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Züge verfolgen... was tun?
#11
@ Elke,

wie beschäftigst du die Hündin denn sonst ?

Sport etc.?

Ich find es schon schlimm wenn du oder andere Spielkameraden so uninterssant sind das man sich was suchen muß um seinen Trieb zu befriedigen ......

Ein Hund mit 7 Monaten steht voll in der Pupertät und was sie jetzt positiv und negativ verknüft hält ein Leben lang und wenn du hier nicht richtig Schranken setzt dann ist sie irgendwann 2 und entsprechend kräftig und in einem unbemerkten Moment (denn sie hört ihr Liebingsspielzeug ja viel früher als du) ist sie weg .
Meine Hündin hatte in dem Alter eine 'Wild'Begegnung und das hab ich trotz entsprechender Hilfsmittel nie mehr raus bekommen und ich denke das ich da schon ein wenig Erfahrung habe.

Auf den Bahnhof gehen und den Hund dort abstumpfen ist auf jeden Fall ratsam aber mit der Bahn fahren brauchste nicht, das ist eine ganz andere Verknüpfung

LG
Gerlinde
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#12
Zitat:Original von Gerlinde


Auf den Bahnhof gehen und den Hund dort abstumpfen ist auf jeden Fall ratsam aber mit der Bahn fahren brauchste nicht, das ist eine ganz andere Verknüpfung

LG
Gerlinde

als Ergänzung dazu:
auf dem Bahnhof viel Zeit nehmen, die zwei, drei Stunden und 20 Züge lohnen sich;
erst in der Mitte vom Bahnsteig, da wo der Zug wenig Tempo nur noch hat, dort füttern, wenn der Zug kommt, steht, abfährt
dann am Ende des Bahnsteigs, wo der Zug schon wieder Tempo hat: füttern
Hund nur halten, kein HZ, nicht reden, nur Futter in der Hand anbieten, nicht loben und nicht tadeln, nicht mit dem Futter locken
es ist nur eine Frage der Zeit, dann ist der Zug uninteressant und das Futter interessanter.
Ohne jede unangenehme Einwirkung.

Dann muß man sehen, wie sich der Hund dann wieder beim Spaziergang an der Strecke verhält. Dann käme evtl. der nächste Lernschritt.

Ich kenne viele Huplas an Bahnlinien. Da wäre es sehr schlecht, wenn der Hund Zug mit unangenehmer Einwirkung verknüpft hätte.
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#13
Der Hund soll nicht mit dem Zug eine neg.Verknüpfung bekommen sondern mit dem mißachten des Komando. Platz.

Das ist doch wohl jedem hier klar:


MFg Klaus
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#14
Zitat:Original von Gerlinde
@ Elke,

wie beschäftigst du die Hündin denn sonst ?

Sport etc.?

Ich find es schon schlimm wenn du oder andere Spielkameraden so uninterssant sind das man sich was suchen muß um seinen Trieb zu befriedigen ......

@ Gerlinde,

momentan mache ich einmal die Woche Fährte mit ihr und gehe auf den Hundeplatz wo wir spielerisch mit Gruppenarbeit angefangen haben. Leider ist jetzt dort schon Winterpause, so dass ich nun allein mit ihr übe und eben die Übungen wie Sitz, Platz und Fuß, Schau, versuche zu vertiefen. Oft ist ihr das Spiel mit mir wichtiger als das Leckerchen was ich schon als gutes Zeichen ansehe. Sie hat eine sehr enge Bindung zu mir - daran liegt es nicht. Ich schaffe nur sehr selten mich einmal hinter einem Baum etc. zu verstecken ohne dass sie es merkt. Sie schaut immer sehr oft nach mir, wenn sie frei läuft und achtet sehr darauf mich auch ja immer im Auge zu behalten. Wenn Du sie sehen könntest wie sie winselnd und zitternd im Platz liegt, wenn der Zug vorbeifährt, dann würdest Du verstehen, dass es nicht daran liegt dass sie Langeweile hat, sondern dass einfach die angestaute Energie vom "Vormittags im Büro liegen" raus muss. Das läßt sich aber nicht vermeiden, da ich den ganzen Tag im Büro verbringe.

