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Das leidige Thema: Barfen
#1
Hi ihr,

seit geraumer Zeit, überlegen wir, unsere Hunde auf Frischfleisch umzustellen. Bevor wir es nun aber entgültig anpacken, sind noch einige Fragen offen...

Wie funktioniert das bei denjenigen unter euch, die des öfteren für mehrere Tage unterwegs sind??? Soll ich die Hunde dann in dieser Zeit wieder auf Trockenfutter umstellen oder wie macht ihr das?

Mit welchen Kosten muss ich für einen dicken DSH (37kg) rechnen?

Wo bekommt ihr euer Fleisch her? Vom Metzger oder Futterhandel? Oder Internet???

Vielen Dank... :help:
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#2
Bei uns gibt es das Fleisch vom Dorfmetzger und vom Jäger.
Metzger: Eine rote Wanne + großer Eimer gemischt (Innereien, Muskel, Knochen) ca 10-15 Euro, große Pansen meist 5€/Stück
Jäger: Wäschekorb (ca. 20kg) voll (für ihn nicht verwertbare Reste wie Rehbein, etc.) 15€
Kaninchen haben wir selbst, da bekommen die Hunde die Reste

Wenn wir unterwegs sind kommt's zum einen auf die Zeit die wir weg sind und zum anderen auf den Ort an dem wir übernachten an. Wir haben eine etwas größere Kühltasche, da passt Fleisch für zwei Hunde über's Wochenende rein. Ansonsten nehmen wir TroFu mit. Von dem haben wir eh immer einen Sack rum stehen um sie z.B. als Leckerchen beim Training herzunehmen.

Zum Preis:
Unser TroFu ist Platinum und kostete uns im Monat für zwei Hunde (23kg hyperaktiver Flummie und 28kg kastrierte Schäferomi) ca. 64€
Für Fleisch/Innereien/Knochen/etc. zahle ich für beide Hunde im Monat zwischen 10-30€


Grüßle,
Karin
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#3
Ich füttere hauptsächlich frisch, habe aber auch immer FeFutter im Haus. Manchmal versetzt mich mein Metzger, je nach Witterung ist das Fleisch manchmal nicht rechtzeitig aufgetaut, auf der Fährte gibt's FeFutterbröckchen, und in der Tasche hab ich auch immer eine Handvoll.

Meine Hunde vertragen es wenn ich ganze Mahlzeiten durch FeFutter ersetze. Sie vertragen auch wenn ich FeFutter mit Frischfutter mische. Gestern Abend habe ich einen Eimer Fleisch aus der Kühltruhe genommen, von dem heute Abend noch nicht genug für alle Hunde aufgetaut war. Also haben sie alle halb FeFutter und halb Fleisch bekommen, und zum Nachtisch noch ein Stück Strosse.

Die Preise richten sich nach Deinen Einkaufsquellen. Bequem aber teuer sind Internet-Shops. Wenn Du am Schlachthof einkaufst oder Schlachtabfälle vom Metzger bekommst ist das meist günstiger. Dafür stehe ich aber alle zwei Monate immer ettliche Stunden um alles so in die Truhe zu bringen dass ich abwechslungsreich füttern kann (Muskelfleisch, Knochen, Innerenen) und die Sachen nach und nach aus der Truhe nehmen kann. Und am nächsten Tag sind dann meist noch ein paar größere Knochenstücke zu portionieren und wegzufrieren. Bei nur einem Hund würde ich vermutlich öfter im Internet bestellen und müßte die tiefgefrorenen sauberen Päckchen, die mir vom Paketzusteller bis ins Haus gebracht werden, nur in die Trhie umpacken.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#4
Mehrere Tage unterwegs, ist eigentlich kein Problem.


Ein wenig kommt es auf die Jahreszeit an. Wenn das Fleisch etwas riecht, ist nicht so schlimm, für den Hund zumindest Confusedquint:
Bei meinen Hunden gibt es keine Umstellung. Gibt es mal Trofu, ganz selten, bekommen sie es halt. Außer größere Haufen passiert nichts. Allerdings konnte ich schon zu Trofu Zeiten von heute auf morgen ein anderes Futter nehmen und es gab keine Probleme. Es gibt ja auch gutes Dosenfutter, für den Notfall.

Halt stimmt nicht ganz, es gibt TroFu auf der Fährte und als Trainingsleckerli.

Ich bekomme etwa 20% vom Metzger, den Rest bestelle ich im I-Net.

Ein dicker DSH, erstmal abspecken :cheers: .


Man rechnet grob gesagt Futter 2% von Idealen Körpergewicht. Manche brauchen mehr, andere weniger. Aber nicht 2% Fleisch, es gibt ja noch Gemüse, Obst oder wenn man will und es der Hund verträgt Getreide. Wichtig, ausgewogen, also nicht nur Muskelfleisch!


Was das Ganze dann kostet kannst du dir ausrechnen. Mich interessiert das inzwischen nicht mehr. Ein gutes TroFu kostet auch viel Geld, ich bin von dieser Art der Fütterung überzeugt und es gibt nichts anderes mehr.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#5
Vielen vielen Dank für die schnellen Antworten :-D Da ich für meine Lieblinge nur das Beste möchte, ist die Preisfrage relativ nebensächlich. Ich füttere derzeit ja platinum...ist also auch nicht gerade günstig. Da liege ich für zwei Hunde momentan bei 97 Euro. Die anderen bekommen Pro Plan.
Ein Metzger aus unserem Ort gibt uns einmal wöchentlich Pansen. Leider bleibt nicht mehr über Weil irgendjemand alles andere bekommt :-( allerdings stehen die Chancen gut, bei einem anderen regelmässig noch mehr zu holen.
Zwecks der Menge fragte ich weil unsere Dobi-Züchterin etwas von einem Kilo Fleisch Pro Hund sagte???

Liebe Grüße
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#6
Eine einfache Faustformel für den groben Überblick:
2-3% vom Körpergewicht des Hundes (je nach Bewegung und Fütterungszustand) = Gesamtfuttermenge
Bei einem ausgewachsenen Hund 70% Fleisch und 30% Gemüse, Obst und auf Wunsch auch Getreide oder eine andere Kohlenhydratequelle.
Von dem Fleischanteil wiederum 50-70% fleischige Knochen, den Rest Muskelfleisch, Pansen und ein kleiner Anteil Innereien. Dazu ein wenig Pflanzenöl und das war es schon.

Ich lebe in NL, notfalls bekomme ich hier Futterfleisch in jedem Supermarkt. Und ansonsten gibt es unterwegs eben Hühnerklein, Hähnchenschenkel oder Rinderhack aus dem Supermarkt mit Schmalz als Energiequelle. Teurer als ein mittleres Trockenfutter ist es nicht. Ich rechne zwar anders als oben angeführt. Aber für den Einstieg reicht diese Rechnung allemal.
Tante Edith: Meine kennen aber auch Trockenfutter und vertragen das anstandslos, wenn es mal besser passt als Fleisch.
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#7
Mengen von einem Kilo und mehr für einen Hund in Dobermann oder DSH Größe kommen nur dann zustande, wenn der Fettgehalt der Ration zu niedrig ist. Leider machen viele den Fehler und füttern sehr mageres Fleisch. Nimmt der Hund dann ab wird nicht die Energiedichte erhöht, sondern man schraubt die Futtermenge hoch. Am Ende hat man dann einen Hund der mit 1,5 kg Fleisch am Tag gerade so sein Gewicht hält...



Ein erwachsener Hund fristt im Schnitt 2 - bis 4% seines Körpergewichts. Hängt etwas vom indivdiuellen Hund, sowie von der Aktivität desselben ab. Meine beiden erwachsenen Hunde (DSH und Dobermann) haben im Schnitt gemeinsam ein Kilo Fleisch am Tag gefressen. Bei Bedarf - oder wenn es einfach kein Futterfleisch mit anständigem Fettgehalt gab - gibt es bei mir dann extra Fett mit in den Napf, kann bis zu 20% der Fleischmenge ausmachen.

