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Wie oft Junghund Hetzen??
#11
Also ich stimme allen zu, die sagen man sollte warten bis der Hund geröntgt wurde. Natürlich können wir ja alle nicht abwarten, denn wir wollen wissen ob unser Hund beißt. Aber das kann man ja auch schon einmal mit 9-10 Monaten ausprobieren.
Wenn ich manchmal sehen wie oft junge Hunde schon körperlich derart belastet werden, dass kann nicht gut sein. Viele Helfer hetzen die jungen Hunde auch schon derart über Aggression. Wie soll ein Hund in dem Alter das verarbeiten ? Oder schickt Ihr Eure Kinder auch mit 7 Jahren zur Bundeswehr ? :box:
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#12
Also ich weiß ja nicht wie ihr so hetzt, aber solang ich den Hund nicht ewig springen lasse, frage ich mich was am anhetzen so belastend für die Knochen sein soll. Eigentlich wird da finde ich auch nicht mehr belastet als wenn der Hund beim Spazieren gehen rennt und springt - oder darf er das auch erst nach dem Hauptröntgen?
LG Janina
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#13
Na da muss ich nun bordy etwas zustimmen.

Hetzen, auch (an) hetzen und Hetzen ist nicht gleich.

Erstmal sollte man einen gemeinsamen Nenner für die Arbeit mit einem Junghund finden.
Zerrspiele, die den Hund in Richtung Baute bringen schaden da sicher nicht.
Inwieweit ein so junger Hund schon an den Arm soll ........bzw, oder kann, ( in dem Fall denke ich sowieso eher, dass er MAL anbeissen durfte, dies aber nicht wirklich "gearbeitet" wird) muss eigentlich jeder für seinen eigenen Hund entscheiden.
Ich jedenfalls entscheide ziemlich genau was mein Helfer mit meinem Hund macht, und was nicht. Wenn der HF über einen gewisse Erfahrung verfügt, was ich ja nun bei Ivanhoe voraussetzen kann (ich habe das Zeug an meinen früheren Sporthund verwendet und meine persönliche Meinung dazu...das ist alles.) sollte dieser auch wissen was er mit dem Hund anstellt.

Alles in allem sehe ich es im Moment einfach mal von der anderen Seite, auf der ich ja auch stehe.
Wenn ein HF kein Vertauen in seinen HL hat ....oder wenn sich HL und HF nicht verstehen, ist das keine gute Basis für eine Hundeausbildung.
Ein Helfer, klar nur in der Ausbildung, auf Prüfung kann ich mir den ja nicht immer aussuchen, zu dem ich kein Vertauen habe, wird meinen Hund nicht arbeiten. Genausoweing arbeite ich einen Hund von einem HF, der meiner Ansicht nach komplett falsche Wege geht.

Und zur Belastung .....schaut euch auch mal zwei Junghunde beim toben an, da geht es schon ganz gut ab.

Zu guter letzt.......lest nochmal was martin geschrieben hat......Erst wirkliche Arbeit wenn er es verarbeiten kann ..........

Grüsse
Ralf
Überheblichkeit ist die erste Leitersprosse auf dem Weg nach unten.
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#14
Zitat:Original von Ivanhoe
Hallo,

mein Rüde (LZ) ist nun 6 Mon. alt und wird seit dem 5 Mon. bis 2 mal wöchentl. (an-)gehetzt!

Da ich im VPG Bereich noch nicht viel prakt. Erfahrung habe, frage ich hier auch noch mal nach: ist das zuviel des Guten? Oder kommt es auf den Hund an?

Er zeigt sich sehr gut und macht schon Fortschritte...aber wie sieht es da mit den Gelenken z.B. aus?
Belastet das Hetzen nicht sehr die Hüfte?
Ich hätte da eher Bedenken wegen der Zähne. Mit 6 Monaten ist das neue Gebiss noch nicht gefestigt. Da würde ich noch nicht zu doll arbeiten.

Manche Kollegen vom Platz haben mir erzählt (nicht der AW oder Helfer) das sie VOR dem 1.Lebensjahr NICHTS mit Ihren Hunden machen, kein Hetzen, keine UO *staun*

Na ja, alte Schule vermutlich.... Laß den Hund erst mal erwachsen werden und dann kann man mal langsam anfangen :nu: *VorsichtIronie*

Nun hat der helfer meinen Rüden die letzten beiden male sogar am Ärmel hoch anspringen lassen....ist das nicht übertrieben und auch belastend für die Gelenke?

Du machst das doch nur 2 x die Woche und dann auch nur einige Minuten. Viel Problematischer sind doch da zu lange Spaziergänge oder ständiges Leinenzerren. Der Hund soll ja schließlich lernen sich die Beute zu holen und dabei notfalls abzuspringen. Kommt natürlich drauf an wie Deine Helfer arbeiten.

Ich habe nun geäußert das ich das vorerst nicht mehr möchte (springen) und es wurde auch akzeptiert.

Was meint Ihr? Wie oft Hetzen ??

