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Kontaktmethode
bordy,index.php?page=Thread&postID=81739#post81739' schrieb:Trotzdem bin ich aber der Ansicht, dass ich mit einer falschen Einwirkung in der falschen Phase mehr kaputt machen kann als mit beispielsweise einem falschen Click. Trainier ich heute irgendeine Übung und bestätige falsch, dann lernt der Hund halt entweder garnix oder zeigt evtl mal Blödsinn der mir nicht so gefällt. Bei einer reinen Bestätigung muss ich mir dann im übrigen auch kaum Gedanken über Intensität etc. machen..
Im ganzen wird der Hund selbst aber z.B. von einem falschen Click keinen Schaden nehmen.

Ich sehe das anders.

Es dauert evtl. länger, bis der Click-Hund "kaputt" ist. Aber ich bin der Meinung, daß langfristig gesehen psychischer Streß den Hund sogar nachhaltiger kaputt macht als körperliche Einwirkungen. Ich glaube, daß dies stark unterschätzt wird. Und stetes falsch clickern kann bei manchen Hundetypen genau zu diesem Streß führen.

Ich habe zu viele Hunde gesehen, denen der Spaß an der Arbeit nicht durch direkte Einwirkungen, sondern durch rein psychische Scheißbehandlung genommen wurde, bis sie einem Autisten ähnlich alles im Meideverhalten über sich ergehen lassen.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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Bettina Balters,index.php?page=Thread&postID=81750#post81750' schrieb:Es dauert evtl. länger, bis der Click-Hund "kaputt" ist. Aber ich bin der Meinung, daß langfristig gesehen psychischer Streß den Hund sogar nachhaltiger kaputt macht als körperliche Einwirkungen.

Nunja, und da sehe ich schon einen Punkt. Konditioniere ich einen Hund erstmal richtig auf den Clicker und das Shapen und fange dann urplötzlich an den Hund damit mehr oder weniger absichtlich zu malträtieren, dann kann ich einen Hund schon sehr verunsichern. Allerdings setzt das ja schonmal voraus das ich in der Lage bin das richtig zu konditionieren - andernfalls ist dem Hund der Clicker ziemlich wurscht. Sieht man immer wieder.. da wird geclickt was das Zeug hält, aber der Einfluss auf den Hund ist irgendwie nicht ganz klar.
In der entsprechenden Situation kann eine entsprechende Einwirkung (auch die Dosierung kann ja schonmal eine Sache für sich sein..) mir aber für sehr sehr lange Zeit zu knabbern geben.

Desweiteren erzeugen körperliche Einwirkungen, gerade wenn sie sehr unpassend und für den Hund nicht zu durchschauen sind, eigentlich auch immer psychischen Stress (wobei Stress an sich ja nicht zwingend schlecht ist). Dieser meist negative Stress ist im übrigen auch kaum förderlich für effektives Lernen.

Schaut man sich in der Hundesportwelt so um, dann finde ich schon das sich sagen lässt, dass ein Hund der vielleicht nicht perfekt weitestgehend positiv ausgebildet wird deutlich weniger Stress hat als einer, der mangelhaft mit vielen aversiven Reizen ausgebildet wird.
Auch aus eigener Erfahrung.. meiner Golden Hündin, die zwar durchaus weiss das sie auch muss und wirklich sehr zuverlässig arbeitet, kann man in kürzerster Zeit ohne großen Aufwand durch Bestätigung in der richtigen Situation ein anderes Verhalten schmackhaft machen. Möchte ich ihre Position verändern (z.B. sie beim Fuß weiter hinter bekommen), dann ist das keine große Sache (wobei das dann natürlich auch noch gefestigt werden muss).
Würde ich also heute irgendeinen Mist bauen, jemand anderes würde sie übernehmen und würde das korrigieren wollen, dann wäre das tendentiell wohl eher kein Problem. Bei einem Hund der hingegen unsachgemäß vor allen Dingen durch aversive Reize ausgebildet worden ist, ist es zweifelhaft ob der Hund die dadurch erworbenen Verhaltensweisen wohl je wirklich ablegen wird.

Mann kann ja von mir aus so arbeiten (ist ja die Entscheidung des Einzelnen), und wie schon erwähnt, bei jemanden der das wirklich beherrscht ist das sicher auch eine effektive Art der Ausbildung, aber wenn ich mich mal so umschaue, so sehe ich deutlich weniger Risikopotential darin dem ein oder anderen einen Clicker in die Hand zu drücken als ein TIG+"Anleitung" zur Kontaktmethode.
LG Janina
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DSH-Freak,index.php?page=Thread&postID=81744#post81744' schrieb:Das ist schon korrekt was du schreibst. Allerdings muss Meideverhalten nicht zwingend von Angst oder Schmerz gesprägt sein.

In der Verhaltenswissenschaft ist aversiv das, was ein Lebewesen meiden oder verlassen will, das muss nicht unbedingt Schmerz sein. Im Gegensatz zu appetiv, was gesucht bzw. beibehalten wird.

