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Kontaktmethode
#61
@ Balco
mag sein, dass DU nicht von Seminaren gesprochen hat - die Eröffnerin dieses Themas aber sehr wohl - davon abgesehen war es nur ein Beispiel.
Aber um das ganze vielleicht noch verständlicher auszudrücken : für den Erfolg / Misserfolg im Wettkampf spielt m.M. nach der GESAMTE Umgang mit dem Hund eine Rolle, nicht nur der Umgang während des Trainings (also die Ausbildungsmethode) mit ihm. Ganz krass gesagt - was nützt es, wenn ich beim Training clickere - aber ansonsten den Hund verprügele ?
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#62
Hallo Claudia,

Tut mir leid, ich habe Deine Aussagen falscherweise als ein Verallgemeinerung von Dir verstanden.
Nichts für ungut!
:cheers:

Viele Grüsse,
Dietrich
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#63
Zitat:Ganz krass gesagt - was nützt es, wenn ich beim Training clickere - aber ansonsten den Hund verprügele ?

Trine,

diese Frage kann man leider bei Vielen auch anders herum stellen. Leider arbeiten viele Hunde aus Angst vor der zu erwartenden Ungemach weiter...

LG Uwe
Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört
und wo Verzweiflung ihren Anfang nimmt!
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#64
Hallo Heinz,

Danke fürs Kompliment. Ich kann mich Deinem Beitrag eigentlich nur anschliessen - wobei ich mir nicht sicher bin ob ich all Deine Aussagen immer richtig verstanden habe (z.B. "Nun ist aber die Krux,das über Vererbung von zu ähnlichen Hunde wichtige,( oben erwähnte) Eigenschaften verloren gehen."). Tut aber nicht zur Sache. Auf jeden Fall hoffe ich, ich habe nicht den Eindruck erweckt, dass ich der Meinung bin wir sollten unsere Hunde vermenschlichen oder das wir unsere Hunde ausschliesslich voll ausgebildet sichten sollten.
:cheers:
Liebe Grüsse,
Dietrich


PS Wenn ich mich nicht täusche, basiert der zweite von Dir angesprochene TV Beitrag auf der Arbeit von Friedericke Range - wenn Du mal mit Deinem Hund in Wien sein solltest, schau bei Ihr vorbei: http://www.nc.univie.ac.at/biology-of-co...og-owners/
Oder wenn Leipzig näher ist: http://www.eva.mpg.de/psycho/dogs/dogs_p...on_de.html
Ich denke die Leute dort würden sich freuen sich mit Dir über Ihre Arbeit zu quatschen und vielleicht lernst Du etwas über Deinen Hund, was Du vorher nicht wusstest. Wenn ich nicht wieder in den USA wäre, hätte ich bei denen schon längst vorbeigeschaut. Big Grin
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#65
Trine,index.php?page=Thread&postID=81669#post81669' schrieb:für den Erfolg / Misserfolg im Wettkampf spielt m.M. nach der GESAMTE Umgang mit dem Hund eine Rolle, nicht nur der Umgang während des Trainings (also die Ausbildungsmethode) mit ihm. Ganz krass gesagt - was nützt es, wenn ich beim Training clickere - aber ansonsten den Hund verprügele ?

Die Frage kann ich dir nicht aus Erfahrung beantworten, da ich niemanden kenne, der das tut.

Ansonsten ist das schon klar, dass die Wettkampfleistung eines Hundes nicht nur von der Trainingsmethode abhängt. Aber wenn schon die Methode systembedingt teilweise kontraproduktiv ist, z.B. bei der Kontaktmethode hinsichtlich Arbeitsfreude, Ausstrahlung, Tempo, (produktiv soll sie laut den Anhängern der Methode besonders hinsichtlich Zuverlässigkeit sein), dann kann das nicht durch eine besonders hundefreundliche Haltungsform ausgeglichen werden.

Natürlich ist keine Methode perfekt, aber Mia, Peter und andere scheinen Arbeitsfreude, Ausstrahlung, Tempo plus grosse Zuverlässigkeit mit ihren modernen Methoden erreicht zu haben. Da sie Strafreize im Sinne der Lerntheorie nicht ausschliessen, spielen diese bei der Zuverlässigkeit sicher eine Rolle.

Allerdings dürfen kommunizierte aversive Reize nach einer unerwünschten Handlung nicht verwechselt werden mit den obligatorischen aversiven Reizen der Kontaktmethode bevor der Hund überhaupt etwas getan hat.

