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Wo liegt die Identität des Gebrauchshundesportes in Bezug auf die Zukunft
Die zitierten Zahlen sind nicht relevant - es geht um die Dimensionen - und das beschriebene Verhältnis sehe ich auch so.

Ich frage mich ob der hier häufig herangezogene Vergleich "wir brauchen Diensthunde" - daher benötigt es eine adäquate Gebrauchsshundezucht - und daher muss es den IPG-Sport in der derzeitigen Ausformung, verbunden mit der Rechtfertigung vieler Ausbildungsmaßnahmen.

Das ist, wie wenn ich alle Schiessvereine und den kleinen Waffenschein damit rechtfertige, dass bei den Behörden auch das SEK ausgebildete gute Leute benötigt.

Ich lasse mich hier ungern diffamieren - immer wenn es kritisch wird, kommen Kommentare wie Wattebauschwerfer oder Walldorfmentalität - das finde ich unangemessen.
Hunde die bellen, beissen nicht ...heisst es?

VG
Anja
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Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191335#post191335 schrieb:@Bine
Ich war nur so frei8 und habe jemandem eine Antwort gegeben.
Meine Frage blieb ja unbeantwortet. Wenn du dich so viel Wissen hast, lasse uns doch daran teilhaben und nicht dumm sterben, wenn die hohe Anzahl an Zugriffshunden ein Maß für die Zuchtziele für Gebrauchshunderassen sein sollen. Vielleicht wundern wir uns ja auch.


Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191338#post191338 schrieb:
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191337#post191337 schrieb:Wenn die Zahl 850 stimmt, und bisher gibt es ja hier keine gegenteilige an Zahlen
ohne nun näher darauf eingehen zu wollen....nur weil hier niemand widerspricht, muss es nicht stimmen

Stimmt als absolute Zahl auch nicht. Laut Informationen die die Behörden über sich selbst preis geben hat zB Niedersachsen rund 220 Diensthunde und in NRW 290. nehmen wir also im Mittel 250 DH pro Bundesland sind wir bei 4.000 DH in den Ländern. Dazu kommen Zoll und BuPo mit nochmal rund 800. Die Bundeswehr verfügt über 260 Diebsthunde. Also sind wir summa summarum bei runden 5000 Diensthunden ( in Wirklichkeit wahrscheinlich weniger weil die Stadtstaaten wie Berlin oder kleine Ländee wie das Saarland erheblich weniger Hunde haben).


Dem gegenüber stehen ungefähr 15.000 Welpen pro Jahr im VDH in den Gebrauchshunderassen.

Nun geben wir einen DH eine Dienstzeit von 6 Jahren ( auf manchen Seiten der Länderpolizeien wird geschrieben dass DH mit 10 Jahren in Rente gehen, manche sicher früher.)

Also kommen auf 5.000 DH 90.000 Welpen im VDH. Dazu kommen noch erhebliche X er oder Dissidenten.


Also gehen grob überschlagen 5% der Welpen in den Dienst, wenn man annimmt dass sich alle Behörden bei VDH Züchtern bedienen.

Mit so vielen habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Allerdings muss man auch anführen, dass sicher einige DH dabei sind, die keine SD Ausbildung bekommen / benötigen, da sie als reine Spezialhunde im Suchen eingesetzt werden und ich sehr zugunsten der DH gerechnet habe.



tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191337#post191337 schrieb:Es gibt sicher auch noch in Privathand viele Leute, die zivile Schutzhundarbeit, obwohl verboten,
diese Aussage ist ebenso falschKeinen weiteren Kommentar dazu von mir
[/quote]
Viele ist immer relativ. Es gibt diese definitiv. Manche prahlen als Mitarbeiter in privaten Sicherheitsdiensten sogar damit öffentlich in sozialen Medien
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Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191333#post191333 schrieb:Schau, mit jemandem, der vom Diensthundewesen hinsichtlich Ausbildung, Einsatzwesen u.ä. mangels Ausbildung suboptimale Kenntnisse hat, werde ich bestimmt hier keine Diskussion zu dem Thema führen. Wenn dann noch eine gewisse Walldorfschulenmentalität zum tragen kommt - siehe Deine Einschätzung zum Einsatz von Diensthunden " abseits von Großeinsätzen (wo man das auch über einen anderen Kräfteansatz hätte lösen können) ",- hat sich das per se erledigt.
Leb Du in Deiner Welt und gut ist.
Woher willst du wissen, in wie fern ich mich im Diensthundewesen auskenne und deine Erfahrung so viel weitreichender ist? Kennen wir uns?

