01-03-2011, 12:03
M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=110190#post110190' schrieb:Ich hab grad bischen Gedankenkrebs und will Euch teilhaben lassen. :whistling:
War es nicht so, dass es irgendwann im letzten Jahrtausend eine Zeit gab, als niemand an Fertigfutter für Hunde dachte? Dass irgendwann jemand auf die Idee mit dem "Hundekuchen" kam? Später dann Pellets als Nahrungsersatz auf den Markt kamen, bis sich dann nach und nach eine eigene, gut florierende Industrie entwickelte?
Hallo Maik,
diesen "Gedankenkrebs" habe ich seit langem. Während mein Dackel mit Tischresten 17 und mein 1. Schäfi mit Schlachtabfällen, Tischresten und wenig Trofu (Gemisch aus Cornflakes, Puffreis, Haferflocken und Trockenfleisch) 14 Jahre alt wurden, hatten all die mit hochwertigem Hightech-Fefu ernährten Hunde ein deutlich kürzeres Leben.
Damals war das die billigste Art einen großen Hund zu ernähren, Pansen, Lunge, Blättermagen, Strotten usw. gab es eimerweise im Schlachthof, für damals gerade mal 5 DM (ein ganzes Rinderherz gleicher Preis bei einem Drittel Menge). Heute nennt sich diese Ernährungsform BARF, ist modern und sauteuer, weil ein ganzer Industriezweig es dem Ottonormalhundehalter unmöglich macht, sich die stinkenden Innereien und Fleischabfälle zu angemessenen Preisen selbst aus dem Schlachthof zu holen, während Trockenfutter keine Riesenlöcher mehr in die Haushaltskasse reißt.
Um die ganzen Pülverchen zu sparen und mir die Ernährung von 3 Hunden leisten zu können, habe ich mich mit beiden Richtungen arrangiert: Morgens Trofu, abends Barf. Genauer gesagt bin ich wieder in den 80ern angelangt was Ernährung betrifft. Meine älteste ist fast 8, superfit und kerngesund, das hatte ich seit meinem 1. Schäfi nicht mehr. Dazu muss man aus dem Füttern von Schlachtabfällen keine Religion machen und schon gar nicht überteuerte Futterergänzungen kaufen.
Gruß, Taarna

