01-12-2006, 10:12
Zitat:Original von Giuseppe
Ist dies das ein Aggressionsverhalten des Hundes, um den Helfer zu dominieren oder ist es das Verhalten, welches in für den Hund ausweglosen Situationen auf das Meideverhalten folgt?
Natürlich hat auch ein junger Hund, der operant gearbeitet wird, den Eindruck, daß er den Helfer beherrscht, insofern er mit dem Bellen die Bestätigung auslösen kann. Der Hund lernt, daß er mit seinem Verhalten den Helfer aktivieren kann.Aber erst ab einer bestimmten Reifeentwicklung kann er Ernsthaftigkeit als Antwort auf steigende Belastungen entwickeln.
Schon das erste Verbellen des Welpen oder Junghundes aus einer wie immer gearteten Belastung heraus zu entwickeln, weil man meint, daß es sonst mal nichts als Beutebettelei wird statt „ehrlichem Fight“, ist falsch, genauso wie den Hund in eine Situation von „fight or flight“ zu bringen. Der „ehrliche Fight“ des „stolzen“ Hundes ist reine Hundeführerromantik von Martin und widerspricht der Verhaltensbiologie.
Das operante Lernen ist zwar unromantisch, weil es Reize nutzt, um Reaktionen hervorzurufen, und diese zu bestätigen, aber für den Hund ist das immer auch emotional angenehm. Das Lernen mit begleitenden guten Emotionen ist bekanntlich besonders erfolgreich.
