08-06-2018, 17:06
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26471-Wie-will-ich-meinen-Hund-sagen/?postID=185419#post185419 schrieb:ist das nicht eine unerlässliche Grundvoraussetzung für die Ausbildung eines Tieres überhaupt?? Also - das Tier beobachten und einschätzen??
Manches können wir intuitiv, also aus dem Bauch heraus,
verstehen.
Manches missverstehen wir intuitiv, also rein nach Bauchgefühl.
Manches lernen wir durch Erfahrung zu verstehen.
Manches missverstehen wir wegen der Beschränktheit unserer
Erfahrungen.
Manches kann man durch fachliche Fortbildung besser verstehen.
Manches versteht die Fachwissenschaft immer noch nicht.
Nie vergessen sollten wir, dass unsere Beobachtungen, unser
„Lesen“ subjektiv sind, d.h. geprägt durch unsere eigene
Persönlichkeit, unsere Ansichten, Erwartungen, Erfahrungen,
Theorien, Ideologien usw. Wir interpretieren immer beim „Lesen“.
Die Wissenschaft versucht durch bestimmte Methoden den subjektiven
Faktor möglichst gering zu halten beim Lesen tierischen Verhaltens.
Agiert der Hund in der Freifolge gedrückt oder „sachlich“
(wie es ein bestimmter Verein ausdrückt)?
Agiert er dominant (gleicher Verein) oder verunsichert?
Im Thema „Anstoßen...“ kann man nachlesen, wie verschieden
das im Video gezeigte Verhalten gelesen, d.h. interpretiert wird.
Die Forderung „Lies deinen Hund!“ ist ähnlich nützlich wie
die Forderung „Gib dir Mühe!“, wenn man sie nicht konkreter
operationalisiert.