Man kann natürlich den energiebedarf auch mit Kohlenhydraten abfangen.
LG Raphaela

The Problem is not the Problem. The Problem is your attitude about the Problem.
Captain Jack Sparrow
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#8
Die Sache mit dem Fett ist, wie bereits erwähnt, wirklich wichtig.
Nicht mehr ÖL geben, sondern wirklich tierisches Fett.


Meine Hündin hat nach der Umstellung auf Barf weder zu noch ab genommen. Aber nach einiger Zeit war sie nicht mehr so agil.
Ich habe mich dann schlauer gemacht und Fett dazu gefüttert. Das Fett vom Pansen nicht mehr weggeworfen. Vorher dachte ich, Fett macht fett. Tatsächlich wurde sie dann etwas runder. Dann habe ich die Fleischmenge etwas reduziert, Getreide füttere ich fast gar nicht, jetzt passt alles.

Ich bekomme auch regelmäßig Rindertalg vom Metzger geschenkt. Einfach mal fragen, die werfen das eh nur weg, meinte der Metzger.

Nochmal was die Menge angeht. Ich habe zwei DSH, eine kleine Hündin und einen alten Herren. Ich brauche 900g "Fleisch" pro Tag, für Beide.
Ich komme bei der Hündin mit 2% hin. Trotz viel Bewegung und Hundesport.
Da ist halt jeder Hund anders.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#9
Es ist aber auch eine echte Fettfrage. :biglaugh:

Häufig geben Besitzer ihren Hunden nur das typisch magere Fleisch aus den Shops (die Angst vor Fett sitzt auch bei Hundebesitzern tief, die moderne Ernährungsberatung machts möglich) und dann Gemüse, Obst und ein Löffelchen Öl. Ohne Knochen, die wenigsten etwas fett liefern, wird es besonders eng. Und dann kommen eben diese monströsen Fleischmengen für reine Sofahunde, die nur etwas Gassi gehen, zusammen.

So weit, so gut: Nur wo um Himmels Willen soll der arme Hund Energie herbekommen?
Getreide wird verteufelt, Kartoffeln müsste man garen, damit entsprechen sie nicht mehr der Rohfutteridee und Fett ist gefährlich.

Ich komme selbst bei einem absoluten Nervenbündel, das unter 600g Trockenfutter am Tag abnimmt, mit maximal 2,5% des Körpergewichtes hin. Ich habe gute Quellen für Schafsfett und Flomen, notfalls nehme ich normales Schmalz aus dem Supermarkt. Und wenn bei uns Kohlenhydrate übrig bleiben, dann kommen die auch gleich in den Napf, egal ob Kartoffeln, Nudel, Reis oder einfach Brot.
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#10
Hi,

also so Barfen nach Plan und Buch mache ich nicht denn davon bin ich nicht so überzeugt, ob der Aufwand und Kosten nicht ebenso erreicht werden kann, wenn ich einfach FRISCH füttere.

Alle unsere Hunde vertragen Trockefutter, die Alten Hundis nur keine Knochen mehr.

Meine Hündin bekommt Frischfleisch zwischen 500 und 1000g (Winter) am Tag, ich bestelle Frostfleisch in 1000g Packungen und wähle zwischen Pansen, Blättermagen, Rindermix, Knorpelmix und Herzmix, dann bekommt sie Velote oel 2x wöchentlich, 1 x ein Ei wöchentlich, mal Gemüseflocken oder Getreideflocken unters Fleisch, rote Bete Frische Möhren, Äpfel und Ananas und mal ne Dose Erbsen und Möhren.

Ihr Fell ist super und auch so bin ich sehr zufrieden mit ihrem "Zustand"...;-))

wenn wir unterwegs sind bekommen alle Trockenfutter, ganz einfach.

Bei dem Frostfleisch gibt es schon Qualitätsunterschiede, aber ich habe jetzt den Händler meines Vetrauens gefunden, die gefrosteste, gewolfte Ware kostet zwischen 1,80 bis 2,90 Euro



tschüü mit üüüüüü
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