Hallo,
habe vor 8 Tagen mit einem Richter eine Prüfungsvorbereitung gemacht. Laut Richter würde der Hund in der UO ein hoches SG laufen.
Gestern beim selben Richter Prüfung gemacht, aber leider nur ein B bekommen.
Schon beim Anmelden machte der Hund Bocksprünge und stand kaum noch im Gehorsam, die Freifolge und technischen Übungen waren noch OK aber beim Bringen lies er einfach mal die Sau raus. Hund war völlig aufgedreht. :feuerteufel:
Der Richter meinte entweder ist der Hund Prüfungsschlau oder ich wäre so aufgeregt das der Hund das spüre.
Ich führe den Hund in der Übungsstunde nur mit Kette.
Vielleicht kann mir ja von euch einer einen Tip geben wie ihr so ein Problem gelöst haben, falls vorhanden.
Wäre für jeden Tip dankbar.
Gruss
Toto
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toto,
erstmal muß man allgemein sagen das genau dieses übertragen der trainingsleistung in die prüfung letztlich die kunst des hundesportes ist, und für keinen einfach !
prüfungsschlau fängt nach meiner erfahrung nicht unter ca. 10 prüfungen an, hat diese der hund ?
das wichtigste ist m.e. den hund im training so nah wie möglich an der prüfung zu arbeiten, allerdings mit hoher motivation.
mario verslype (mali und fci-wm) arbeitet den hund vom an- zum abmelden, und ich habe damit selber gute erfahrungen gemacht !!!
sprich die vorbereitung draußen immer gleich machen, so wie am tag der prüfung auch...
immer bei jemandem anmelden vor übungsbeginn, ggf. die meldung in die luft machen wenn man alleine trainiert...
anfangs nur eine übung machen, wieder abmelden und beim rausgehen feuerwerk an belohnung (tagesration futter / ausgiebiges spielen)...
später erhöhen auf zwei, drei, vier übungen. mehr mache ich selten, nur mal vor der prüfung um zu testen !
variabel arbeiten: mal ablegen, eine übung, abmelden... mal freifolge, sitz, platz, steh, abmelden... mal nur apport und voraus, abmelden...
noch was zum apport. ich selber arbeite den apport als mittel zum zweck für eine belohnung. der hund bekommt diese (bis er stabil eine ganze uo durchhält) vorerst nach dem apport am apportierständer, mal für nur ebene erde, mal für 2, mal für alle 3 apporte. diese belohnung fällt groß aus, sodaß der hund schon beim holz holen auf diese belohnung fixiert ist !
warum mache ich das ? weil ich schon öfters erlebt habe das wenn das apport nicht bombig belobt wird, und immer erst nachdem alle apporte gemacht wurden, hunde sich verselbständigen. sprich sie haben nicht genügend erwartungshaltung auf belohnung und belohnen sich durch kaspern im apportieren selber......
achte mal darauf, habe das schon oft gesehen, ablage keine belohnung, freifolge nix, technische übungen nix, also wird beim apport auch nix kommen, hallelulja und kasper machen....
passiert mir nicht, denn auf dem weg zum apportierständer kriegt der hund einen kick durch die riesen erwartung auf den jackpot NACH dem apport !!!
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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(OT, aber: Meine Güte, redtool, echt danke, gerade diese Tage überlege ich eine andere Belohnung im Apport, und das passt genau dazu. Sehr hilfreich!)
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Danke redtool!
Das ist seit langem die mit Abstand beste Anregung fürs Training, die ich hier gelesen habe.
Und wie alles was (hoffentlich) gut funktioniert "eigentlich" ganz einfach und einleuchtend... warum ist man da selbst nicht schon lange drauf gekommen? :daumenhoch:
Gruß Bettina
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hallo toto,
warst du denn aufgeregt?
lg l.