:hallo:

Gruß

Sandra
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#15
Moin,

das ist hier doch glatt mein Lieblingsthema.

Ich fange nämlich gerne mit Welpen oder Junghunden an, den "Schutzdienst" zu arbeiten.

Über Beutespiele bringe ich dem Hund bei, aktiv zu sein und den Helfer zu hetzen. Dabei liege ich meistens mit dem Hund zusammen auf dem Boden und wir kämpfen um die Beute. Logisch, dass der Hund ständig gewinnt.

Dabei schaue ich mir aber auch genau an, wie der Hund trieblich gelagert ist. Meiner, 9 Monate alt, ist ein absoluter Beutegeier. Ihn lasse ich nur alle 2 -3 Wochen mal anbeißen. Er zeigt nämlich alles, was ich in diesem Alter verlangen kann. Er hetzt den Helfer, setzt gute und ruhige Griffe (mittlerweile Junghundarm / vorher Beißkissen) und will mit der Beute zurück zum Hlefer, um weiterzukämpfen.

Weil ich in diesem Alter nicht mehr erwarten kann und keine Konflikte entstehen lassen will, die mir das jetzige Verhalten des Hundes verschlechtern, bekommt er halt nur ab und zu einen Anbiß. Außerdem will ich ihn nicht in der Beute festfahren.

Sollte ein Hund aber mehr über die Wehrbereiche kommen, arbeite ich öfter kurze Beutephasen, um das Wehrverhalten in Beute zu kanalisieren, da wir ja einen ruhigen Griff benötigen. Mit dieser Arbeit will ich immer durch sein, bevor der Hund ca. 18 Monate alt ist und die Sozialaggression reift.

Ich mache die Anzahl der Arbeiten von dem Typ Hund und auch von dem Hundeführer abhängig.

Zur Zeit arbeite ich einige Junghunde (unterschiedliche Typen) einmal die Woche und dann zwei kurze Durchgänge. Das reicht für diese Hunde völlig aus.

Wünsche jetzt noch viel Spaß mit den Hunden!

Gruß


Micha
Wenn ein Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher. (Hubert Ries)
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#16
Danke für Eure ehrlichen Meinungen! Sehr interessant für mich, da ich halt im VPG Sport noch Anfänger bin , da ich vorher Obedience gemacht habe,und ich es als ein bißchen schwierig empfinde auf dem Platz die richtigen Fragen zu finden.

Mein Helfer ist ein ganz netter aber recht stiller...und ein Gespräch mit Ihm fehlt mir manchmal...von Fragen zu stellen ganz zu schweigen, die fallen mir oft erst später ein.

Wenigstens habe ich Ihm aber schon versichert das mir das Training mit Ihm Spaß macht. Vertrauen habe ich ebenfalls zu Ihm und der gesamten Truppe, auch wenn mir nicht alles zusagt...wie ebend den Hund bis zum 1.Jahr "ruhen" zu lassen...Nee, dafür isser mir wirklich zu schade Big Grin

Und es stimmt: 2x die Woche ist wohl i.Ordnung, sehe ich ja an Ihm...und wenn man sieht wie die Hunde toben und nicht zimperlich miteinander umgehen ist das Hetzen gar nix dagegen.

:hallo:
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#17
Hallo Sylvia,

ob die Hunde frei toben, oder ob sie 2mal die Woche unter Einsatz all ihrer Kräfte am Pfahl gehetzt werden - sind völlig unterschiedliche Belastungen. Ich weiß nicht, wie den Hund gearbeitet wird. Aber wenn ein Junghund 2mal die Woche am Pfahl ALLES GIBT und sich richtig ins Zeug legt, ist das gewiss nicht gut für sein Körperchen. Das hat nämlich nichts mit freier Bewegung zu tun.

VG

Cristine
Wer blind ist für die eigenen Fehler - ist auch taub für gute Ratschläge, ( Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger )
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#18
Selbstverständlich wird mein junger Hund nicht am Pfahl gehetzt!

Er wird altersgerecht "gearbeitet" mittels Kissen bzw. Junghundehärmel :w:
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#19
Zitat:Original von Ivanhoe
Sag mal, Walther...fühlst Du Dich persönlichangesprochen? :ls:

Vom Moderator und einem erfahrenen Hundler hätte ich ein etwas anderes Posting erwartet...sachlicher und nicht ganz so arg arrogant! :w:

Hm Ivanhoe:

"Ich habe da im Verein einen Hundeführer, der seinen ersten Schutzhund ausbildet und entsprechend wenig Ahnng von der Materie hat. Er weiß zwar nicht genau, wie was warum funktioniert, aber er weiß, was er nicht will, was er schon will und was ich als Ausbilder zu wollen habe. Das wollte ich schon immer einmal haben, dass mir der Neuanfänger sagt, wie und warum man einen Schutzhund so ausbildet und nicht anders, weil ich ja als Ausbilder das noch nie wusste."

Aber lass gut sein Ivanhoe, du wirst es schon richten, und ein paar neue Ansichten - wenn auch ganz unterschiedlicher Art - hast du nun ja bekommen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem Hund.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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