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Züge verfolgen... was tun?
#1
Hi miteinander,

nachdem ich einige Zeit im Forum herumgebuddelt habe wage ich mich nun auch einmal an eine Frage. Meine DSH-Hündin ( 7 Monate) hat ein neues "Hobby" entdeckt und verfolgt zu meinem großem Leidwesen mit wachsendem Eifer Züge.

Nun könnte man sagen, nehme sie doch dort immer an die Leine - aber ich denke dies ist auf Dauer keine Lösung. Wenn ich z.B. mit ihr auf Fährte gehe und dort in der Nähe ein Zug vorbeifährt, dann sollte sie ja nicht abbrechen und in Richtung Technik davondüsen.

Versucht habe ich es mit :

1) Schleppleine... solange sie diese dran hat kommt sie auf das leiseste "Hier" sofort ran
2) Sie immer dicht bei mir halten und beim geringsten Anzeichen eines Zuges "Platz" machen lassen (was aber in der Praxis eben nur so lange funktioniert wie sie in meinem Einflussbereich ist) Nachdem der Zug weg war wurde sie immer mit Leckerchen oder Spiel bestätigt.

Leider ist nicht einmal das Spiel mit einem anderen Hund interessanter als der herannahende Zug, so dass ich nun überlege wie dieses Problem zu lösen ist. Der Platz an dem ich mit ihr Mittags rausgehe, ist leider der einzige Platz, der von der Arbeit aus erreichbar ist, so dass ich mich dem Problem "Zug" einfach stellen muss.

Ich dachte nun darüber nach, mir eine lange Flexi zu organisieren und sie ein paar Mal "reinlaufen" zu lassen. Habt Ihr noch andere Vorschläge? Ich wäre für Euer Feedback dankbar.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#2
Moin Moin,

versuch es doch mal in oder an einem Bahnhof. Da gibt es reichlich Züge und eventuell ebbt das Interesse ja ab, wenn es für den Hund nichts interessantes gibt.

Schöne Grüße,
Andreas
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#3
Für mich ein Verhalten, dass unter allen Umständen auf zuverlässigen "Abbruch" weggearbeitet werden muss.

Es gibt da ein Gerät, dass da sehr hilfreich ist - könnte unter Umständen Deinem Hund das Leben retten - denn dieses Verhalten ist absolut lebensgefährlich für den Hund.
Solange Du keine Lösung gefunden hast, würd ich da 0 Risiko eingehen und den Hund an der Leine lassen.

Wende Dich am besten an jemand in Deiner Nähe, der bereit ist, Dir da zu helfen.

Gruß Dürken
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#4
Hallo noch einmal,

@ Andreas -
die Sache mit dem Bahnhof ist sicher gar keine so schlechte Idee und ich werde es in den Weihnachtsferien mal in Angriff nehmen und versuchen wie es mit einer "Direktkonfrontation" aussieht. Radfahrer und Jogger sind schon nahezu aus dem Fokus gerückt und auch die "unheimlichen Stockgeher" werden immer gelassener hingenommen. Denke ich werde sie dann einfach mal im Geschirr (da schlüpft sie im Fall der Fälle nicht einfach raus) mit an den Bahnhof nehmen und sehen ob sie nicht so davon abzubringen ist.

Sicher bringt dies auf jeden Fall noch den positiven Aspekt, dass sie wieder mit vielen Menschen und neuen Geräuschen konfrontiert wird. Stadtspaziergänge machen ihr keine Probleme mehr, daher sollte es im Prinzip eine Erweiterung für sie sein.

@ Dürken -
das ist eben genau auch mein Gedanken - wenn sie mal auf dem Gleis landet, dann ist es zu spät - und das möcht ich keinesfalls riskieren. Erinnert mich doch zu sehr an die Geschichte vom Hund der immer am Zwinger entlang die Züge verfolgt hat - bis er einmal drüber gekommen ist - und das wars dann :?:
An eine "Möglichkeit mit Fernwirkung" habe ich auch schon gedacht, möchte aber schon versuchen einen solch jungen Hund nicht gleich mit so massiver Einwirkung auszubremsen.

Für weitere Vorschläge bin ich jederzeit offen.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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#5
Versuche auf jeden Fall, zum Bahnhof zu gehen und mit ihr dort täglich ein bis zwei Übungseinheiten zu absolvieren.

Meine Hündin war auch sehr interessiert an Zügen, mittlerweile werden sie nicht mehr beachtet.

Ich bin mit ihr stets zum Bahnhof gegangen, mich an den Gleis gesetzt, sie Züge angucken lassen, bei reinfahrenden Zügen am Gleis auf dem Platz bestanden...hat sehr viel geholfen.


Und natürlich...Bahn FAHREN!

Da es durch das ganze Ruck und Rüttel ein schon unangenehmes Erlebnis für den Hund ist (wohl nur am Anfang), hat sie sogar angefangen, die Züge eine Zeitlang zu meiden.
(Könnte ja wieder auf die Idee kommen, die da mitreinzunehmen...)

Mittlerweile sehr gelassen die Hündin und überall absolut unproblematisch, vor allen Dingen: egal wo wir sind, was für ein Zug, wie laut und wie schnell er vorbeidüst...man beschäftigt sich mit Ball oder Löcher in die Luft starren!


Viel Glück! :hallo:
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#6
Ich denke lieber auch einen jungen Hund auf absolut sicheres Komando
Platz trainieren (mit Fernbedienung) als ihn den Zug erwichen laßen.Er ist nicht immer gleich Tot.

Hier natürlich an die verknüpfung denken.
Mfg Klaus
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#7
Zitat:möchte aber schon versuchen einen solch jungen Hund nicht gleich mit so massiver Einwirkung auszubremsen.
Hm, ich bin ja tendenziell eher der "Weichspüler"... aber hier würde ich doch auch sagen: Lieber wirke ich EINMAL wirklich heftig und nachhaltig ein, als das der Zug macht.... bei sowas hört der Spaß für mich auf und ich würde da auch keine langen Experimente machen...
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#8
ich habe nicht massiv geschrieben, es gibt auch andere Wege.
Es sollte ein für den Hund verständlicher Weg sein - der Abbruch sollte durch ein vorher gelerntes Kommando geschehen.

Gruß Dürken
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#9
Hi

Wenn du erst versuchst mit deinem Hund Bahnhöfe zu besuchen und auch Bahn zu fahren, vergeht ja auch eine gewisse Zeit aber wenn das nicht klappen sollte würde auch ich ( bin wohl auch ehr der Watteschmeißer :ze: ) zu härteren Methoden greifen, lieber das als das irgendwann der Zug dem ganzen eine Ende setzt...
Wie hat sich das denn aufgebaut, war schon als Welpe großes Interesse an Zügen da oder kam das plötzlich?
Versuch die Züge zu neutraliesieren indem du sie viel aufsuchst, drück euch die Daumen das es funktioniert. :hallo:
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#10
Hallo noch einmal,

@ Mayu84,

hmm Bahnfahren - ich weiß nicht so recht - *ggg* fahre selbst seeeeehr ungern mit der Bahn - aber meiner Kleinen zu liebe werde ich es mal machen, ich denke es wird ihr nicht so sehr gefallen. Wahrscheinlich sollte ich mich für einen Bummelzug entscheiden der ordentlich ruckelt und zuckelt...(hoffentlich wird mir nicht schlecht :pf: ).

@ Phytum,

ich denke es ist eine Ersatzhandlung für: "ich darf keine Jogger jagen, keine Autos hetzen und keine Spaziergänger ärgen etc..." hat sie sich vielleicht einfach ein anderes Ventil gesucht um ihre aufgestauten Energien abzulassen. Es ging wirklich von heute auf morgen, dass sie plötzlich losdüste und auf kein Kommando mehr reagierte, obwohl vorher "Hier" gut funktioniert hat.
Am Anfang düste sie mit vollem Tempo den ganzen Damm entlang und lief quasi unterhalb des Hochdammes paralel mit dem Zug mit. Mittlerweile rennt sie "nur" bis zum toten Schotterbett, welches den Hochdamm von der Wiese trennt und kommt dann wieder zu mir. Sie läuft also bildlich gesehen nun keine Gerade mehr entlang sondern kommt in einer rel. engen Kurve wieder zu mir zurück. Ich bin sehr froh, dass der Damm sehr hoch und steilwandig angelegt ist. Nun bleibt sie zumindest auf diesem Gelände erst einmal an der Flexi, bis es besser wird und ihr Interesse erlahmt.

@ all

Fakt ist - es ist mein erster eigener Hund und man kann einfach nicht alles nur lesen - die Praxis sieht immer anders aus. Ich bin zwar mit Hunden aufgewachsen, aber aus der Sicht des Futterbeschaffers ist es einfach gaaaaaanz anders. Natürlich werde ich noch sehr viele Fehler machen und - wo ich dazu in der Lage bin - auch versuchen sie zu vermeiden und mir von kompetenter Seite Rat holen. Trotzdem - wenn man 10 Leute fragt, bekommt man 11 Meinungen und es ist nicht immer einfach auszusortieren, was passt. Daher teste ich schon gerne mal das Eine oder Andere aus, ob es funktioniert.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
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