Was soll denn die Walldorfmentalität? Ich weiß ja nicht wie lange du mit dem aktiven Dienstgeschehen nichts mehrstufig tun hast, aber die derzeitige Rechtsprechung stellt sehr hohe und sehr klare Anforderungen an Zwangsmaßnahmen ( zB Brilon) und das sollte auch für DHF maßgebend sein. Und die Reaktion auf die Bilder aus Sachsen(?) spricht auch Bände. Ein als reines FEM reduzierter Umgang mit dem DH ist heute schwer vermittelbar.


Ich bin zutiefst erschrocken, welches Menschen und insbesondere Frauenbild sich hier mehr oder weniger durch die Blume widerspiegelt. Da braucht man sich um die Zukunft des IGP Sports eigentlich keine Gedanken mehr machen.
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Das waren die aktuellsten Zahlen, die ich finden konnte.

Die Zahlen von @HIla1610 hatte ich auch in etwa, allerdings waren die von 2013.

Und ja, genau die Personen habe ich mit der Zivilen Ausbildung als Schutzhund gemeint.
Von daher ist Uwes Aussage - das ist falsch - nicht wirklich aussagekräftig.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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wo soll diese Diskussion denn hinführen?
Meine Aussage bezieht sich auf die letzten zwei Worte.
Bye Uwe
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Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191336#post191336 schrieb:Die Diensthundesache zieht sich überall wie ein roter Faden durch und gehört eigentlich doch gar nicht hierher!
Doch gehört sie...denn ohne entsprechende Zucht und Selektierung nach "Gebrauchseigenschaften" gibt es bald keine DH mehr...Beispiele gibt es genug. Würde hier aber zu weit gehen
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191337#post191337 schrieb:Wenn es dann auch noch so ist, dass innerhalb der Behörden wohl kaum mehr HF gibt, die Hunde mit paar Ecken und Kanten führen können, dann liegt die Identität des Sporthundes nach IGP wohl nicht mehr im Bedienen von DH.
Die gibt es schon noch...aber oftmals werden zumindest in meiner Behörde momentan "politisch gewollt" andere Prioritäten bei der auswahl getroffen. Meine "alten" Hasen haben mit solchen Hunden wenig Probleme
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191337#post191337 schrieb:Und bei einigen Rassen ist da ja schon so. Würde es andersherum so sein, dann stünde der Dobermann z.B. gesundheitlich nicht da, wo er jetzt ist.
Da wurde eben bei der Zuchtplanung kein wert mehr auf "Gebrauchshundeeigenschaften" gelegt. Der DSH war der letzte, wo nur mit "Prüfung" gezüchtet werden kann. In Russland sieht man noch tolle Dobermänner. Als ich vor ein paar Jahren die Siegerprüfung aller rassen in Russland richtete, gewann ein Dobermann gegen unzählige Malis / DSH mit hohem Gesamt SG
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191337#post191337 schrieb:Wenn die Zahl 850 stimmt, und bisher gibt es ja hier keine gegenteilige an Zahlen begründete Aussage, so ist es klar, dass sich die Gebrauchshundezucht doch eher am Sport orientieren muss, denn sonst wird die Wurfkiste nicht leer.
stimmt nicht...alleine Zoll und BPol haben so viele Hunde. Die Länder und BW kommen noch dazu
Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191339#post191339 schrieb:Ich frage mich ob der hier häufig herangezogene Vergleich "wir brauchen Diensthunde" - daher benötigt es eine adäquate Gebrauchsshundezucht - und daher muss es den IPG-Sport in der derzeitigen Ausformung, verbunden mit der Rechtfertigung vieler Ausbildungsmaßnahmen.
Das ist die einzige Begründung für den IGP Sport...ansonsten kannst du Agility machen. Ist ähnlich der Formel 1...die man mit Innovationen für die normalen Autos begründet
Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27068-Wo-liegt-die-Identit%C3%A4t-des-Gebrauchshundesportes-in-Bezug-auf-die-Zukunft/?postID=191339#post191339 schrieb:Das ist, wie wenn ich alle Schiessvereine und den kleinen Waffenschein damit rechtfertige, dass bei den Behörden auch das SEK ausgebildete gute Leute benötigt.
Quatsch...Waffen baut eine Fabrik während Hunde genetisch und "gebrauchsfähig" selektiert werden müssen. Ohne Selektion kein Gebrauch mehr...sieht man bei den Austellungshunden ganz gut

Mit euren Begründungen schafft ihr euch selbst ab
beste Grüße

Uwe
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Hallo Reinhard,

ich beschäftige mich seit 1963 mit dem Thema - Deutscher Schäferhund.

