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Kontaktmethode
#1
Hallo zusammen,

bitte lacht mich jetzt nicht aus, aber ich wollte nachfragen, wer Erfahrungen mit der "Kontaktmethode" (z.B. nach Bart Bellon) hat. Sehe den Satz "... nach der Kontaktmethode nach Bart Bellon..." immer wieder in Hundeseminaren.

Was ist hier der Unterschied zur Arbeit mit einem normalen Teleimpulsgerät?

Was macht diese Methode so "außergewöhnlich"?

Antworten auch gerne per PN.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Schöne Grüße

Yvonne
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#2
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DVD Kontakt


seminar besuchen http://www.prostaffteam.com
Schenkt Aufmerksamkeit, -die kann man nicht umtauschen!
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#3
Es ist eine modernere, sehr geschickte Variante der alten Meidemotivation. Gleichzeitig mit einem gelernten HZ bekommt der Hund immer einen unangenehmen Impuls durch einen leichten Leinenruck.

Manche vergleichen diesen Leinenruck mit dem aufmunternden und als angenehm empfundenen Klapps beim Fussballer, der auf den Platz geschickt wird, und vergessen dabei, dass ein Mensch den Klapps wie ein wohlwollendes Schulterklopfen als angenehme Ermunterung empfindet, der Hund aber nicht, da ein Leinenruck, ob nun leicht oder schwer, nie als angenehm empfunden werden kann, wenn er sonst auch als aversives Mittel eingesetzt wird.
Ruck ist eben Ruck im Prinzip beim Hund, egal ob leicht oder stark.

Würde der Hund den leichten Leinenruck (bzw. früher den leichten Stromimpuls) als angenehm empfinden, dann könnte man ihn auch als Belohnung einsetzen. Das funktioniert aber nicht.

Der Sinn der Kontaktmethode ist, dass der Hund sich an das leicht Unangenehme gewöhnt, damit er beim starken Ruck, dem schwer Unangenehmen, nicht blockiert, sondern in die gewünschte Aktivität flüchtet. Es ist so eine Art Ermahnung: du weisst, was dir blüht: aus dem leichten Ruck kann ein heftiger werden. Wie früher mit Strom: HZ plus leichter Impuls, Hund zeigt gewünschtes Verhalten, Impuls hört auf, angenehme Belohnung folgt. Bellon nennt das Ne-Po-Po: HZ-negativ (der Impuls, der Ruck), Positiv (der Impuls, der Ruck hört auf, Positiv (das Futter, der Ball).

Die Methode funktioniert gut, aber ist im Ergebnis, was die Ausstrahlung betrifft, nie so gut, wie eine Methode, die nicht jedes gelernte HZ obligatorisch gleichzeitig mit einem Leinenruck verbindet. Die Kontaktmethode verbindet jedes HZ mit einer Drohung, die von den Anwendern als Aktivierungszwang bezeichnet wird.

Andererseits hat jeder Hund Probleme, wenn er Leinenrucke, auf die bei den meisten Hunden in der fortgeschrittenen Ausbildung nicht verzichtet werden kann, ohne klare Kommunikation bekommt, er bricht ein und zeigt Konfliktverhalten. Da bei manchen Hunden das Ausbleiben der Belohnung allein aber nicht zum verlässlichen Verhalten führt, sondern ein Leinenruck schon mal nötig ist, um aus dem Kann ein Muss zu machen, ist die moderne Lösung Klare Kommunikation: erst Nein, dann Ruck.

Die Kontaktmethode mit ihrem: HZ und gleichzeitig immer Negativ (Ruck), Positiv (Ruck hört auf), Positiv (angenehme Belohnung) ist in der modernen Ausbildung abgelöst worden durch: HZ und dann klare Kommunikation (entweder Nein und Ruck oder Ja und Belohnung).

So wird das HZ nicht verbunden mit einer Drohung, sondern mit einer Art Starterlaubnis für den Hund. Das zeigt sich in Ausstrahlung und Tempo: siehe UO von Mia und Peter gegenüber Jogi mit seiner Kontaktmethode.
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#4
häääääääääääää, hast du nen seminar besucht??! :evil:

also echt, mir sträuben sich die nackenhaare :feuerteufel:

ach, ich wollt nix schreiben dazu, aber: :geist:

mit mir sind die pferde durchgegangen!

