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Durchfall
#1
Hallo zusammen,
vielleicht kann mir jemand in der Sache helfen.
Habe seit zwei Monaten einen nun neun Monate alten DSH- Rüden. Der Vorbesitzer hat ihn mit Pedigree gefüttert.
Da ich von diesem Futter nichts halte und meine Hunde, die ich vorher hatte gebarft habe, wollte ich ihn auch auf diese Art der Ernährung umstellen. Ergebnis: Nur Durchfall! Der TA hat erstmal ne Wurmkur empfohlen (habe ich auch gemacht), anschließend Stuhluntersuchung, von wegen Darmentzündung etc. Weil mir das mit dem Durchfall zuviel wurde, habe ich angefangen (Nach Zwei Wochen) BewiDog zu füttern. Solange ich nur TF gebe ist auch jetzt alles okay. Aber sobald er auch nur einen Löffel Fleisch oder einen Brustbeinknochen oder Ochsenziemer bekommt, geht das Spielchen von vorne los. Das ist mir ein Rätsel.
Ich möchte ihn eigentlich nicht den Rest seines Lebens nur mit TF ernähren, weil was zum Kauen muss ja doch mal sein, oder?
Mir ist jetzt von meinem Futterhändler eine Heilerde empfohlen worden(Name habe ich leider vergessen). Diese soll die Darmwände mit eine Art Schutzfilm überziehen und regenieren, dass der Hund nicht mehr so empfindlich ist.
Zudem kommt noch, dass der kleine Mann sehr ängstlich ist, was ich auch in einem anderen Bereich in diesem Forum angeschnitten habe. Ob der Durchfall dann stressbedingt ist?
LG
Pina
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#2
Hallo Pina,

das mit dem Durchfall kenne ich nur zugut.Ich hatte das auch oft genug.
Allerdings habe ich jetzt einen AT(vorher einen DSH-Rüden).Bei beiden habe ich dieses Problem schon gehabt.Sollte mein Hund Durchfall haben mache ich folgendes:

Er bekommt Reis von BEWI DOG(1 Tasse),dazu Möhrengranulat,Heilerde von Bullrich oder Vetasyl-Kapseln(Soitzwegerich).Das 3x täglich.
Unser Großer hatte mit 2Jahren plötzlich eine Magenschleinmhautentzündung.Seit diesem Zeitpunkt gebe ich in regelmäßigen Abständen Joghurt,Frischkäse,Haselnüsse und Kokosraspeln gemahlen,zur Immunstärkung Echenacea-Tropfen(ab September 3xwöchentlich 15 Tropfen),Äpfel und Möhren geraspelt(das kannst du alles im Supermarkt bzw.in der Drogerie kaufen).
Als Futter bekommt er seit seinem 8.Lebensmonat Markus Mühle früh und abends eingeweicht Marengo(http://www.ich-will-futter.de).Ich habe mit beiden Futtermitteln super gute Erfahrungen gemacht.
Vielleicht wäre das ein Futter für dich und deinen Süßen.Mein Großer bekommt keine Schweinohren wegen dem Fett.Ich gebe Hufe.Die knappert er gern.Gibt es auf Schauen.


LG Quinn
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#3
Grüße Dich Pina,

bleib beim Trockenfutter und fütter drei kleine Portionen am Tag. Habe zwei Hunde die kommen damit absolut klar. Zufüttern mußt Du abschätzen, Kartoffeln oder Nudeln, Gemüse aber nur gekocht mit Reis das lieben meine beiden.
Hoffe konnte Dir ein paar Tips geben .

Gruß DogMan
Lieber stehend sterben, als knieend leben
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#4
Durchfall bei Fleisch?
Bauchspeicheldrüse testen lassen wäre ratsam ,wenn alles Ok. danach von Profibarfer eventuell auf Pferdefleischernärung beraten lassen!°
Wenn meine Hunde mich anschauen,vergesse ich manchmal meine guten Vorsätze ,aber nur manchmal:pf:
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#5
super Tierarzt... nem Junghund, der Durchfall hat, auch noch die volle Chemiedröhnung in Form von Wurmkur verpassen, auf daß sich der eh schon gequälte Darm bloß nicht erholen kann! An deiner Stelle würd ich mir mal nen anderen TA suchen...
Gegen Durchfall hilft bei mir Hüttenkäse ganz ausgezeichnet!
Und da die Darmflora sich erst erholen muß, ist Knochenfütterung im Moment noch nicht das Wahre. Reagiert er denn bei Knorpel, also HüHä und PuHä, genauso?
Den Tip von DogMan mit dem TroFu hast Du hoffentlich nicht befolgt.
Reis ist eigentlich bei Durchfall auch keine gute Idee, da er dem Körper Wasser entzieht.
Wie lange hat er den Durchfall denn, in Tagen gemessen? Könnte natürlich auch ne üble Form von Entgiftung sein!
Vera

