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wie kann ich meiner Hündin helfen
#1
ich habe eine nunmehr schon 3jährige Schäferhündin die ich mit 11 Wochen aus dem Tierheim geholt habe in dem sie mit 7 Wochen abgegeben wurde.
Daher kann ich leider nicht mehr nachvollziehen wer ihre Eltern waren. Ich weiß nur basierend auf den Aussagen des Tierheimes das sie von einem Züchter kommt und beide Eltern Schäferhunde waren.
Sie war als ich sie sah mit zwei halbwüchsigen Schäferhunden eingesperrt und enorm verschüchtert.
Sie hat sich denoch gut entwickelt ist aber leider als sie schon bei mir war, als Welpe, von einem anderem Hund sehr gebissen worden.Das macht sich meiner Meinung nach heute noch bemerkbar.Zumindest reagiert sie sehr wenn sie auf andere Hunde trifft und an der Leine geführt wird.
Nach dem erfolgreichen ablegen der BH wurde sie als Deutscher Schäferhund ohne Ahnentafel bestätigt und beim SV auch registriert.Nun arbeite ich mit ihr am Schutzdienst, der ihr sehr viel Spaß macht. Nur leider entwickelt sie sich dennoch sehr langsam aufgrund ihrer Unsicherheit und ich weiß nicht, wie ich sie sicher machen soll oder kann.
Sicher bekomme ich oft geraten einen DSH mit Ahnentafel zu kaufen um einen wesensstarken Hund zu haben, doch es wird dadurch für meine Hündin ja nicht besser.
Ich möchte ihr unbedingt helfen, denn in ohren Anlagen ist sie sehr gut und das sage nciht nur ich sondern auch der Richter der sie beurteilte.
Wer kann mir helfen?
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#2
Wenn die Hündin tatsächlich von einem SV-Züchter stammt, sollte sie im Ohr eine Tätowierung tragen. Wenn Du dort absolut nichts finden kannst, stammt sie auch aus keiner registrierten Zucht.
Das ändert aber natürlich nichts an der Unsicherheit der Hündin. Wie reagierst Du denn auf ihre Angst? Wann und wie tritt sie auf?
Es ist durchaus auch möglich, daß Schutzdienst nicht das Richtige für Deine Hündin ist, falls sie sich nicht stabilisiert. Dann wäre eventuell eine für sie weniger aufregende Beschäftigung besser geeignet...
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#3
Hallo Mystika..73 :-)

zunächst ein mal sollte man großen Respekt vor deiner Leistung haben, dass du einen Hund mit soviel negativen Erfahrungen als Welpe und Junghund soweit bekommen hast.

Es ist aber jedoch schwierig, aus der Distanz hier große Entscheidungshilfen zu geben.

Denke aber mal das, wenn du kontinuierlich mit deinem Hund weiterarbeitest sich sicher irgend wann das gewünschte Ergebnis einstellen wird.

Nur bei einem Hund mit soviel neg. Erlebnissen ist das immer sehr schwer.
Mein allererste Hund war so ähnlich. Und man kann natürlich verstehen, dass man teilweise frustriert von der Übungsstunde nach Haus fährt.

Da hilft nur üben üben üben... Da, so wie ich vermute, mit Sicherheit nicht in Betracht kommt den Hund abzugeben.

Ich denke ein Patentrezept gibt es da nicht.
Alternativ dazu wäre die Anschaffung eines zweiten Hundes???

Schöne Grüße vom Niederrhein
Reiner
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#4
hallo Zipfelhut

Ich habe mich erkundigt und herausbekommen das schäferhunde ende der 7ten woche tätowiert werden und sie demnach davor wegegeben wurde mit ihren geschwistern, aber das ist für mich ja nicht mehr so interessant da es nicht zu ändern ist.

was den schutzdienst betrifft so geht sie anstandslos in den Arm, sie ist voll bei der Sache wenn ich mit ihr auf den Platz gehe und sie unseren Helfer sieht, sie verbellt und kämpft wie wild um an den Arm zu kommen.
Aber wenn es in Richtung des Versteckes geht und sie den Helfer dort stellen soll und verbellen, wir sie wieder ruhiger und legt erst dann los wenn ich wieder hinter ihr bin und sie anfeuere.

desweiteren zeigt sich ihre Unsicherheit in dem sie den Kamm aufstellt in bestimmten Situationen und beginnt zu knurren. Zum Beispiel wenn sie auf einen anderen Hund trifft, dann legt sie sich zudem auch noch in Lauerstellung auf den Boden und ist bereit zum anspringen, oder wir sind zu Hause und draussen ist etwas zu hören, dann wieder kamm hoch, knurren, bellen und so weiter.Beim Training läßt sie sich einfach zu sehr beeindrucken von fremden und neuen Sachen und geht dann vorsichtiger ran, damit ihr nichts passiert.

Ich für meine Teil versuche wenn sie sich so verhält mit ruhiger aber kraftvoller Stimme zu reden mit ihr und streichle ihr den Kamm runter der dann aber auch nicht mehr aufgestellt wird.Und bestätige sie dann wenn sie energisch ohne hochgestellten Kamm aufpaßt und verbellt.