Der Ruck und/oder Stromimpuls der Kontatkmethode wirken auf den Hund aversiv. Allerdings nicht als Strafreiz nach oder während eines unerwünschten Verhaltens, sondern vor dem Verhalten des Hundes. Der Hund verknüpft damit zwangsläufig nicht nur das gleichzeitig gegebene Kommando als unangenehm, sondern die gesamte Trainingssituation. Aufgefangen werden soll das durch die Belohnungen bei fehlerfreier Ausführung. Bei einem triebigen Hund geht das auch ganz gut, der sagt sich dann: Ach fängt der Mist wieder an, aber es gibt ja auch Ball dann. Da muss ich eben durch. Sagt sich der reaktive Hund.

Die Einstellung eines Hundes, der nicht mit Aktivierungszwängen bei jedem gelernten Kommando belegt wird, sondern nur mit positiver Bestätigung (solange er keinen Fehler macht), ist: Oh, Training ist geil, da kann ich mir was verdienen. Komm, gib mir endlich ein Kommando. Das ist appetiv. Das forder ich. Sagt sich der aktive Hund.

Wer mehr Spass am Training hat, ist ja wohl klar. Und das zeigt sich in der Ausstrahlung.

Im übrigen sind die meisten aversiven Reize bei Fehlern des Hundes kontraproduktiv. Einen Hund zu strafen, weil er z.B. statt Sitz aus der Bewegung Platz macht, ist dumm. Lässt er sich dagegen in einem fortgeschrittenen Stadium der Ausbildung in der Freifolge ablenken, kann eine Einwirkung für ihn eine tatsächliche Hilfe sein aufmerksam zu bleiben. Wenn richtiges Verhalten dann gleich positiv bestätigt wird, geht das auch nicht zwangsläufig auf die Ausstrahlung.
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Hallo Balco,
schick mir mal das Zeug rüber was du jeden Tag rauchst!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


:dergroesste: :dergroesste: :dergroesste: :dergroesste: :dergroesste:
Die zehn Gebote sind deshalb so kurz und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission entstanden sind.
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@ Balco:
es heisst "appetitiv".
Im übrigen muss ich sagen dass Du wohl die Kontaktmethode nicht wirklich verstanden hast und viele Begriffe und Zusammenhänge völlig durcheinander wirfst.
Schade.
Life is what happens to you while you're busy making other plans...
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@Balco: Ich weiß nicht wie das ist, ob die Anhänger der Kontaktmethode diese GENERELL und NUR verwenden. Das muss man aber ja nicht machen (wäre IMHO auch zu engstirnig). Aber IMHO findet negative Verstärkung durchaus Platz im Training (z.B. um bestimmte Kommandos effektiver abzusichern oder besonders problematisches Verhalten zu eleminieren). Das unterscheidet IMHO einen guten von einem GUTEN von einem HEVORAGENDEN Trainer, zu wissen wann man was und bei welchen Hund einsetzt!
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Hallo Jezira,
:appl: :appl: :appl: :appl: :appl: :appl:
Die zehn Gebote sind deshalb so kurz und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission entstanden sind.
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Hallo Balco,
nachdem ich mir die letzten Tage Deine Weisheiten über moderne Hundeausbildung und die Kontaktmethode reingezogen habe und mein Großhirn jetzt auch begriffen hat, daß Du der beste HF und Ausbilder unter der Sonne Deutschlands, ach was sage ich da, unter der Sonne Europas bist, mache ich Dir einen Vorschlag:
Halte doch mal ein Seminar ab und lasse uns dummen Hundeführer und Ausbilder etwas von Deinem so großartigem Wissen zukommen. Ich bin überzeugt, daß jeder Teilnehmer, der sich an dieser Diskussion beteiligt hat, gerne bereit ist fünf Euro Seminargebühr zu bezahlen. Mit dem Erlös könntest Du bei working-dog als Premiummitglied einsteigen und Deinen Horizont anhand von dort vorhandenen Videos erweitern.

Gruß Hans
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DSH-Freak,index.php?page=Thread&postID=81775#post81775' schrieb:@Balco: Ich weiß nicht wie das ist, ob die Anhänger der Kontaktmethode diese GENERELL und NUR verwenden.

Der Kern der Kontaktmethode ist NE..PO..PO. Auf diesen Kern und seine Auswirkungen auf den Hund beziehe ich mich.

Wie bestimmte Anhänger die Methode umsetzen, ist ein anderes Thema.
Wenn Anwender auch noch Elemente anderer Methoden nutzen, dann sollten sie erklären welche, wenn sie darüber diskutieren möchten.

Nur die Behauptung, ich kenn die Kontaktmethode aber auch anders, ist unergiebig, wenn dann keine konkreten Erklärungen folgen.
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Anfänger,index.php?page=Thread&postID=81790#post81790' schrieb:Halte doch mal ein Seminar ab und lasse uns dummen Hundeführer und Ausbilder etwas von Deinem so großartigem Wissen zukommen. Ich bin überzeugt, daß jeder Teilnehmer, der sich an dieser Diskussion beteiligt hat, gerne bereit ist fünf Euro Seminargebühr zu bezahlen. Mit dem Erlös könntest Du bei working-dog als Premiummitglied einsteigen und Deinen Horizont anhand von dort vorhandenen Videos erweitern.
Jawohl Anfänger
und ich bringe Chips und Cola Light mit

:appl: :dafuer:
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