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Nutzung des Rudel-Meuteriebes
#1
Hallo,
ich lese in letzter Zeit immer häufiger das man den Rudel-Meutetrieb besser nutzen soll. Dieser würde ja die Leine, das Spiel oder das Fressen ersetzen ......

Frage: Wie funktioniert das??


Schöne Grüße Achim
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#2
moin achim,
wahrscheinlich wirst du dich auf diese beiden zitate beziehen, tatsächlich die beiden einzigen in den letzten wochen bzgl. ausbuildung, die sich jetzt dieser wortwahl, dann aber in "", bedienen.

Dabei wird der Erhöhung der Kooperationswilligkeit ohne die alten Zöpfe der Zwänge, Aktivierungszwänge usw. viel zu wenig Beachtung geschenkt. Durch die planmässige Nutzung des „Rudeltriebes“, ich habe da noch keinen besseren Begriff für, lässt sich die Ausbildung hundefreundlicher machen und das Ergebnis im Sport erheblich optimieren.

Besonders in der UO, wenn man den Rudeltrieb planmässig nutzen will, statt auf Aktivierungszwänge oder nur auf Ballhoffnung zu setzen, ist eine Arbeit ohne Leine effektiver, weil sie den Hund an eine belastbarere Aufmerksamkeit heranführt, wo nicht der HF Aufmerksamkeit verlangt oder erheischen will, sondern der Hund durch seine Arbeit.

voraus hat diese beiden sätze gepostet, steht wohl aber als diskussionspartner nicht mehr zur verfügung, was ich persönlich bedauere.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#3
Georgios Grammozis geht auf den Meutetrieb ein.

http://www.mohnwiese.de/trainings-tips/p.../index.php
LG
Nora
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#4
Die Seite kenn ich ....

_w_
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#5
AchimL,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24726-Nutzung-des-Rudel-Meuteriebes/?postID=166015#post166015 schrieb:Hallo,
ich lese in letzter Zeit immer häufiger das man den Rudel-Meutetrieb besser nutzen soll. Dieser würde ja die Leine, das Spiel oder das Fressen ersetzen ......

Frage: Wie funktioniert das??


Schöne Grüße Achim

moin achim,

ich denke, es geht hier weniger um das ersetzen, sondern, dass man sich gedanken darüber macht, wie man sich bezgl. ausbildungsmittel nicht in eine so enorme abhängigkeit bringt.

eigentlich finde ich das von nora nicht verkehrt, allerdings sehe ich das eher als eine werbung für das heuwinkl model. das jetzt ohne wertung.

ich persönlich bin der meinung, dass man einfach eines dafür grundsätzlich haben muß: empathie und geduld.

hast du das nicht, dann kannst du das vergessen.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#6
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24726-Nutzung-des-Rudel-Meuteriebes/?postID=166018#post166018 schrieb:ist eine Arbeit ohne Leine effektiver, weil sie den Hund an eine belastbarere Aufmerksamkeit heranführt

diese Beobachtung kann ich nicht teilen und die beruht auf der Tatsache das meine jetzige Hündin außer bei der BH in der Unterordnung noch nie eine leine drauf hatte.
obwohl ich insgesammt für mich zu einem sehr guten Ergebnis gekommen bin fehlt aus meiner sicht die absicherrung.
es ergeben sich auch andere Abhängigkeiten, wie zum Beispiel von der Körpersprache die,abzubauen ein langer weg waren /sind.
mfg Erwin

