13 Uhr abwesens) nicht machbar ist.- das it wohl mehr fuer Stadt-wohnungshunde.
Bekomme demnaecht Besuch aus DT : kann mir jemand ein Buch empfehlen oder mehrere fuer erziehung vom Welpen ab und oder auch evtl. was Wachhunde angeht (z.B dass er keine fremden "leckerbissen annimmt", Gaeste von Räubern unterscheiden lernt etc. falls das keine Utopien sind)
Ist trieb und Veranlagung zum Schutz sehr verschieden beim Schäfer? Hier in Ecuador sehe ich meist so zwei klassen von angeboten: bei der ersten kostendie welpen um die 450 Dollar in der 2. um die 150 Dollar (Ecuador): alle sage "linea de trabajo"= 100 prozent Arbeitslinie. Haengt der Preis nur von Papieren oder optischen erfolgen der Eltern ab oder mus ich mit deutlichen unterschieden und tauglichkeitsgraden fuer die erzierhung rechnen. ( Bin hier halt nicht in Deutschland wo das alles so gut geregelt und bezeugt ist, glaube auch nicht dass die 2. klasse unbedingt die schlechtere wahl sein muss.
Wie lange darf ein Welpe am Tag alleine sein ? - Uf viele Fragen DANKE
Muchas Gracias !
Benedikt
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Hallo Benedikt,
für einen Anfänger in der Hundehaltung/Ausbildung wäre es von Vorteil, jemanden vor Ort zu haben, der einem Hilfestellung geben kann. Es gibt so viele Möglichkeiten, in der Aufzucht und Ausbildung bzw. schon beim Kauf so vieles falsch oder richtig zu machen. Oft sind es Kleinigkeiten im Verhaltes des/der Menschen, die gerade den Welpen/Junghund in seiner Persönlichkeitsentwicklung prägen, positiv wie negativ. Es ist nicht unmöglich, aber doch u.U. recht schwer, als Anfänger alleine damit zurecht zu kommen.
Möglicherweise wäre es von Vorteil, einen Hund zu erwerben, der bereits etwas älter ist und für Fehler in der Aufzucht nicht (mehr) so anfällig ist wie ein Welpe und der vielleicht schon eine gewisse Grundausbildung besitzt. Wobei auch ein z.B. 8 bis 10 Monate alter oder vielleicht noch älterer Hund von seinem Wesen her stark abhängig ist von dem Umgang, den der Mensch mit ihm pflegt. Neben genetischen Faktoren.
In erster Linie solltest Du Deinen/Euren künftigen Hund als zusätzliches Familenmitglied ansehen und behandeln. Das Familenleben von Hunden und Menschen ist sich ziemlich ähnlich, weswegen Mensch und Hund fast überall auf der Weltharmonisch miteinander zusammen leben können. Was ein Hund braucht, sind stabile soziale Strukturen innerhalb der Gruppe, in welcher er lebt. Nur wenn er sich als Teil dieser Gruppe empfindet, wird er als erwachsenes Gruppenmitglied Aufgaben übernehmen können, welche die Ressourcen der ganzen Gruppe schützen. Wozu auch gehört das Territorium bzw. das "Revier" seines "Rudels" zu sichern und "seine Rudelmitglieder" im Ernstfall ggf. aktiv zu verteidigen.
In Bezug auf Letzteres darf man aber nicht zu viel von einem Hund erwarten. Lassie und Rintintin gibt es nur auf der Leinwand. Natürlich bellt ein normal veranlagter Hund, der halbwegs in seine Familie integriert ist und normal behandelt wird (wobei es da rassebedingt auch Ausnahmen gibt), wenn er Nachts etwas Ungewöhnliches in seinem Territorium wahr nimmt. In wie weit er auch wirklich zupacken würde, wenn es "hart auf hart" geht, ist eine andere Sache. Man darf auch nicht erwarten, daß ein Hund ausschließlich Bösewichte stellt, aber andere Menschen, die nix böses wollen, ungeschoren läßt. Entweder ein Hund stellt jeden Fremden, der das Territorium betritt, oder aber gar keinen. Was bedeutet, daß man einen Hund, der Fremde stellt, zu Zeiten, in denen man weiß daß Fremde das Territorium betreten könnten, nicht unbeaufsichtigt herum laufen läßt.
