01-12-2006, 13:12
Zitat:Original von Jupp
Schon das erste Verbellen des Welpen oder Junghundes aus einer wie immer gearteten Belastung heraus zu entwickeln, weil man meint, daß es sonst mal nichts als Beutebettelei wird statt „ehrlichem Fight“, ist falsch, genauso wie den Hund in eine Situation von „fight or flight“ zu bringen. Der „ehrliche Fight“ des „stolzen“ Hundes ist reine Hundeführerromantik von Martin und widerspricht der Verhaltensbiologie.
Das operante Lernen ist zwar unromantisch, weil es Reize nutzt, um Reaktionen hervorzurufen, und diese zu bestätigen, aber für den Hund ist das immer auch emotional angenehm. Das Lernen mit begleitenden guten Emotionen ist bekanntlich besonders erfolgreich.
Tja, ich würde einmal sagen, dass du Thomas nicht verstanden hast. Es geht bei der von Thomas beschriebenen Schutzdienstausbildung nicht um eine "wie auch immer geartete Belastung". Aber das weiß man nur, wenn man diese Art der Ausbildung kennt. Es geht nicht darum, dass man "meint, dass es sonst mal nichts als Beutebettelei wird", sondern es geht um das Nutzen von natürlichen Ressourcen. aber das weiß man nur, wenn man solche Hunde kennt. Und es geht hier nicht um Hundeführerromantik, sondern es geht um eine Ausbildung, die als erfolgsorientiert zigfach den Nachweis geliefert hat. Aber das weiß man nur, wenn man solche Hunde schon bei der Arbeit gesehen hat.
Und für den Hund ist diese Art der Ausbildung absolut emotional angenehm und stets selbstbestätigend, und deshalb gebe ich dir da auch recht, diese Art des Lernens ist besonders erfolgreich.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu

