Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Trieb runterfahren..aber wie?
#21
Tischarbeit kenn ich gar nicht, müsst ich im Verein fragen ob das einer von den Spezis beherrscht.



Clicker hab ich auch schon überlegt, wobei ich ja dem ursprünglichem Problem wiederum aus dem Weg gehe.... Aber zumindest würd ich in der UO mehr Ruhe reinbringen, das hätt was...
Gruß Steffi ...
Zitieren
#22
Steffi Arpe,index.php?page=Thread&postID=86618#post86618' schrieb:Clicker hab ich auch schon überlegt, wobei ich ja dem ursprünglichem Problem wiederum aus dem Weg gehe....

???

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren
#23
Hallo Steffi,es ist im Prinzip ganz simpel,du mußt dir eine Balance erarbeiten,in der der Hund einerseits triebig bleibt,auf der anderen Seite aber auch führig.
Um dieses Gleichgewicht zu bekommen,mußt du hier das Triebziel reduzieren und da ein Gegengewicht finden.
Wie man das in deinem Fall jetzt genau macht,wird dir hier keiner mit Garantie erklären können,es sind bestenfalls gut gemeinte Tipps.
Ich würde in deinem Fall den Hund vor der Arbeit etwas toben lassen und mit einfacher Konzentrationsübung in der GS anfangen.
5 sek. Blickkontakt halten,dann leichtes Lob.Nach 3-4 Mal auflösen und Ball.
Wichtig sind die 5 sek. sauberes Verhalten hinzubekommen,deshalb ganz langsam ohne eigene Reize.
In dem Alter deines Hundes ist Konsequenz vorzuziehen,aber wenn er zu hoch dreht,bringt dir ein stumpfer zwang mehr,bzw. ist die einzig erfolgversprechende Möglichkeit,den Hund aus seinem Triebanfall heraus zu bekommen.
Aber wie gesagt,nimm jemanden dazu,der die Sache kontrolliert,sonst gehts ganz schnell in die Hose.
Also,je weniger Trieb du händeln mußt,um so weniger Zwänge mußt du dagegen setzten,je mehr Trieb du zuläßt,um so mehr Zwänge brauchts als Gegengewicht.
Und bevor es jetzt wieder losgeht,Zwänge,die ich hier meine,haben nichts mit Härte oder Schmerz zu tun,sondern damit,das du deinen Führungsanspruch durchsetzt und der Hund dir zuhört.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Zitieren
#24
Antje,index.php?page=Thread&postID=86619#post86619' schrieb:
Steffi Arpe,index.php?page=Thread&postID=86618#post86618' schrieb:Clicker hab ich auch schon überlegt, wobei ich ja dem ursprünglichem Problem wiederum aus dem Weg gehe....

???

Grüße

Antje

dito: ???
versteh ich auch nicht die Aussage.

Grüsse,

Claudia
Zitieren
#25
Heinz.S,index.php?page=Thread&postID=86622#post86622' schrieb:Hallo Steffi,es ist im Prinzip ganz simpel,du mußt dir eine Balance erarbeiten,in der der Hund einerseits triebig bleibt,auf der anderen Seite aber auch führig.
Um dieses Gleichgewicht zu bekommen,mußt du hier das Triebziel reduzieren und da ein Gegengewicht finden.
...
Heinz, ich bin ganz deiner Meinung nur soviel Trieb zuzulassen, wie man in der Lage ist selbst zu beherrschen. Da wir diesen Trieb aber für eine gute Arbeit brauchen, besteht die Kunst darin, diesen zu kanalisieren.

Idealerweise sollte der Hund in der Lernphase über seine Aktivität sein Ziel erreichen (Triebbefriedigung) und nicht über ein unterdrücken des fehlerhaften Verhaltens durch den Hundeführer (Zwang). Das Prinzip "machst du, kriegst du" muß dem jungen Hund aber erst klargemacht werden. Dies gelingt nur, wenn der Hund trieblich nicht überdreht.
Daher war mein Rat, zunächst eine zeitlang auf den Schutzdienst zu verzichten und dem Hund in einer weniger triebgeladenen Situation die Wege zur Triebbefriedigung aufzuzeigen.

Heinz, ich weiß, wir sind uns einig. Ich wollte es nur nochmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.