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Ist nicht wirklich ungewöhnlich, was Du schilderst. :whistling:
Die Nervosität überträgt sich auf das Verhalten des Hundes. So was kann man in einer normalen Übungsstunde leider nicht simulieren.
Wenn der Hund dann nicht gut abgesichert ist, passiert so etwas dann. :crying:
Tolle Anregung mit den Apportierübungen, redtool!
Werde ich gleich mit meinem jungen Hund ausprobieren
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Liebe Grüße,
Barbara
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Barbara,'index.php?page=Thread&postID=152377#post152377' schrieb:Wenn der Hund dann nicht gut abgesichert ist, passiert so etwas dann. :crying:
alternativ und vorallem ergänzend zum "absichern" des hundes, macht es sinn darüber nachzudenken, wie man sich als hundeführer "absichert". nicht nur der hund muss "prüfungsfähig sein" - sprich den anforderungen einer prüfung gewachsen sein -, sondern auch der hundeführer. leider wird darauf meist wenig augenmerk gelegt. andere sportarten - grade im leistungsbereich - machen es uns aber vor, wie wichtig grad auch die mentale einstimmung auf prüfungen ist.
hund und mensch sind ein team. wenn ich vom hund (spitzen-) leistung erwarte und abfordere, muss ich genauso in der lage sein, diese zu zeigen.
man kann natürlich sagen: "ich sichere den hund im training entsprechend ab, damit sich die nervosität von mir nicht überträgt".
man kann aber auch sagen: "ich sorge dafür, daß ich mental so gefestigt bin, daß ich sicher und entspannt meinen hund durch eine prüfung führen kann und somit nervosität garnicht in dem umfang vorhanden ist, daß sie den hund aus dem arbeitsmodus herausbringt."
lg l.
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lusna,'index.php?page=Thread&postID=152389#post152389' schrieb:hund und mensch sind ein team. wenn ich vom hund (spitzen-) leistung erwarte und abfordere, muss ich genauso in der lage sein, diese zu zeigen.
den spruch lasse ich im verein öfters ab :thumbup:
vorallem dann wenn zwänge gemacht werden um den hund zu verbessern, hf aber nicht kommandostimme einhalten, körperhaltung nicht beherrschen, nicht richtig loben, bestätigen oder hund locker machen können wenn er den zwang in leistung umsetzt...
mal allgemein macht m.e. das führen des hundes zwischen 10 und 60 % aus, jenachdem wie erfahren der hf ist, bzw. wie gut der hund ausgebildet ist !
gibt prüfungen da "schummeln" sich alte hasen mit einem g hund ins sg. und andersrum landen anfänger mit sg hunde eben auch mal im b....
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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Ist sicher richtig, lusna, aber meist noch schwieriger, alks den Hund abzusichern.
Denke aber, dass zumindest eine begründete nervosität oder Angst dann reduziert wird, wenn das GAnze abgesichert ist.
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Liebe Grüße,
Barbara
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liebe barbara,
wir arbeiten monate-, teilweise jahrelang konzentriert an unserem hund. aber an uns selber zu arbeiten soll zu anstrengend sein?
was ist daran so schwierig dafür zu sorgen, daß man konzentriert ist? ich verlange es doch von meinem hund auch?
was ist daran so schwierig dafür zu sorgen, daß ich den prüfungsablauf selber perfekt beherrsche?
was ist daran so schwierig ein paar kleine mental-techniken zu lernen, um ruhiger zu werden? vom hund verlange ich eine ganze anzahl übungen zu lernen und ich selber finde es für mich zu schwierig zu lernen, wie ich mir den prüfungsablauf optimal visualisiere?
mensch sind sehr unterschiedlich. und manche neigen selbst bei perfekt vorbereitetem hund zu grosser nervosität.
das ändert man aber nicht am hund sondern nur an sich selber.
warum soll der hund es ausbaden, wenn ich nicht bereit bin mich selber zu entwickeln?
lg l.
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