22-03-2011, 23:03
Lieber Snake-Catcher,
wie soll sich denn Dein Hund mit einer Seuche infizieren, wenn Du ihn brav jedes Jahr zum Impfen schleifst??? Und ich hoffe, Du selbst läßt Dir jedes Jahr ebenfalls die Volldröhnung setzten. Denn im Gegensatz zum Hund ist für uns z.B. eine Maserninfektion im Erwachsenenalter sehr gefährlich. Beim Hund ist's aber umgedreht: Staupe (= eng verwandt mit dem Masernvirus) ist für junge Hunde bedeutend gefährlicher als für ältere Hunde. Insofern denke ich, daß Du Dich da auf Deinen Impfschutz aus der Kinderzeit nicht verläßt und brav jedes Jahr zum nachimpfen gehst! Allein schon deswegen um keine Seuche auszulösen, die Menschenleben kosten könnte... :feuerteufel:
@Susanne: Wichtig ist nicht, wie viele Hunde auf einem Hundeplatz sind, sondern wichtig ist, daß Dein Hund ausreichend gegen die entsprechenden Erkrankungen immunisiert ist. Bei den Impfungen gegen Viruserkrankungen reicht dafür eine Impfung, nachdem im Organismus die maternalen Antikörper so weit abgebaut sind, damit eine Impfung funktionieren kann. Es gibt nicht eine einzige wissenschaftliche Studie, die belegt, daß der Impfschutz gegen Virenerkrankungen nur 12 Monate anhält! Wohl aber mehrere, die einen stabilen Impfschutz über mehrere Jahre nach nur einer einzige Impfung belegen (u.a. die Herstellerstudien). Wobei diese Studien nicht belegen, daß z.B. ein nur siebenjähriger Impfschutz vorliegt. Die entsprechenden Studien wurden nach z.B. sieben Jahre abgebrochen, d.h. ein belastbarer Impfschutz besteht vermutlich noch viel länger. Beim Menschen verläßt man sich darauf, daß z.B. der Schutz durch die Masern- oder Windpockenimpfugn ein Leben lang anhält. Obwohl diese Erkrankungen gerade für alte Menschen sehr gefährlich sein können. Der Hund besitzt das selbe Immunsystem wie der Mensch...
Die gängigen Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen funktionieren sowieso nicht so, wie sich das Otto Normalverbraucher vorstellt. Z.B. schützt die Lepto-Impfung nicht vor einer Lepto-Infektion. Steht auch im Beipackzettel. Weswegen auch ein gegen Lepto geimpfter Hund Leptospiren ausscheiden kann, und zwar nicht nur solche, gegen die gar nicht geimpft wird, sondern auch die der beiden Stämme, gegen die geimpft wird. Generell sind die Impfstoffe gegen bakterielle Erkrankungen sehr nebenwirkungsträchtig bei (wenn überhaupt) geringem Nutzen.
Ich wohne auf einem Hundeplatz. Meine Hunde werden als Welpen zweimal gegen Parvo und Staupe geimpft. Nach der Zahnung nochmal gegen Staupe, Parvo und Hepatits. Getrennt davon einmal gegen Tollwut. Danach erhalten sie nur noch alle 3 Jahre die Tollwutimpfung. Zusätzlich lasse ich meine Hunde gegen Tetanus grundimmunisieren, nachdem es in meinem Umfeld mehrere Tetanusfälle bei Hunden gegeben hat. Nach ca. 10 Jahren werde ich dann mal darüber nachdenken ggf. eine Titerbestimmung machen zu lassen. Bei einem 12-jährigen Hund, der mehrmals in seinem Leben geimpft wurde, würde ich bestenfalls den offiziellen Tollwutimpfschutz aufrecht erhalten (das Ende seines tatsächlichen Impfschutzes wird dieser Hund nie und nimmer erleben können).
Als Lektüre empfehle ich das Buch "Haustiere impfen mit Verstand", in dessen Literaturverzeichnis´u.a. einige der wissenschaftlichen Studien aufgeführt sind zum Thema Impfschutzdauer. So daß man sich bei Interesse die Originalstudien besorgen kann.