Manni
Zitieren
#26
Meine Erfahrung ist und das ist nicht persönlich gemeint oder auf den Threaderöffner gemünzt, dass die verrücktesten Beutegreifer auf dem Platz im sonstigen Leben nicht ausgelastet sind und außer dem reinen Hundesport nicht viel kennen. Ich amüsiere mich immer, wie die Leistungszucht-DSH oder Malinois an der Leine zappeln und fast durchdrehen, während meine ruhig im Platz liegen und erst beim Dienst hochfahren. Denn ich bin der Regel vorher zwei Stunden am Auslasten gewesen, körperlich wie geistig, und da ist man einfach cooler auf dem Platz. Macht man das täglich, dreht auch ein junger Hund nicht gänzlich frei, wenn er aus der Box geholt wird.
Zitieren
#27
Kantor,index.php?page=Thread&postID=86636#post86636' schrieb:Meine Erfahrung ist und das ist nicht persönlich gemeint oder auf den Threaderöffner gemünzt, dass die verrücktesten Beutegreifer auf dem Platz im sonstigen Leben nicht ausgelastet sind und außer dem reinen Hundesport nicht viel kennen. Ich amüsiere mich immer, wie die Leistungszucht-DSH oder Malinois an der Leine zappeln und fast durchdrehen, während meine ruhig im Platz liegen und erst beim Dienst hochfahren. Denn ich bin der Regel vorher zwei Stunden am Auslasten gewesen, körperlich wie geistig, und da ist man einfach cooler auf dem Platz. Macht man das täglich, dreht auch ein junger Hund nicht gänzlich frei, wenn er aus der Box geholt wird.
Oha, vielleicht lassen sich ja noch ein paar Klichees bedienen hier.....natürlich ist es so, dass die Malis und Leistungshunde nur zum Arbeiten auf dem Hundeplatz das Tageslicht sehen und dadurch dazu neigen, etwas zu überdrehen :whistling: Das ist Unsinn....wenn ein Hund extrem hochdreht kann das sicher durch Fehler in der Ausbildung passieren, oft ist aber die Mischung von hohem Temperament, hohen Triebbereichen, einer eher niedrigeren Reizschwelle mit eben nicht allzu dicken Nerven der Grund.....und das hat mit Ausgelastetsein bzw dem NICHTausgelastetsein überhaupt nichts zu tun.

Im Gegenteil, es kann sogar passieren, dass ein solch gelagerter Hund, je mehr er körperlich und geistig gefordert wird, immer höher fährt, solche Hunde müssen oft erst lernen, runterzufahren und sich selbst zu regeln.

Ich würde so einen Hund sehr sehr stumpf arbeiten, kein TamTam, wenig Bestätigung und das über einen langen Zeitraum.

LG-Nadin und Co.
Zitieren
#28
Nadin,index.php?page=Thread&postID=86638#post86638' schrieb:
Kantor,index.php?page=Thread&postID=86636#post86636' schrieb:Meine Erfahrung ist und das ist nicht persönlich gemeint oder auf den Threaderöffner gemünzt, dass die verrücktesten Beutegreifer auf dem Platz im sonstigen Leben nicht ausgelastet sind und außer dem reinen Hundesport nicht viel kennen. Ich amüsiere mich immer, wie die Leistungszucht-DSH oder Malinois an der Leine zappeln und fast durchdrehen, während meine ruhig im Platz liegen und erst beim Dienst hochfahren. Denn ich bin der Regel vorher zwei Stunden am Auslasten gewesen, körperlich wie geistig, und da ist man einfach cooler auf dem Platz. Macht man das täglich, dreht auch ein junger Hund nicht gänzlich frei, wenn er aus der Box geholt wird.
Oha, vielleicht lassen sich ja noch ein paar Klichees bedienen hier.....natürlich ist es so, dass die Malis und Leistungshunde nur zum Arbeiten auf dem Hundeplatz das Tageslicht sehen und dadurch dazu neigen, etwas zu überdrehen :whistling: Das ist Unsinn....wenn ein Hund extrem hochdreht kann das sicher durch Fehler in der Ausbildung passieren, oft ist aber die Mischung von hohem Temperament, hohen Triebbereichen, einer eher niedrigeren Reizschwelle mit eben nicht allzu dicken Nerven der Grund.....und das hat mit Ausgelastetsein bzw dem NICHTausgelastetsein überhaupt nichts zu tun.

Im Gegenteil, es kann sogar passieren, dass ein solch gelagerter Hund, je mehr er körperlich und geistig gefordert wird, immer höher fährt, solche Hunde müssen oft erst lernen, runterzufahren und sich selbst zu regeln.

Ich würde so einen Hund sehr sehr stumpf arbeiten, kein TamTam, wenig Bestätigung und das über einen langen Zeitraum.

LG-Nadin und Co.
Das ist leider eben kein Klischee, sondern lebendige Erfahrung, zumindest die meine aus vielen, vielen Jahren auf verschiedenen Hundeplätzen. Natürlich spielen Veranlagung, frühe Prägung etc. eine Rolle - aber die Auslastung gänzlich wegzuwischen, ist absolut lächerlich. Sie ist beinahe immer zu 50 Prozent ein Teil des Problems; nur dass Hundesportler, die in ihrem ganzen Leben noch keine Tageswanderung mit ihrem Hund gemacht haben, das natürlich sehr ungerne hören. Wer lässt sich schon gern den Spiegel vorhalten.

Richtig ist freilich, dass es Hunde gibt, die erst richtig hochfahren; je mehr man sie fordert. Ich hatte auch so einen Fall, der zum wahren Konditionsmonster mutierte und der ohne brachiale geistige Auslastung überhaupt nicht zu händeln gewesen wäre. Jetzt hütet er Schafe!