Natürlich kannst Du einen Hund so ausbilden, daß er jeden "stellt" und auch zupackt. Solch ein Hund muß aber sehr sorgfältig gehalten werden, er stellt eine Waffe dar, und kann bei Fehlern im Umgang mit ihm auch mal ernsthaft zupacken in Sítuationen, in denen man das nicht will. I.d.R. reicht zum Bewachen eines bewohnten Geländes das normale Sozialverhalten eines entsprechend veranlagten Hundes völlig aus, wenn dieser artgerecht gehalten und behandelt wird.
Zu Deinen Fragen: Ein "Auslauf" bzw. "Zwinger" ist ein umzäunter Bereich, den der Hund nicht alleine verlassen kann. In Deutschland haben wir Vorschriften dafür, z.B. daß dieser für einen einzelnen Hund in Schäferhudngröße nicht kleiner sein darf als 8 Quadratmeter. Wobei die Bedeutung der genauen Größe in den Hintergrund tritt, wenn der Hund darin nur wenige Stunden des Tages verbringt. Eine andere Möglichkeit der "sicheren Verwahrung" eines Hundes wäre die Anbindehaltung. Sprich eine Schutzhütte, an welcher der Hund angekettet ist. Für einen stundenweisen Aufenthalt auch eine Alternative. Wobei wir in Deutschland dafür nur noch sog.Laufleinen verwenden dürften. Dafür wird ein Stahlseil gespannt, z.B. zwischen zwei Bäumen, an welchem eine Kette, an der der Hund befestigt ist, einige Meter frei hin- und hergleiten kann.
Egal wie ein Hund während der Abwesenheit des Halters untergebracht ist, wichtig ist nicht nur, daß der Hund nicht ausbüxen kann in dieser Zeit, sondern auch, daß andere Menschen ihn nicht ärgern und reizen können. Gerade Kinder darf man in diesem Zusammenhang nicht unterschätzen. Ein Nachbar, der sich durch den anfangs jaulenden Welpen gestört fühlt, könnte den Welpen züchtigen, Kinder könnten ihn ärgern oder ihn, gutgemeint, anderweitig falsch behandeln. Dadurch kann ein an sich gut veranlagter Welpe/Junghund zu einem ängstlichen und/oder aggressiven Tier heran wachsen. Wenn Du tagsüber einige Stunden außer Haus bist, wäre es nicht verkehrt, wenn eine vertrauenswürdige Person in dieser Zeit, zumindest in den ersten Monaten, auf den Welpen/Junghund achtet, und auch später in dieser Zeit ein Auge auf ihn hat.
Wichtig für einen Hund, gerade für einen Welpen, ist ein geregelter Tagesablauf. Weniger wichtig (eher unnötig) ist es, daß sich der Hund immer an einem bestimmten Ort aufhält. D.h. schläft er nachts rgelmäßig bei Dir, läuft er morgens mit Dir ein kleines Stück spazieren und geht dann nach dem Frühstück in die Obhut einer anderen Person an einen anderen Ort, ist das in Ordnung. Du kannst Dich dann nachmittags mit ihm zusammen an wieder einem anderen Ort aufhalten, das macht dem Hund gar nichts. Wichtig ist für den Hund nicht so sehr der Ort, an dem er sich befindet, sondern Dauer und Qualität der Beschäftigung und des Zusammenlebens mit seinem/seinen Menschen.
Empfehlenswerte Literatur zu dem Thema gibt es u.a. von Thomas Baumann:
"...damit wir uns verstehen. Die Erziehung des Familienhundes"
"Was Hündchen nicht lernt...: Welpen und Junghunde verstehen, prägen und erziehen"
"Ich lauf schon mal vor...: Hundeerziehung und vieles mehr"
Zur Frage nach dem "woher": Die ist schwierig zu beantworten! Das, was einem ein Züchter/Verkäufer erzählt, kann wahr sein. Aber auch nicht... Schon hier im Mutterland des Schäferhundes wird diesbezüglich mancher Schindluder mit Welpenkäufern betrieben. Im Ausland ist das nicht anders. In wie weit die bei Euch angebotenen Schäferhundwelpen dem entsprechen, was Du für Deinen Gebrauch suchst, kann hier niemand beantworten. Wenn Du einen bestimmten Züchter ins Auge faßt, kannst Du ja mal die Namen der Zuchttiere hier einstellen, mit denen dieser züchtet. Möglicherweise kann man daraus Anhaltspunkte entnehmen, welche die Genetik bezüglich Gesundheit und Wesen betreffen. Denn auch wen es sich wirklich um Schäferhunde aus "Leistungs-/Arbeitslinien" handelt: auch innerhalb dieser Linien gibt es einige Unterschiede und Dinge, auf die man achten muß.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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