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#7
Ich habe hier voraus im Bezug auf "Meutetrieb" zitiert, heißt, es stammt nicht von mir.
Leider fehlt voraus hier jetzt, um den Ausdruck - belastbarere Aufmerksamkeit - jetzt direkter zu definieren.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#8
ich nutze diesen Trieb bewusst, ohne das ich mir darüber Gedanken gemacht habe wie das in der Fachsprache heißt. Bis zu einem Jahr in der Aufbauphase habe ich noch nicht einmal ein Halsband dran bei der Arbeit. Ich wollte schon immer, dass der Hund nicht das Balli als Triebziel hat, sondern mich. Aber das war unabhängig, wer, was, wie oder wann gesagt hat. Gerade mit der Körpersprache kann man sehr viel machen (ohne jetzt Hilfen einzubauen). Ich drehe z.B. meinen Kopf (am Anfang gezielt) jetzt reicht es in der Bewegung in die Laufrichtung und meine Britte, so wie auch mein Gauner folgen und sind dadurch in den Wendungen deutlich ENGER bei mir als es Derry war/ist. Bei ihm habe ich das nicht so gezielt eingesetzt, wie jetzt bei meinen Junghunden, die ich von Welpe an großgezogen habe.

Am Anfang in der Aufbauphase des Hundes nutzt normalerweise JEDER Hilfsmittel (auch die Leine ist ein Hilfsmittel) und baut die Systematisch wieder ab. Körpersprache, die man sowieso hat ob jetzt bewusst oder unbewusst ist IMMER da. Aus diesem Grund mache ich mir das jetzt bewusst und setzte dies in der Ausbildung für MICH ein.

Angelika
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#9
Angelika ....
wie machst du es das Du das Triebziel bist?
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#10
nutzen wir das nicht ? wenn man von meute und rudelverhalten gehören
da auch unterordnungsbereitschaft, meiden, Aggression und zwänge dazu.?

ist natürlich deutlich umfassender als das aufgeführte.

mfg erwin



moin erwin,

ich habe das jetzt mal aus dem anderen topic verhaltensfrage rauskopiert, da es sich ja auf dieses topic bezieht.
und hier muss man sicher ein wenig auf die begrifflichkeiten und deren bedeutung für jeden einzelnen eingehen.

diktatoren oder staaten mit identitätstheoretischem hintergrund sichern sich die unterordnung ihres volkes mittels zwängen, setzen diese mit aggression durch. darüber gestalten und festigen sie ihre herrschaft, indem das volk vermeidet eigene bedürfnisse nach außen zu tragen. das staatsergebnis ist in der regel desolat.

demokraten mit pluralistischen hintergrund sichern sich ihre führung, indem sie versuchen die bedürfnisse eines jeden einzelnen zu berücksichtigen mit dem ziel das es möglich auch allen zu gute kommt. jeder einzelne kann für sich entscheiden, doch, wenn er für sich selbst auch vorteile insgesamt erkennen kann, dann kann er seine momentanen bedürfnisse auch mal hinten anstellen. das ergebnis ist in der regel gut.

nun kann man natürlich das nicht 1-1 auf die hundeausbildung übertragen, aber ich überspitze hier mal den vergleich.

vielleicht sollte man ersteinmal definieren, was unterordung, aggression, zwänge und meiden bedeutet?!

ich für mich persönlich will nicht, dass sich mir der hund unterordnet und darüber passiv meidet, dass ich aktive zwänge setzen muß, damit ich mein ziel erreiche, wo auch immer das dann liegt.
ich für mich persönlich wünsche mir, dass sich mein hund über kooperation, die ich mir über die berücksichtigung seiner bedürfnisse erarbeite, eingliedert, damit er unerwünschtes verhalten aktiv meidet, damit er auch sein ziel, dann über mich, erreichen kann.

und damit wären wir wieder beim wollen des hundes und beim erlauben dieses auch ausleben zu können.

und ich denke, dass dann eben auch ein arbeiten über negative bestrafung bis hin zum abbruch der vom hund gewünschten arbeit und abwendung von hundeführer dem hund schon ein deutliches signal gesetzt werden kann.

wenn ich aber erst den hund mit einem ball anspielen oder anfüttern muss, ihn anleinen, bevor er überhaupt einen schritt mit mir geht, dann geht der hund wahrscheinlich sein ganzes leben lang ohne mich...

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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