Ansonsten ist natürlich die seriöse und kontinuierliche Arbeit anzumahnen und anzuraten: So lange Uo und ähnliche Sachen, bis alles klappt - und dann erst Schutzdienst ...
Zitieren
#29
Kantor,index.php?page=Thread&postID=86640#post86640' schrieb:Das ist leider eben kein Klischee, sondern lebendige Erfahrung, zumindest die meine aus vielen, vielen Jahren auf verschiedenen Hundeplätzen. Natürlich spielen Veranlagung, frühe Prägung etc. eine Rolle - aber die Auslastung gänzlich wegzuwischen, ist absolut lächerlich. Sie ist beinahe immer zu 50 Prozent ein Teil des Problems; nur dass Hundesportler, die in ihrem ganzen Leben noch keine Tageswanderung mit ihrem Hund gemacht haben, das natürlich sehr ungerne hören. Wer lässt sich schon gern den Spiegel vorhalten.
Ich glaube auch, dass es einige Hundesportler gibt, die tatsächlich eine Beschäftigung mit ihrem Hund ausserhalb der sportlichen Arbeit eher vernachlässigen, allerdings glaube ich eher weniger, dass es vor allem und deswegen diese Hunde sind, die besonders drehen am Platz und im Trieb.

Dieses Problem hat meines Erachtens nach viel mehr mit der Veranlagung des Hundes und natürlich auch dem Umgang mit dieser, als mit der sonstigen Auslastung zu tun....zumindest kann es nicht sein, dass man vor jedem Training eine 20km Radwanderung mit dem Hund machen muss, damit dieser halbswegs ansprechbar ist...wenngleich so eine Radtour sicher für den Hund ab und an `ne schöne Sache ist :daumenhoch:

Es gibt Hunde, die stauen bei jeder Gelegenheit Trieb von daher bringt meiner Meinung nach die Arbeit mit dem Clicker an dieser Stelle auch nur insoweit was, dass man dem Hund punktgenauer sagen kann, welches Verhalten erwünscht ist, der Trieblevel wird dadurch aber nicht niedriger...



LG-Nadin und co.
Zitieren
#30
Nadin,index.php?page=Thread&postID=86641#post86641' schrieb:
Kantor,index.php?page=Thread&postID=86640#post86640' schrieb:Das ist leider eben kein Klischee, sondern lebendige Erfahrung, zumindest die meine aus vielen, vielen Jahren auf verschiedenen Hundeplätzen. Natürlich spielen Veranlagung, frühe Prägung etc. eine Rolle - aber die Auslastung gänzlich wegzuwischen, ist absolut lächerlich. Sie ist beinahe immer zu 50 Prozent ein Teil des Problems; nur dass Hundesportler, die in ihrem ganzen Leben noch keine Tageswanderung mit ihrem Hund gemacht haben, das natürlich sehr ungerne hören. Wer lässt sich schon gern den Spiegel vorhalten.
Ich glaube auch, dass es einige Hundesportler gibt, die tatsächlich eine Beschäftigung mit ihrem Hund ausserhalb der sportlichen Arbeit eher vernachlässigen, allerdings glaube ich eher weniger, dass es vor allem und deswegen diese Hunde sind, die besonders drehen am Platz und im Trieb.

Dieses Problem hat meines Erachtens nach viel mehr mit der Veranlagung des Hundes und natürlich auch dem Umgang mit dieser, als mit der sonstigen Auslastung zu tun....zumindest kann es nicht sein, dass man vor jedem Training eine 20km Radwanderung mit dem Hund machen muss, damit dieser halbswegs ansprechbar ist...wenngleich so eine Radtour sicher für den Hund ab und an `ne schöne Sache ist :daumenhoch:

Es gibt Hunde, die stauen bei jeder Gelegenheit Trieb von daher bringt meiner Meinung nach die Arbeit mit dem Clicker an dieser Stelle auch nur insoweit was, dass man dem Hund punktgenauer sagen kann, welches Verhalten erwünscht ist, der Trieblevel wird dadurch aber nicht niedriger...



LG-Nadin und co.
Da hast du sicher Recht! Ich glaube aber auch, dass Hunde, die in ihrem täglichen Leben sehr viele verschiedene Sachen und Erfahrungen machen, die mannigfach beschäftigt und ausgelastet werden, die einen großen sozialen Kontext haben; einfach auch auf dem Hundeplatz gelassener reagieren - trotz Veranlagung oder Reizschwelle. Ich bin mit meinen viern nur einmal die Woche auf dem Platz, im Frühjahr-Sommer zweimal, die anderen fünf Tage sind vollgestopft mit anderen Aktivitäten ganz unterschiedlicher Natur, vom Wandern über das Besuchen anderer Hunde bis hin zum Baden oder zur Ausbildung im eigenen Garten. Ich bin schon der Meinung, dass diese Art der Haltung auch triebstarke DSH umprägt.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste