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Kastration bei Rüde
#1
Hi,
könnt ihr mir vll. sagen, wieviel eine Kastration bei einem Rüden ca kostet ?

& gibts irgendwelche bestimmten Nachteile ?

lG Sitsch (;
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#2
Darf man fragen, ob der Hund gesundheitliche Probleme hat?
VG Astrid

Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.
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#3
Hallo Sitsch,

der Nachteil ist der, daß man mit einer Kastration ganz massiv ins Hormomsystem des Hundes hineinpfuscht. Egal ob es sich um einen Rüden oder eine Hündin handelt.

Das Hormonsystem ist an allen grundlegenden Funktionen im Körper beteiligt. D.h.eine Kastration kann nicht nur Auswirkungen auf die Sexualität eines Hundes haben, sondern z.B. auch auf seine Haut, seine Knochen, die inneren Organe etc.

Bei Rüden kann eine Folge der Kastration übrigens sein, daß sie nach einiger Zeit für andere Rüden anfangen zu riechen wie läufige Hündinnen. Und zwar permanent. Keine schöne Sache, wenn andere Rüden dauernd versuchen auf so einen armen Tropf aufzureiten, der sich das aber natürlich als Frechheit verbittet. Wir hatten solch einen Hund früher in unserer Nachbarschaft, die Leute sind irgendwann fast nur noch "bewaffnet" mit ihrem Hund auf die Straße um die freilaufenden Dorfrüden vertreiben zu können.

Bei einer medizinischen Indikation muß eine Kastration halt sein um Schlimmeres zu vermeiden. Ohne einen triftigen Grund würde ich sie aber nicht durchführen lassen, weder bei Rüden noch bei Hündinnen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#4
Hallo Sitsch,

da kann ich mich nur Antje voll und ganz anschließen. Ich hatte eine Hündin, die ich wg. Unwissenheit damals kastriert habe, weil der TA meinte, nach zwei Scheinschwangerschaften wäre das der beste Weg. Ich würde das heute nie mehr tun, weder bei einer Hündin noch bei einem Rüden.

Viele Grüße
Fledermaus
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#5
Um mal auf deine Frage zu antworten Wink, Kosten dürften je nach Region ( Stadt / Land ) zwischen 80 und 200 Euro liegen.

Nachteile sind, außer den bereits genannten, dass man sehr aufpassen muss mit dem Füttern da die Hunde gut ansetzen nach einer Kastra, dass sich die Fellstruktur verändern kann ( Babyfell ) und dass, je nach dem in welchem Alter die Kastra durchgeführt wird sich der Hund nicht voll geistig entwickelt sondern auf Babyniveau stehen bleibt.

Vorteile sind bei gesundheitlichen Problemen ganz klar dass eine Kastra bei Prostata Problemen hilft, oder wenn es sich um einen Einhoder handelt, zur Vermeidung von Tumoren, ausgelöst durch den Hoden im Bauchraum.

LG :hallo:
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#6
Ferrie,index.php?page=Thread&postID=46926#post46926' schrieb:Vorteile sind bei gesundheitlichen Problemen ganz klar dass eine Kastra bei Prostata Problemen hilft, oder wenn es sich um einen Einhoder handelt, zur Vermeidung von Tumoren, ausgelöst durch den Hoden im Bauchraum.

Hallo Ferrie,

wenn eine medizinische Indikation besteht, z.B. bei Prostataproblemen oder Hodenverletzungen/-krebs, ist eine Kastration natürlich das Mittel der Wahl. Bei einem Einhoder allerdings besteht keinerlei medizinische Veranlassung, den außenliegenden Hoden mit zu entfernen, den kann man da belassen wo er hingehört. Dann bleibt das Hormonsystem des Rüden voll intakt und es ergeben sich keinerlei negativen Auswirkungen auf die anderen Organfunktionen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#7
Tja seite neuestem empfehlen Tierärzte eine Kastration von Rüden, damit sie besser führbar werden! :br:

Oder aber einige Tierärzte haben eine neue Einnahmequelle gefunden. :pf:



Pia
Männer, die behaupten, sie seien die Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten. (Mark Twain)
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#8
Hallo Pia,

"Was bringt den Doktor um sein Brot?
a/ die Gesundheit
b/ der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe. "
(Eugen Roth)

Und das trifft in gleichem Maß auch auf die Tierärzte zu. Oder wie sonst sind z.B. die vollgesabberten Wasserschüsseln in den Tierarztwartezimmern zu erklären? Hund geht zum Impfen zum Tierarzt und kehrt mit einem behandlungsbedürftigen Zwingerhusten nach Hause zurück...

Und am einkommensträchtigsten ist natürlich ein chronisch krankes Tier. Z.B. eine kastrierte Hündin / ein kastrierter Rüde, die / der zeitlebens Hormonpräparate schlucken muß, damit seine Körperfunktionen halbwegs normal weiterverlaufen.

Klar gibt es auch Kastraten die keine gesundeheitlichen Probleme haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, daß ein Oganismus anders als gewünscht auf eine Kastration reagiert, ist relativ hoch, und rückgängig machen kann man die Geschichte dann nicht mehr (was sich viele Halter von betroffenen Hunden im nachhinein wünschen würden). Dem Tierarzt allerdings kann's nur recht sein wenn ein Hundehalter bei ihm regelmäßig auf der Matte steht...

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#9
@ Antje : Man kastriert aber meistens den aussen liegenden Hoden mit ( wenn einer aussen liegt ) um auszuschließen das der Rüde deckt, da Kryptorchismus erblich ist. Und ausser Schäferhundleuten hat damit auch eigentlich keiner ein Problem Wink ( kleiner Scherz ).

Aber nicht falsch verstehen, ich bin auch kein Freund vom kastrieren ohne gesundheitlichen Grund! Und das obwohl ich ( fast ) Tierärztin bin...

Ach ja und bitte nicht alle TA über einen Kamm scheren, ich weiß ja nicht in was für Praxen ihr seid aber bei uns steht kein Wassernapf rum--schön blöd, wenn man sowas macht... :f:
Schönen Abend noch! Wink
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#10
Hallo Ferrie,

Ferrie,index.php?page=Thread&postID=46965#post46965' schrieb:@ Antje : Man kastriert aber meistens den aussen liegenden Hoden mit ( wenn einer aussen liegt ) um auszuschließen das der Rüde deckt, da Kryptorchismus erblich ist.

Das würde ja bedeuten, daß man jeden Rüden ohne Zuchtzulassung kastrieren müßte. D.h. jeden Rüden mit Zahnfehler, jeden HD-Hund, jeden Langstockhaar, jeden als Familienhund gehaltenen Rüden etc.

Sorry, ich finde es immer wieder ätzend wenn Hundehalter von Tierärzten in die Deppenecke gestellt werden Marke "Wir müssen ihre Hündin / ihren Rüden unbedingt unfruchtbar machen damit sie / er sich nicht unkontrolliert fortpflanzt!". Ich halte meine zuchtzugelassenen Tiere so unter Verschluß daß eine ungewollte Fortpflanzung nicht passiert. Und genau das gleiche ist auch mit Hunden möglich, die aus welchem Grund auch immer nicht zuchttauglich sind. Zumal ich es bedeutend weniger schlimm finden würde wenn ein Einhoder einen Wurf Einhoder produzieren würde (wird das nicht über die Mutterlinie vererbt?) als wenn ein HD-Hund einen Wurf HD-Hunde produzieren würde. Denn im Gegensatz zu HD-kranken Hunden besitzen Einhoder ihre volle Lebensqualität. Das Problem mit den Hoden kann man bedeutend leichter beheben als mit kaputten Gelenken.

Ferrie,index.php?page=Thread&postID=46965#post46965' schrieb:Und ausser Schäferhundleuten hat damit auch eigentlich keiner ein Problem Wink ( kleiner Scherz ).

Ich halte das für einen ziemlich makaberen Scherz, wenn ich an die Hunde aus meinem Umfeld denke die nach der Kastration unter schwerwiegenden Beeinträchtigungen zu leiden hatten. Z.B. der besagte Rüde, der trotz Hormontabletten immer wieder von anderen Rüden bestiegen wurde. Ein normales Hundeleben war für den nach seiner Kastration nicht mehr möglich, fast jeder Spaziergang endete mit einer Beißerei. Das war übrigens kein Schäferhund, sondern ein Labrador, und seine Leute würden niemals wieder einen Rüden ohne schwerwiegende medizinische Gründe kastrieren lassen. Oder zwei Hündinnen (beides keine DSHs), die aufgrund einer trotz Nach-OP und hohen Hormongaben nicht in den Griff zu bekommenden schweren Inkontinenz eingeschläfert wurden. Ganz zu schweigen von den vielen "kleinen" Problemen die kastrationsbedingt auftreten können wie Dauerhaaren, chronischem Hautjucken, Welpenfell etc.

Wie gesagt, bei medizinischer Indikation muß eine Kastration sein um dem jeweiligen Hund schwerwiegendere Probleme zu ersparen oder gar das Leben zu retten. Aber ein einzelner innenliegender Hoden gehört für mich wirklich nicht dazu. Und zum Unfruchtbarmachen würde eine Vasektomie ausreichen, dadurch wird das Hormonsystem nicht derart negativ beeinflußt wie durch eine vollständige Kastration.

Ferrie,index.php?page=Thread&postID=46965#post46965' schrieb:Ach ja und bitte nicht alle TA über einen Kamm scheren, ich weiß ja nicht in was für Praxen ihr seid aber bei uns steht kein Wassernapf rum--schön blöd, wenn man sowas macht... :f:

Diese Blödheit wird aber leider in ziemlich vielen Tierarztpraxen begangen. Teilweise werden die Schüsseln direkt an der Eingangstüre aufgestellt, so daß man seinen Hund fast erwürgen muß damit er seine Nase dort nicht reinstecken kann. Ich bin in solchen Fällen immer ziemlich direkt und spreche den Tierarzt darauf an "Na, macht Ihr Euch Eure Patienten selbst?". Man erntet meist ein verschämtes Lächeln und die Aussage, daß einige Patientenbesitzer die Wasserschüsseln an genau dieser Stelle wünschen. Rolleyes

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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