Grüße
Antje
wie soll sich denn Dein Hund mit einer Seuche infizieren, wenn Du ihn brav jedes Jahr zum Impfen schleifst??? Und ich hoffe, Du selbst läßt Dir jedes Jahr ebenfalls die Volldröhnung setzten. Denn im Gegensatz zum Hund ist für uns z.B. eine Maserninfektion im Erwachsenenalter sehr gefährlich. Beim Hund ist's aber umgedreht: Staupe (= eng verwandt mit dem Masernvirus) ist für junge Hunde bedeutend gefährlicher als für ältere Hunde. Insofern denke ich, daß Du Dich da auf Deinen Impfschutz aus der Kinderzeit nicht verläßt und brav jedes Jahr zum nachimpfen gehst! Allein schon deswegen um keine Seuche auszulösen, die Menschenleben kosten könnte... :feuerteufel:
@Susanne: Wichtig ist nicht, wie viele Hunde auf einem Hundeplatz sind, sondern wichtig ist, daß Dein Hund ausreichend gegen die entsprechenden Erkrankungen immunisiert ist. Bei den Impfungen gegen Viruserkrankungen reicht dafür eine Impfung, nachdem im Organismus die maternalen Antikörper so weit abgebaut sind, damit eine Impfung funktionieren kann. Es gibt nicht eine einzige wissenschaftliche Studie, die belegt, daß der Impfschutz gegen Virenerkrankungen nur 12 Monate anhält! Wohl aber mehrere, die einen stabilen Impfschutz über mehrere Jahre nach nur einer einzige Impfung belegen (u.a. die Herstellerstudien). Wobei diese Studien nicht belegen, daß z.B. ein nur siebenjähriger Impfschutz vorliegt. Die entsprechenden Studien wurden nach z.B. sieben Jahre abgebrochen, d.h. ein belastbarer Impfschutz besteht vermutlich noch viel länger. Beim Menschen verläßt man sich darauf, daß z.B. der Schutz durch die Masern- oder Windpockenimpfugn ein Leben lang anhält. Obwohl diese Erkrankungen gerade für alte Menschen sehr gefährlich sein können. Der Hund besitzt das selbe Immunsystem wie der Mensch...
Die gängigen Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen funktionieren sowieso nicht so, wie sich das Otto Normalverbraucher vorstellt. Z.B. schützt die Lepto-Impfung nicht vor einer Lepto-Infektion. Steht auch im Beipackzettel. Weswegen auch ein gegen Lepto geimpfter Hund Leptospiren ausscheiden kann, und zwar nicht nur solche, gegen die gar nicht geimpft wird, sondern auch die der beiden Stämme, gegen die geimpft wird. Generell sind die Impfstoffe gegen bakterielle Erkrankungen sehr nebenwirkungsträchtig bei (wenn überhaupt) geringem Nutzen.
Ich wohne auf einem Hundeplatz. Meine Hunde werden als Welpen zweimal gegen Parvo und Staupe geimpft. Nach der Zahnung nochmal gegen Staupe, Parvo und Hepatits. Getrennt davon einmal gegen Tollwut. Danach erhalten sie nur noch alle 3 Jahre die Tollwutimpfung. Zusätzlich lasse ich meine Hunde gegen Tetanus grundimmunisieren, nachdem es in meinem Umfeld mehrere Tetanusfälle bei Hunden gegeben hat. Nach ca. 10 Jahren werde ich dann mal darüber nachdenken ggf. eine Titerbestimmung machen zu lassen. Bei einem 12-jährigen Hund, der mehrmals in seinem Leben geimpft wurde, würde ich bestenfalls den offiziellen Tollwutimpfschutz aufrecht erhalten (das Ende seines tatsächlichen Impfschutzes wird dieser Hund nie und nimmer erleben können).
Als Lektüre empfehle ich das Buch "Haustiere impfen mit Verstand", in dessen Literaturverzeichnis´u.a. einige der wissenschaftlichen Studien aufgeführt sind zum Thema Impfschutzdauer. So daß man sich bei Interesse die Originalstudien besorgen kann.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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