Sie hat wirklich Spaß daran aber manchmal erscheint es so das wenn man auf sie frontal zugeht sie am liebsten wegrennen würde was aber nicht immer der Fall ist.

Hallo Hänschen

danke für deine lieben Worte, du hast Recht das ich diese Hündin trotzalldem nicht abgeben werde, auch habe ich über einen zweiten Hund schon nachgedacht, aber so schön das wäre, würde ich mir aber gegenüber meiner jetzigen Hündin schlecht vorkommen, denn so blöd wie das klingt aber ich habe das Gefühl das sie sehr genau versteht was vor sich geht.

Nur kann sie leider manchmal eben nciht aus ihrer Haut und ich bin manchmal eben mit meinem Latein am Ende.
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#5
So doof wie es klingt: ich denke nicht, daß Du da viel machen kannst...
Eventuell kann ein schrittweises Bestärken funktionieren, daß Du am Helfer etwa von vornherein hinter ihr bist und erst mit der Zeit darauf hinarbeitest, den Abstand zu vergrößern...
Das Streicheln im Angstmoment würde ich unterlassen, sie dürfte es als Verstärker, als Bestätigung, als buchstäbliches Lob für ihr angstmotiviertes Lauern empfinden.
Ich persönlich denke, daß Du sie auch und auf lange Sicht effektiver unterstützen kannst, indem Du selbstsicher und entschlossen weitergehst und das auch verbal mitteilst; und "nicht mit ihr zusammen leidest", indem der Konfliktherd gemeinsam beäugt wird.
Mein erster Hund war auch ein sehr vorsichtiger Hund; kam ein Hund entgegen, legte er sich entweder ebenfalls auf die beschriebene Art und Weise hin und fixierte den anderen oder kam zu mir und versteckte sich hinter meinen Beinen, um dann vorzulugen. Ich habe ihn nie getröstet, ihm zugesprochen oder dergleichen und doch wurde es nicht grundlegend besser...

Gut unterstützende Wege bei ängstlichen Hunden sind übrigens Boden- und Gerätearbeit (Stangenlabyrinth, Leiter, Laufsteg und dergleichen). Das Training verbessert Stück für Stück die körperliche Wahrnehmung des Hundes und steigert damit sein Wohlbefinden (er fühlt sich buchstäblich "wohler in seiner Haut"). Die Erfolgserlebnisse an den Geräten lassen den Hund psychisch wachsen und vertiefen die Bindung an den Menschen und die ruhige, nahezu meditative Konzentrationsarbeit läßt den Hund während des Trainings seine Ängste vergessen.
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#6
hmmm ich danke dir, aber ich muss erst mal nachdenken über das was du geschrieben hast. Aber grundsätzlich glaube ich das mir dein Rat weiterhelfen wird, nun muss ich auch erst mal an mir arbeiten damit ich nicht wieder mitjammere wenn etwas sein sollte. Naja eigentlich habe ich das mehr oder weniger unbewußt gemacht aber ich denke du hast recht das sie sich dann noch bestärkt gefühlt hat.
Und was das neue Training mmit den Stangen und so betrifft,so werde ich das ausprobieren und hoffen das es nach und nach besser wird für sie.
danke
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#7
Ich wünsch Dir viel Erfolg!
Halt mich/uns ruhig auf dem Laufenden :hallo:
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#8
Ich denke die Hündin hat einfach nicht gelernt, einen Konflikt mal ohne fremde Hilfe zu lösen. Ich würde Ihre "Marotten" einfach versuchen zu ignorieren und völlig ohne Beachtung einfach mit dem Fortfahren was du gerade tust.
Dein Hund weiß ganz genau wie er dich "weichkochen" kann. meine ist in manchen Bereichen ähnlich. Wenn ich ihr auf dem Platz nur mal das Stachel ummache, dann guckt sie schon als wenn ich sie totgeschlagen hätte. Dabei hat dieser Hund nie Zwänge erhalten. Konflikte habe ich umgangen oder ihr geholfen (Anfängerfehler!!!) Der Hund muß einfach lernen auch mal ohne dich klarzukommen. Vielleicht hilft auch mal auf dem Platz anbinden und selbst außer Sichtweite des Hundes gehen. Auch wenn sie sich mal in der Leine verheddert, lass sie es alleine lösen, das gibt dem Hund Erfolg.
Du könntest auch versuchen, Hundekontakt mit anderen gut sozialisierten Hunden aufzunehmen, das möglichst in einer neutralen Umgebung.
Als drittes noch den Tip mal den Schilddrüsenwert überprüfen zu lassen. Eine Unterfunktion kann verheerende Auswirkungen auf das Verhalten haben.
Ich wünsche dir viel Erfolg, es wird aber alles lange dauern, darauf mußt du dich einstellen.
LG Picci
Conny, Acanto und Mrs. Twixel für immer im Herzen!!
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