Ursprünglich gab es keinen Unterschied zwischen Schönheit und Leistung - die Mütter und Väter der VA-V-Hunde der BSHZS des SV waren auch die Eltern der Spitzenleistungshunde.

Dann begann in den 70-80. Jahren die Aufspaltung in Schönheit und Leistung - jetzt wurde klar getrennt - Schaulinien und Leistungslinien.

Einige wenige machten das große Geld mit den s.g. Schönen.

Das gleiche Schicksal traf die meisten Gebrauchshunderassen.

Um es klar und deutlich zu sagen: Die heutigen Zuchtkriterien für die Leistungslinien selektieren "noch" sowohl den hoch veranlagten Sporthund für den Leistungsspitzensport als auch den Diensthund.

Und die allermeisten der so, im "Leistungssektor" gezüchteten Hunde sind für alle Bereiche -auch als Familienhund - bestens geeignet - bei richtiger Aufzucht, Ausbildung und der verantwortungsvollen Abgabe durch einen seriösen

Züchter an geeignete Personen.

Wir sind hier im Leistungshundeforum - ich lege ganz besonderen Wert darauf, dass der "klassische Gebrauchshund - ruhig auch etwas althergebracht mit robustem Kern ausgestattet" unbedingt erhalten werden muss.

Hierzu klar Stellung zu beziehen fordere ich alle auf, denen "dieser Gebrauchshund" am Herzen liegt.

Beste Grüße

Gerhard
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Also mein Hund ist, auch wenn er im weiteren Sinne „Sporthund“ ist, mein Hund und kein Sportgerät.
Ich werde auch weiterhin seine Beschäftigung und Ausbildung auf 2 Beine stellen; das eine ist WOLLEN und das andere ist MÜSSEN und je nach Situation und Ausbildungsstand werde ich das eine oder das andere mehr belasten.
Ebenso werde ich mich auch nicht vor Hinz und Kunz oder irgendeinem Internet Schreiberling verantworten, sondern nur vor meinem Hund, der mir ziemlich klar und deutlich sagen wird was richtig und was falsch ist. Und wenn ich sehe mit welcher Begeisterung und Freude er dabei ist wenn es Richtung Training und Hundeplatz geht - kann es wohl nicht so falsch sein!
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"Doch gehört sie...denn ohne entsprechende Zucht und Selektierung nach "Gebrauchseigenschaften" gibt es bald keine DH mehr...Beispiele gibt es genug. Würde hier aber zu weit gehen"

Und das rechtfertigt dann tierschutzrelevante Ausbildungsmethoden im Sport?? Ich meine, das ist doch der Kern dieser Debatte!

Ich kann keine "saubere" Diskussion über ethische Probleme in der Ausbildung für den Sport führen, wenn ständig als Rechtfertigung die "harten Jungs" aus dem DH-Bereich angeführt werden.

Für mich gibt es genau zwei unterschiedliche Schienen: einmal Erziehung an sich, für die Tauglichkeit fürs tägliche Leben und dann die Ausbildung für den Sport. Letztere rechtfertigt keinesfalls Methoden, die für den Hund zur Quälerei werden.

Den Diensthundebereich kann und darf man da nicht mit einbeziehen. Und wenn die Selektion durch den Sport nicht ausreicht (und das scheint ja sowieso der Fall zu sein), muss in dem Bereich eben entsprechend für Alternativen gesorgt werden. Keinesfalls darf die Diensthundgeschichte für Otto-Normalverbraucher-Hundesportler als Rechtfertigung für tierquälerische Ausbildung herangezogen werden!

LG


Bine
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Hallo Bine,

da gebe ich dir uneingeschränkt recht.

Ich behaupte trotzdem, dass es auch für die "s.g. Guten" eine vollkommen tierschutzkonforme und für jeden Hund geeignete Ausbildung gibt.

Dies kann aber nicht jeder HF - die, die es können sollen es auch machen und machen dürfen. Diejenigen HF, die dazu nicht in der Lage sind, sollen und müssen es halt bleiben lassen, ggf. den Hund abgeben.

Für mich gibt es kein schöneres Bild, wenn ein gutes Team - Hund und HF - harmonisch und hochbegeistert in der Prüfung oder Ausbildung zusammenarbeiten.

Ausdrücklich - das alles kann und muss tierschutzkonform ablaufen.

Beste Grüße

Gerhard
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