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Superlernen: Fixe Idee oder Allheilmittel
Th. M.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171639#post171639 schrieb:Zitat von Pesch:
Video von einer Prüfung? Kann man da sehen, ob ein Hund mit Superlernen nach meiner Art ausgebildet wurde?
Das (fett) hatte ich gar nicht mitbekommen! :lol
MfG
Maik
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M. Lorenz,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171641#post171641 schrieb:
Th. M.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171639#post171639 schrieb:Zitat von Pesch:
Video von einer Prüfung? Kann man da sehen, ob ein Hund mit Superlernen nach meiner Art ausgebildet wurde?
Das (fett) hatte ich gar nicht mitbekommen! :lol

ist mir auch jetzt erst aufgefallen. Auf jeden Fall hat er seine hellseherischen Fähigkeiten eingebüßt.

mfG Thomas
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Die Hunde gucken nicht in die Sterne (tagsüber nicht zu sehen, im Dunkeln wegen Flutlicht und Blendeffekt auch nicht), sondern haben ihren HF im Blick. Wegen des weiten Gesichtsfeldes von ca. 250 Grad von Hunden (Menschen haben nur 180 Grad) ist das auch bei Kopf im Nacken möglich. Allein ein Auge erfasst 150 Grad, kann also auch ohne Überlappung das Gesicht seines HF sehen. Sternegucken ist eine Herabwürdigung, denn es soll dem Laien weismachen, dass die Hunde die Sterne, ersatzweise die Wolken oder das wolkenlose Blau des Himmel ansehen statt den HF.

Knut Fuchs hat damit vor vielen Jahren angefangen und auch erfolgreich mit mehreren Hunden geführt. Seitdem wird so von sehr vielen HF mit einigen Hundegenerationen trainiert. Kein einziger Hund hat von dieser Art des Fußlaufens je einen Schaden genommen. Auch die extrem intensiv trainierten Hunde der nationalen und internationalen Meister nicht.

Da dieses Kopfhaltung eine sehr starke mentale Konzentration des Hundes erfordert und im Vergleich zur alten schräg nach oben Kopfhaltung schwieriger zu vermitteln ist, weil sie u.a. eine grössere Motivation und Begeisterung erfordert, wird sie von der alten Schule, die seit Jahrzehnten den Anschluss auf den Meisterschaften verpasst hat, gerne verunglimpft als unnatürlich, nicht funktional und krankmachend. Der Grund ist aber: die alte Schule k a n n so nicht ausbilden, weil sie nämlich mit ihren alten Methoden nicht die erforderliche positive Motivation und Begeisterung beim Hund wecken, fördern und erhalten kann. Kopf hoch, Ohren gespitzt, Pinsel oben... das sind Zeichen für eine moderne Ausbildung, die die Hunde nicht als Knechte behandelt, sondern als Sportpartner. Die Kritik am Sternegucken ist also in Wirklichkeit eine Kritik an der modernen hundefreundlichen Ausbildung und will zurück zu den alten Methoden nach dem Motto: Arbeit und Freude sind ein Widerspruch in sich!

So wird aus dem eigenen Versagen der alten Schule nach dem Prinzip der sauren Trauben gesagt: wir wollen so gar nicht ausbilden, denn wir mögen es lieber sachlich, lieben unsere Hunde und wollen sie nicht absichtlich krank machen. Laien fallen auf sowas rein. Manche HF berufen sich darauf, wenn sie es wieder mal nicht schaffen, das Feuer der Begeisterung in ihrem Hund zu entzünden und wollen dann ihre eher lustlose UO als Weisheit letzter Schluss funktionaler Führweise verkaufen. Wenn sich LR in ihrer Richtweise dem anschliessen würden, dann hätte die alte Schule, ohne etwas an ihrer veralteten Ausbildung zu ändern, in der UO den Vorsprung der Modernen ausgeglichen.