ich habe meinen Hund genau da, wo er mich haben will...
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#6
Erstmal danke für die bisher eingegangenen Tips.
Wie gesagt, solange ich ausschließlich Trockenfutter gebe ist der Stuhl so wie ihn mir vorstelle.
Ich hatte halt noch ein wenig von dem alten Futter mitgenommen (Wie erwähnt, es war Pedigree), da hat er bestimmt sechs Mal am Tag geköttelt. Habe dann vorsichtig mit Frischfleisch, unter anderem Kopffleisch und Pansen, angefangen. Der Stuhl war dann nach ca. sechs Stunden erst breiig, dann richtig flüssig, naja, so wie man sich nen deftigen Dünnpfiff halt vorstellt. Beim TA habe ich dann auch gesagt, dass sich oft ein geleeartiges Sekret mit im Stuhl befindet, hat ja auch ne Stuhlprobe gekriegt. Er vermutete auch erst eine Darmentzündung, meinte aber auch, dass es mit einem eventuellen Wurmbefall zusammenhängen könnte.
Eine andere Überlegung von mir war, dass der Hund ausser dem komischen Pedigree nichts anderes, noch nicht mal nen Knochen gekriegt hat, weil er sehr irritiert von dem ersten Stück Ochsenziemer war, dem ich ihn angeboten habe.
Ich dachte, ich behalte das jetzt erst mal mit dem Bewidog noch bis Ende des Monats bei und versuche es dann noch mal mit Barfen.
Der Futterhändler, von dem ich mein Fleisch beziehe ist selber seit über zwanzig Jahren überzeugter Barfer, er hat einen Rotti, der jetzt 15 ist und einen Rotti- Mastino- Mix der 12 Jahre alt ist.
Wie gesagt, der Hund ist ja auch sehr ängstlich, liegt vielleicht auch ein bissel daran, aber danke nochmal für die Tips.
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#7
Es könnte ja eine Unversträglichkeit auf rohes Rindfleisch sein? Gemäss den neuesten Studien aus Schweden steht dies nämlich auf Platz 1 der allergieauslösenden Lebensmittel für Hunde. Die Reihenfolge war nach ihren Aussagen so: Rind, Lamm, Huhn, Eier, Milch/Milchprodukte, Weizen, Soja, Schwein und Mais.

Pia
Männer, die behaupten, sie seien die Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten. (Mark Twain)
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#8
Pina00,index.php?page=Thread&postID=52700#post52700' schrieb:Habe dann vorsichtig mit Frischfleisch, unter anderem Kopffleisch und Pansen, angefangen. Der Stuhl war dann nach ca. sechs Stunden erst breiig, dann richtig flüssig, naja, so wie man sich nen deftigen Dünnpfiff halt vorstellt. Beim TA habe ich dann auch gesagt, dass sich oft ein geleeartiges Sekret mit im Stuhl befindet, hat ja auch ne Stuhlprobe gekriegt.

Aaaah! Das klingt allerdings schon ein bißchen anders.
Meine erste Vermutung für die Durchfallursache: der Pansen. Ich spreche da aus Erfahrung, mein Rüde verträgt ihn manchmal auch nicht wirklich gut und reagiert dann mit ordentlich K-flüssig.
Wenn Du den Kleinen umstellen willst, was ich seeehr begrüßen würde, fang doch lieber mit nur einer Sorte Fleisch an, das Kopffleisch wäre ja nicht verkehrt für die ersten Tage. Logischerweise muß der Magen-Darm-Trakt sich ja erst an die hochwertige Nahrung gewöhnen, und der Schleim, den Du beschrieben hast, kann auch schon eine Form von Entgiftung gewesen sein.
Vera

ich habe meinen Hund genau da, wo er mich haben will...
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#9
Also, das klingt ja alles sehr nett und niedlich, Hüttenkäse, Quark etc., wenn jedoch der Durchfall nach ein bis max. zwei Tagen nicht besser wird und auch noch mit Schleim versetzt ist dann wird es höchste Zeit dem Hund ein Antibiotika ( Tibrissen ) etc. zu geben !!!!

Gruß Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#10
Hallo Pina,

welche Nahrungsbestandteile ein Hund verdauen kann ist abhängig von der Zusammensetzung der Art der Bakterien, welche die Darmschleimhaut besiedeln. Und die Zusammensetzung der Bakterienarten auf der Darmschleimhaut ist wiederum abhängig davon, was dem Organismus an Nahrung zugeführt wird. Hat Dein Hund bisher ausschließlich eine bestimmte Sorte einen FeFutters erhalten ist seine Darmschleimhautbesiedelung genau auf dessen Futterkomponenten "eingeschossen". Kommen nun andere (ungewohnte) Futterkomponenten zur Verdauung, dann besitzt der Hund die dafür notwendigen Darmbakterien gar nicht oder nicht in ausreichender Menge, um diese Komponenten ordentlich abzubauen. Das Ergebnis ist Durchfall.