:evil:
Das Leben besteht aus vielen Höhen und Tiefen - man darf nur nicht im Tief steckenbleiben!
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#5
Zitat:also echt, mir sträuben sich die nackenhaare

das ist aber jetzt interessant, wieso denn? Das solltest Du schon näher erklären! Huh

Uwe
Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört
und wo Verzweiflung ihren Anfang nimmt!
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#6
Balco,index.php?page=Thread&postID=81550#post81550' schrieb:So wird das HZ nicht verbunden mit einer Drohung, sondern mit einer Art Starterlaubnis für den Hund. Das zeigt sich in Ausstrahlung und Tempo: siehe UO von Mia und Peter gegenüber Jogi mit seiner Kontaktmethode.

1. würde ich die grundgeschwindigkeiten eines malis nicht mit denen eines dsh vergleichen
2. auch die kontaktmethode ist erfolgreich, die ergebnisse sprechen für sich
3.glaubst du im ernst das ein peter s. oder eine mia s. mit einem hund im stadion starten und ihm dann die wahl lassen beim hz fuß zb sitzen zu bleiben, die hunde sind rund herum dicht in der ausbildug, sonst sind solche leistungen nicht möglich. auch diese hunde wissen was passiert wenn das hz kommt. und schaue dir einen yannik an, da siehst du den druck. die anlern vorgänge der übungen sind anders, aber absichern tun sie alle, und komm jetzt nicht mit, die machen alles nur mit clicker und die hunde machen das weil se es so kennen.



@ yve,

schaue es dir an und bilde dir deine eigene meinung darüber, is besser!!!
gruß christian
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#7
Sehr gut erklärt Balko. Und im im Grunde ist es schon traurig, wenn man mit einem weniger geeigneten Hund so arbeiten muss. Aber die Anhänger dieser Methodik stehen wohl darauf.

Martin
Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, welche Behandlung er seinen Tieren angedeihen lässt.
(Friedrich der Große)
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#8
Hallo Martin,

martin,index.php?page=Thread&postID=81558#post81558' schrieb:Und im im Grunde ist es schon traurig, wenn man mit einem weniger geeigneten Hund so arbeiten muss.

Was meinst Du damit?

So wie ich diese Methode verstanden habe, ist es grundsätzlich nicht wichtig, wie talentiert der Hund ist. Anwenden kann man sie - auch für den Hund verständlich und umsetzbar.

Allerdings macht auch diese Methode aus einem mittelmässig talentierten Hund keinen Überflieger. Der Hundeführer muss nach wie vor erkennen, ob der Hund entsprechend seinen Fähigkeiten optimal arbeitet oder nicht.

Ich glaube, der Erfolg der Methode ist eher daran gebunden, ob der Hundeführer (ausreichend) talentiert ist und die Methode zu ihm passt.

Grüsse,

Claudia
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#9
Erst mal vielen Dank für eure Antworten.

Ich könnte eben im kommenden Oktober ein Seminar besuchen, wollte aber vorab abklären, ob dies tatsächlich etwas für uns (also meinen 4-beinigen Freund und mich) ist. Leider finden keine weiteren Seminare, die mir bekannt sind, in der näheren Umgebung (Umkreis ca. 150 km) vorher statt.

Das Seminar, welches ich besuchen könnte, wäre das "Step-by-Step". Jedoch las ich auf der Internetpräsenz (teamsport-jogi), dass für dieses Seminar das Seminar "Zuckerbrot und Peitsche" Voraussetzung sei.
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#10
Mr.Willson,index.php?page=Thread&postID=81555#post81555' schrieb:auch diese hunde wissen was passiert wenn das hz kommt.

Der Unterschied zwischen der Kontaktmethode und den modernen Methoden der Kommunikation liegt nicht darin, dass diese prinzipiell völlig auf Einwirkungen verzichten. Bei der Kontaktmethode aber bekommen die Hunde prinzipiell zeitgleich mit jedem HZ immer eine Einwirkung.

Die besseren Ergebnisse der modernen Methoden gegenüber der Kontaktmethode würde ich nicht auf die Unterschiedlichkeit der Rassen schieben.
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