29-12-2006, 18:12
Zitat:Original von Bettina Balters
@ Crazy, ich kenne Paul Kufner persönlich und habe den Gehorsamapport nach ihm schon gesehen, und wenn ein Exemplar Hund dabei ist, welches die Zähne zusammenbeißt um zum verrecken das Holz nicht ins Maul nehmen zu müssen, dann mußt Du das Maul erstmal aufkriegen, und das passiert entweder mittels Halsung oder per Druck auf die Lefzen, Beides ist schmerzhaft. Wo legst Du die Trennlinie zwischen unangenehm und schmerzhaft fest?
Ich habe absichtlich nicht den Zwangsapport angesprochen, was das angeht, so haben schmerzhafte Einwirkungen sicherlich ein ganz anderes Niveau, und in diesen Fällen hat Jupps Einwand mit dem Tierschutzgesetz für mich auch Berechtigung.
Gehorsamsapport ist Zwangsapport, weil der Hund gezwungen wird. Das Maß des aktiven Zwangs ist natürlich abhängig vom jeweiligen Hund.
In der Verhaltensforschung wird auf der Skala mit dem linken Pol „angenehme Empfindung“ und dem rechten Pol „unangenehme Empfindung“ der Schmerzbereich weit rechts liegen. Unangenehm ist also in diesem Zusammenhang der Obergriff zu Schmerz und bedeutet nicht etwa die Vorstufe zu Schmerz, wie Laien häufig meinen.
Unangenehme Einwirkung sagt demzufolge nichts über die Intensität aus.
Da man beim Gehorsamsapport, wie bei allen Zwangsmaßnahmen, nicht auf halbem Weg stehenbleiben darf, wenn man den Hund erfolgreich zwingen will z.B. das Holz ins Maul zu nehmen, kann es bis in den tierschutzrelevanten erheblichen Schmerzbereich gehen bei bestimmten Hunden.