Hunde die vielseitig gefüttert werden besitzen ein sehr breites Resservoire an verschiedenen Darmbakterien, die sich im Bedarfsfall sehr schnell vermehren können. Solche Hunde sind bei Futterwechsel sehr "resisten" gegen Durchfall. Ist die Bakterienbesiedlung des Darms aber sehr einseitig, kann es recht lange dauern bis ein Hund andere Futterkomponenten verträgt. Denn Bakterien, die nicht auf der Darmschleimhaut vorhanden sind, können sich nicht vermehren. Irgendwoher müssen diese Bakterien ja erst einmal kommen.

Ich würde diesen Hund einem guten Tierheilpraktiker oder ganzheitlich arbeitenden Tierarzt vorstellen. Um eine Darmsanierung wirst Du vermutlich nicht drumherum kommen sollte der Hund auch bei vorsichtigen Umstellungsversuchen weiterhin langfristig mit Durchfall reagieren. Es gibt Möglichkeiten den Darm mit den "guten" Bakterien zu beimpfen.

Wichtig bei Umstellungsversuchen ist, daß Du den Darm damit nicht überlastest. Also nicht einfach ein bisschen Fleisch zur gewohnten FeFutter-Mahlzeit, sondern das Fleisch extra und zeitlich getrennt zu den gewohnten Mahlzeiten und nur in sehr kleiner Menge. Sollten die notwendigen Bakterien in geringer Anzahl vorhanden sein, gibst Du ihnen so die Möglichkeit sich zu vermehren. Andere Nahrungskomponenten (= eine volle Mahlzeit des gewohnten Futters) wären in diesem Moment kontraproduktiv, besser ist es wenn der Darm in diesen Momenten nicht voll arbeiten muß sondern sich auf die neue Futterkomponente "konzentrieren kann".

Ich würde es zu Beginn mit ganz magerem rohem Rindfleisch versuchen und zuerst nur in kleiner Menge. D.h. z.B. morgens eine anfangs ganz kleine Portion Fleisch und Abends die gewohnte FeFuttermahlzeit. Wenn das vertragen wird die Fleischportion langsam vergrößern. Das kann beim einzelnen Hund durchaus 4 bis 6 Wochen dauern bis es vertragen wird. Erst dann andere Nahrungskomponenten auf die gleiche Weise einführen. Und Pansen sowie Knochen erst mal ganz weg lassen. Pansen ist stark mit Bakterien behaftet, für Hunde mit intakter Darmbesiedelung ein sehr wertvolles Futter. Aber schwierig für einen Hund der mit seiner Darmbesiedlung Probleme hat. Und Knochen werden nicht von jedem Hund vertragen. Hier würde ich notfalls erst mal mit einem guten Knochenmehl (z.B. von Grau oder DreiHundeNacht) arbeiten oder mit Calciumcitrat. Erst wenn der Hund Fleisch verträgt solltest Du Knochen geben. Denn Knochen und Fleisch gehören beim Hund in der Ernährung zusammen, die Knochen sollten anteilmäßig zum Fleisch un din Verbindung mit diesem gegeben werden damit sie vollständig verdaut werden können.

Ich empfehle Dir eine Mitgliedschaft im gesundehunde-Forum ( http://www.gesundehunde.com/forum ). Anfang kann man dort längere Zeit nur im Gästebereich schreiben, aber auch dort gibt es einen Ernährungsbereich in dem einem gerade bei solchen Fragen kompetent geholfen wird.

@Mika: Ich finde es falsch in einem Internetforum als Laie Empfehlungen zu Antibiotikagaben auszusprechen. Durchfall ist keine Krankheit sondern ein Symptom. Und die Ursachen für das Symptom Durchfall können extrem vielfältig sein und sind nur in den wenigsten Fällen mit Antibiotika zu beheben. Es ist kein Wunder daß Mensch und Tier immer weniger gut auf medizinisch wirklich notwendige Antibiotikabehandlungen ansprechen wenn überall unreflektiert Antibiotikaprodukte eingesetzt werden und das dann häufig auch noch falsch (= zu kurz und/oder zu gering dosiert und/oder das falsche Antibiotika).

In diesem Fall hier ist es ja eindeutig daß der Hund auf die Futterkomponenten reagiert (FeFutter = Kot O.K. / Frischfutter = Durchfall). Ich sehe anhand der Angaben, die Pina zu diesem Problem gemacht hat, keinen Anhaltspunkt für eine Antibiotikagabe. Vielmehr würde durch ein Antibiotika das bisherige Darmmillieu gestört werden, was dazu führen könnte daß der Hund dann auch auf das gewohnte Futter, welches er ja bisher verträgt, mit Durchfall reagieren könnte.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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