Da du auch clickern ansprichst: bei einer bestimmten Clickerfraktion, die per se Strafreize ausschliesst, mangelt es häufig an der Zuverlässigkeit im Wettkampf.
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#66
Hallo Balco,

Balco,index.php?page=Thread&postID=81673#post81673' schrieb:... den obligatorischen aversiven Reizen der Kontaktmethode ...

ich glaube hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis zur Kontaktmethode vor.

Durch die Impulse soll der Hund aktiv werden - aktiviert werden.

Aversive Reize sind negativ - es wird aversiv (mit Meideverhalten z. B.) reagiert.

Genau so reagieren aber Hunde, die richtig im Rahmen der Kontaktmethode gearbeitet werden nicht. Sie meiden nicht, sondern zeigen Aktion in die gewünschte Richtung. Weil eben der Impuls, den sie erhalten, für sie kein aversiver Reiz ist!

Grüsse,

Claudia
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#67
Hallo Balco,

hast du Mia und Peter im Training arbeiten sehen?

Woher weißt du wie sie arbeiten? Hast du engeren Kontakt zu Malis und Schäferhunden? Das sind vom Charakter ganz andere Hunde...
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#68
nicht nur das, ich erwähnte das es auch dort hunde mit wenig bzw negativer ausstrahlung gibt, aber darüber wurde schon 2 mal drüber weggegangen und wird auch ein 3 mal passieren. wenn man nur das liest was man lesen will, dann passt es!!
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#69
lusna,index.php?page=Thread&postID=81674#post81674' schrieb:Durch die Impulse soll der Hund aktiv werden - aktiviert werden.

Es kommt nicht darauf an, was man beabsichtigt, sondern wie es beim Hund ankommt.
Da ich mich nicht wiederholen möchte, verweise ich auf meinen ersten Beitrag in dieser Diskussion (Stichwort: Ruck ist Ruck.)

Ergänzend: es handelt sich bei den Aktivierungszwängen der Kontaktmethode lerntheoretisch um das Wegnehmen eines unangenehmen Reizes. In dem Moment, wo der Hund aktiv wird, hört der unangenehme Reiz auf. Praktisch muss, wenn man einen unangenehmen Reiz wegnehmen will, dieser ja erstmal gegeben werden. Deshalb eben immer gleichzeitig mit dem HZ. Der Hund kann dem unangenehmen Reiz nicht entgehen, er meint aber, er würde ihn durch Aktivität abstellen. Das Problem ist nun, dass der Hund nicht nur alle HZ automatisch mit unangenehm verknüpft, sondern auf Dauer tendenziell die gesamte Lern- und Trainingssituation. D.h. seine Einstellung geht immer mehr in Richtung Muss und weniger in Richtung Darf. Das sieht man dann auch deutlich auf den Wettkämpfen.

Die modernen Methoden betonen dagegen mehr das Darf und haben so die arbeitsfreudigen schnellen Hunde mit viel Ausstrahlung.

Natürlich vergisst auch die Kontaktmethode nicht die Belohnung, um nicht reines Meideverhalten zu erzielen, sondern ein gewisses Mass Freude und Ausstrahlung zu erhalten, wie auch die modernen Methoden bei einem gewissen Ausbildungsstand ggfs. auch Strafreize anwenden, um nicht Defizite bei der Zuverlässigkeit zu erhalten.
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#70
@HeinzS
Zitat: Warum also soll ich mich nicht diesen Fähigkeiten bedienen,die die
Natur dem Hund mitgab....nur weil wir Menschen andere
Moralvorstellungen haben?
Ich weiß ja nicht ob ich dich jetzt richtig verstanden habe, aber ich denke hier hat sich ja keiner dagegen ausgesprochen auf seinen Hund irgendwann mal einzuwirken. Allerdings ist aber beispielsweise erwiesen, dass lernen unter Stress (und nichts anderes wäre die konstante Einwirkung von Anfang an) nicht wirklich effektiv ist - wobei es natürlich bei entsprechender Haltung des Hundes trotzdem funktioniert.
Eine weitere Meinung zu dieser Methode konnte ich mir auch noch nicht bilden konnte.



Und nochmal meine Frage auf die ich ja bis jetzt noch keine Antwort bekommen habe - stimmt es denn nun, das ich bei dieser Methode das HZ von Anfang an negativ konditioniere?
LG Janina
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