18-12-2009, 10:12
Balco,index.php?page=Thread&postID=81637#post81637' schrieb:Bei klein musstest auch du ins Grübeln kommen Balco. :dafuer:dgotzek,index.php?page=Thread&postID=81616#post81616' schrieb:Claudia Ph.,index.php?page=Thread&postID=81578#post81578' schrieb:(gottseidank kann der Hund nur Verknüpfen und nicht denken)
Es wird derzeit von einigen Forschungsgruppen (z.B. Kaminski in Leipzig, Miklosi in Budapest, Range in Wien) recht viel an den kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Hunden geforscht. Das Bild, dass sich in den letzten 10 Jahren vom Hund abzeichnet ist nicht das eines dummen Egoisten, sondern eines sehr nuanzierten, sozial agierenden Partner des Menschen.
Die Ergebnisse der neueren Forschung hinsichtlich selektiver Imitation und
selfmonitoring bestätigen das. Aber das würde hier zu weit führen.
Das Wissen hat sich eben leider noch nicht so bei den Hundehaltern rumgesprochen. Noch immer wird der Hund als eine Art Reiz–Reaktions–Maschine, die nur verknüpfen kann, verstanden. Das ist die Tradition der alten Schule zu der auch die Kontaktmethode gehört.
Die modernen Methoden versuchen dagegen die Talente des Hundes als denkendes, mitdenkendes, soziales und kommunikatives Tier zu nutzen.
Auch sonst ist dein Beitrag sehr interessant und mein erster Gedanke war: der DSH war doch früher mal ein Schäferhund im Hauptberuf. Hunde ohne ausgeprägten Willen zur Kooperation mit dem Schäfer, ohne hohe Führigkeit wurden ausgesondert.
Diesen grundsätzlichen Willen zur Kooperation sprechen die modernen Methoden in erster Linie an. Die Kontaktmethode mit ihren ständigen Aktivierungszwängen dagegen geht von einer grundsätzlichen Unwilligkeit des Hundes aus, weshalb er ständig bei jedem HZ eine Einwirkung bekommen muss.