Mittags gehe ich mit ihr raus und spiele und tobe auch mit ihr. Mind. 10 Minuten verbringe ich mit Üben (Sitz, Platz, Grundstellung, Schau) und bestätige sie dann abwechselnd mit Lob, Leckerchen und Spiel. Normalerweise läßt sie sich dann (im Spiel) auch nicht ablenken. Aber vorher bzw. nachher muss ich ihr ja auch Zeit geben sich zu lösen und dies ist dann oft der Zeitpunkt wo es passiert. Sie hat mit dem "Züge jagen" angefangen, bevor ich die Unterordnungsübungen in die Pause integriert habe. Ich hoffe, dass ich es besser in den Griff bekomme, wenn diese Kommandos sich verfestigt haben, daher übe ich täglich mit ihr aber immer nur sehr geringe Zeitspannen um sie nicht zu überfordern.

An diesem Platz fahren manchmal wirklich in einer dreiviertel Stunde 10 Züge durch. Daher werde ich sie solange ich die "Zugsucht" nicht besser im Griff habe dort nicht mehr ohne Flexi laufen lassen - das Risiko ist mir einfach auf Dauer zu groß. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Sache meistern werden, denn Jogger, Radfahrer, Flugzeuge und Autos hat sie ja schon hinter sich...

Abends nach der Arbeit treffe ich mich i.d.R. mit Hundefreunden und sie spielt mit viel Hingabe mit ihrer besten Freundin, die genauso alt und auch genauso groß ist wie sie. Wenn die nicht da sind, dann spiele ich mit ihr. Ich glaube nicht, dass Langeweile der Grund für das Verhalten ist. Eher denke ich, dass hier Pubertät, angestaute Energie und Trieb im Vordergrund stehen.

Auf jeden Fall werde ich es so, wie Du es beschrieben hast auf dem Bahnhof handhaben - wäre doch gelacht, wenn wir das nicht auch in den Griff bekommen. Ein Problem sehe ich eher darin, dass sie nicht soooo "futtergeil" ist - sie frisst es gern - würde aber nicht alles dafür tun.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#15
mein voriger DS war 71 cm hoch und wog 50 kg. er war ne ladung dynamit er war der größte wilderer aller zeiten. er hat rehe und hasen im freien lauf bekommen und gekillt. ich mußt ihn zeitweilig über nacht im wald suchen. er konnte nur noch an der leine geführt werden und das mit ca. 18 monaten. er war nicht frei.
es bestand immer die gefahr wenn er frei lief von einem jäger erschossen oder von einem auto mit allen folgen überfahren zu werden.
alle versuche mit langer leine oder sonstige ablenkung brachten nichts.
ich habe dann zum letzten mittel gegriffen. halsband und sender.
und dann hat er paar gefeuert bekommen. der erfolg, wenn er einen hasen sah lief der hase in die eine richtung und mein hund in die andere. es war zwar schrecklich mit anzusehen und es dauert ca. 6 monate das mein hund nicht mehr vorm hasen weglief.
aber er war der erste und fast einzige hund der frei ohne leine auf einem ehemaligen bw gelände laufen durfte. weder der jäger noch der förster hatte was dagegen. vom jäger bekam ich sogar öfters einen braten geschenkt weil mein hund noch nicht einmal ansatzweise je hinter wild gelaufen ist geschweige gewildert hat.
es war hart für mein und für mich mit dem sender zu arbeiten aber er war danach frei.
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#16
hi,

ganz ehrlich gesehn würd ich auch mit "fernbedienung" arbeiten.. man muss dem hund ja nicht gleich so eine "scheuern" das er anfängt die züge zu meiden. ich denke es reicht wenn er merkt ungehorsam=einwirung.

habe/hatte selbiges problem ja nunmal mit enten.. und selbst bei der führerweichen GR hilft ne schleppleine auch nur wenn sie dran ist :pf:

edit: die ganze geschichte mit dem ding muss natürlich auch richtig aufgebaut werden..einfach drücken "is nich".


und jo.. die winterpause wird auch vorrübergehen -w-
LG Janina
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#17
Hi noch einmal,

werde mich zu diesem Thema auf jeden Fall noch einmal ausführlich mit Janina besprechen - sie ist ja nicht aus der Welt *ggg*. Damit ihr Euch von meinem Temperamentsbündel einmal ein Bild machen könnt, setze ich eines neuern Datums (im Büro) rein. Da sieht man ihr den Schalk im Nacken durchaus an - meine ich...:pf: https://fotoalbum.web.de/alben/epreissler/Alea

