16-08-2010, 15:08
Mein Schäferhundrüde (5 Jahre alt) hat seit ca. 2 Monaten eine Analfistel. Die Uniklinik in Giessen hat mir auf telefonische Anfrage mitgeteilt, dass sie Analfisteln nicht mehr operieren. Sie hätten bessere Ergebnisse mit Medikamenten erreicht, und bei der OP kann es wohl auch zu Verletzungen des Schließmuskels kommen. Außerdem gibt es ein höheres Rückfallrisiko, und dann sind die Leute sauer wegen der hohen OP Kosten.
Nun, mein Hund lebt im Haus und ist Familienmitglied, also müssen wir versuchen, ihm zu helfen.
Unsere 1. Therapie in Absprache mit unserem Tierarzt war: 2 x tägl. je 1 Tabl. Cicloral 50 mg für 4 Wochen, dazu tägl 2 x eincremen mit Protopic Salbe 0,1%
Diese Tabletten sind absolute Hämmer, den Beipackzettel darf man nicht lesen, sonst stehen einem die Haare zu Berge. Ich hab`s aber doch getan, es ist schlicht und einfach "Chemotherapie", Kosten für die Medikamente: ca. 480,- Euro.
Ich hatte dann Bedenken, dass mir mein Hund nicht an der Analfistel eingeht, sondern an den Medikamenten.
Durch Freunde in den USA bekam ich dann einen Bericht über eine Forschung an der Michigan State University, College of Veterinary Medicine.
Hier wurde empfohlen, dem Hund tägl. Sulfasalazinpräparate (Rheumamittel) und zusätzlich Cortison zu geben. Rheumamittel deshalb, da die Krankheit "Analfistel" wohl auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen ist, wie Rheuma auch.
Nun bekommt mein Hund seit ca. 3 Wochen tägl. 3 Tabl. (früh, mittag, abend je 1) Sulfasalazin Hexal 500 mg Tabl. und 3 Tage lang je 2 Tabl. Predni H Tablinen 20 mg, dann tägl. 1 Tablette, zum Schluss nur noch 1/2 Tabl. Natürlich wasche und creme ich auch noch, 3 Cremes im Wechsel. Die Uni in Michigan empfiehlt als Diät: Fisch, am besten Wildlachs mit Kartoffeln.
Da wir keine Millionäre sind haben unser Hund und wir uns geeinigt auf: "Lachs mit Reis" von Mera-Dog, etwas Öl, ab und zu Leinsamen und ja keine seiner geliebten Knochen.
Die Analfistel ist nach wie vor vorhanden, aber nicht mehr entzündet. Der Hund verliert jetzt sein Haar (Chemotherapie), er wird wohl "Nackthund" werden! Vielleicht stricken wir ihm für den Winter einen Overall! Überall fliegen die Haare rum, wie gut, dass wir einen guten Staubsauer haben!
Das ist alles, was ich im Moment tun kann, aber mache ich es richtig? Die Medikamente schlauchen den Hund sehr. Bis Mitte September werde ich wohl die Medikamente weiter geben, dann möchte ich langsam absetzen.
Meine Frage ist nun: gibt es etwas aus der Naturheilkunde, dass ich dann weiter geben kann, das den Hund nicht so schädigt, bzw. wieder aufbaut? Hat irgend jemand Erfahrung damit?
Marion
Nun, mein Hund lebt im Haus und ist Familienmitglied, also müssen wir versuchen, ihm zu helfen.
Unsere 1. Therapie in Absprache mit unserem Tierarzt war: 2 x tägl. je 1 Tabl. Cicloral 50 mg für 4 Wochen, dazu tägl 2 x eincremen mit Protopic Salbe 0,1%
Diese Tabletten sind absolute Hämmer, den Beipackzettel darf man nicht lesen, sonst stehen einem die Haare zu Berge. Ich hab`s aber doch getan, es ist schlicht und einfach "Chemotherapie", Kosten für die Medikamente: ca. 480,- Euro.
Ich hatte dann Bedenken, dass mir mein Hund nicht an der Analfistel eingeht, sondern an den Medikamenten.
Durch Freunde in den USA bekam ich dann einen Bericht über eine Forschung an der Michigan State University, College of Veterinary Medicine.
Hier wurde empfohlen, dem Hund tägl. Sulfasalazinpräparate (Rheumamittel) und zusätzlich Cortison zu geben. Rheumamittel deshalb, da die Krankheit "Analfistel" wohl auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen ist, wie Rheuma auch.
Nun bekommt mein Hund seit ca. 3 Wochen tägl. 3 Tabl. (früh, mittag, abend je 1) Sulfasalazin Hexal 500 mg Tabl. und 3 Tage lang je 2 Tabl. Predni H Tablinen 20 mg, dann tägl. 1 Tablette, zum Schluss nur noch 1/2 Tabl. Natürlich wasche und creme ich auch noch, 3 Cremes im Wechsel. Die Uni in Michigan empfiehlt als Diät: Fisch, am besten Wildlachs mit Kartoffeln.
Da wir keine Millionäre sind haben unser Hund und wir uns geeinigt auf: "Lachs mit Reis" von Mera-Dog, etwas Öl, ab und zu Leinsamen und ja keine seiner geliebten Knochen.
Die Analfistel ist nach wie vor vorhanden, aber nicht mehr entzündet. Der Hund verliert jetzt sein Haar (Chemotherapie), er wird wohl "Nackthund" werden! Vielleicht stricken wir ihm für den Winter einen Overall! Überall fliegen die Haare rum, wie gut, dass wir einen guten Staubsauer haben!
Das ist alles, was ich im Moment tun kann, aber mache ich es richtig? Die Medikamente schlauchen den Hund sehr. Bis Mitte September werde ich wohl die Medikamente weiter geben, dann möchte ich langsam absetzen.
Meine Frage ist nun: gibt es etwas aus der Naturheilkunde, dass ich dann weiter geben kann, das den Hund nicht so schädigt, bzw. wieder aufbaut? Hat irgend jemand Erfahrung damit?
Marion