PS: leider ist der andere Thread geschlossen, so dass offene Fragen leider nicht mehr beantwortet werden können.
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Dann sollte man sich die Frage stellen,.....was ist denn nach der heutigen Auslegung der PO noch "natürlich" ?
Fährte....? Ganz sicher nicht.
UO.....?Hat mit dem eigentlichen Gehorsam nichts mehr zu tun.
SD.....?Wird sicher nicht an den Übungen fest gemacht,die für den Begriff stehen.
Einem jeden muß doch klar sein,das bei immer ausgefeilteren Techniken in Sachen Ausbildung es auch immer schwerer fällt,Unterschiede zu finden und zu bewerten.
Deshalb fällt es mir auch so schwer,den nutzen eines...noch besseren Lernens (Index Wink ) zu verstehen,wenn wir heute schon die eigentlichen Anforderungen und deren Zweckmässigkeit bei weitem hinter uns gelassen haben.
Ich frage mich ganz neutral,wie das weiter geht ? Revieren auf Zeit....,Hochsprung als Leichtatletikübung,immer etwas mehr,bis einer über bleibt......SD mit Lichtschranke auf der "Langen" ,oder 5 Minuten verbellen ?
Mit dem passenden Hund ist das alles kein Thema,auch heute schon nicht.
Ich bin gespannt,ob die neue PO darauf Antworten geben kann,BZW Zukunftsvisionen hergibt.
Ich sehe unseren Sport in der Sackgasse,Abhilfe könnte zB ein weggehen von stereotypen Bildern sein,die mehr vom eigentlichen Hund preis geben und auch spannender sind.
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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@Pesch: Ob ich jetzt nach "alter Schule" ausbilde oder nicht sei mal dahingestellt. Ich mag das "Sternkucken" und das wo der Arsch am Boden schleift überhaupt nicht! Ich finde das unnatürlich und unschön. Diese Methode jetzt als "Superlernen" darzustellen geht doch mal arg an der Realität vorbei. Außerdem muss ich auch nicht jeden Modetrend mitmachen!

Ich werde meine Hunde so ausbilden, dass Sie mich ansehen und den Kontakt zu mir halten. Das ist mir wichtig. Wenn ich dadurch nicht zu den 10% gehöre ist das halt so. Hundesport ist MEIN Hobby und nicht mein Beruf.

Angelika
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Heinz.S,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171644#post171644 schrieb:Einem jeden muß doch klar sein,das bei immer ausgefeilteren Techniken in Sachen Ausbildung es auch immer schwerer fällt,Unterschiede zu finden und zu bewerten.

In dem Videovergleich Raiser vs. Knabl werden die Unterschiede sehr deutlich. Der eine macht den Hund klein und gedrückt, der andere den Hund groß und aufgerichtet. Und das liegt nicht an der Kopfhaltung, ob schräg nach oben oder gerade noch oben ist im Prinzip egal. (Auch bei Heuwinkl gibt es da Misch- und Übergangsformen). Das liegt an der ganz unterschiedlichen Einstellung und Erwartungshaltung des Hundes. Die strahlt aus, so oder so. Eine negative Spannung vs. eine positive Spannung. Die wiederum kommt von den unterschiedlichen Methoden. Beide Methoden sind sehr ausgefeilt.
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Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171643#post171643 schrieb:Die Kritik am Sternegucken ist also in Wirklichkeit eine Kritik an der modernen hundefreundlichen Ausbildung und will zurück zu den alten Methoden nach dem Motto: Arbeit und Freude sind ein Widerspruch in sich!

Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171648#post171648 schrieb:Und das liegt nicht an der Kopfhaltung, ob schräg nach oben oder gerade noch oben ist im Prinzip egal

was für ein wandel

mfg erwin
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Hallo Heinz,
sorry, ich kann natürlich was die FF angeht nicht für alle sprechen, aber die, die ich kenne, möchten, dass sie ihr Hund ansieht - und das nicht nur aus dem Augenwinkel.
Aber letztendlich entscheidet der HF wie der Hund geht - nicht die PO oder die LR. Man muss nicht alles machen
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Trine,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171650#post171650 schrieb:aber die, die ich kenne, möchten, dass sie ihr Hund ansieht - und das nicht nur aus dem Augenwinkel.
Ok,Trine,dann mal weg von der Theorie.
Was ist denn das Problem,wenn der Hund in die Augen schauen soll,.....das er schräg läuft,das wiederum versucht man zu korrigieren,in dem ein anderer an der langen Leine den Hund zurück hält,das wiederum landet dann irgendwo da,das der Hund,wenn er es dann tatsächlich kapiert hat,so das das ganze absolut widernatürlich aussieht.
Also,was bleibt denn anderes übrig,als einem Welpen von Anfang an dieses über Futtertreiben aufzudrücken ?
Aber was ich,nun zum wiederholten mal,sagen möchte istnur,das man sich nicht an einem Bild festhalten sollte,das ein gewisser Hundetyp zeigen kann,aber andere halt vor große Problemem stellt.
Schau dir die OU von S.Höfer bei der VDH-DM in Waida an,das sieht doch klasse aus,ohne dieses krampfhaft verdrehte,was du zu oft siehst.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

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Mal kurz zurück zum Thema des Threads.

Eine fixe Idee ist ein psychiatrisches Symptom. Also wenn schon eine zugespitzte Gegenüberstellung dann doch nicht „Allheilmittel“, sondern eher „fixe Idee oder faktenbasierter Ansatz“.

Dass Superlernen fakten- und wissenschaftsbasiert ist, ist allerdings unstrittig. Erforscht wird noch, welche der bekannten Komponenten in welchem Umfang von Hunden gezielt nutzbar sind, und ob es noch unbekannte Komponenten gibt. Z.B. am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und von Adám Miklósi, Biologe an der ungarischen Eötvös Loránd Universität in Budapest und in interdisziplinären Forschungsgruppen.

Eine Gegenüberstellung zur Zuspitzung „Allheilmittel“ wäre wohl eher „wirkungslos“. Aber auch die entschiedensten Leugner des Superlernens, würden wohl zugeben müssen, dass z.B. die Komponente „Beziehung“ schon eine positive oder negative Wirkung auf das Lernen des Hundes haben kann. Die Einstellung zum Lernen, die Lernhaltung (z.B. aktiv/reaktiv) ist auch ein Ergebnis des Superlernens: „Lernen macht Spaß“.

Zum learning set bei der Hundeausbildung gehört der Ausbilder, also findet superlernen innerhalb des Beziehungslernens statt. In welcher Form kann vom Menschen beeinflusst werden. Z.B. können Komponenten wie Stolz (ein Gefühl, das Hunde gut kennen und gerne zeigen) „Chef guck mal, was ich schon kann“ oder Angeberei „Hier kommt der geilste Hund der Welt“ genutzt werden oder ignoriert werden. Das Meuteverhalten ist eine weitere Komponente „Ich will Kontakt zu dir, sag mir, was ich tun soll!“ bis hin zum aktiven Versöhnungsverhalten „Ich will wieder lieb sein“ (demonstriert durch Fußlaufen z.B.)
Die unlogische Überschrift aber soll doch wohl nur in eine Richtung lenken: superlernen gibt es gar nicht und wenn es so etwas gäbe, würde es auch nicht weiterhelfen.

Schade, wenn ein interessanter neuer Ansatz so gleich in die Tonne gekloppt werden soll. Ich bleibe aber gespannt auf weitere Forschungsergebnisse zum Superlernen und versuche die schon bekannten praktisch umzusetzen. Wenn jemand eigene Erfahrungen mit dem Superlernen seines Hundes macht, würde ich die hier auch gerne unter einer neutraleren Überschrift diskutieren.
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