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#18
hallo Alea,
ich habe auch einen Hund,der die Züge gerne fangen würde.
Wohne in der Nähe eines kleinen Bahnhofs.
das Kuriose ist das er nicht hinterlaufen möchte sondern er würde wenn er könnte mittenrein springen und am schlimmsten ist es wenn ein ICE vorbeikommt. ich konnte ihm das nie abgewöhnen und das hiess in der Nähe einer Gleise aufpassen und dann festhalten. Heute ist Achat 10 1/2 und es ist nur noch so schlimm wenn ich direkt am Bahnhof bin, ist der Zug weiter weg schaut er noch nicht einmal mehr hin. Ganz ablegen wird er es bestimmt nicht mehr.
ich wünsche dir auf jedenfall viel Glück, denn ich denke das hat was mit dem Geräusch des Zuges zu tun.

gruss Siggi
Siggi
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#19
Hallo noch einmal,

gerade komme ich von der Zugwiese und kann nun tatsächlich den ersten Teilerfolg melden. Big Grin Soeben kam wieder einmal ein Zug angefahren und ich ging einfach ganz locker mit der Flexi mit ihr in Richtung auf das Gleis zu als ich ihn hörte und stellte mich mit ihr so ca. 50 m von der Strecke entfernt hin, Hund neben mir stehend. Sie sauste promt los und ließ das Kommando Hier völlig ausser acht. Dabei passierte worauf ich spekulierte - sie "vergass" dass sie an der Flexi hängt und rannte voll in die Leine rein. Nur ca. 1 Minute später kam der nächste Zug und was macht Alea? - sie rennt in der GEGENRICHTUNG los - also vom Zug weg! Scheinbar hat schon dieses eine Mal Wirkung gezeigt. Daher werde ich dies auf jeden Fall noch ein paar Mal austesten.

Um hier aber keine falsche Verküpfung (Zug ist böse) aufkommen zu lassen, werden wir dann noch den Bahnhofsspaziergang mit Leckerchen mit einfügen. So bin ich rel. guter Hoffnung, dass auch das Thema "Züge verfolgen" handlebar wird.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#20
Natürlich solltest du darauf achten, daß dein Hund dein Kommando befolgt und nicht Angst vor dem Zug hat. Das heißt, daß dein die Sache erst richtig gemacht hat, wenn er dein Kommando befolgt. Die Problematik, die du nun mit der langen Leine und einer evtl. Fehlverknüpfung hast, wirkt sich natürlich bei dem Einsatz eines TIG evtl. noch verherrender aus. Desweiteren möchte ich nur im Beisatz erwähnen, daß diese Möglichkeit aufgrund der Gesetzeslage außer Diskussion stehen muß.
Das Verhalten der Hündin zeigt natürlich aber auch die Problematik an sich auf. siehe auch Hund von Canis lupus. Der Hund hat die Einwirkung mit dem Wild verknüpft und nicht mit dem Kommando.
Mach mit deiner Flexileine so weiter wie bisher, nur achte auf die Befolgung deines Kommandos. Das Kommando würde ich antürlich auch an anderen Orten und dort auch zu einem Zeitpunkt ohne Zug bringen.Ich benutze zum Beispiel kein "Platz" sondern ein entsprechendes "Fuß", da auch wenn ich ein zweites hinterherschicken müßte, der Drang nach vorne evtl. bereits unterbunden ist und der Drang zum Führer zu kommen, überwiegt.
Desweiteren an den Bahnhof und das "nicht trainieren" trainieren. Mach einfach so, als ob es ganz normal ist, dort zu sein.

Zusatz: Da ich mit entsprechenden Reaktionen rechne, erwähne ich im vorraus, daß ich gerade für solche Fälle ein Befürworter der sachkundemäßigen TIG-Anwendung bin, jedoch wäre eine in der Presse bekanntwerdende TIG-Nutzung für die Gesamtsache fatal. Was machen wir wenn der Hund durch Fehlverknüpfung flüchtet und mit dem TIG von Dritten eingefangen wird. Sachkundig daher, da ja der Hund auch eine Fehlverknüpfung zu irgendetwas anderem im Nahbereich bekommen könnte und dann erst recht in den Gefahrenbereich Zug laufen kann. Bitte darüber auch nachdenken.
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